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Montag, 14. Dezember 2015

Rezi: Izabelle Jardin - Bernsteintränen

Klappentext:

»Halt dich nicht mit Gefühlsduseleien auf. Geh deinen Weg, schau weder rechts noch links, nutz deine Bildung zum Erfolg!«
Mit diesem Leitspruch ist Nicola bisher ausgezeichnet durchs Leben gekommen. Als Justitiarin eines international agierenden Unternehmens steht ihr eine glänzende Karriere bevor. Eine große Liebe, die sie von ihrem Weg abbringen konnte, hat sie noch nie erlebt. Bis ausgerechnet eine Geschäftsreise in das Land des Bernsteins alles auf den Kopf stellt. Unversehens gerät sie in einen Strudel aus Vergangenheit und Gegenwart, der sie dazu bringt, ihr Lebensmotto infrage zu stellen und mehr als nur das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen.


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Amazon Publishing (17.11.2015)
Als E-Book gelesen ~*~ 388 Seiten
Taschenbuch ~*~ 9,99 €
ISBN: 978-1503953895
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Inhalt:

Glück im Job, Pech in der Liebe, so könnte man Nicolas bisheriges Leben bezeichnen. Ihr Ex-Freund will nicht einsehen, dass er nun ihr Ex ist und versteht ihre Beweggründe überhaupt nicht, warum sie Schluss gemacht hat.
Und wieder sieht sie sich in dem Satz ihrer Mutter bestärkt: "Halt dich nicht Gefühlsduseleien auf."

Als sie von ihrem Chef gebeten wird, einen Auftrag in Polen zu übernehmen, nimmt sie diesen Job sehr gern an und begibt sich auf den Weg nach Polen. Doch dieser Weg stellt sich als nicht sehr einfach heraus. Mit Müh und Not findet sie eine Werkstatt und kann sich mit Händen und Füßen verständigen, denn das Auto ihres Chefs hat schlapp gemacht. Sie bekommt zwar einen Leihwagen, doch wie sich herausstellt, funktioniert die Heizung nicht und das mitten im Winter.
Völlig übermüdet und durchgefroren kommt sie in dem Ort an, doch es gibt kein Hotel,bzw. die Gastwirtschaft mit Schlafmöglichkeit hat geschlossen. Und so landet sie bei Marcin im Gästehaus.

Was sie zunächst nicht ahnt, dass Grundstück, welches sie sich im Auftrag ihres Chefs anschauen soll, genau auf diesem Grundstück steht Marcin´s Gästehaus. Doch das bekommt sie erst im Laufe der Verhandlungen mit dem Markler heraus.

Eine tiefgreifende Geschichte, die die Autorin hier zu Papier gebracht hat, mit historischem Hintergrund, die einen nicht kalt lassen kann.

Die tolle Ausarbeitung der Charaktere hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte mir sämtliche Personen sehr genau vorstellen. Gerade den Bürgermeister von dem kleinen Ort in Polen mochte ich sehr gern leiden. Aber auch die Großmutter von Nicola. Eine herzensgute Dame, die man einfach nur knuddeln möchte. Ich glaube, eine solche Großmutter wünscht sich ein jedes Kind. 

Nicola selber hat mir als Charakter auch sehr gut gefallen. Ein Charakter mit seinen Stärken und Schwächen. Sie ist ziemlich zielstrebig und erfolgsorientiert. Was sie sich in den Kopf gesetzt hat, erreicht sie auch. 
Aber auch Marcin ist ein interessanter Charakter, der sehr skeptisch ist, sein Herz nicht gern jemanden öffnet, da er Angst hat, nochmal verletzt zu werden.

Alles in allem ist der Autorin eine wunderbare Geschichte gelungen, die einen zum nachdenken bringt, und womöglich auch ein paar Tränchen fließen lässt. Ihr Schreibstil ist sehr leicht zu lesen, nimmt einen mit in eine wunderbare Welt!
Lest sie einfach und bildet euch eure eigene Meinung. Es lohnt sich wirklich!

