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Dienstag, 13. August 2019

Rezi: Felicity Whitmore - Das Herrenhaus im Moor

Ein verfallenes Herrenhaus wird für Laura Milton zum Schlüssel in die Vergangenheit. Denn das Schicksal der Lady Victoria Milton wirft seine Schatten bis in die Gegenwart ... Exmoor, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Die 20-jährige Victoria wird bald ein ansehnliches Vermögen erben. Doch ihr Vormund Richard hat seine eigenen Pläne mit ihrem Geld und verbannt sie in eine Anstalt für Geisteskranke – aus der Arthur, einer von Richards Bediensteten, ihr zur Flucht verhilft. Als sich Victoria, fest entschlossen, ihr Erbe wiederzuerlangen, nach Jahren aus der Deckung wagt, ist ihr Schicksal besiegelt.
Text und Bild: dtv -Verlag






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Veröffentlicht im dtv-Verlag (30.11.2018)
als Paperback gelesen ~*~ 416 Seiten
Paperback: 9,95 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3-423-21763-7
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Laura hat Geburtstag und will den Abend mit ihrem Mann verbringen. Sie hatten diesen Abend vor einiger Zeit schon vereinbart und sie freut sich sehr darauf, endlich wieder Zeit mit ihm zu verbringen, ist er im Job doch sehr eingespannt. Doch als sie im Lokal eintrifft, ist er nicht allein. Geschäftspartner von ihm sitzen am Platz, sie haben schon gegessen und haben durchweg gute Laune. Laura´s Laune wird von Minute zu Minute schlechter. So schlecht, dass sie sich streiten und ihr Mann allein nach Hause fährt. Sie hat sich entschlossen, mit dem Zug zu fahren um sich zu beruhigen. Auf dem Weg nach Hause sieht sie auf der Autobahn viel Blaulicht, denkt sich aber nichts dabei....
Nach der ersten Fassungslosigkeit findet sie einen sehr alten Brief von jemanden ohne Unterschrift. Darin steht, dass Frank, Lauras verstorbener Mann, in Gefahr ist. War dieser Unfall also gar kein  Unfall, sondern provoziert worden, wie Laura schon die ganze Zeit vermutet hatte? 

1898 feiert Victoria Milton ihren 20. Geburtstag. Doch nichts ist mehr so, wie es mal war. Ihr Onkel ist seit dem Tod ihres Vaters ihr Vormund. Eigentlich sollte Victoria alles erben, doch ihr Onkel hat andere Pläne und gibt das Geld mit vollen Händen aus. Er möchte, dass sein Sohn Charles sie heiratet, doch Victoria gibt ihm einen Korb und das besiegelt leider ihr Schicksal. Victoria verschwindet plötzlich, doch nicht wirklich freiwillig.

Ich fand die Geschichte rund um Victoria und ihr Schicksal einfach super geschrieben. Es hat mich mitgerissen, es hat mich mitleiden lassen. Jedesmal wenn ein Kapitelwechsel statt fand, wollte ich das eigentlich gar nicht, denn ich wollte Victorias Geschichte weiter verfolgen. 
Laura hingegen, in der Gegenwart, konnte mich nicht wirklich überzeugen. Sie wirkte, im Gegensatz zu den Figuren aus der Vergangenheit, eher blass und unscheinbar. Aber auch ihre Naivität war für mich nicht real. Ja, es gibt Menschen, die sehr naiv sind, aber das war schon sehr grenzwertig und manchmal sogar unglaubwürdig. Wahrscheinlich konnte ich deshalb keine Verbindung zu ihr aufbauen. Ihre Geschichte ist eigentlich auch tragisch, doch nicht so spannend dargestellt, wie die Vergangenheit. Ich hätte mir hier etwas mehr gewünscht und eine bessere Ausarbeitung der Charaktere, die eigentlich sehr wichtig sind, um "dran bleiben" zu wollen. Auch ihre Geschichte wirkte, im Gegensatz zu der von Victoria, blass und unscheinbar. Mag daran liegen, dass sie langsam aufgebaut wird, aber es konnte mich dennoch nicht überzeugen.



