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Donnerstag, 2. August 2018

Rezi: Liz Fenwick - Das Leuchten des Meeres

Cornwall 1943: Als sich die Schwestern Adele und Amelia im Schatten des Krieges Lebewohl sagen, ahnen sie nicht, dass eine folgenschwere Tat ihr Schicksal für immer bestimmen wird. – Cape Cod 2015: Vor seinem Tod spricht Laras geliebter Urgroßvater nur ein Wort: »Adele«. Die junge Starköchin steht vor einem Rätsel, denn dies ist nicht der Name seiner früh verstorbenen Frau. Mitten in einer persönlichen Krise macht sie sich auf nach Cornwall, in die Heimat ihrer Urgroßmutter Amelia. Lara hofft, dort ihre Wurzeln zu finden, und stößt auf ein tragisches Geheimnis, das die Geschicke der Familie über Generationen geprägt hat …






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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (08.06.2018)
als Taschenbuch gelesen ~*~ 608 Seiten
Taschenbuch: 10,00 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3-442-48757-8
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Dieses Buch spielt mitten im zweiten Weltkrieg. Ich als Leser bekomme mit, wie die Ausbildung der beiden Zwillingsschwestern Adele und Amelia beginnt und wie unterschiedlich sie doch sind. Und doch sind die beiden sehr stark miteinander verbunden, wie sich immer wieder im Laufe des Buches zeigt.
Adele wird zur Funkerin ausgebildet und so erlebte ich auch das Militärmanöver Operation Tiger. Dieses Manöver hat es tatsächlich gegeben, wie die Autorin später im Nachwort erzählt. 
Die Autorin hat es geschafft, dass ich diese verschlüsselten Nachrichten wirklich hörte, denn sie hat es so lebhaft und so gut beschrieben, dass es nicht schwer war, sich diese Töne vorzustellen.  
Amelia beginnt eine Ausbildung zur Fahrerin und lebt ein völlig anderes Leben als ihre Schwester.

Unterteilt ist das Buch in zwei Erzählsträngen. Im zweiten Erzählstrang lerne ich Lara kennen. Die Gegenwart spielt im Jahre 2015. Lara hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und flüchtet aus den USA nach Cornwall, denn auch ihren Job hat sie verloren und ihren Urgroßvater. Sie braucht dringend eine Auszeit, möchte aber auch heraus finden, was die letzten Worte ihres Urgroßvaters zu bedeuten haben. 

Mir wurde relativ schnell klar, was eventuell geschehen sein könnte, aber ich wollte wissen, wie die Autorin das gelöst hat.
Mit ihrem tollen Schreibstil hat sie mich sofort in ihren Bann gezogen. Auch wenn die Autorin sehr lange braucht, um das Geheimnis zu lösen, fand ich es jetzt nicht als zu lang. Vielleicht hätte man das eine oder andere einkürzen können, doch das müsste nicht sein.


Ich habe das Buch sehr gern gelesen, habe mich sehr gern in eine andere Zeit hineinversetzen lassen. Ich fühlte mich gut unterhalten und auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Ich gebe dem Buch gerne 5 Sterne.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf mein Urteil über das Buch.


Weitere Bücher von Liz Fenwick:

  • Sterne über Cornwall
  • Ein Sommer in Cornwall
  • Ein Garten in Cornwall

Mittwoch, 11. April 2018

Rezi: Jeffrey Archer - Das Vermächtnis des Vaters

Harry Clifton, aufgewachsen bei den Hafendocks in Bristol, und Giles Barrington, Nachkömmling einer großen Schifffahrt-Dynastie, verbindet seit ihrer Jugend eine tiefe Freundschaft. Aus der Enge des Arbeitermilieus hat Harry es auf eine Eliteschule geschafft und steht als junger Mann jetzt an der Seite seiner großen Liebe Emma, der Schwester von Giles. Mit dem Eintritt Englands in den Zweiten Weltkrieg 1939 werden die Schicksale beider Familien erschüttert. Giles gerät in Kriegsgefangenschaft und Harry verschlägt es von Bristol nach New York, wo er eines Mordes angeklagt und verhaftet wird. Emma, macht sich auf, um den Mann zu retten, den sie liebt ...
Quelle Text und Bild: Heyne-Verlag






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Veröffentlicht im Heyne-Verlag (09.11.2015)
als TB gelesen ~*~ 480 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3-453-47135-1
Original-Titel: The sin of the father (The Clifton Chronicles 2)
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Der zweite Teil der Clifton-Saga hat mich wieder von der ersten Seite an gefangen genommen. Es lagen zwischen dem ersten und zweiten Teil noch andere Bücher des Autors dazwischen, doch ich wusste gleich wieder, worum es ging. Der Autor hat direkt dort angeknüpft, wo er im ersten Band aufgehört hat. 