Mein Fazit:

5 Sterne, mehr gibt es nicht zu sagen. Einfach eine wunderbare, tolle Geschichte!!!!!

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Rezi: Hendrik Falkenberg - Die Zeit heilt keine Wunden - Ostsee-Krimi - Hannes Niehaus 1

Klappentext:

Gewitterstimmung liegt über der Küste, als ein alter Mann eine grauenvolle Entdeckung macht und eine junge Frau verzweifelt gegen die Finsternis und Einsamkeit in ihrer Gefangenschaft ankämpft. Zur Untersuchung des Leichenfunds wird der Sportpolizist Johannes Niehaus dem Kriminalhauptkommissar Janssen zugeteilt. Sein neuer Chef ist im Präsidium für seine eigenwillige Ermittlungsarbeit bekannt und alles andere als erfreut, noch kurz vor der Pensionierung einen unerfahrenen Kollegen als Partner zu bekommen. Die beiden werden in einen Strudel aus Vertuschungen und dunklen Geheimnissen gerissen, der sie bis an das Ende ihrer Kräfte führt. Als Johannes auf eine Spur aus dem Dritten Reich stößt, kann er die Tragweite seiner Ermittlungen noch nicht erahnen. Eine einzige dramatische Woche verändert sein Leben einschneidend.

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Amazon Publishing (21.04.2015)
Als E-Book gelesen ~*~ 578 Seiten
Taschenbuch ~*~ 9,99 €
ISBN: 978-1503946316 
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Inhalt:

Hannes Niehaus ist Sportpolizist und wird nun dem Kriminalhauptkommissar Fritz Janssen zugeteilt. Dieser allerdings sträubt sich ungemein vor einem neuen Partner, ist er doch in den letzten Zügen seiner Karriere, bevor er endlich in die wohlverdiente Rente geht.
Hannes ist ziemlich unerfahren und wird die ersten Tage von seinem neuen Chef komplett links liegen gelassen, bis den beiden dann irgendwann ein Mord auf den Tisch gelegt wird.
Eine Frau wird an einem einsamen Strandabschnitt angespült. Durch das Gewitter und dem hohen Wellengang wird die Leiche ziemlich übel zugerichtet.
Es stellt sich heraus, dass es die Geschäftsführerin von Lagussa ist, einer Firma, die sich auf Psychopharmaka spezialisiert hat.
Wie sich dann später herausstellt, ist der Mann, der sie gefunden hat, der Vater. Doch wie hängt das alles zusammen? Warum wird immer wieder in der Vergangenheit der Firma gegraben? Wieso hat die Firma mehrere Namenswechsel hinter sich?

Hannes ist ein Sportlertyp und hier merkt man, dass der Autor selber Sportmanagement studiert hat und sich auch viel bei Sportveranstaltungen aufhält. Er hat hier den Ablauf von Hannes Training sehr gut beschrieben, ohne es langweilig werden zu lassen. Er brachte es in meinen Augen auch authentisch genug rüber, das Hannes sehr sportlich war und jede freie Minute dafür auch nutzen möchte.
Fritz, sein Vorgesetzter, war mir von Anfang an sympatisch. Ein knurriger Typ, der aber auch hier total authentisch rüber kommt.
Ich finde, gerade diese beiden Figuren hat der Autor sehr gut ausgearbeitet und sie nicht schwarz-weiß gestaltet.

Die Story war sehr gut herausgearbeitet und eine interessante Idee, die NS-Zeit ein wenig mit einzuarbeiten. Allerdings fehlte mir an manchen Stellen doch der Spannungsbogen. Die Handlung plätscherte manchmal so daher, und ich hatte das Gefühl als Leserin, etwas auf der Stelle zu stehen und nicht vorwärts zu kommen. Das hat mich ein wenig gestört.

Die Schreibweise des Autors hat mir sehr gut gefallen. Hendrik Falkenberg erzählt hier in einem sehr flüssigen und gut lesbaren Stil.

Fazit:

Mehr Spannung hätte dem ganzen noch mehr Pfiff verliehen. So bleibt es hier leider nur bei 4 Sternen, denn es hat mir definitiv mehr Spannung gefehlt, die es dann am Ende genug gab.