Freitag, 30. September 2022

Rezi: Jana Paradigi - Kitty Carter - Dämonenkuss


England 1862, das Jahr der Weltausstellung in London. Die 49-jährige Kitty Carter hat in ihrem Leben auf Liebe und Familie verzichtet, um als Frau einem Beruf nachgehen zu können. Sie arbeitet als unscheinbare Bürokraft bei der City of London Police. Ihr Talent für treffgenaue Vorahnungen ist das Einzige, was ihr den öden Alltag versüßt - bis sie das erste Mal stirbt und überraschend von Gott persönlich einen Auftrag erhält. Durch die Chance auf ein zweites Leben beginnt Kitty nachzuholen, was sie im ersten Anlauf verpasst hat. Ihre neu gewonnene Abenteuerlust und ungeahnte Begierden lenken sie bald von der eigentlichen Aufgabe ab: der Jagd nach einem mörderischen Dämon. Während Kitty der immer länger werdenden Spur aus Leichen folgt, geraten die Grundfesten ihres Seins weiter ins Schwanken und sie muss sich fragen: Wie göttlich ist ihre Mission wirklich?
 
Quelle Bild und Text: amazon.de 

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Veröffentlicht im Novel-Arc Verlag (26.07.2022)
als geb. Version gelesen ~*~ 312 Seiten.
Paperback: 16,00 € ~*~ E-Book: 4,99 €
ISBN: 978-3985951123
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Kitty Carter ist eine Frau, die mit einer Gabe versehen ist, die der örtlichen Polizei bei Ermittlungen hilft. Sie hat Vorahnungen und kann so Hinweise auf den Täter geben. 
Sie ist mit ihrer besten Freundin verabredet, als sie plötzlich stirbt und sich im Himmel trifft überraschend auf Gott. Die beiden schließen einen Deal und sie gelangt auf die Erde zurück. Doch ist die Mission wirklich so göttlich, wie sie denkt?

Kitty Carter ist ein Charakter, der sich mitte des 19. Jahrhunderts nicht gerne in ihr Leben reinreden lassen möchte, auch nicht von ihrem Vater. Sie lebt in einer eigenen Wohnung, hat ein Dienstmädchen und arbeitet in einem Büro der City of London Police. Sie führt ein eher unscheinbares Leben, gibt sich aber stark und eigenständig und doch hatte ich manchmal das Gefühl, dass ich keinen Charakter von fast 50 Jahren vor mir habe, sondern eher eine Frau in den Zwanzigern, also wesentlich jünger. Sie ist nicht wirklich skeptisch anderen Menschen gegenüber. Sie schenkt zu schnell Vertrauen, was mich sehr irritiert hat. 
 
Ich hatte an manchen Stellen Schwierigkeiten, Kitty zu folgen, sei es gedanklich oder aber in den Handlungen.  Ich stand ihr schnell skeptisch gegenüber, auch wenn ich sie am Anfang total mochte. Ich dachte gleich, endlich mal ein Charakter, der älter ist, als die "gewöhnlichen" Charaktere. 
 
Ich hatte das Gefühl, dass die Handlung ab einer gewissen Zeit  auf der Stelle trat, statt vorwärts zu gehen. Das hat mich doch ein wenig enttäuscht. Ich hatte Schwierigkeiten der Handlung zu folgen, den Taten von Kitty Carter. Das Buch konnte mich ca. ab der Mitte nicht mehr richtig fesseln, obwohl ich mich nach dem Klappentext sehr auf das Buch gefreut hatte. Ich lese gerne Krimis, gerne auch historisch, aber auch zu Fantasy sage ich nicht nein. Die Idee der Autorin fand ich grandios, leider fand ich die Umsetzung nicht ganz so gelungen, auch wenn der Anfang vielversprechend war. 

Kitty reagierte für mich mit der Zeit ziemlich oberflächlich und irgendwie immer gleich. Auch die anderen Charaktere blieben eher blass in der Geschichte. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Der Schauplatz der Geschichte widerum fand ich interessant. 
 

Der Schreibstil der Autorin hat mir von Anfang an gefallen. Auch die Idee an sich konnte mich fesseln, allerdings fehlte mir der gewisse Pepp bei der Umsetzung. Ein Charakter, der eher durchdacht handelt, statt ein wenig kopflos zu wirken. 
Ich vergebe hier gerne 3 Sterne für "Kitty Carter - Dämonenkuss" von Jana Paradigi.

Ich danke dem Novel-Arc Verlag, sowie dem Literaturtest für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keine Auswirkung auf meine Meinung.