Harry wird direkt nach seiner Überfahrt nach Amerika festgenommen, weil er sich als Tom Bradshaw ausgegeben hatte. Dieser war mit ihm an Bord des Schiffes, starb jedoch, als dieses im Krieg attakiert wurde und sank. 
Wie sich herausstellt, war Tom Bradshaw kein unbeschriebenes Blatt, denn gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. Leider wusste Harry davon nichts. 
Während seiner Haft schreibt er alles auf, was er in der Zeit erlebt hat. Nicht jeder ist im freundlich gesinnt.
Emma Barrington hingegen glaubt nicht an dem Tod ihres Geliebten Harry. Sie klammert sich an jeden Strohhalm, den sie ergreifen kann.
Giles Barrington meldet sich freiwillig zum Dienst. Doch leider gerät er in Kriegsgefangenschaft.
Und dann ist da noch Hugo Barrington. Er versucht sich, nach der Scheidung von seiner Frau, irgendwie über Wasser zu halten, denn auch sein Vater ist ihm nicht mehr wohlgesinnt. 

Die Kapitel haben mir wieder sehr gut gefallen. Alle Charaktere waren in meinen Augen sehr authentisch und wirkten lebendig. Ich mochte sie alle, auch Hugo Barrington, auch wenn er ein Scheusal ist.
Die Geschichte war sehr gut aufgebaut und ich konnte sie gut nachvollziehen. Was ich mich allerdings gefragt habe, ob es wirklich so "schicklich" war, zu der Zeit als Frau komplett allein zu reisen. Emma reiste von England nach Amerika. Das war so das einzige, worüber ich ein wenig gestolpert bin.
Naja, und über den Cliffhanger, den der Autor gekonnt am Ende des Buches einsetzt. 


Teil 2 der Clifton-Saga hat mich abgeholt und mitgenommen. Ich habe diese Geschichte sehr genossen und ich freue mich schon auf Teil 3 der Saga. Ich mag den Schreibstil des Autors total gern, obwohl er sich doch etwas zu den anderen Büchern von "Kain & Abel" unterscheidet. 5 Sterne für "Das Vermächtnis des Vaters".

Die Bücher der Clifton-Saga:

  • Spiel der Zeit
  • Das Vermächtnis des Vaters
  • Erbe und Schicksal
  • Im Schatten unserer Wünsche
  • Die Wege der Macht
  • Möge die Stunde kommen
  • Winter eines Lebens

Die Kain und Abel-Serie:
  • Kain und Abel 1
  • Abels Tochter
  • Kains Erbe (erscheint am 14.05.2018)

Sonntag, 31. Dezember 2017

Rezi: Beate Maxian - Die Frau im hellblauen Kleid

Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte ...
Quelle Text und Bild: Heyne-Verlag







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Veröffentlicht im Heyne-Verlag (13.11.2017)
als TB gelesen ~*~ 448 Seiten
TB-Ausgabe: 10,99 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3453422124
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Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal 1927, als Käthe Schlögel sich für das Theater interessiert und sich auch dort bewirbt und dann einmal in der Gegenwart im Jahre 2015.  

