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Samstag, 31. Dezember 2016

Rezi: Andrew Holland - Wie sehr willst du leben?

Klappentext:

"Ich habe sie getötet. Ich habe meine Schwester getötet. Der, nach dem Sie suchen bin ich.« Mitten auf einer verlassenen Landstraße greift ein Farmer einen kleinen Jungen auf. Nur in Unterwäsche bekleidet, kann das Kind von nichts anderem reden, als davon, dass es seine Zwillingsschwester ermordet hat. Was steckt dahinter? Es ist die größte Suche nach vermissten Kindern, die Amerika je erlebt hat. Bisher konnte immer nur einer der vermissten Zwillinge lebendig gefunden werden, während der andere tot war. Special Agent Howard Caspar vom FBI wird mit seinem Team auf den Fall »Missing Twins« angesetzt. Können Sie den Psychopathen rechtzeitig stoppen oder hat er bereits die nächsten Zwillinge in seiner Gewalt? »Wenn du überleben willst, muss deine Schwester sterben. Wie sehr willst du leben?«

Quelle: amazon.de

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Veröffentlicht über Amazon (06.09.2016)
als E-Book gelesen ~*~ 262 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 0,99 €
ISBN: 978-1537525938
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Inhalt:

Howard Casper ist Special Agent vom FBI und er steht vor einem sehr schwierigen Fall. Er ermittelt im Fall "Missing Twins". Das makabere dabei: Ein Zwilling überlebt, der andere stirbt. Der überlebende Zwilling ist verstört und hat immer nur den Satz auf den Lippen "Ich habe sie getötet". 
Es sind dem Täter schon einige Zwillingspärchen zum Opfer gefallen, wieviele wird nicht bekannt gegeben. Die Opfer sind immer 10jährige Kinder und der Täter agiert nicht nur in einer Stadt oder einem Bundesstaat. Nein, er agiert über das ganze Land. Daher ist es verdammt schwer, ihn zu erwischen.

Schon alleine der Satz "Ich habe sie getötet. Ich habe meine Schwester getötet. Der, nach dem Sie suchen, bin ich." hat mir einen echt heftigen Schauer über den Rücken gejagt und auch wenn ich jetzt noch daran denke, bekomme ich wieder Gänsehaut.
Egal ob Zwillinge oder ein einzelnes Kind, ich denke, ein jeder, der ein Kind hat, kann nachvollziehen, was man da als Leser fühlt.

Der Autor hat es hier sehr clever gemacht: ich war direkt mitten drin, als das Buch anfing. Kein großes Vorgeplänkel, direkt Bäääääääm. Die Erzählweise ist packend und mitreißend.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven. Da ist einmal Special Agent Howard Casper, dann der Täter und aus der Sicht des letzten Zwillingspärchens.
Gerade dann, wenn aus der Sicht des Täters erzählt wurde, dachte ich nur noch "Komm du mir mal in die Finger...."

Was mich allerdings doch etwas störte, die Charaktere rund um Howard, Rick und Kathlyn warfen zuviele Fragen auf. Ich hoffe sehr, das die Charaktere noch mehr an Tiefe gewinnen in dem nächsten Band. 

Mein Fazit:

Alles in allem ein gelungenes Debüt mit etwas Luft nach oben. Ich hoffe sehr, dass die Charaktere sich noch weiter entwickeln und das keine weiteren Fragen aufkommen werden. Deswegen gebe ich dem Buch 4 Sterne!

Dienstag, 27. Dezember 2016

Rezi: Hanna Caspian - Die Kirschvilla

Klappentext:

Isabell und ihre Großmutter Pauline treten ein Erbe in Köln an – Paulines Geburtshaus. Doch die alte Villa am Rheinufer birgt dunkle Geheimnisse. Bald sieht sich Isabell mit der Frage konfrontiert, ob ihr Liebesglück mit den Geheimnissen ihrer Familie zusammenhängt. Denn ausgerechnet Julius, Isabells neue Liebe, scheint tief in die schmerzliche Familientragödie verstrickt. Doch schließlich geben zwei Tagebücher aus den 1920er-Jahren, die die Zeit überdauert haben, Auskunft über die schockierenden Geschehnisse am Rheinufer – und über Wahrheiten, die niemand gerne über seine Familie erfährt.

Quelle: heyne.de




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Veröffentlicht im Heyne-Verlag (12.09.2016)
als TB gelesen ~*~ 480 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3453419551
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Inhalt:

Die Geschichte beginnt im Jahre 1926 und genau dieser Anfang hat es in sich. 

Anschließend wird in das Jahr 2014 geschwenkt, in der klar wird, das Isabell mit Flugangst zu kämpfen hat. Sie ist auf dem Weg zu ihrer Oma Pauline, mit der sie zu dem Notar fahren will, denn Pauline soll ein Erbe antreten, ihr Geburtshaus wurde ihr von ihrem Bruder Oskar hinterlassen.
Doch welche Geheimnisse diese Villa beherbergt, kommt erst nach und nach raus.

Nachdem die Geschichte so spannend im Jahre 1926 gestartet ist, plätschert die Handlung in der Gegenwart etwas dahin. Erst nach und nach gewinnt sie an Spannung, so dass ich lieber die Rückblicke aus dem Jahre 1926 gelesen habe. Aber nach und nach wurde auch die Gegenwart spannend, so dass ich schnell wissen wollte, wie es weiter geht.

Nicht jeder Charakter konnte mit einem Tiefgang versehen werden, denn es befinden sich sehr viele Charaktere in der Geschichte. Es fängt da mit Pauline und Isabell an, gefolgt von Julius, dem Notar. Dann sind da die Geschwister von Pauline. Hier spielen aber eigentlich nur Magnus, Oskar und Clementine eine große Rolle.
Was mich allerdings gestört hatte, ich bekam Oma Pauline nicht wirklich zu packen. Sie hat mich in dieser Geschichte nicht wirklich überzeugt, obwohl sie doch eine große Rolle in diesem Buch spielt.

Die Autorin hat hier einen sehr flüssigen Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Auch wenn sie sich in die Vergangenheit begibt, wird es nicht zäh. Ich habe mich in der Vergangenheit wohler gefühlt, als wenn wieder in die Gegenwart gewechselt wurde. 
Auch konnte Hanna Caspian mich mit ihren Beschreibungen über die Villa, dem Garten, etc. sehr überzeugen. Sie hat im gesamten Buch eine wundervolle Atmosphäre geschaffen, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte, sei es hoch dramatisch gewesen oder gefühlvoll. Auch die Gefühlswelt der einzelnen Kinder hat sie sehr gut umgesetzt.

Mein Fazit:

Die Kirschvilla ist ein Roman, der mich mitgenommen hat, mit all seinen Geheimnisse. Fesselnd erzählt und in meinen Augen ab einer gewissen Seitenzahlt auch durchweg spannend. 4 Sterne möchte ich hier vergeben!

Vielen Dank an den Heyne-Verlag, dass ich dieses Buch rezensieren durfte.

Freitag, 16. Dezember 2016

Rezi: Elke Bergsma - Moorsmaragd

Klappentext:

Ostfriesland. Moordorf. Wir schreiben das Jahr 2016. Und wir schreiben das Jahr 1895. Gelingt es, in der Gegenwart ein Verbrechen aufzuklären, das weit zurück in der Vergangenheit geschah?

Als Ibbe Küppers im Sterben liegt, bittet er seine Nichte Hilke und deren Neffen Franziskus mithilfe eines Smaragdrings einen längst vergangenen Mordfall in der Familie aufzuklären. Ihre Recherchen führen sie zum Landwirt Hannes Altinga, bei dessen Familie das mutmaßliche Opfer einst als Knecht beschäftigt war. Doch was geschah damals wirklich? War ihr Vorfahre tatsächlich Opfer oder nicht doch eher Täter? Woher kam das kleine Mädchen, das eines Nachts verlassen im Moor stand? Und was hat es mit dem verschlossenen Zimmer auf dem Hof der Altingas auf sich, das seit mehr als einem Jahrhundert niemand mehr betreten darf?

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Veröffentlicht bei Amazon (07.10.2016)
als E-Book gelesen ~*~ 307 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 3,99 €
ISBN: 978-1539380696
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Inhalt:

Ibbe Küppers bittet seine Nichte um einen letzten Gefallen, bevor er stirbt. Er möchte endlich den Mord aus der Vergangenheit aufgeklärt wissen. Dieser Mord fand allerdings schon im Jahre 1895 statt, so dass es schwer ist, Augenzeugen zu finden.
Doch Hilke, die Nichte von Ibbe, hat journalistisches Gespür und beginnt mit der Suche. Zusammen mit ihrem Neffen Franziskus ermitteln sie, wie auch der Smaragdring in den Besitz der Familie gekommen ist, wo er doch eigentlich zu den Altingas gehört.