Ich hätte 5 Sterne gegeben, wenn mich die Gegenwart um Laura genauso überzeugt hätte, wie die Vergangenheit, rund um das Schicksal von Victoria Milton. Aber leider blieb sie etwas blass. Ich vergebe 4 Sterne für "Das Herrenhaus im Moor".

Mittwoch, 14. Februar 2018

Rezi: Jeffrey Archer - Spiel der Zeit (Clifton-Saga 1)

England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind ...
Quelle Bild und Text: Heyne-Verlag







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Veröffentlicht im Heyne-Verlag (15.07.2015)
als TB gelesen ~*~ 560 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3453471344
Original-Titel: Only Time will Tell (The Clifton Chronicles 1)
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Lange bin ich um diese Bücher herum geschlichen und ich muss sagen, ich frage mich, warum nur so lange?
Der Schreibstil hat mir von der ersten Seite an schon sehr zugesagt. Leichter und einfacher Stil, macht das ganze total angenehm zu lesen.

Die Charaktere Harry, Maisie sowie anderen Personen, sind wunderbar heraus gearbeitet worden. Sie entwickeln sich sehr glaubhaft. Gerade an Harry erkennt man eine tolle Entwicklung. Man lernt ihn ja so zu sagen von der Geburt an kennen.
Der Autor hat hier total glaubhaft geschildert, wie schwer sich Harry in der Schule gibt, und das er ja eigentlich ganz andere Dinge im Kopf hat. 
Ich habe Harry aufwachsen sehen und ihn auf seine Schule begleitet, zu den Personen, die er gerne mag. Auch auf die nächste Schule, als er ein Stipendium erhielt. 
Es war eine tolle erste Reise mit Harry und seinen Freunden. Und das schlimme ist, der Autor versteht auf jeden Fall sein Handwerk, denn er hat dieses Buch mit einem Cliffhanger beendet. 

Ich habe mir schon das zweite Buch besorgt und fange es bald an zu lesen.


Mehr Lob kann ich eigentlich gar nicht aussprechen, bzw. schreiben. Denn dieses Buch hat alles beinhaltet, was in meinen Augen ein gutes Buch ausmacht: interessante Charaktere, eine gute und durchdachte Geschichte, einen tollen Schreibstil, Spannungsbogen. Das alles trifft hier zu und deshalb 5 Sterne!


Die Bücher der Clifton-Saga:


  • Spiel der Zeit
  • Das Vermächtnis des Vaters
  • Erbe und Schicksal
  • Im Schatten unserer Wünsche
  • Die Wege der Macht
  • Möge die Stunde kommen
  • Winter eines Lebens

Die Kain und Abel-Serie:

  • Kain und Abel 1
  • Abels Tochter (erscheint am 12.03.2018)
  • Kains Erbe (erscheint am 14.05.2018)

Donnerstag, 25. Januar 2018

Rezi: Consuelo Saah Baehr - Schwestern des Schicksals

New York an der Schwelle zum 20. Jahrhundert: Auf Faith Celeste Simpson, Tochter eines Finanzgenies, wartet ein goldenes Leben. Nur eins fehlt der jungen Millionenerbin auf dem schlossähnlichen Anwesen vor den Toren New Yorks: die Liebe ihrer Eltern.
Keine fünfzig Kilometer entfernt, im Elend von Lower Manhattan, erblickt Hope Lee das Licht der Welt. Früh lernt sie, für sich allein zu kämpfen. Nach einem schweren Schicksalsschlag findet sie sich überraschend in Faiths privilegierter Welt wieder. Dass deren Vater ausgerechnet Hope als Protegé erwählt und sie und Faith sich in denselben Mann verlieben, bedroht ihre ungewöhnliche Freundschaft.
Im Schatten des ersten Weltkriegs und eines drohenden Börsencrashs müssen die beiden jungen Frauen erkennen, dass vieles käuflich ist – aber nicht ihr Glück.
Quelle Text und Bild: Amazon