Ich hatte zu Anfang Schwierigkeiten, in das Buch hinein zu finden. Ich kann nicht genau sagen, woran es gelegen hat. Vielleicht die vielen verschiedenen Personen oder aber an dem Schreibstil der Autorin. Ich fand ihn teilweise holperig, meinte noch den einen oder anderen Fehler gesehen zu haben. 
Ich muss auch sagen, dass ich die historischen Teile dieses Buches sehr viel lieber gelesen habe, als die Teile in der Gegenwart. Ich fand, die Autorin Beate Maxian hat hier sehr viel Herzblut und Recherche hineingelegt, was zu spüren war. Das soll aber nicht heißen, dass sie in dem Rest kein Herzblut hineingelegt hat. Vielmehr fand ich den historischen Teil viel interessanter. Ich habe mit Käthe mitgefiebert und mitgelitten. Und genau diese Emotionen fehlten mir in der Gegenwart. Marianne war die absolute Diva und das hat die Autorin super rüber gebracht. Ein Mensch, der alle anderen Mitmenschen verletzt, wenn auch unbeabsichtigt, um an ihre Ziele zu kommen, bzw. ihren Willen durchzusetzen. 
Ihre Tochter Vera wollte eigentlich auch Schauspielerin werden, doch gelingt ihr das mehr Schlecht als Recht. Sie war für mich sehr einfach gehalten. Ein unsicheres, graues Mäuschen. Unsicher ja, aber mir fehlte trotzdem die Farbe in ihrem Leben, und dieser Teil wurde erst zum Ende hin etwas angedeutet.
Sophie, die Tochter von Vera hingegen ist ebenfalls, wie schon Käthe und Marianne, ein aufsteigender Stern am Schauspielerhimmel. Doch sie wirkte für mich mit ihren jungen Jahren einfach noch viel zu kindlich. Sie wurde oft als Stur betitelt und doch kam es mir vor, als hätte ich einen Charakter vor mir, wenn dieser etwas nicht bekommt, was er möchte, stampft er mit den Füßen auf. 

Die Geschichte an sich fand ich echt toll. Sie war gut durchdacht und das gefiel mir. Die Zeit, als die Juden vernichtet wurden, hat sie äußert eindrucksvoll aufgeschrieben. Ich fühlte mit Käthe. Doch hat mir etwas an der Geschichte in der Gegenwart gefehlt, das gewisse Etwas. 



Die Geschichte von Käthe während der Vor- und Nachkriegszeit hätte durchaus ausgereicht, um dieses Buch zu füllen. Beate Maxian hat hier sehr sorgfältig recherchiert und es sehr echt rübergebracht. Leider gefiel mir die Gegenwart weniger gut. 3 Sterne für "Die Frau im hellblauen Kleid".

Dienstag, 26. Dezember 2017

Rezi: Ulrike Renk - Die Jahre der Schwalben

Verlorene Heimat – eine starke junge Frau zwischen Liebe und Verlust.

Kurz nach ihrer Hochzeit erfährt Frederike, dass ihr Mann eine schwere Krankheit hat. Er geht in ein Sanatorium, und Frederike hofft auf seine Genesung. Doch als er stirbt, steht Frederike vor den Trümmern ihres Lebens. Allein und ohne eigenes Vermögen muss sie das Gut mit der großen Trakehnerzucht bewirtschaften. Jahre der Verzweiflung und Einsamkeit folgen, bis sie Gebhard von Mansfeld kennenlernt. Ganz langsam gelingt es ihr, wieder an das Glück zu glauben. Doch dann kommt Hitler an die Macht, und plötzlich weiß Frederike nicht, ob sie und ihre Liebsten noch sicher sind.

Die große emotionale Familiensaga aus Ostpreußen, die auf wahren Begebenheiten beruht. 
Quelle Text und Bild: Aufbau-Verlag


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Veröffentlicht im Aufbau-Taschenbuch-Verlag (09.10.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 560 Seiten
TB-Ausgabe: 12,99 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3746633510
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Dies ist ein Buch, welches um die Zeit des zweiten Weltkrieges spielt, bzw. am Ende des Buches mitten drin ist.

Es war mir Anfangs nicht klar, dass es sich bei diesem Buch um eine Fortsetzung handelte. Ich bin also in dieses Buch hinein, ohne Vorkenntnisse. Eigentlich nicht weiter schlimm.
An einigen Stellen wollte ich definitiv immer weiter lesen, weil ich wissen wollte, wie Frederike ihre Probleme nun wieder löst, wie sie mit allem fertig wird, etc.

Und doch hat mir etwas gefehlt. Die Charaktere waren für mich nicht ausgefeilt genug. Sie waren für mich an manchen Stellen doch sehr oberflächlich. Dabei hätte ich gerade von den Hauptcharakteren doch mehr Tiefe gewünscht. Mehr Farbe als nur schwarz-weiß. Manche Charaktere widerum haben mir sehr gefallen, allerdings waren das eher die Charaktere der Angestellten, denn die haben mit ihrem Dialekt geredet, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Das fand ich toll und ich musste auch das eine oder andere mal echt schmunzeln. Denn sie wirkten natürlich und nicht aufgesetzt oder gestellt. Sie wirkten herzlich auf mich.