"Moorsmaragd" war mein erster Krimi von Elke Bergsma und ich wurde nicht enttäuscht. Sie hat mich in eine Zeit entführt, in der die Leute damals zum Teil von der Hand im Mund leben mussten. Jedes Jahr gebar eine Frau ein neues Kind und jedes Jahr wurde es immer schwieriger, die Familie zu ernähren. Ich habe mich sehr gut in die Zeit hineinversetzen können, als die Kinder zum Betteln los geschickt wurden, ohne vernünftige Kleidung. Wie sie sich fühlten, wenn sie von den reicheren Leuten abgeblockt oder gar noch beschimpft wurden.
Genau zu dieser Sorte Leute gehören Teelko und seine Familie. Doch Teelko erscheint nur kurz auf der Bildschirmfläche, denn er wird ermordet. Die Familie hat zunächst keine Ahnung, wer ihn umgebracht hat, gehen aber von einem Mord aus.
Doch derjenige, der ihn umgebracht hat, hat noch mehr auf dem Kerbholz. Ein ziemlich unsympatischer Zeitgenosse kreuzt den Weg von Teelko und seiner Familie. 

Die anderen Charaktere haben mich noch nicht zu 100% überzeugt, denke aber, dass sie sich im Laufe der weiteren Geschichten weiter entwickeln und sie so etwas mehr lebendig wirken.

Mein Fazit:

Ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe. 4,5 Sterne für "Moorsmaragd".


Die Reihenfolge der Büttner & Hasenkrug-Reihe:

„Windbruch“
„Das Teekomplott“
„Lustakkorde“
„Tödliche Saat“
„Dat witte Lücht“ (Kurzkrimi)
„Puppenblut“
„Stumme Tränen“
„Schweigende Schuld“
„Fluchträume“
„Brandwunden“
„Strandboten“
„Maskenmord“
„Eisige Spuren“
„Seelenrausch“ 

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Rezi: Núria Pradas - Die Kleidermacherin

Klappentext:

Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Allen sozialen Gegensätzen zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …





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Veröffentlicht im Penguin-Verlag (14.11.2016)
als TB gelesen ~*~ 400 Seiten
Taschenbuch: 10,- € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3328100775
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Inhalt:

Laia Calvet ist eine junge hübsche Frau, die in dem Textilgeschäft Santa Eulalia eine Anstellung findet. Sie beginnt in dem Geschäft ihre Ausbildung, in der ihre Mutter als Näherin arbeitet. Doch Laia legt nicht so viel Engagement an den Tag, wie ihre Mutter sich das wünschen würde. Viel mehr hat Laia ihr eigenes Leben und ihre Freizeit an den Sonntagen im Kopf. 
Erst als ihre Mutter von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen wird, nimmt Laia sich zusammen und erkämpft sich eine hohe Position in dem Modehaus. Mit den Jahren arbeitet sie sich immer höher, doch es gibt auch Neider, die ihr den Erfolg nicht gönnen. 
Was kaum einer weiß, sie hat einen Sohn. Doch Laia kümmert sich wenig um ihn. Ist sie nach der Sache mit dem Vater des Jungen überhaupt dazu fähig, zu lieben?
Als dann der 2. Weltkrieg ausbricht, verliert Laia alles, was sie hat. Sie verliert ihren Sohn, ihren besten Freund. Nur mit Mühe und mit Hilfe von Andreu Molins, dem Geschäftsführer von Santa Eulalia, kämpft sie sich wieder zurück ins Leben. Doch hat sie es verlernt, zu lächeln.

Ein Roman, der sehr langatmig startet. Einige Male war ich kurz davor, den Roman beiseite zu legen. Doch ich habe durchgehalten. Viele Male dachte ich, wann kommt denn endlich der Höhepunkt? Wann tritt endlich Spannung auf? Doch wenn man diesen Roman liest und mehr darüber nachdenkt, was die eigentliche Message ist, findet man ihn gar nicht mehr so schlecht. Zumindest ging es mir so.
Ich fand ihn eigentlich total zäh. Doch so Mitte des Buches habe ich ein wenig mehr über die Personen nachgedacht und festgestellt, das diese Frau, Laia Calvet, es nicht leicht hatte in ihrem Leben. Sehr früh hat sie ihren Vater verloren, dann ihre Mutter. Sie hat sich hoch gearbeitet, war sehr hoch angesehen in er Firma, in der sie gearbeitet hat und auch unter den Kundinnen war sie beliebt.
Doch dann bricht der 2. Weltkrieg aus und erneut wird ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. Und kaum hat sie sich einigermaßen davon erholt, ereilt der nächste Schicksalsschlag die arme Frau. Erst durch ihre Trauer wirkt Laia menschlich auf mich. Vorher war sie unnahbar, hat kaum Gefühle zugelassen, aus Angst, verletzt zu werden.
Ihre Gefühle kapselt sie tief in ihrem Inneren ein, und nur ein Mann dringt dahin vor, das begreift sie aber erst sehr spät.

Wäre dieser holperige Anfang nicht gewesen, und dann diese vielen Zeitsprünge, so wäre das Buch sicherlich flüssiger zu lesen gewesen. Die Zeitsprünge haben es echt schwierig gemacht, der Autorin zu folgen. Sehr schade, wie ich finde.

Mein Fazit:

Weniger Zeitsprünge und es wäre toll zu lesen gewesen, so war es manchesmal echt einfach nur anstrengend. 4 Sterne für "Die Kleidermacherin".


Ich danke dem Penguin-Verlag für die Bereitstellung des Rezi-Exemplares!

Dienstag, 13. Dezember 2016

Rezi: Arne Dahl - Sieben minus Eins

Klappentext:

Als er die Blutspuren in dem labyrinthischen Kellerverlies findet, ist sich Kriminalkommissar Sam Berger sicher: Das unerklärliche Verschwinden der jungen Frau steht mit früheren Fällen in Verbindung, es muss weitere Opfer desselben Täters geben. Nur fehlt von denen jede Spur. Mit seiner waghalsigen Theorie von einem Serientäter steht Sam Berger alleine da und gerät bald von mehreren Seiten unter Beschuss. Allan Gudmundsson, sein Chef, hat wenig Verständnis für Bergers riskante Alleingänge und droht, ihn zu feuern. Dann entdeckt Sam Berger Spuren. Spuren, die nur er lesen kann, gelegt von einem Menschen, der ihn allzu gut zu kennen scheint. Sie führen ihn zu einem verlassenen alten Bootshaus und von dort zu einer längst verloren geglaubten Erinnerung. Tief verborgen in Bergers Vergangenheit gibt es etwas, das ihn mit den brutalen Verbrechen verbindet. Etwas, das lange Zeit keine Bedeutung zu haben schien, und das der Täter jetzt mit gutem Grund ans Licht holt. „Sieben minus eins“ ist der Beginn einer neuen Krimiserie um das Ermittlerduo Sam Berger und Molly Blom – psychologisch raffiniert, voller abgründiger Wendungen und unerhört spannend.

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Veröffentlicht im Piper-Verlag (01.09.2016)
als broschierte Ausgabe gelesen ~*~ 416 Seiten
broschierte Ausgabe: 19,99 € ~*~ E-Book 14,99 €
ISBN: 978-3492057707
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Inhalt:

Sam Berger, ein Polizist, der gern Alleingänge tätigt, hat eine Theorie: Das junge 15jährige Mädchen, welches seit Wochen unauffindbar ist, gehört einer Serie von entführte Mädchen an. Doch sein Chef hat ihm verboten, überhaupt das Wort "Serie" in den Mund zu nehmen. Doch Sam hält an seiner Theorie fest. Denn was die anderen nicht wissen, an jedem "Tatort" wird ihm ein Hinweis hinterlassen. Winzig kleine Zahnräder, bei denen nur er weiß, von wem sie sein könnten. Nur er und Molly Blom. 
Doch bis die beiden zusammen arbeiten, vergeht einige Zeit, die auf Misstrauen und Missverständnisse aufbaut.

Dieses neue Buch von Arne Dahl wurde ziemlich beworben, hat auch einige gute Kritiken erhalten, die ich im Laufe des Buches immer mal wieder gelesen habe. Doch fragte ich mich, wofür???

Ich habe elendig lange gebraucht, um dieses Buch zu lesen, immer wieder habe ich ein anderes Buch vorgezogen, denn ich konnte keinerlei Beziehung zu Sam Berger oder aber Molly Blom aufbauen. Beide Charaktere waren für mich eintönig, nicht greifbar. Ich konnte sie mir nicht vorstellen, weil sie für mich als schwarz-weiße Silouette agierte. Selbst die Landschaft Schwedens war für mich eher eintönig beschrieben, was ich sehr schade fand, denn Schweden ist ein wunderschönes Land.