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Veröffentlicht im Tinte & Feder-Verlag (12.12.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 382 Seiten
TB-Ausgabe: 9,99 € ~*~ E-Book: 4,99 €
ISBN: 978-1503937413
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Ich muss sagen, der Anfang dieses Buches war durchaus verwirrend. Ich musste richtig aufpassen, bei welcher Familie ich gerade leserisch war.
Nach einiger Zeit legte sich aber das wirrwarr und ich war in der Geschichte "drin". Ich mochte Hope direkt von Anfang an. Sie war ein Mädchen, welches sich durchs Leben beißen musste und nicht alles hinterher geworfen bekam. Sie war mir sofort sympatisch. Sie zeigte Biss, ohne dabei verbissen zu wirken, weil sie für jeden Penny kämpfen musste.

Faith hingegen, eigentlich als Kind mit sehr reichen Eltern aufgewachsen, hatte durchaus auch ein schweres Leben, weil ihr Vater sie nicht wahrnahm, sie keine Liebe von ihren Eltern bekam. Sie wirkte auf mich sehr unzufrieden mit sich selbst. Sie überlegte selten, was ihre Handlungen eventuell mit sich ziehen könnten. Das störte mich sehr an dieser Figur, machte sie für mich sehr unsympathisch. Und doch war es genau richtig, wie die Autorin diese Figur gestaltet hat, denn sonst wäre es sicherlich kein Buch zum nachdenken gewesen.
Asa, der Vater von Faith, war mir auch sehr sympathisch und das, obwohl er seine leibliche Tochter vernachlässigte und Hope ihr vorzog.

Das waren so die drei Hauptfiguren, die mir sehr im Kopf geblieben sind. Die anderen waren eher Nebenfiguren, auch wenn sie einen großen Platz im Buch eingeräumt bekamen.

Ich finde, die Geschichte regt zum denken an. Denn es ist auch heute noch so, dass einige Kinder und Leute von Hause aus reich geboren werden und eigentlich um nichts kämpfen müssen, es sei denn, sie wollen es. Und dann gibt es die Kinder und Leute, die in ärmlichen Verhältnissen geboren werden, so wie Hope, die dann um jeden Penny, um jeden Cent kämpfen müssen. Umso mehr freut man sich mit ihnen, wenn sie etwas aus eigener Kraft erreicht haben. Ich finde, hier hat die Autorin sehr gut recherchiert, wie es zur damaligen Zeit im 20. Jahrhundert gewesen ist, wie sich die Leute gefühlt haben. Sie hat die Gefühle der Menschen sehr gut rüber gebracht. 



Puuuh, ich habe schon ewig nicht mehr so lange gebraucht, um eine Rezension zu verfassen, denn das Buch spiegelte widersprüchliche Gefühle in mir. Die gingen von "Oje, was ist das für ein Buch", bis hin "Super, sie hat es den Leuten aber gezeigt." Auch am Ende habe ich lange überlegt, was ich dazu schreiben könnte. Und je mehr ich überlegte, desto besser fand ich das Buch. Ich gebe dem Buch gerne 5 Sterne, denn die hat es sich verdient.


Ich möchte mich noch herzlich bei dem Tinte & Feder-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken, sowie bei NetGalley.

Dienstag, 9. Mai 2017

Rezi: Emma S. Rose - Couture - Wenn Liebe stärker ist

Klappentext:

Felicia steht vor den Trümmern ihres Lebens. Nicht nur, dass ihre Eltern vor einigen Jahren bei einem Unfall starben und sie seitdem die Verantwortung für ihre jüngere Schwester trägt - jetzt hat sie auch noch ihren Job verloren und weiß nicht, wie es weitergehen soll.
Als sie in einer bedrohlichen Situation unerwartete Hilfe von dem gutaussehenden Chris bekommt, ahnt sie nicht, welche Konsequenzen das haben wird. Dank ihm erhält sie kurz darauf eine Stelle im neuen It-Club Couture, und plötzlich scheint sich ihr Leben zum Guten zu wenden. Sie fühlt sich magisch zu Chris hingezogen, auch wenn er launisch ist und ständig andere Frauen an seiner Seite hat.
Kann sie sich seiner Anziehungskraft erwehren?
Und was stimmt nicht mit ihrer Schwester, die sich immer mehr von ihr abwendet?

