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Montag, 30. Juli 2012

Rezi: Markus Heitz - Kinder des Judas

Ich spüre nicht nur den Tod - ich bin eine seiner Göttinnen!

Leipzig 2007: Sie ist die gute Seele eines Krankenhauses. Hier steht sie denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein sollen. Jeder, der die junge Frau am Bett eines sterbenden wachen sieht, wird sie für einen Engel halten. Denn niemand weiß, wer sie wirklich ist. Oder was.





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Erschienen im Knaur-Verlag ~*~ 720 Seiten
Taschenbuchausgabe ~*~ 10,99 €
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Ich habe lange gebraucht, um mich an einen neuen Vampirroman zu setzen. Zu groß war der Gedanke, das er so ausfallen mag, wie die momentane Vampirflut, mit der der Büchermarkt zur Zeit überschwemmt wird.
Man hat mir zwar gesagt, das man dieses Buch nicht mit den anderen vergleichen kann und sollte, aber trotzdem wollte ich mir lieber selber ein Bild machen.

Die Hauptprotagonistin Scylla erzählt in der Gegenwart in der "Ich-Form" und wenn sie für ihr Buch in die Vergangenheit entschwindet, erzählt sie in der Dritten Person. Sie schreibt ihre Vergangenheit auf, um sie besser aufzuarbeiten, um nicht zu vergessen. Gerade das, was damals passiert war, wie sie zum Vampir wurde, wie sie ihre Kindheit verbracht hat, etc. hat der Autor sehr gut erzählt. Die Landschaften hat er mit Farbe versehen, so das es nicht trist wurde, auch wenn es keine wirklich "schöne" Zeit war für Scylla zum Teil.

Zu Anfang war mir nicht klar, das Scylla eine Vampirin ist. Das kam erst nach und nach raus. Was mir aber sofort danach auffiel, das sie nicht glitzert, wenn sie in die Sonne geht, etc. Sie ist eine der typischen Vampire, die bei Tag schlafen und bei Nacht reisen, etc. Auch sie hat es geschafft, dem Blut zu entsagen und hat sich jahrhundertelang unter der normalen Menschheit bewegt. Die Vergangenheit spielt um 1670 im Osmanischen Reich.

Sie wohnt in Leipzig und überwacht ein paar Menschen. Warum und wieso? Lies das Buch, denn dann wirst du es heraus finden. Ich fand es auch merkwürdig, das sie eine solche Liste führt, aber die Erklärungen dafür sind absolut schlüssig gewesen. 



Der Autor hat es geschafft, mich an dieses Buch zu fesseln. Er hat historisches interessant gemacht es geschafft, historisches mit Vampiren zu paaren. Heraus kam eine interessante Mischung, die zusätzlich mit ein wenig Gothic gepaart wurde. Gothic mag für viele Düster sein, schwarz, etc. und eher total düstere Musik.
Markus Heitz aber hat diverse Gothic-Bands erwähnt, die nicht nur düstere Musik machen. The 69-Eyes war auf jeden Fall eine Band, die ich kannte und ich war sehr überrascht, diese im Buch zu lesen.

Ich bin schon sehr gespannt auf "Judassohn" und später dann auf "Judastöchter". Ich werde sie auf jeden Fall beide lesen.

Für dieses Buch gebe ich gerne 4,5 Sterne

Dienstag, 24. Juli 2012

Mein Buchgewinn ist da :)





Jawoll, das Buch war heute in der Post und ich hab schon die ganze Zeit drauf gewartet *grins*
Ich habe das Buch bei einem Gewinnspiel von Broesels Bücherregal gewonnen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal.

Ich freue mich schon auf das Buch und bin super gespannt, wie es ist.

Hier mal eine kleine Inhaltsangabe:

"An einem Tag fühlt sich Arzee wie ein Bettler, und am nächsten Tag wie ein König. Unter dem Dach des "Noor", einem der letzten legendären Lichtspielhäuser, das nur alte Filme zeigt, ist er groß - spät nachts, wenn er allein durch die menschenleeren Straßen Bombays nach Hause geht, ganz klein.

Arzee ist jeder von uns, jeder, dessen Träume mitunter von Ängsten gelähmt werden, jeder, der sich schon einmal klein gefühlt hat - angesichts einer Riesenstadt, eines unlösbaren Problems oder ganz einfach: angesichts des Lebens."

"Quelle: Buchtext"


Freitag, 13. Juli 2012

Rezi: Dawn French - Irgendwas geht immer

Wer könnte einem schlimmer auf den Geist gehen, als die eigene Familie? Kaum etwas ist unterhaltsamer, als wenn man feststellen muss, das es anderen Familien gleich ergeht, wie einem selber.
Mo ist eine Kinderpsychologin und Autorin und ist hoffnungslos mit ihrer pubertierenden, fast 18jährigen Tochter Dora überfordert. Diese findet alles schrecklich doof und peinlich. Peter, der Bruder, will als Oscar angesprochen werden, nach seinem großen Idol Oscar Wilde. Leider benimmt er sich ebenso.






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Erschienen im ullstein-verlag ~*~ 368 Seiten
Taschenbuchausgabe ~*~ 9,99 €
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Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen und bedanke mich hierfür recht herzlich bei vorablesen.de
Auf dem Cover heißt es, das es ein urkomisches Buch sein soll. Die ersten paar Seiten verhießen bei der Leseprobe auch gutes.

Allerdings täuscht das Buch doch sehr, bzw. auch die Beschreibung.