Die Story an sich war sehr gut, doch auch hier finde ich, hätte der Autor mehr rausholen können. Mehr mit Spannung arbeiten, denn die hat mir fast gänzlich gefehlt.

Mein Fazit:

Leider konnte mein erster Arne Dahl mich überhaupt nicht überzeugen. Story an sich sehr gut, doch fehlten wichtige Sachen für mich. Ich habe auch das ganze Schreiben von Herrn Dahl als ziemlich sprunghaft empfunden. 2 Sterne, mehr kann ich nicht geben, und eigentlich wäre es noch weniger, aber es waren gute Ansätze da...

Montag, 28. November 2016

Rezi: Mandy Baggot - Winterzauber in Manhatten

Klappentext:

Die Engländerin Hayley und ihre Tochter Angel sitzen im Flieger Richtung New York, um im Big Apple Weihnachten zu feiern. Begeistert stürzen sie sich ins Abenteuer: Kutschfahrten im Central Park, Schlittschuhrunden am Rockefeller Centre und Bummel auf der 5th Avenue. Doch die Stadt, die niemals schläft, hat mehr zu bieten – und Angel hat einen Herzenswunsch: ihren Vater kennenzulernen. Während Hayley sich auf die Suche nach dem Mann macht, mit dem sie die eine folgenreiche Nacht verbrachte, läuft sie Oliver über den Weg: Milliardär und Weihnachtsmuffel – bis jetzt. Denn dieses Fest könnte auch für ihn zu einem Fest der Liebe werden ...




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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (17.10.2016)
als TB gelesen ~*~ 576 Seiten
Taschenbuch Ausgabe: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3442485161
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Inhalt:

Hayley lebt mit ihrer Tochter Angel in England und beide planen ihren Trip nach New York. Denn Hayley´s Tochter hat nur einen Wunsch: endlich ihren Vater kennen zu lernen. Doch diesen Wunsch hat sie nicht vor ihrer Mutter geäußert, sondern ihn in eine Bitte an Gott formuliert.
Allerdings gibt es ein Problem: Hayley weiß nicht, wo der Vater von Angel lebt, denn die beiden hatten einen One-Night-Stand. Als sie ihn kennen lernte, lebte er in New York, bzw. wollte dort in einer Galerie ausstellen, denn er war Künstler. Inständig hofft sie nun, dass er ihr nicht den falschen Namen genannt hat. 
In New York lebt Hayley´s Bruder Dean, bei dem sie wohnen. Direkt am ersten Abend gehen die vier bei einem Asiaten essen und dort läuft sie Oliver über den Weg. Sie hilft ihm aus einer vertrackten Situation. 

Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht dazu schreiben.

Viel eher möchte ich auf die Charaktere eingehen, bei denen mir Hayley sehr gut gefallen hat. Ich fand sie super sympatisch. Eine Frau wie du und ich, die es nicht immer leicht hatte in ihrem jungen Leben. Ich glaube, gerade dass lässt sie so wunderbar echt wirken.
Angel hingegen wirkte manchmal auf mich für eine neunjährige doch ziemlich gekünstelt, aber auch das machte das kleine Mädchen irgendwie wieder sympatisch.
Eigentlich haben mir alle Charaktere sehr gut gefallen, denn sie wirkten authentisch. Sie waren für mich voller Leben, so dass ich mir sämtliche Schauplätze sehr gut vorstellen konnte. 

Mein Fazit:

Ein wunderbares Buch für die Vorweihnachtszeit. Ich hatte Spaß, es zu lesen und ich finde das sehr wichtig. Und gerade weil ich alles wunderbar passend fand, gibt es 5 Sterne.

Ich danke dem Goldmann-Verlag, dass ich dieses wundervolle Buch lesen durfte.


Mittwoch, 23. November 2016

Rezi: Beatriz Williams - Träume wie Sand und Meer

Klappentext:

Geheime Lieben, Frauen, die sich an keine Regel halten, – und ein umwerfender Held

Cape Cod, Sommer 1966. Christina, von allen Tiny genannt, ist elegant und die perfekte Ehefrau. Ihr Mann Frank, einer der begehrtesten und reichsten Männer im Lande, steckt mitten im Wahlkampf. Doch hinter der Fassade ist längst nicht alles perfekt. Tiny kommen Zweifel, wie schon kurz vor ihrer Hochzeit zwei Jahre zuvor, ob dies das richtige Leben für sie ist. Damals wollte sie ihre Verlobung lösen, um ihren eigenen Weg zu gehen. Einmal in ihrem Leben benahm sie sich nicht anständig, sondern verliebte sich in einen anderen Mann und ließ ihn kompromittierende Bilder von ihr machen. Nun platzt ihre unberechenbare Schwester Pepper in ihr Leben, ihr einstiger Liebhaber taucht auf sowie ein Erpresserbrief mit einem Foto von damals. Schon bald realisiert Tiny, dass ihre Zweifel berechtigt sind und die Familie so krank vor Ehrgeiz ist, dass sie zu beinah allem bereit wäre …

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Veröffentlicht im Blanvalet Verlag (22.08.2016)
als E-Book gelesen ~*~ 448 Seiten
Broschierte Ausgabe: 14,99 € ~*~ E-Book 11,99 €
ISBN: 978-3764505660
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Inhalt:

Tiny ist die Frau eines der begehrtesten und reichsten Männer der USA. Er steckt mitten im Wahlkampf und das war ihr auch zwei Jahre zuvor bewusst, als sie ihn heiratete. Doch es kommen neuerliche Zweifel auf, ob sie die richtige Entscheidung in ihrem Leben getroffen hat. Diese Zweifel hatte sie schon kurz vor der Hochzeit und genau zu diesem Zeitpunkt tritt Cap in ihr Leben. Cap ist beim Militär und muss einige Zeit später wieder zurück an die Front. Doch diese paar Tage reichen aus, um Tiny zu zeigen, was sie alles verpasst.
Doch es kommt, wie es kommen muss, und Tiny sagt sich von Cap los und heiratet Frank. Doch wirklich glücklich ist sie nicht, denn die Familie von Frank ist ehrgeizig, dass es schon fast krank ist.

Dieses Buch ist Teil 3 einer Serie, aber das wusste ich vorher nicht. Ich habe es erst später erfahren. Man kann es also definitiv einzeln lesen, denn es spielt keine Rolle, was vorher war. Ich hatte nicht das Gefühl, die vorherigen Bände kennen zu müssen.

Allerdings fand ich die Story jetzt nicht so ergreifend, als das ich sagen würde, ich muss die anderen Bände auch noch lesen. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass hier viel aneinander gereiht wurde. Auch wenn die Geschichte in zwei bzw. drei Handlungssträngen aufgeteilt ist, also von 2-3 Personen erzählt wird, so konnte mich die Geschichte nicht packen. Sie hat mich nicht mitgenommen, so das ich wirklich sehr lange an diesem Buch gesessen habe.

Ich konnte keine Beziehung zu Tiny, der eigentlichen Hauptperson, aufbauen. Sie war mir völlig fremd, auch Cap und die anderen Figuren der Geschichte waren mir einfach zu eintönig. Mag sein, dass es zu dieser Zeit damals so gewesen ist, und trotzdem fehlte mir der Pepp. Dieser war einzig und allein durch Pepper zu spüren, der Schwester von Tiny. Doch eine Figur allein wertet die Geschichte nicht auf.

Mein Fazit:

2,5 Sterne für dieses Buch, denn die Figuren waren zu schwarz-weiß gehalten, die Story war mir zu seicht. Es fehlte an allen Ecken und Kanten etwas. 