Die letzten 100- 150 Seiten waren für mich dann eher weniger ein Lesegenuss. Für mich war das eher eine Aneinanderreihung vieler geschichtlicher Daten und Fakten, nur noch ab und an war etwas über die Güter der Familie zu lesen. Es wäre sicherlich besser gewesen, nur hin und wieder ein paar Fakten einzustreuen, als alles so geballt runterzuschreiben. Es tut mir leid, dass ich das so sehe, aber die letzten Seiten fand ich echt anstrengend und es hat doch länger gedauert, sie zu lesen, als ich es gewohnt bin.

Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht, in dem ich nicht das vorherige Buch gelesen habe, doch das habe ich erst nachher erfahren. Es wird viel Bezug auf das erste Buch genommen, so scheint es mir, denn viele Andeutungen versteht man dann als Leser nicht unbedingt.


Die Geschichte ist eigentlich toll, denn, wie man im Nachwort lesen kann, beruht sie auf einer wahren Geschichte. Die Autorin nimmt da noch einmal zu ihren Inhalten Stellung und zeigt auf was wahr und was Fiktion ist. Das fand ich sehr gut. Dennoch haben mich so einige Dinge gestört, die mir das Lesevergnügen genommen haben. Daher vergebe ich dem Buch 3,5 Sterne.


"Die Ostpreußen-Saga" der Reihe nach:

  • Das Lied der Störche
  • Die Jahre der Schwalben
  • Die Zeit der Kraniche
  • Das Fest der kleinen Wunder (abgeschlossene Wintergeschichte -nur als E-Book)

Die Australien-Saga:

  • Die Australierin - Von Hamburg nach Sydney
  • Die australischen Schwestern
  • Das Versprechen der australischen Schwestern 

Weitere historische Bücher der Autorin:

  • Die Frau des Seidenwebers
  • Die Heilerin
  • Die Seidenmagd 

Krimis der Autorin:

  • Seidenstadt-Leichen
  • Seidenstadtmorde - Tatort Niederrhein
  • Killer, Küche, Knast
  • Tödliches Dinner
  • Seidenstadt-Sumpf
  • Seidenstadt-Schweigen
Echo des Todes - Eifelkrimi

Das Miezhaus


Montag, 18. Dezember 2017

Rezi: Christine Jaeggi - Unvollendet

Die 29-jährige Grace träumt von ihrem Durchbruch als Filmschauspielerin. Bisher stand sie jedoch stets im Schatten ihrer verstorbenen Großmutter, der Hollywood-Legende Hanna Miller. Nun scheint sich ihr Schicksal zu wenden: Hollywoods größter Filmproduzent hat herausgefunden, dass eine Fortsetzung des weltberühmten Romans “Unvollendet” existiert, mit dessen Verfilmung ihre Großmutter bekannt wurde. Grace soll die Hauptrolle in dem neuen Film spielen, doch leider ist das Manuskript verschollen. Die junge Schauspielerin macht sich auf die Suche und reist nach Zürich zu dem Hotel, in dem Hanna Miller lange Zeit lebte. Dort trifft sie auf den charmanten Benjamin, der ihr Herz höher schlagen lässt. Nach und nach kommt Grace jedoch nicht nur dem Geheimnis ihrer Großmutter, sondern auch dem von Benjamin auf die Spur.Quelle Bild und Text: Forever-Verlag


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Veröffentlicht im Forever -Verlag (01.12.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 400 Seiten
TB-Ausgabe: 17,00 € ~*~ E-Book: 4,99 €
ISBN: 978-3958189300
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Grace möchte auch endlich eine erfolgreiche Schauspielerin werden, wie einst ihre Mutter, die große Hanna Miller. Doch sie schafft es nie aus deren Schatten heraus zu treten.
Dann sieht sie ihre Chance kommen, denn es soll eine Fortsetzung des Romans "Unvollendet" geben, Dieser Film wurde mit Hanna Miller in der Hauptrolle schon verfilmt und wurde zu einem sehr großen Hollywood-Erfolg. 
Doch gibt es diese Fortsetzung wirklich? Wo steckt sie? Um das herauszufinden, reist Grace unter anderem in die Schweiz und nach Riga. 