Freitag, 26. August 2022

Rezi: Kristina Herzog - Was die Hoffnung bringt - Die Sternberg-Saga 2


Berlin, 1931: Alles ist anders, als die junge Jüdin Lucie es aus ihrer Heimat Tübingen gewohnt war, nicht nur, weil das Elend der Wirtschaftskrise noch spürbarer ist. Während Hannah die Praxis des Großvaters übernimmt und ihr Mann Daniel das Familienunternehmen weiterführt, hat ihre Tochter Lucie große Schwierigkeiten, ihren neuen Platz zu finden.
Erst als sie sich in den Nachbarssohn Paul verliebt, beginnt Lucie, sich einzuleben. Doch bei seinen Eltern ist sie nicht gerne gesehen. Der Hass gegen die Juden nimmt überall zu und macht auch vor Hannahs Arbeit als Ärztin und der Firma nicht halt. Kann Lucie sich auf Paul verlassen?
 
Quelle Bild und Text: amazon.de
 

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Veröffentlicht im Tinte & Feder-Verlag (26.07.2022)
als Paperback gelesen ~*~ 446 Seiten.
Paperback: 9,99 € ~*~ E-Book: 4,49 €
ISBN:  ‎  978-2496711257
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Lucie hat sehr mit der Entscheidung ihrer Eltern, Tübingen zu verlassen, zu kämpfen. Es soll in die Großstadt Berlin gehen, wo sie niemanden kennt. Neue Schule, neue Menschen und das schlimmste, sie muss ihre beste Freundin zurücklassen. 
Doch die Fabrik in Berlin ist nach dem Tod von Hannahs Vater Führungslos. Diese Aufgabe soll Daniel zukünftig übernehmen. Lucie sieht dabei allerdins nicht, dass der Abschied auch für Hannah und Daniel schwer fällt. Hannah lässt ihre beste Freundin und Vertraute Alma zurück, die ein eigenes Leben in Tübingen führt. 
In Berlin fällt es ihr schwer, Kontakte zu anderen Mitschülerinnen zu knüpfen, nur Ilse nimmt sich ihrer an. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die aber auch nicht immer einfach ist. Und dann trifft Lucie auf Paul, er wohnt im Nachbarhaus. Aber auch ihre Freundschaft und später Beziehung steht unter keinem guten Stern....

In diesem Buch bekam ich als Leserin einen kleinen Einblick in die Zeit, als es für die Juden immer schwerer wurde irgendwo zu leben. Zu dieser Zeit wurde der Antisemitismus immer mehr. Ich finde, die Autorin hat hier ein paar Szenen wirklich gut dargestellt, in denen die Gewalt gegenüber Juden Thema war, aber auch einfache Beschimpfungen oder aber auch Ignoranz. Die Gefühle der Charaktere waren für mich gut nachvollziehbar.

Da ich auch den ersten Band der Sternberg-Saga gelesen habe, konnte ich eine Entwicklung der Charaktere miterleben. 
Was mich aber am meisten berührt hat war die Tatsache, dass eine langjährige Freundschaft auch über viele Kilometer bestehen bleiben kann. 

Schnell war für mich klar, wohin dieses Buch führen würde und ich behielt recht. Dies war aber nicht schlecht, denn ich wollte wissen, was die Familie Sternberg noch so alles erlebt bzw. mitmachen muss. 


 
Ich kann sagen, dass mich auch dieses Buch wieder gefesselt hat. Hannah und Daniel waren mir sehr ans Herz gewachsen, schon im ersten Teil, aber auch Alma. In diesem Buch stand allerdings Lucie im Vordergrund und auch sie wuchs mir schnell ans Herz.
Ich vergebe hier gerne 4 Sterne für die gelungene Fortsetzung der Sternberg-Saga von Kristina Herzog.

 
Ich danke der Autorin Kristina Herzog für das Rezensionsexemplar. Das hatte jedoch keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung. Vielen Dank liebe Kristina!

Donnerstag, 2. Juni 2022

Rezi: Rena Rosenthal - Die Hofgärtnerin - Sommerleuchten


Oldenburg, 1893: Marleene und ihr Verlobter träumen davon, eine eigene Gärtnerei aufzubauen, in der sie duftenden Flieder und prachtvolle Rhododendren züchten. Als sich ihnen die Gelegenheit bietet, ein Stück Land zu bewirtschaften, können sie ihr Glück kaum fassen. Eine Auszeichnung auf der Hamburger Gartenschau könnte ihnen außerdem die begehrte Auszeichnung als »Hofgärtnerei« einbringen. Doch innerhalb von kürzester Zeit aus dem Nichts eine Gärtnerei aufzubauen verlangt ihnen und ihrer Liebe alles ab – sogar die Hochzeitspläne müssen zu Marleenes Kummer auf Eis gelegt werden. Und auch ihre Konkurrenten schrecken vor nichts zurück, um die beiden von ihrem Ziel abzubringen. Können sie es dennoch schaffen, ihren großen Traum wahrzumachen?
 