Die East-Coast-Reihe:

- Band 1: Im Herzen des Sturms
- Band 2: Das geheime Leben der Violet Grant
- Band 3: Träume wie Sand und Meer


Dienstag, 22. November 2016

Rezi: M.W. Schwarzbach - Der neue König - Linksrechtsobenunten Band 2

Klappentext:

Nachdem die Wolkenkrieger Thujus und Aquila ihre Ausbildung beendet haben, will Thujus seine Eltern wiedersehen. Aber in Zwischental ist nichts mehr wie es war. Die Wolkenkrieger erkennen, dass sie mit einem Mal vor der großen Aufgabe stehen, die ihnen prophezeit wurde. Thujus gelangt nach Nordland und erfährt, dass die Norddiminuren einen gemeinen Plan ersonnen haben, um die Herrscher über ganz Linksrechtsobenunten zu werden.
Marie und eine riesige Armee von Diminuren begeben sich auf den Grünberg, um die Krapharen zu vertreiben. Doch dort erwartet sie eine böse Überraschung …




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Veröffentlicht im mainbook-Verlag (27.09.2016)
als E-Book gelesen ~*~ 146 Seiten
E-Book 4,99 €
ASIN: B01LXCHPVZ
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Inhalt:

Die Ausbildung von Thujus und seinem Adler Aquila ist sehr hart. Sie werden so manches Mal auf eine harte Probe gestellt. Doch noch kein Wolkenkrieger-Paar war bisher jemals so stark wie die beiden. 
Als die Ausbildung beendet ist, möchte Thujus mit seinem Freund nach Zwischental reisen, um seine Eltern wieder zu sehen. Doch leider ist das Dorf nicht mehr das, was es einmal war. Er erfährt, dass die Norddiminuren sein Volk entführt hat. Doch nur die starken unter ihnen sind mitgekommen. Die Alten und Schwachen unter ihnen blieben da. 
Auf ihrer Reise nach Nordland, wo die Norddiminuren leben, gelangen die beiden in eine Falle und es steht sehr schlecht um Aquila. Wie wird Thujus nun seine Familie und sämtliche Dorfbewohner befreien können?
Auch Marie steht vor einer großen Aufgabe. Sie muss aus ihrer Welt Kalk besorgen. Gemeinsam mit Pietschi und vielen weiteren Helferlein machen sie sich auf in die Menschenwelt. Doch es ist leichter gesagt als getan, denn Marie gerät in Bedrängnis, und zwar von Jungs in ihrem Alter, denen sie übel mitgespielt hat. Nun wollen sie sich an Marie rächen.
Wird Marie es schaffen, den Kalk in die Welt der Diminuren zu bringen, um die Krapharen zu vertreiben? 

Band 2 knüpft nahtlos an Band 1 an und ich war sehr schnell wieder in der Geschichte drin. Ich konnte mir immer deutlicher vorstellen, wie der Autor sich die Welt von Linksrechtsobenunten vorgestellt hat. Er hat sie sehr gut beschrieben, ohne dabei zu sehr auszuschweifen.
Diesmal hat es mir auch besser gefallen, dass sich M.W. Schwarzbach mehr Zeit für seine Figuren genommen hat, und deren Abenteuer.  Ich mag es nicht, wenn etwas zu schnell abgehandelt wird und das war hier definitiv nicht der Fall.

Eine tolle Fortsetzung, die ich jedem Jugendlichen empfehlen kann, der Fantasy mag, und sich gern fremde Figuren vorstellen mag, in eine Welt abtauchen möchte, die der Autor erschaffen hat. 

Mein Fazit:

Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen Band 3 und 4. Das Buch wurde genau an einer Stelle beendet, an der man dem Verantwortlichen am liebsten alle Haare einzeln auszupfen möchte, denn man möchte wissen, wie es weiter geht. 4,5 Sterne für "Der neue König". 


Reihenfolge:

- Band 1: Der Wolkenkrieger
- Band 2: Der neue König
- Band 3: noch nicht erschienen
- Band 4: noch nicht erschienen 


Ich möchte mich gerne beim mainbook-Verlag bedanken, das ich die Möglichkeit bekommen habe, dieses Abenteuer zu lesen.
 

Montag, 21. November 2016

Rezi: M.W. Schwarzbach - Der Wolkenkrieger - Linksrechtsobenunten Band 1

Klappentext: 

Der junge Alphrim Thujus und der Adler Aquila werden zu Wolkenkriegern ausgebildet. Die ersten seit Jahrhunderten. Und es stellt sich bald heraus, dass beide mehr Macht besitzen als irgendein Wolkenkrieger-Paar zuvor. Doch warum? Nur ihre Ausbilder kennen die Antwort, die die Welt Linksrechtsobenunten in ihren Grundfesten erschüttert ...
Sechs Wochen Sommerferien genießen, das war Maries Plan. Doch der geht nicht auf, denn urplötzlich findet sie sich in der fremden Welt Linksrechtsobenunten wieder. Sie landet bei den Diminuren, in unserer Welt als Wichtelmänner bekannt, die sie mit einer gefährlichen Aufgabe betrauen und macht zu allem Überfluss auch noch eine Entdeckung, die ganz Linksrechtsobenunten in einen schrecklichen Krieg zu stürzen droht ...

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Veröffentlicht im mainbook-Verlag (10.08.2016)
als E-Book gelesen ~*~ 124 Seiten
E-Book 4,99 €
ASIN: B01K5I2V44
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Inhalt:

Marie hat eigentlich keinen Plan für ihre Sommerferien, außer das sie ausspannen möchte. Doch eines Nachts wird sie durch ein Geräusch wach. Sie erkennt schnell, dass es sich dabei um eine Maus handelt, die sie am nächsten Morgen vor die Tür bringt, lebend.
Doch in der nächsten Nacht wird sie wieder von einem Geräusch wach, diesmal allerdings sitzt ein kleines Männchen in ihrem Zimmer. Als dieser sich wieder aus dem Staub machen möchte, packt Marie ihn an die Schulter und im nächsten Moment findet sie sich in einer ganz anderen Welt wieder. In der Welt die Linksrechtsobenunten heißt. Eine für sie völlig fremde Welt, mit Wesen, die ihr völlig unbekannt sind. 
Sie landet bei dem Diminuren Pietschi, der sie zunächst versucht, zu verstecken, doch schnell kommt heraus, das ein Menschenkind in der Welt der Diminuren ist. Noch dazu ein Menschenkind, welches sich gut mit Tieren versteht. Und so soll Marie die Bewohner von einem Tier befreien, welches sich normal niemals in den Gärten der Bewohner aufhalten würde.

Auch Thujus wird mit seiner Aufgabe vertraut gemacht. Ist er doch ein besonderes Kind, das schon bei seiner Geburt sprechen konnte, wenn auch nur ein Wort. Er ist stärker als alle anderen Kinder in seinem Umfeld.
Bald wird klar, dass Thujus die Ausbildung zum Wolkenkrieger antreten wird, zusammen mit dem Adler Aquila. Die Ausbildung ist hart, doch beide sind sehr stark. Stärker sogar als ihre Ausbilder. 

Ich lernte Marie als ein sehr selbstsicheres Mädchen kennen, welches sich um das Wohl der Tiere kümmert. Auch als Marie in die Welt von Linksrechtsobenunten kommt, erscheint sie mir zunächst unsicher, doch sie erlangt sehr schnell ihr selbstsicheres Auftreten wieder. Manchmal ging es mir da ein wenig zu schnell.

Thujus lernte ich als einen Jungen kennen, der zwar an sich selber glaubt, aber ihn plagen hin und wieder auch viele Selbstzweifel. Gerade während der Ausbildung hat er es nicht immer leicht und er fragt sich immer wieder, warum er das alles auf sich nimmt.

Der Autor hat die Welt von Linksrechtsobenunten sehr schön beschrieben. Die Namen, die er sich für die verschiedenen Völker ausgedacht hat, oder aber für die verschiedenen Personen, hat das eine oder andere Mal ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert, weil sie einfach lustig waren.

Ich freue mich auf die Fortsetzung von Marie und Thujus und bin gespannt, wie es bei den beiden weiter geht, welche Abenteuer sie noch zu bestehen haben.

Mein Fazit:

An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass der Autor sich ein wenig mehr Zeit genommen hätte, um die Beschreibungen weiter auszuführen. An vielen Stellen ging es mir einfach zu schnell. Trotzdem finde ich es ein gelungenes Fantasy-Abenteuer, dem ich 4 Sterne geben werde.


Ich möchte mich gerne beim mainbook-Verlag bedanken, das ich die Möglichkeit bekommen habe, dieses Abenteuer zu lesen.

Montag, 7. November 2016

Kurz-Rezi: Elin Hilderbrand - Inselwinter

Klappentext:

Puderzuckerschnee, Lichterfunkeln und Glühweinduft – es weihnachtet sehr auf Nantucket. Wie in jedem Jahr kommen die Quinns im Winter Street Inn, der kleinen Pension der Familie, zusammen, und es gibt Grund zu feiern: Familienoberhaupt Kelley und seine Exfrau Margaret sind einander wieder nähergekommen, ihr Sohn Kevin ist frischgebackener Vater, und auch Tochter Ava hat endlich die Liebe gefunden. Doch plötzlich steht Kelleys zweite Ehefrau, Noch-Gattin Mitzi, vor der Tür – und drei unter dem Mistelzweig sind eindeutig einer zu viel ... Nur ein Weihnachtswunder kann das Fest der Quinns jetzt noch retten.