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Veröffentlicht als Selfpublisher (28.03.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 424 Seiten
Taschenbuch: 11,99 € ~*~ E-Book 3,99 € 
ISBN: 978-1544974897
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Inhalt:

Felicia ist ein Charakter, mit dem ich nicht wirklich klar kam. Auch wenn sie der Hauptcharakter ist, so kam sie mir doch ziemlich eindimensional vor - schwarz-weiß. Mir fehlte eine gewisse Tiefe in dieser Person. Mit der Zeit fand ich sie nicht unbedingt schrecklich, aber sie kam mir wie ein Teenager vor, der gerade die erste große Liebe hat und viele wirre Gedanken hatte. Auf manchen Seiten habe ich einfach nur quer gelesen, denn manchmal konnte ich ihre Gedankengänge einfach nicht nachvollziehen. Einerseits will man ihr ihre Naivität verzeihen, weil sie sich um ihre 15jährige Schwester kümmern muss, da ihre Eltern bei einem Unfall verstarben. Andererseits wächst man doch an den Aufgaben, die man hat. Klar, die Arbeit zu verlieren ist nicht schön und zur Tafel zu gehen sicherlich auch nicht - übrigens eine tolle Idee, das mal aufzugreifen in einer Geschichte. Ihre Unsicherheit war manches Mal fehl am Platze.
Die Charaktere ihrer Arbeitskollegen, Chris und Isabella waren hingegen klasse herausgearbeitet. 

Der Schreibstil der Autorin war super zu lesen, sehr flüssig. Ich glaube, wäre der nicht gewesen, hätte ich vielleicht aufgehört zu lesen. 
Was mir leider komplett fehlte, war die Spannung in diesem Roman. Manches war vorhersehbar, aber ich hätte mir definitiv mehr Spannung gewünscht. Ich hätte gern mehr das Verlangen gehabt, weiter lesen zu müssen, um zu wissen, wie es weiter geht. Das fehlte mir leider.

Das Cover ist total toll gestaltet worden. Nicht viel schnickschnack, vielleicht etwas verspielt, aber trotzdem nicht zu viel.

Mein Fazit:

Mehr an Charaktertiefe bei Felicia, mehr Spannung, vielleicht manchmal weniger Text bzw. Gedanken. So vergebe ich 3 Sterne für "Couture - Wenn Liebe stärker ist".


Donnerstag, 15. Dezember 2016

Rezi: Núria Pradas - Die Kleidermacherin

Klappentext:

Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Allen sozialen Gegensätzen zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …





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Veröffentlicht im Penguin-Verlag (14.11.2016)
als TB gelesen ~*~ 400 Seiten
Taschenbuch: 10,- € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3328100775
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Inhalt:

Laia Calvet ist eine junge hübsche Frau, die in dem Textilgeschäft Santa Eulalia eine Anstellung findet. Sie beginnt in dem Geschäft ihre Ausbildung, in der ihre Mutter als Näherin arbeitet. Doch Laia legt nicht so viel Engagement an den Tag, wie ihre Mutter sich das wünschen würde. Viel mehr hat Laia ihr eigenes Leben und ihre Freizeit an den Sonntagen im Kopf. 
Erst als ihre Mutter von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen wird, nimmt Laia sich zusammen und erkämpft sich eine hohe Position in dem Modehaus. Mit den Jahren arbeitet sie sich immer höher, doch es gibt auch Neider, die ihr den Erfolg nicht gönnen. 
Was kaum einer weiß, sie hat einen Sohn. Doch Laia kümmert sich wenig um ihn. Ist sie nach der Sache mit dem Vater des Jungen überhaupt dazu fähig, zu lieben?
Als dann der 2. Weltkrieg ausbricht, verliert Laia alles, was sie hat. Sie verliert ihren Sohn, ihren besten Freund. Nur mit Mühe und mit Hilfe von Andreu Molins, dem Geschäftsführer von Santa Eulalia, kämpft sie sich wieder zurück ins Leben. Doch hat sie es verlernt, zu lächeln.

