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Mittwoch, 8. Juli 2015

Rezi: Amanda Koch - Die Wächter von Avalon - Die Prophezeiung

Klappentext:

Vertraue darauf, was mit dir geschieht. Eintauchen ins magische Land Amaduria. Trauer. Sehnsucht. Das verraten die Augen der achtzehnjährigen Esmé Breckett – bis sich ihr Leben auf magische Weise verändert. Der Geist von Avalon ruft nach ihr und sie fühlt einen Zauber um sich, der sie auf seltsamem Weg Raven Sutton treffen lässt. Aber wer ist dieser junge Mann, der ihr so seltsam vertraut erscheint? Esmé erfährt von der Prophezeiung der Lichtelfen: Avalon ist in Gefahr und mit der heiligen Insel auch das magische Land Amaduria. Mächtige Feinde bedrohen die Wächter von Avalon, die Erben des großen Merlin. Die schwarzen Alben sind stark, und in einer Vision sieht Esmé Ravens Tod. Das dunkle Grauen greift auch nach ihr. Ist sie wirklich Teil einer Prophezeiung? Kann sie Raven im Zauber der magischen Welt retten?

Quelle: amazon.de

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Erschienen im familia-Verlag 2013 ~*~ 416 Seiten
Geb. Ausgabe ~*~ 16,95 €
ISBN: 978-3-943987-14-0
Geeignet ab 14 Jahren
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Inhalt:

Die 18jährige Esmé Breckett fühlt sich in der Welt der Menschen total unwohl, aber sie kann es sich nicht erklären. Sie zieht sich immer mehr von ihren Eltern zurück, was gerade der Mutter ziemlich nahe geht. Esmé reagiert schnell gereizt, ist lieber gern allein, einzig und allein mit ihrem Bruder kommt sie klar.
Mit ihren Eltern macht sie Urlaub in Loughrigg. Ihre innere Unruhe wird hier noch verstärkt, denn sie träumt jede Nacht von einem Unbekannten, dessen Stimme sie hört und zu dem sie eine tiefe Verbundenheit fühlt. Wer ist dieser Unbekannte?
Tagsüber vergeht ihre Unruhe nicht. Sie fühlt sich, als wäre sie immer auf der Suche nach irgendetwas.
Und dann hat sie das Gefühl, von etwas geleitet zu werden. Sie geht auf den Dachboden des Ferienhauses der Familie und stöbert in alten Fotos herum, bis sie auf 2 Fotos stößt, auf dem 3 Jungen zu sehen sind. Einer davon ist ihr Bruder, doch die anderen zwei hat sie nie gesehen. Wer sind sie?
Sie fragt ihren Bruder und heraus kommt, dass es Raven und Ian Sutton sind. Doch die Familie lebt seit einem tragischen Unfall nicht mehr in dem Ferienhaus im Nachbarort. Raven stürzte als Kind von einem hohen Baum und verletzte sich dabei schwer. Esmé Bruder Eric hat sich immerzu Vorwürfe gemacht und fragt sich, ob er überlebt hat. Hat Raven überlebt?

Meine Meinung:

Der Charakter Esmé hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Ich konnte eine gute Verbindung zu ihr aufbauen und fühlte auch das eine oder andere mit ihr. Dennoch hätte die Autorin diese Gefühle, die Esmé fühlt, noch mehr ausschmücken können. Diesen Gefühlen mehr Tiefe verleihen können.
An ihren Bruder Eric oder deren Eltern kam ich nicht so ganz ran. Sie waren für mich ziemlich oberflächlich dargestellt. Nicht oberflächlich vom Charakter her, sondern eher von der Darstellung. 
So ging es mir auch bei den Figuren Ian, Evolet und Quinlan. Ich konnte zu diesen 3 Figuren keinerlei Beziehung aufbauen, was ich eigentlich schade fand, denn in diesen drei Figuren steckt eine Menge Potenzial.
Raven hingegen war mir sehr sympatisch, er wurde von der Autorin mehr ausgearbeitet und bekam eine Menge Tiefe verliehen. Ich denke aber, diese Figuren werden sich in den zwei Folgebänden weiterentwickeln, worauf ich schon mächtig gespannt bin.

In manchen Szenen hab ich mich gefragt, warum ist das und das jetzt so schnell passiert? Ein gesunder Menschenverstand sagt doch, dass es eigentlich nicht so schnell geht, das jemand zu etwas zustimmt. Das war ziemlich am Anfang, ich glaube, das Gefühl hatte ich, als Esmé unbedingt mit Eric reden musste. Oder auch zum Ende hin kam eine Szene mit Nagaina. Hierauf möchte ich jetzt nicht näher eingehen, denn dann müsste ich spoilern und das möchte ich definitiv nicht. Ich denke, hier ist ein wenig mehr Luft nach oben.

Allerdings war die Story hervorragend ausgearbeitet, auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Emotionen gewünscht hätte, gerade als es um Magie ging. Trotzdem gefiel mir die Handlung sehr gut.

Was ich mir als Leserin gewünscht hätte:

Als Esmé ihren Tagebucheintrag macht, hätte ich mir gewünscht, wenn gerade dieser Text sich abgehoben hätte vom normalen Text, sprich kursiv geschrieben worden wäre. Denn dann wäre es leichter gewesen, ihr Geschriebenes vom normalen Text auseinander zu halten.

Ein wundervolles Cover wurde hier von Nico Schirmer gestaltet. Es strahlt etwas mystisches aus. Mein Mann, der sich normal nicht für solche Dinge interessiert, meinte, dass sogar die Schrift wunderbar zum Buch passen würde.

Mein Fazit:

Ein toller Auftakt der Trilogie rund um "Die Wächter von Avalon" geschrieben von Amanda Koch.
Ich freue mich schon auf Band 2 und 3, denn ich möchte wissen, wie es mit Esmé, Raven, Ian, Quinlan und Evolet weiter geht. 
Ein bisschen Luft nach oben ist definitiv noch da, doch hat mich die Autorin in eine wundervoll beschriebene Welt entführt, die ich mir bildlich sehr gut vorstellen konnte. 4,5 Sterne für das Buch!

Ich möchte mich an dieser Stelle beim familia-Verlag bedanken, dass sie mir dieses Buch zum rezensieren zur Verfügung stellten. 

Und das ist die Reihenfolge der Trilogie

Band 1: Die Prophezeiung
Band 2: Der Fluch von Suadus
Band 3: Die Legende von Ýr

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