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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (17.10.2016)
als TB gelesen ~*~ 288 Seiten
TB-Ausgabe: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3442484836
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Inhalt:

Es ist das Adventsbummel-Wochenende auf Nantucket. Die Familie Quinn hat endlich mal wieder einen Grund zu feiern. Die kleine Tochter von Kevin und seiner Verlobten Isabelle soll getauft werden.
Kelley, das Oberhaupt der Familie, hat sich seiner Ex-Frau Margaret wieder angenähert, doch da erhält er einen Anruf von seiner Noch Ehefrau Mitzi, ob sie auch zur Taufe kommen dürfe, mit ihrem neuen Lebensgefährten George, der Santa Claus von Nantucket.
Mitzi und Kelley hatten es beide im vergangenen Jahr nicht wirklich einfach. Erst wird ihr in Afghanistan stationierte Sohn entführt und bis heute kein Lebenszeichen von ihm, dann trennt sich Mitzi von Kelley aus einer Laune heraus und verbringt das Jahr mit Santa Claus - George. Doch irgendwie läuft alles nicht wirklich sehr gerade, als alle an diesem Wochenende aufeinander treffen.

Ich muss sagen, es waren mir eindeutig zuviele Personen, die in diesem sehr dünnen Buch mitspielten. Jedes Kapitel hatte zwar seine eigene Person, über die erzählt wurde, doch ich konnte nicht wirklich eine Geschichte daraus erkennen. Ich würde sagen, es war eher eine schlechte Seifenoper, deren Zuschauer ich war. Etwas anderes fällt mir dazu leider nicht ein.

Auch die so hochgepriesene Weihnachtsstimmung kam bei mir leider überhaupt nicht auf. Mir fehlte der Flair, der von der Autorin nicht rüber gebracht wurde. 

Mein Fazit:

Für mich leider ein sehr enttäuschendes Buch. Die Autorin hätte viel mehr daraus machen können. Viel mehr in die Geschichte einfließen lassen können, was es im gesamten interesanter gemacht hätte. Es reicht leider nicht mal für 2 Sterne, denn auch die Charaktere fand ich viel zu unpersönlich, so bleibt mir leider nur 1 Stern übrig.


Weitere Bücher der Autorin:

- Sommerhochzeit
- Sommerabend
- Das Sommerversprechen
- Sommerwolken
- Winterglanz
- Das Licht des Sommers


Mittwoch, 2. November 2016

Der Leserpreis 2016 von Lovelybooks

Guten Morgen ihr lieben!


Es ist November und seit einigen Tagen könnt ihr bei Lovelybooks eure Lieblingsbücher des Jahres 2016 nominieren.
In 14 Kategorien wählt ihr eure Lieblingstitel aus und könnt gleichzeitig an einer Verlosung teilnehmen.

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Ich bin schon gespannt, wer dieses Jahr den begehrten Leserpreis in den verschiedenen Kategorien abräumt!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Manuela Obermeier - Verletzung

Klappentext:

Sie will nicht gesehen werden. Sie will nicht gefunden werden. Hauptkommissarin Toni Stieglitz hat sich gerade von ihrem Freund Mike getrennt. Niemand darf wissen, wo sie jetzt wohnt. Denn Mike, selbst Polizist, schlägt sie. Ihre Kollegen sollen nichts davon erfahren. Zu sehr schämt Toni sich. Jetzt aber setzt sie sich endlich zur Wehr. Zur gleichen Zeit beginnt eine Mordserie in München. Mehrere Frauen werden brutal umgebracht. Toni jagt den Mörder, doch bald wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Wer ist der Schatten, der nachts immer wieder auftaucht und sie verfolgt? Der Mörder? Oder ihr Exfreund Mike?


 
 
 
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Veröffentlicht im ullstein-Verlag (19.10.2016)
als TB gelesen ~*~ 448 Seiten
TB-Ausgabe: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3548287478
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Inhalt:

Hauptkommissarin Toni arbeitet in München bei der Mordkommission. Im Job läuft alles gut, nur privat hat sie gerade die Hölle auf Erden verlassen, aber nur mit Hilfe der Polizei. Ihr Ex-Freund Mike hat sie jahrelang geschlagen, niemandem hat sie sich je anvertraut, immer neue Lügen erfunden. Sie schämt sich einfach zu sehr und möchte kein Gerede am Revier haben.
Eine Mordserie erschüttert München und lässt Toni zumindest tagsüber abschalten, nicht an ihre privaten Probleme denken. Aber selbst das wird immer schwieriger, denn ihr Ex-Freund ist ebenfalls Polizist. 
Als die zweite Tote aufgefunden wird, rätseln alle, was die beiden gemeinsam haben, außer ihren Verletzungen. Die Suche nach dem Täter läuft auf Hochtouren und schnell wird ein Tatverdächtiger festgenommen.

Toni war für mich ein Charakter, der am Anfang noch recht interessant war. Sie hatte zwar auch ihre Probleme, doch das fand ich anfangs gar nicht so schlimm. 
Als allerdings die Probleme immer mehr in den Vordergrund rückten, fand ich es nicht mehr so toll und ich muss gestehen, irgendwann saß ich nur noch vor dem Buch und verdrehte meine Augen, als wieder eine Panikattacke kam. Ich will das alles gar nicht verharmlosen, doch es passte irgendwie so gar nicht zusammen, auf der Arbeit die toughe Frau und daheim das ängstliche Rehlein, das bei jedem Geräusch zusammen zuckt.
Ich habe versucht, ich in ihre Lage hineinzuversetzen, und habe ihre Angst auch verstanden, aber ich mag es nicht, wenn die privaten Probleme immer mehr in den Vordergrund rücken und ich das Gefühl habe, die eigentliche Geschichte, die Suche nach dem Mörder, rückt immer weiter in den Hintergrund. Und das hat mich im Laufe des Buches immer mehr gestört.

Desweiteren finde ich, hat die Spannung unter den privaten Problemen der Ermittlerin gelitten. Denn diese konnte meines Erachtens nach kaum aufgebaut werden. Dachte ich, es geht voran, kam es wieder zu einem kleinen Stillstand oder gar Rückschlag, und damit meine ich jetzt nicht nur das Privatleben von Toni Stieglitz, sondern auch die Ermittlungen. 

Der Klappentext wirbt damit, dass die Autorin Manuela Obermeier selbst Hauptkommissarin ist und weiß, worüber sie schreibt. Und in ihren Dankesworten schreibt sie auch, dass sie sich manchmal kleine Freiheiten herausgenommen hat, was die Ermittlungsarbeiten angingen.
Doch finde ich, dass sie der Toni Stieglitz ein wenig mehr Leben einhauchen könnte, mehr Farbe geben. Toni wirkte zwar auf mich impulsiv, setzte gerne ihren eigenen Kopf durch, aber trotzdem habe ich wenig über sie erfahren. Sie wirkte auf mich eintönig.

Mein Fazit:

Dieser Auftakt einer neuen Reihe um die Hauptkommissarin Toni Stieglitz hat noch Luft nach oben. Wenn man die Probleme der  Protagonistin mal hinten anstellt, war die Geschichte durchaus gut durchdacht, aber das gewisse Etwas hat gefehlt um mich vom Hocker zu hauen. Hier leider nur 3 Sterne.


Samstag, 22. Oktober 2016

Mord am Hellweg - Mord im Doppelpack

Hallo ihr lieben!

 
Endlich komme ich dazu, den Bericht zu "Mord im Doppelpack" online zu stellen. Ich war im Urlaub, deshalb kommt er erst jetzt.

Am 07.10.2016 war die Lesung in Oelde, im ehemaligen Rittergut und jetzigen Kulturgut Haus Nottbeck mit Arno Strobel und Ursula Poznanski. 




Einlass war um 19 Uhr, die Lesung selber startete um 19:30 Uhr und die Organisatorin der Lesung Christiane Antons hielt ihre Ansprache sehr kurz, was ich sehr gut fand.
Sie stellte die beiden Autoren vor und erklärte, das Ursula Poznanski in der diesjährigen Jury für den Ripperaward saß.

Sie bat Arno Strobel und Ursula Poznanski auf die Bühne und Arno Strobel ergriff gleich das Wort.



Er wünsche uns allen einen schönen Abend, der wohl ziemlich lang werden wird, denn er lese jetzt 3 Stunden aus seinem Buch "Die Flut", dann werde Ursula aus ihrem Buch "Stimmen" 3 Stunden lesen, dann werden sie beide das ganze Buch "Anonym" lesen und vielleicht wäre dann gegen 4 Uhr die Fragerunde eröffnet. Frühstücken wäre dann gegen 9 Uhr angesagt. Wir alle haben echt viel gelacht.