Die Geschichte, die Christine Jaeggi hier geschaffen hat, hat es durchaus in sich. Gut ausgearbeitete Charaktere hat sie erschaffen. Es gab für mich keine Person, die in meinen Augen besonders hervorgestochen ist, denn sie waren alle sehr gut ausgearbeitet und das hat mir sehr gut gefallen. Alle Figuren bleiben irgendwo im Kopf hängen. 
Grace zum Beispiel, die am Anfang einen Groll ihrer Großmutter Hanna Miller gegenüber hegte. Doch im Laufe der Zeit, je mehr sie über die Zeit erfahren hat, in der ihre Großmutter in der Schweiz lebte, desto mehr revidierte sie ihre Gedanken. 
Dann ist da Benjamin, der um seine verstorbene Frau trauert. Doch eigentlich trauert er nicht, da er ein Workaholiker ist. Er verdrängt sehr viel, doch erst Grace öffnet ihm die Augen.
Dann sind da die Geschwister Mara und Kim. Auch die beiden lernt man im Laufe des Buches kennen. Ich mochte beide erst nicht und war sehr skeptisch. Genau das mag ich so an der Gestaltung der Figuren. 
Die Autorin hat in meinen Augen sehr gut recherchiert, was die Kriegszeit in der Schweiz anging, denn der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart und dann widerum in der Vergangenheit, allerdings nur in Form von Tagebucheinträgen, etc. Hauptsächlich geht es um den zweiten Weltkrieg. Sehr gut recherchiert und gut erklärt. 

Das Cover sieht einfach grandios aus. Ich stelle mir vor, dass ist der Zürichsee mit den Bergen im Hintergrund. Und eine Frau, die etwas sucht... 

 
Einiges ging mir ein wenig zu schnell. Der schnelle Sinneswandel von Mara, oder aber die Auflösungen der gesamten Geschichte. Ich würde das Buch definitiv weiter empfehlen und vergebe gerne 4,5 Sterne für "Unvollendet".

Ich bedanke mich bei Christine Jaeggi und bei Lovelybooks, dass ich die Chance erhalten habe, an der Leserunde teilzunehmen. Vielen herzlichen Dank!



Samstag, 14. Oktober 2017

Rezi: Brigitte Riebe - Marlenes Geheimnis

Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine florierende Schnapsbrennerei, die die Früchte der Region verarbeitet, ist ihr ganzer Stolz. Erst als ihre Nichte Nane kurz nach Evas Beerdigung die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit ohne Vorwarnung herein. Und ein lang gehütetes Geheimnis kommt zutage …
Quelle Text und Bild: Diana-Verlag







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Veröffentlicht im Diana Verlag (16.06.2017)
als gebundenes Buch gelesen ~*~ 400 Seiten
geb. Buch 19,99 € ~*~ E-Book 15,99 €
ISBN: 978-3-453-29205-5
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Mein erstes Buch der Autorin Brigitte Riebe und ich muss sagen, der Schreibstil von ihr hat mir sehr gut gefallen. 

Die Geschichte, die sie aufgeschrieben hat, hat mich in vielen Teilen sehr mitgenommen. Auch wenn ich es jetzt gelesen habe, wie es eventuell in den Auffanglagern zugegangen ist, so kann ich es mir immer noch nicht vorstellen, wie es ist. Die Menschen, die da früher lebten, haben echt einiges durchmachen müssen und ich finde, die Autorin hat das, aber auch die Gefühle sehr gut rüber gebracht. Sie hat es verstanden, mich als Leserin abzuholen, mich mit den Gefühlen zu konfrontieren, mir die Lage klar darzustellen. Und das hat mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere, die sie geschaffen hat, waren für ich sehr authentisch und echt. Brigitte Riebe hat ihnen Leben eingehaucht, was so toll fand. Nane hat mich beeindruckt, denn sie hat es in ihrem bisherigen jungen Leben nicht wirklich sehr einfach gehabt und muss ein paar Entscheidungen treffen um sich selber nicht zu verlieren. Nane erhält ja von Eva nach ihrem Tod ein Päckchen, in der ihre Geschichte enthalten ist. So erfuhr ich, wie die Familie Auberlin zusammen hängt und was damals so alles passiert ist.