Ein Roman, der sehr langatmig startet. Einige Male war ich kurz davor, den Roman beiseite zu legen. Doch ich habe durchgehalten. Viele Male dachte ich, wann kommt denn endlich der Höhepunkt? Wann tritt endlich Spannung auf? Doch wenn man diesen Roman liest und mehr darüber nachdenkt, was die eigentliche Message ist, findet man ihn gar nicht mehr so schlecht. Zumindest ging es mir so.
Ich fand ihn eigentlich total zäh. Doch so Mitte des Buches habe ich ein wenig mehr über die Personen nachgedacht und festgestellt, das diese Frau, Laia Calvet, es nicht leicht hatte in ihrem Leben. Sehr früh hat sie ihren Vater verloren, dann ihre Mutter. Sie hat sich hoch gearbeitet, war sehr hoch angesehen in er Firma, in der sie gearbeitet hat und auch unter den Kundinnen war sie beliebt.
Doch dann bricht der 2. Weltkrieg aus und erneut wird ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. Und kaum hat sie sich einigermaßen davon erholt, ereilt der nächste Schicksalsschlag die arme Frau. Erst durch ihre Trauer wirkt Laia menschlich auf mich. Vorher war sie unnahbar, hat kaum Gefühle zugelassen, aus Angst, verletzt zu werden.
Ihre Gefühle kapselt sie tief in ihrem Inneren ein, und nur ein Mann dringt dahin vor, das begreift sie aber erst sehr spät.

Wäre dieser holperige Anfang nicht gewesen, und dann diese vielen Zeitsprünge, so wäre das Buch sicherlich flüssiger zu lesen gewesen. Die Zeitsprünge haben es echt schwierig gemacht, der Autorin zu folgen. Sehr schade, wie ich finde.

Mein Fazit:

Weniger Zeitsprünge und es wäre toll zu lesen gewesen, so war es manchesmal echt einfach nur anstrengend. 4 Sterne für "Die Kleidermacherin".


Ich danke dem Penguin-Verlag für die Bereitstellung des Rezi-Exemplares!

Donnerstag, 12. Juni 2014

Rezi: John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Klappentext:

Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen. Was hier beginnt, ist eine der ergreifendsten und schönsten Liebesgeschichten der Literatur.

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Erschienen bei dtv ~*~ 336 Seiten
E-Book-Version  ~*~ 9,99 €
ISBN: 978-3-423-62583-8
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Inhalt:

Hazel - 16 Jahre jung - ist an Schilddrüsenkrebs erkrankt.  3 Jahre hat der Krebs sie schon in Beschlag genommen und ohne Sauerstoffschlauch kann sie kaum noch atmen, da ihre Lunge nur noch eine geringe Funktion hat, eine Nebenwirkung auf das Medikament, welches Hazel testet.
Ihre Eltern wünschen sich, dass sie sich wie ein normaler Teenager verhält und andere Jugendliche in ihrem Alter kennen lernt. 
In einer Selbsthilfegruppe lernt sie Gus kennen. Sie verlieben sich in einander und gemeinsam sind sie einer Geschichte auf der Spur, bei der sie unbedingt wissen wollen, wie es weiter geht.

Ich war sehr skeptisch, was dieses Buch anging. Ich wollte es nicht lesen, habe es dann aber doch getan. 
Ich wollte nicht unbedingt ein "Krebs-Buch" lesen, denn diese sind immer traurig, bzw. die Geschichte dazu ist sehr traurig. Und als ich es dann gelesen hatte, fiel es mir schwer, eine Rezi dazu zu verfassen. Ganz ehrlich, ich grübel jetzt immer noch, was ich wie schreiben kann, ohne jemanden damit auf die Füße zu treten.