Danach berichtigte er sich aber und meinte, jeder lese ca. 20 Minuten aus seinem eigenen Buch, bevor es dann an das gemeinsame Projekt "Anonym" gehe. Dazwischen werde es natürlich eine kleine Pause, damit die Zuschauer auf die Autoren zu gehen können und um Autogramme bitten können.

Zu Beginn erzählte Arno Strobel, das er auch im November auf der Insel Amrum zu Recherchezwecken gewesen sei. Das Buch spiele selber auch in diesem Zeitraum und er wollte die neblige Atmosphäre so real wie möglich rüber bringen. Zum Zeitpunkt seines Aufenthaltes war es auch sehr stürmisch und nass.



Er las den Prolog und 3 Kapitel. Er spielte mit seiner Stimme, trotz das er ziemlich angeschlagen war. Er schaute oft ins Publikum und ließ seine Worte wirken.
Und wie das immer so ist, hörte er natürlich an der spannendsten Stelle auf zu lesen. Er bekam reichlich Beifall, denn trotz das er erkältet war, hatte er eine sehr gute Vorlesestimme.

Dann übernahm Ursula Poznanski das Wort. 
Sie fragte im Publikum nach, ob auch Jugendliche unter 16 anwesend seien und es zeigten welche auf. Naja, meinte sie, dann werde ich winken, wenn ihr euch die Ohren zuhalten sollt, denn es wird hier sehr direkt. Es gab tatsächlich jemanden, der hatte sich dann wirklich die Ohren zugehalten. 


Sie spielte während des Lesens mit ihrer Stimme, schaute oft ins Publikum. Allerdings fehlte mir ein wenig Mimik und Gestik während des Lesens von ihr. 
Auch habe ich irgendwie ihren Akzent vermisst, was aber natürlich nicht schlimm war. Ab und zu blitzte er ein wenig durch.

Es gab dann eine zwanzigminütige Pause, die die Autoren dazu nutzen wollten, in einem anderen Raum die Bücher zu signieren. Allerdings kamen sie da gar nicht hin, denn das Publikum ging auf die Bühne und bat direkt dort vor Ort um Autogramme und Fotos. Total sympathisch die beiden, die geduldig Autogramme gaben und sich für Fotos bereit stellten.

  

Nach der Pause ging es dann mit dem gemeinsamen Projekt Anonym weiter.  Arno Strobel erklärte kurz, wie die beiden sich kennen lernten, und wie daraus ihre beiden gemeinsamen Projekte entstanden. Sie unterschrieben einen Zwei-Bücher-Vertrag. Ob es allerdings zu der Serie kommen werde, wie groß angekündigt mit Daniel Buchholz und Nina Salomon, sei fraglich und das ließen die beiden auch offen.
Jeder las ein Kapitel, einmal aus der Sicht des Ermittlers Daniel Buchholz und dann aus der Sicht von Nina Salomon.
Ich habe das Buch ja schon gelesen und fand es damals schon komisch geschrieben, aber als die beiden dann die Passagen vorlasen, musste ich doch das eine oder andere Mal lachen.
Arno Strobel eröffnete dann die Fragestunde, in dem er das Publikum bat, nicht so zu tun, als würden sie keine Fragen haben, sondern ruhig alles rauszuhauen, was sie schon immer wissen wollten und so kamen Fragen auf den Tisch, wie z.B. "Wieviel von Ihnen steckt in Daniel Buchholz, Herr Strobel? Oder von Ihnen in Nina Salomon, Frau Poznanski?"
Beide umschrieben es so, dass eigentlich immer ein wenig von einem Selbst in der erfundenen Figur steckt, die man da erschaffen hat.

Als die beiden gefragt wurden, ob sie eine Strategie beim Schreiben haben, so gab Ursula Poznanski zu, dass es einen Szenenplan gäbe, denn sonst würde das ganze in einem Chaos enden. So weiß dann jeder, wie weit er schreiben muss.

Die beiden sorgten immer wieder für ein paar Lacher an dem Abend, aber am witzigsten war eigentlich der E-Mail-Verkehr, den die beiden vorlasen. Es ging um eine Szene, die geschrieben werden sollte und Ursula sei über das Ziel hinaus geschossen. Wir haben alle Tränen gelacht, denn diese Mails waren so genial geschrieben, da blieb einfach kein Auge trocken.

Ursula Poznanski wurde gefragt, ob sie schon etwas wüsste, wie es mit Erebos als Verfilmung aussehen würde. Daraufhin erwiderte sie, dass sie schon reichlich Anfragen hatte, daraus aber bisher nichts geworden ist, denn nach einer gewissen Zeit verfällt es, und die Rechte an dem Titel gehen wieder an sie zurück.




Alles in allem kann ich sagen, dass es ein wundervoller Abend war. Mein Mann und ich haben uns köstlich amüsiert. Ich würde mich freuen, wenn die beiden weiter zusammen arbeiten würden.

Vielen Dank, dass ich diesen Abend miterleben durfte!

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rezi: Sina Beerwald - Kräherwald

Klappentext:

Es ist einer der heißesten Tage des Jahres, als die Stuttgarter Journalistin Tessa Steinwart eine Leiche am Ufer des Neckars findet. Ein junges Mädchen, nackt in ein weißes Bettlaken gehüllt, mit Rosenblättern bedeckt und mit Zeichen eines jahrelangen Martyriums. Niemand scheint sie zu kennen, niemand zu vermissen. Kurz darauf geraten Tessa und ihr kleiner Sohn ins Visier des Mörders. Er scheint alles über sie zu wissen – und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er wieder zuschlagen wird ...







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Veröffentlicht im Emons-Verlag (19.10.2016)
als TB gelesen ~*~ 304 Seiten
geb. Ausgabe: 11,90 € ~*~ E-Book 9,49 €
ISBN: 978-3954519828
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Inhalt:

Tessa Steinwart ist eine junge und ambitionierte Journalistin, die es irgendwie schafft, Karriere und Kind unter einem Hut zu bringen, allerdings nur mit Hilfe einer Kinder-Oma Frau Rose. Diese passt während Tessas Abwesenheit auf ihren Sohn auf. Ihr Ex-Mann und Vater des Kindes stalkt sie.

Als sie dann auch noch eine nackte Mädchenleiche am Ufer des Neckars findet, welches in ein weißes Laken eingehüllt und mit Rosenblättern bedeckt ist, gerät ihr Leben immer weiter aus den Fugen.
Ein Freund von Tessa, Tom, der im gleichen Haus wie sie wohnt, liefert ihr Erkenntnisse über diesen Mord und über einen länger zurück liegenden Fall, die scheinbar etwas gemeinsam haben.
Als Tessa immer merkwürdigere Kärtchen erhält, mit einem weinenden Harlekin darauf, wird ihr bewusst, das ihr Sohn Julian immer mehr ins Visier des Mörders gerät. Doch warum?

Tessa wird hier als eine Mutter und Journalistin geschildert, der es manchmal zuviel wird, sich um beide Dinge auf einmal zu kümmern. Immer mehr wird ihr bewusst, dass sie ihr Leben ohne Frau Rose gar nicht auf die Reihe kriegen würde.
Sie war mir einerseits sympatisch, andererseits habe ich mir immer wieder gedacht: "Mensch Mädel, nimm dir endlich Zeit für deinen Sohn, die Zeit ist so schnell vorbei und nichts ist wichtiger, als das eigene Kind..."
Auch die anderen Charaktere wie Frau Rose und Tom waren mir sofort sympatisch, auch wenn die Autorin es geschafft hat, Zweifel zu sähen, ob die beiden wirklich "gut" sind.
Der eine oder andere Verdacht, den ich hegte, wurde dann irgendwann in der Luft zerissen und ich überlegte neu, wer denn der Mörder sein könnte.

Die Autorin hat mich als Leserin auch das Mädchen kennen lernen lassen, welches später tot in dem Laken gefunden wurde.

Sina Beerwald hat es geschafft, mich an das Buch zu fesseln und eine Geschichte zu "stricken", die gespickt war mit überraschenden Wendungen. Mit Irrungen und Wirrungen. Genauso sollte ein Thriller sein.

Das Cover des Buches ist sehr interessant. Zum einen ist da der eigentlich nichtssagende Titel "Kräherwald" und dann eben die Silouette einer Person, dessen Hände man deutlich erkennen kann, mehr aber nicht.

Vielen Dank an Sina Beerwald, dass ich "Kräherwald" vorab lesen durfte.

Mein Fazit:

5 Sterne sind definitiv verdient, denn die Spannung war zum greifen nah. Ich sah die Silouette des Mörders und wusste dennoch nicht, wer es war. Einfach fantastisch!!!!

Dienstag, 4. Oktober 2016

Mord am Hellweg´s Thrill im Schloss Teil 3


Kommen wir nun zum dritten und gleichzeitig letzten Teil von "Thrill im Schloss" vom 24.09.2016.