Als erstes fiel mir auf, das der Text lautete, das Mo immer von ihrem Mann als "Ich-muss-noch-was-arbeiten" betitelt. Im Buch kommt diese Wortkette nicht einmal vor. Sie nennt ihren Ehemann nicht einmal beim Namen sondern immer nur "mein reizender Ehemann".

Als zweites fiel mir auf, das doch sehr viele Schimpfwörter gebraucht werden, ich könnte ja jetzt kommen... früher wars anders... aber gut, lassen wir das :)

Hier geht es um 3 Personen, zum einen ist da Mo - die Mutter - die meines Erachtens nach in der Midlife-Crisis steckt, durch ihr Verhalten, ihre Gedanken, etc. Sie beschwert sich über die Kinder, im nächten Atemzug sinds die besten Kinder aller Zeiten.

Dann ist da Dora, die kurz vor ihrem 18. Geburtstag steht. Sie flucht schlimmer als ein Seemann über ihre Mutter, ihren Vater, ihren Bruder und alle Leute um sich herum. Sie wurde unter anderem von ihrer ersten großen Liebe verlassen, hat kaum Selbstwertgefühl, will Enttäuschungen vermeiden. Manchmal kam es mir beim lesen so vor, als hätte da die Autorin wirklich super arg übertrieben, als sie sich in die Person Dora hinein versetzte.

Zu guter letzt ist da Oscar, der eigentlich Peter heißt. Peter ist 16 und hat ein Auge auf das männliche Geschlecht geworfen. Soweit so gut. Doch seine Ausdrucksweise kommt der von seinem großen Idol Oscar Wilde sehr nahe. Er ist extravagant, fällt auf wie ein bunter Hund, weil er eben anders ist als alle anderen Teenies in seinem Alter.

In meinen Augen führt der Text auf der Rückseite des Buches doch arg in die Irre. Das findet man aber erst beim lesen heraus, was es mit den letzten Sätzen auf sich hat. Ich möchte da jetzt nicht näher drauf eingehen, um nicht zuviel zu verraten.


Die Handlung plätschert viel zu gemächlich vor sich hin und rund 250 Seiten empfand ich persönlich als nervtötendes Geplänkel, wo ich mich ständig fragte, wann geht es denn endlich los? Erst so ungefähr die letzten 100 Seiten wurden interessant. Zu wenig in meinen Augen.
Was ich toll fand, waren die abgedruckten Rezepte, die am Ende des Buches zu finden sind. Echt toll und vielleicht mal eine Idee zum nachmachen.
Das, und das relativ schöne Cover lassen mich zu dem Endergebnis kommen, das ich dem Buch leider nur 2 ** Sterne vergeben kann.



Ich bedanke mich herzlich bei vorablesen.de das ich dieses Buch rezensieren durfte. Ich habe mich sehr gefreut, das unter anderem ich mit ausgewählt wurde, das ich dieses Buch lesen durfte.

Dienstag, 10. Juli 2012

Rezi: Markus Zusak - Die Bücherdiebin

Liesel hat im Alter von 9 Jahren schon vieles durchgemacht und verloren. Ihren Vater verlor sie. Ihre Mutter war ständig krank. Ihr Bruder Werner starb bei einer Zugfahrt nach Molching.
Liesel gerät zu dem Zeitpunkt das erste Mal in den Blickpunkt des Todes. Sie stiehlt ihr erstes Buch, welches sie als kleinen, aber folgenreichen Ausgleich ihrer Verlustet sieht.







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Erschienen im Blanvalet-Verlag ~*~ 608 Seiten
Taschenbuchausgabe ~*~ 9,95 €
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Ich habe einen zweiten Anlauf gebraucht, um dieses Buch durch zu lesen. Ich habe beim ersten Mal nach dem ersten Drittel abgebrochen.

Die Geschichte wird aus der Sicht des Todes beschrieben. Man mag vielleicht im ersten Moment denken: makaber, aber diverse Sachen hat der Autor mit Witz und Humor gespickt.

Es dreht sich alles um Liesel, die im Alter von 9 Jahren ihren Bruder während der Zugfahrt nach Molching verliert. Er stirbt und wird im Schnee begraben, wo sie ihr erstes Buch stiehlt.
Sie kommt zu einer Pflegefamilie, wo sich Hans Hubermann aufopfernd und rührend um sie kümmert, wenn sie des Nachts, wieder von Alpträumen geplagt, aufwacht. Er bringt ihr das Lesen bei. 
Sie schließt Freundschaft zu dem Nachbarsjungen Rudi Steiner. Sie verbindet eine innige Freundschaft, wo man sagt: Die gehen durch dick und dünn.

Ich mag die Zeit nicht, in der die Geschichte rund um Liesel spielt. Dennoch hat es der Autor geschafft, diese schlimme Zeit in federleichte Worte zu verpacken, das man doch weiter lesen wollte. Schlimme Dinge sind geschehen in der Zeit und er hat es in leichte Worte verpackt.
Die Worte des Autors berühren den Leser und das fand ich super.

Die Kapitel sind nicht sehr lang, was ich persönlich sehr gut finde. Ich mag es nicht, wenn die Kapitel sich elendig lange hinziehen und man nicht weiß, wann kommt der nächste Abschnitt.


Ich bin froh, das ich es mit zwei Leuten gemeinsam gelesen habe, denn ich wüsste nicht, und darüber waren wir uns alle einig, ob wir es sonst nochmal gelesen hätten.

Alles in allem kann ich sagen, ich gebe dem Buch 4 Sterne!!