Ich mochte die Charaktere in dem Buch alle. Ich fand, sie waren sehr authentisch beschrieben, gerade, was die Gefühle, etc. anging, konnte der Autor diese sehr gut übertragen. Das eine oder andere mal habe ich auch ein Tränchen verdrückt.

Doch muss ich sagen, dass mir irgendwas an der Story gefehlt hat. Ich fand dieses Buch unglaublich schnelllebig. Es war für mich kaum nachvollziehbar, wie es gehen sollte, dass Hazel gerade erst einen kleinen Rückschlag erlitten hatte und dann auf mal eine Reise nach Holland antritt. Diese war zwar schon länger geplant, aber irgendwo konnte ich es nicht ganz nachvollziehen.

Dieses Buch war mein erstes von John Green, davor habe ich noch nie etwas von ihm gehört. Ich bin mir aber noch ziemlich unsicher, ob ich noch eines von ihm lesen sollte.
Eines weiß ich aber ganz sicher, das ich definitiv nicht ins Kino gehen werde, um mir den Film anzusehen.

Mein Fazit:

Mein Fazit zu diesem Buch ist schwer in Worte zu fassen. Einerseits fehlte mir was, andererseits war alles andere recht stimmig. Dennoch kann ich diesen Hype um das Buch nicht ganz nachvollziehen. Ich bereue es aber nicht, es gelesen zu haben. Doch leider gibt es nur 3 Sterne von mir.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Rezi: Sebastian Willing - Bea geht - Ein Abschied auf Raten

Klappentext:

Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist.Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen.

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Erschienen bei Books on Demand ~*~ 9,95 €
Taschenbuchausgabe ~*~ 160 Seiten
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Inhalt:

Vorweg möchte ich sagen, das ich dieses Buch eigentlich gar nicht lesen wollte, denn ich lese nicht gerne Bücher über Schicksalsschläge, etc. Und doch wollte ich wissen, was mit der kleinen Bea los ist. Ich wollte wissen, warum die Eltern so kämpfen müssen.
Doch Sebastian Willing hat mich auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen.

Jung werden er und seine Frau Eltern. Es sieht auch alles gut aus, denn die Schwangerschaft und die Geburt verliefen normal. Und doch stellen die Eltern fest, das Bea sich nicht zeitgerecht entwickelt. Sie krabbelt nicht, fängt nicht an zu laufen und sprechen tut sie erst recht nicht.
Jahrelang werden Tests mit Bea und auch mit den Eltern gemacht, um festzustellen, woran sie leidet. Und doch können die Ärzte es nicht spezifizieren, worunter Bea leidet.
Immer häufiger leidet sie unter Anfälle, in denen ihre Muskeln sich einfach entspannen und sie zusammen klappt. Nur mit einem Notfallmedikament, welches die Eltern immer zu Hause haben, können sie das Mädchen aus einem solchen Anfall heraus holen.
Das schlimmste jedoch ist, dass Bea die kleinen Fortschritte, die sie gemacht hat, nach einem solchen schlimmen Anfall nicht mehr beherrscht. Diese Sachen fallen aber auch erst mit der Zeit auf.

Ich selbst bewundere die Eltern für ihre Kraft, dass sie sich so lange um Bea gekümmert haben. Denn das ist sicherlich nicht leicht gewesen.
Und es zeigt mir, wie bürokratisch Deutschland doch ist. Entscheidungen, die eigentlich schnell gefällt werden sollten, brauchen teilweise Wochen, wenn nicht sogar Monate.

Ich werde Bea´s Weg weiterhin verfolgen, denn Sebastian Willing hat einen Blog, wo er ebenfalls niederschreibt. www.pal-blog.de

Mein Fazit:

Eine faszinierende, bewegende und zugleich schicksalshafte Geschichte, die zeigt, mit Zusammenhalt, Kraft und Mut kann man auch solche Situationen meistern. 5 Sterne für den Mut, dieses Buch zu schreiben und uns Leser in die kleine Familie eintauchen zu lassen.