Chris Carter bedankte ich beim Publikum für seinen Applaus, den er bekam, nachdem wir aus einer kurzen Pause wieder kamen und von Musik begrüsst wurden. Diesmal war es die Titelmelodie von "Der Kommissar".

Er wurde zu Anfang gefragt, wie er überhaupt zum Schreiben kam. Heraus kam, das ihn Serien und Filme zum Schreiben brachten. Er schaute gerne Serien wie "Der 6 Millionen Dollar Mann" oder "Charlies Angels".
Es war eine sehr lustige und erheiternde Stimmung, als heraus kam, das Chris Carter früher mal Burger gewendet hatte oder eben Pizza gemacht. Aber auch gestrippt hatte er und ich glaube fast, es war ihm ein wenig peinlich.



2007 dann wachte er nach einer Nacht mit einem Traum auf und erzählte ihn seiner damaligen Freundin. Diese meinte, er solle ihn aufschreiben und so kam er dazu, das er genau diesen Traum aufschrieb. Er arbeitete sehr eng mit der Polizei zusammen, auch heute noch, denn dort bekommt er die eine oder andere Inspiration weg.

Total interessant fand ich die Geschichte, wie er mit dem Schreiben angefangen ist. Er hatte 3 Kapitel seiner Story geschrieben und suchte sich weltweit 40 Leute aus, die diese 3 Kapitel unabhängig voneinander lesen und bewerten sollten. Er bekam von allen das Feedback, das er unbedingt weiter machen sollte.
Er selber ist ein sehr skeptischer Mensch und es dauert lange, bis er mit seiner Story zufrieden ist, das er sie abgibt. Er möchte, dass das Buch so beginnt und endet, wie er es in seinem Kopf hat. Alles andere würde sich für ihn falsch anfühlen. Nur er als Autor kann sagen, ob sein Kapitel, was ihm eben aus den Händen in den Rechner geflossen ist, gut oder schlecht ist.



Chris Carter hat früher auch als Forensischer Psychologe gearbeitet. Und Psychologen verlieren selten die Kontrolle über sich selbst. Und so sollte auch Robert Hunter sein. Er sollte nicht nur Ermittler sein oder nur Profiler. Chris wollte, das er beides ist.
Auch möchte er, das der Gegenspieler von Robert Hunter ebenso interessant ist, wie die Hauptfigur selber, er nannte dazu Beispiele wie Batman und Joker, beides sehr spannende Charaktere, die gut ausgearbeitet sind. Aber auch die Nebenfiguren müssen interessant sein, und zumindest eine kleine Geschichte, bzw. Hintergrund haben. Er möchte, das sich der Leser mit der einen oder anderen Figur identifizieren kann.

Als Chris Carter dann aus seinem aktuellen Thriller liest, ist es ziemlich kurz und knapp gehalten. Allerdings muss ich gestehen, das ich wenig davon verstanden habe, denn er hat etwas genuschelt, Wörter verschluckt, etc. Ich glaube aber auch, das er das vorlesen noch etwas üben muss.



Als dann Wanja Mues den deutschen Text las, fand ich das richtig gut. Er schaute oft ins Publikum, seine Stimme fesselte mich und er zog mich mit seinen Gesten, seinen Mimiken in seinen Bann. Schloss man die Augen, so hörte man ihm einfach total gerne zu. Eine tolle Stimme hat er.
Hier kam es auch zu einem kleinen Lacher, denn es gibt fast in jeder Sprache immer ein Wort, welches man immer versteht, egal, ob man Deutscher, Amerikaner ist, oder sonst eine Nationalität hat. Und genau so ein Wort fiel auch fast am Ende des Kapitels, welches Wanja Mues vorlas. "Pussy" war das Wort und das versteht man nun wirklich in jeder Sprache. Chris Carter verbarg ein wenig sein Gesicht, es war ihm ein wenig peinlich und das machte ihn so sympatisch.



Alles in allem muss ich sagen, es war ein rundum gelungener Abend, der mit einem Musikstück des Landespolizeiorchester beendet wurde.

Und natürlich durften die Autogramme in den Büchern nicht fehlen, so habe ich eines von Max Bentow abgestaubt und von Chris Carter. Denn alle drei Autoren saßen am Ende des langen Abends noch da, und signierten die Bücher. Sie standen natürlich auch gerne auf, um ein Foto mit den Lesern zu machen, das war auch mehr als sympatisch.







Donnerstag, 29. September 2016

Rezi: Poznanski & Strobel - Anonym

Klappentext:


Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr...

Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben...

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Veröffentlicht im Wunderlich-Verlag (21.09.2016)
als geb. Ausgabe gelesen ~*~ 384 Seiten
geb. Ausgabe: 19,95 € ~*~ E-Book 16,99 €
ISBN: 978-3805250856
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Inhalt:


Nina Salomon hat sich von Bremen nach Hamburg versetzen lassen, denn irgendwas ist mächtig schief gelaufen an ihrer alten Dienststelle.
Dort trifft sie gleich am ersten Tag am Tatort auf ihren neuen Kollegen Daniel Buchholz. Sie hält ihn für versnobt, da er im feinsten Anzug am Tatort erscheint. 
Doch dieser Tatort ist nicht wie jeder andere. Das Opfer führt sie auf die Spur des Internetforums "Morituri". Alle Bemühungen, das Forum aus dem Netz zu nehmen, scheitern, denn das Blacknet ist groß und undurchsichtig.
Mitglieder des Forums stellen Leute zur Wahl, denen sie den Tod wünschen. Sei es der Nachbar, der seinen Hund ewig in die Vorgärten der anderen Leute sein Geschäft verrichten lässt, oder eben das Opfer vom ersten Tatort, welches sich als Anwalt entpuppte.
Selbst die hinzugezogenen Leute aus den USA stehen vor einem Rätsel, denn auch sie sind machtlos...
Viel schneller als erwartet, gelangt das Forum zur großen medialen Popularität und es werden von Stunde zu stunde, gar von Minute zu Minute mehr User, die bei der nächsten Abstimmung dabei sein wollen.

Ich muss sagen, die beiden Autoren haben es geschafft, mich derart in den Bann zu ziehen, das ich manchmal echt gezwungen war, mal etwas anderes zu lesen, denn ich war erschüttert darüber, wie real die beiden das rüber brachten. Es mag jetzt falsch rüber kommen, doch ich glaube, dieses Buch wird mir noch sehr lange im Gedächtnis bleiben, denn ich habe mir vorgestellt, wie würde unsere Gesellschaft auf ein solches Forum reagieren? Würden sie ebenfalls vor ihren Laptops und Handys sitzen, wie sie es in dem Buch gemacht haben? Würde es wirklich Menschen geben, die ihren Nachbarn ans Messer liefern würden? Ihn nominieren? Und eventuell für ihn klicken?

Daniel Buchholz und Nina Salomon waren mir beide von der ersten Seite an sympatisch. Sie passen als Team zusammen wie Pott und Deckel, wie man hier so schön sagt. Sie ergänzen sich auf wundervolle Art und Weise.

Die Story wurde von Ursula Poznanski und Arno Strobel so echt beschrieben, das ich mir die Tatorte vorstellen konnte, als würde ich direkt daneben stehen. Manchmal war das schon echt heftig, aber ich glaube, genau das macht die Story aus.
So heftig auch einige Szenen waren, so musste ich doch hin und wieder echt schmunzeln, gerade dann, wenn Nina wieder mal ihre Ausraster bekam, oder Daniel gar zickig auf seine "Bekanntschaften" reagierte.

Ich gehe jetzt nicht näher auf die Auflösung des Falls ein. Ich möchte einfach nicht zuviel verraten und ich finde ebenfalls, dass man das Buch lesen sollte um sich dann eine eigene Meinung zu bilden.


Mein Fazit:

Es kann gar nichts anderes als 5 Sterne geben. Ich finde dieses Buch gar noch besser als der erste Thriller des Autoren-Duos "Fremd".


Bücher von Ursula Poznanski:

Erebos
Saeculum
Die Verratenen Band 1
Die Verschworenen Band 2
Die Vernichteten Band 3
Layers
Kaspary & Wenninger-Reihe:
Fünf
Blinde Vögel
Stimmen 


Bücher von Arno Strobel:

- Magnus - Die Bruderschaft
- Castello Cristo
- Das Wesen
- Der Trakt
- Das Skript
- Der Sarg
- Das Dorf
- Das Rachespiel
- Die Flut


Bücher der beiden zusammen:

- Fremd
- Anonym


Mittwoch, 28. September 2016

Mord am Hellweg´s Thrill im Schloss Teil 2


Weiter geht es, wie versprochen, mit dem zweiten Teil der Lesung vom 24.09.2016.