Die Geschichte rund um Eva, Marlene und Nane hat mich wirklich sehr mitgenommen. Es ist eine so tolle Geschichte, dass ich eigentlich traurig war, als sie zu Ende ging. Als alles aufgeklärt war. 5 Sterne für Brigitte Riebe und "Marlenes Geheimis".


Hier eine kleine Auswahl an weiteren Büchern der Autorin:

- Die Pestmagd
- Die Versuchung der Pestmagd
- Die geheime Braut
- Die Sieben Monde des Jakobus


Die Autorenseite


Donnerstag, 15. Dezember 2016

Rezi: Núria Pradas - Die Kleidermacherin

Klappentext:

Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Allen sozialen Gegensätzen zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …





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Veröffentlicht im Penguin-Verlag (14.11.2016)
als TB gelesen ~*~ 400 Seiten
Taschenbuch: 10,- € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3328100775
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Inhalt:

Laia Calvet ist eine junge hübsche Frau, die in dem Textilgeschäft Santa Eulalia eine Anstellung findet. Sie beginnt in dem Geschäft ihre Ausbildung, in der ihre Mutter als Näherin arbeitet. Doch Laia legt nicht so viel Engagement an den Tag, wie ihre Mutter sich das wünschen würde. Viel mehr hat Laia ihr eigenes Leben und ihre Freizeit an den Sonntagen im Kopf. 
Erst als ihre Mutter von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen wird, nimmt Laia sich zusammen und erkämpft sich eine hohe Position in dem Modehaus. Mit den Jahren arbeitet sie sich immer höher, doch es gibt auch Neider, die ihr den Erfolg nicht gönnen. 
Was kaum einer weiß, sie hat einen Sohn. Doch Laia kümmert sich wenig um ihn. Ist sie nach der Sache mit dem Vater des Jungen überhaupt dazu fähig, zu lieben?
Als dann der 2. Weltkrieg ausbricht, verliert Laia alles, was sie hat. Sie verliert ihren Sohn, ihren besten Freund. Nur mit Mühe und mit Hilfe von Andreu Molins, dem Geschäftsführer von Santa Eulalia, kämpft sie sich wieder zurück ins Leben. Doch hat sie es verlernt, zu lächeln.

Ein Roman, der sehr langatmig startet. Einige Male war ich kurz davor, den Roman beiseite zu legen. Doch ich habe durchgehalten. Viele Male dachte ich, wann kommt denn endlich der Höhepunkt? Wann tritt endlich Spannung auf? Doch wenn man diesen Roman liest und mehr darüber nachdenkt, was die eigentliche Message ist, findet man ihn gar nicht mehr so schlecht. Zumindest ging es mir so.
Ich fand ihn eigentlich total zäh. Doch so Mitte des Buches habe ich ein wenig mehr über die Personen nachgedacht und festgestellt, das diese Frau, Laia Calvet, es nicht leicht hatte in ihrem Leben. Sehr früh hat sie ihren Vater verloren, dann ihre Mutter. Sie hat sich hoch gearbeitet, war sehr hoch angesehen in er Firma, in der sie gearbeitet hat und auch unter den Kundinnen war sie beliebt.
Doch dann bricht der 2. Weltkrieg aus und erneut wird ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. Und kaum hat sie sich einigermaßen davon erholt, ereilt der nächste Schicksalsschlag die arme Frau. Erst durch ihre Trauer wirkt Laia menschlich auf mich. Vorher war sie unnahbar, hat kaum Gefühle zugelassen, aus Angst, verletzt zu werden.
Ihre Gefühle kapselt sie tief in ihrem Inneren ein, und nur ein Mann dringt dahin vor, das begreift sie aber erst sehr spät.

Wäre dieser holperige Anfang nicht gewesen, und dann diese vielen Zeitsprünge, so wäre das Buch sicherlich flüssiger zu lesen gewesen. Die Zeitsprünge haben es echt schwierig gemacht, der Autorin zu folgen. Sehr schade, wie ich finde.

Mein Fazit:

Weniger Zeitsprünge und es wäre toll zu lesen gewesen, so war es manchesmal echt einfach nur anstrengend. 4 Sterne für "Die Kleidermacherin".


Ich danke dem Penguin-Verlag für die Bereitstellung des Rezi-Exemplares!