Als die Pause vorüber war, begrüsste uns wieder das Orchester mit einem kleinen Stück. Wir waren alle am rätseln, welches Stück das war, zumindest in der Reihe, in der wir waren. Ich hatte irgendwie immer "Ein Fall für zwei" im Kopf, aber das war es nicht, wie es sich herausstellte.
Als dann die Moderatorin sich bei dem Orchester bedankte und den Titel des Stücks verlauten ließ, ging durch unsere Reihe ein Stöhnen. Das ist leider wohl bis nach vorne gedrungen, denn wir wurden angesprochen. Aber es wurde locker genommen, als wir meinten, wir kamen nicht auf den Titel... "Charlie´s Angels".


Louise Welsh ist in London geboren, hat ca. 1 1/2 Jahre in Deutschland gelebt, so dass sie das eine oder andere Wort Deutsch auf jeden Fall verstanden hat, was ihre Interviewpartnerin uns erzählte. 
Die Autorin hat einen Abschluss in Geschichtswissenschaften an der Uni Glasgow erhalten.

 (leider etwas dunkel geraten, aber das Cover welches die Autorin in der Hand hält, ist das englische Cover)

Das neue Buch der Autorin heißt V5N6 und handelt, wie der Titel schon verrät, son einer tödlichen Krankheit, dem Schweißfieber. Allerdings beschreibt sie nicht die Fälle der Ausbrüche im 15. und 16. Jahrhundert. Sie lässt das Fieber in der heutigen Zeit in London ausbrechen. Meist verläuft dieses Fieber schnell und ist meist tödlich.
Die Hauptprotagonistin Stevie Flint wird uns im ersten Kapitel als sehr flippig vorgestellt, ist sie doch bei einem Homeshopping-Kanal angestellt. Doch sie arbeitete dort nicht immer. Sie war mal Journalistin und als sie ihren Freund Simon tod in seiner Wohnung findet, in der alles nach Selbstmord aussieht, lässt sie das allerdings nicht in Ruhe.
Doch kurze Zeit später wird sie vom Fieber gepackt und überlebt nur wie durch ein Wunder.
Sie erhält einen Brief, der von ihrem toten Freund stammt. In dem erklärt er ihr einige Dinge und sie soll sich nur an eine einzige Person wenden und sonst niemandem vertrauen. Was steckt hinter ihrem Fund auf dem Dachboden? Dort hat ihr Freund einen Laptop versteckt, auf den sie aber nicht zugreifen kann.

Kerstin Fischer las den deutschen Part und ich muss sagen, auch wenn sie wenig ins Publikum geschaut hat, hat es mir gefallen. Denn der Witz, den Stevie während ihrer Arbeit beim Homeshopping-Kanal ausgemacht hat, brachte sie gut rüber.


Es gab einige lange Passagen, in der ich mir gewünscht hätte, es würde ein wenig abgekürzt werden. Es kam erst ein Interview, dann wurde vorgelesen, wieder wurde die Autorin interviewt und wieder folgte eine Sequenz, in der vorgelesen wurde.

Interessant fand ich allerdings eine Szene, in der die Autorin meinte, ihr ging Jahrelang ein bestimmtes Bild nicht mehr aus dem Kopf. Und zwar hat es mit der schrecklichen Tsunami-Katastrophe zu tun.
Draußen auf dem Meer bäumt sich das Wasser Meterhoch auf, alle Menschen rennen vom Strand fort, doch eine einzige Frau rennt auf das Wasser zu. Denn, wie sich herausstellt, waren ihre Kinder im Wasser. Und wie durch ein Wunder hat diese Frau mit ihren Kindern überlebt. Eine solch ähnliche Szene hat sie in ihr Buch eingebaut.

In England ist bereits der zweite Teil der Trilogie erschienen und sollte sich ihr Buch auch hier in Deutschland gut verkaufen, wird es ebenfalls den zweiten und dritten Teil bei uns geben.

Es folgte wieder ein Musikstück und dann eine weitere kurze Pause, in der wir uns etwas zu trinken holten. Die Musik zwischendrin gefiel mir immer sehr gut. 
Ich habe immer mit geraten, welches Musikstück das sein konnte, doch zum Schluss habe ich sie nicht mehr alle erkannt.


Weiter geht es demnächst dann mit dem dritten und letzten Teil der Lesung.


Die bisherigen Bücher der Autorin Louise Welsh:

- Dunkelkammer
- Tamburlaine muss sterben
- Der Kugeltrick
- Das Alphabet der Knochen
- Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar

Trilogie:

- V5N6

Sonntag, 25. September 2016

Mord am Hellweg´s Thrill im Schloss Teil 1




Lange habe ich den Tag herbei gesehnt und am 24.09.2016 war es endlich soweit. Ich hatte zwei Karten für die große "Mord am Hellweg" Thrillernacht mit Max Bentow, Louise Welsh und Chris Carter ergattert.



Das ganze fand im Schloss Cappenberg statt, besser gesagt, im Schlosstheater. Ein kleiner Saal, in dem die Stühle ungefähr wie im Kino angeordnet waren. Man hatte keine Köpfe vor sich, sondern saß etwas höher. Das fand ich total gut, denn so hatte jede Reihe einen sehr guten Blick nach vorne auf das Podium.

Ich war froh, dass wir frühzeitig losgefahren sind, denn es sollte schon um 19 Uhr beginnen und wir waren ca. 18:15 Uhr schon da und hatten noch freie Platzwahl. Nach und nach füllten sich die Plätze und um 19 Uhr spielte das Landespolizeiorchester NRW eine Musikeinlage. Total toll und schon nach den ersten beiden Tönen wusste man genau, hier geht es um die Filmmusik vom Tatort.



Sigrun Krauß begrüßte uns als Gäste und stellte den Abend vor, was uns erwarten würde. Auch wäre Mord am Hellweg dieses Jahr zum ersten Mal am Schloss Cappenberg zu Gast. Schlossherr ist Graf Kanitz.
Früher war das Schloss einmal ein Kloster. Wer mehr über dieses Schloss erfahren möchte, klickt einfach HIER.

Nach der Begrüßung kam Max Bentow auf die Bühne, ein Berliner Autor, dessen aktuelles Buch "Der Traummacher" ist. Margarete von Schwarzkopf war seine Interviewpartnerin und stellte ihn ein wenig vor.



Max Bentow hatte schon immer ein faible für Kriminal-Literatur. Er war als junger Mann fasziniert von Patricia Highsmith. Aber auch Henning Mankell´s Wallander interessierte ihn sehr und er verfolgte es immer weiter.
Sein großes Vorbild ist und bleibt aber Thomas Harris mit den Büchern "Hannibal", "Das Schweigen der Lämmer", etc.

Seine Herangehensweise an "Der Traummacher" war eigentlich ganz simple, denn er hatte sich mal die Frage auf ein Blatt Papier geschrieben: "Was wäre, wenn die Toten wiederkehren?" Neugierig geworden? Dann solltet ihr euch "Der Traummacher" nicht entgehen lassen, denn der Autor las auf der Lesung Kapitel 1 und Kapitel 2 vor und ich fand es ziemlich spannend gemacht. 

Überrascht war ich zu erfahren, dass er früher Schauspieler war, aber das merkte man schnell, als er sein erstes Kapitel vorlas. Er hat eine angenehme Vorlesestimme und spielte auch mit dieser. Es war faszinierend mit anzusehen, wie er während des Vorlesens mitging. Sein ganzer Körper ging mit, seine Mimik. 
Sein letzter Satz "Es läutete an der Tür" brachte das Publikum zum lachen, ihn selber aber auch, denn der Grund dafür war, das die Turmglocke einmal schlug :-)


Im nächsten Herbst erscheint ein neues Buch von ihm, allerdings ohne seinem Ermittler Nils Trojan.  Es wird ein sogenannter Stand-Alone-Thriller werden, ganz klassisch gestaltet, aber mehr wollte er noch nicht verraten.

Auf die Frage hin, wie er so arbeitet, meinte der Autor, dass er sehr akribisch arbeite. Er erstellt einen Plott, ein halbes Jahr wird das Buch, bzw, die Story geplant und ein weiteres halbes Jahr wird sie geschrieben.

Nach diesem Interview kam wieder das Orchester auf die Bühne und spielte die Titelmelodie von der Serie Derek.
Danach war erstmal eine Pause angesetzt.


Weiter geht es demnächst mit Teil 2 und Louise Welsh.


Das sind die bisher erschienen Bände von Max Bentow rund um den Kommissar Nils Trojan:

- Der Federmann
- Die Puppenmacherin
- Die Totentänzerin
- Das Hexenmädchen
- Das Dornenkind
- Der Traummacher