Dieser Sommer duftet nach bunten Blumen. Die wundervolle Hofgärtnerinnen-Saga geht weiter. In hochwertig veredelter, liebevoller Ausstattung.
 
Quelle Bild und Text: amazon.de
 
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Veröffentlicht im Penguin-Verlag (26.04.2022)
als TB gelesen ~*~ 424 Seiten.
Taschenbuch: 11,00 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3328106814
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Marleene hat im letzten Band vor allen Menschen einen Heiratsantrag von Julius bekommen. Sie ist überglücklich. Und doch liegt ein Schatten über der Beziehung der beiden. Marleene ist immer noch dazu gezwungen, dass sie im Hotel arbeitet, während Julius bei seinem Onkel wohnt und dort Stecklinge anpflanzt. 

Der Großherzog gibt ihnen einen Anreiz zu kämpfen. Er stellt ihnen ein Grundstück zur Verfügung, auf dem sie ihre eigene Gärtnerei eröffnen können und sie könnten den Titel "Hofgärtnerei" erhalten. Allerdings vergeht die Euphorie ganz schnell, denn das Haus auf dem Grundstück ist heruntergekommen, es gibt keine Gewächshäuser und Geld haben die beiden auch nicht wirklich. 
Und dennoch wartet Marleene auf die Hochzeit mit ihrem Julius. 
 
Endlich geht es mit der Saga weiter. Ein Jahr ist es her, seit ich den ersten Band gelesen habe. Dennoch kam ich schnell wieder in die Geschichte hinein. Die Charaktere waren mir noch genauso lieb, wie im ersten Band.
In diesem Band merkt man auf jeden Fall, dass die Charaktere sich weiterentwickelt haben. Es kommen auch andere Charaktere, die in den Vordergrund gerückt werden, während andere in den Hintergrund rücken. Dies ist aber nicht schlimm, denn egal um welchen Charakter es geht, man mag sie einfach. 
 
Ich habe mit Julius und Marleene mitgefiebert, ob sie es schaffen, dass sie ihre eigene Gärtnerei eröffnen können. Ich habe mitgelitten, wenn ihnen Steine zwischen die Füße geworfen ist.
Ich habe mich gefreut, wenn etwas gelungen ist. 

Der Schreibstil hat mich sofort wieder von der ersten Seite gefangen genommen. Und auch das Ambiente, welches die Autorin geschaffen hat, hat mich gefangen genommen. Die Bilder, die in meinem Kopf entstanden sind, waren grandios.


Ein tolles Buch, dessen Plot sehr gut ausgearbeitet ist und auch die Charaktere, die sich weiterentwickelt haben runden die ganze Sache ab. Ich vergebe gerne 5 Sterne für "Die Hofgärtnerin - Sommerleuchten". 

Ich freue mich schon auf den Abschluss der Saga. Dieser soll im Winter 2022/2023 erscheinen. 
 
Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Penguin-Verlag für das Rezensionsexemplar. Das hat keinerlei Auswirkungen auf meine ehrliche Meinung.

Montag, 30. Mai 2022

Rezi: Megan Devos - Ruins of Love - Gefangen (Grace & Hayden - Band 1)


Seit die Welt, in der er aufgewachsen ist, in Schutt und Asche liegt, kämpft der 21-jährige Hayden wie der Rest der Menschheit ums Überleben – doch als Anführer des Blackwings-Camps trägt er mehr Verantwortung als jeder andere. Eines Nachts geht er auf einen Beutezug in das verfeindete Greystone-Lager und blickt plötzlich in den Lauf einer Pistole und die blitzend grünen Augen einer jungen Frau namens Grace. Hayden kann es nicht glauben, als sie ihn verschont – aber noch mehr stört es ihn, nun in ihrer Schuld zu stehen. Als er Grace, verletzt und verlassen, beim nächsten Mal begegnet, muss er ihr einfach helfen – und nimmt sie als Gefangene mit. Obwohl es für Hayden nichts Wichtigeres als die Sicherheit der Blackwing-Bewohner gibt, holt er sich mit Grace den Feind in sein Zuhause. Doch sein inneres Bedürfnis, Grace mit allen Mitteln zu beschützen, ist mächtiger als jeder Zweifel ...
 
Quelle Bild und Text: amazon.de
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Veröffentlicht im Penguin-Verlag (01.05.2022)
als E-Book gelesen ~*~ 424 Seiten.
E-Book: 2,49 €
ISBN:  978-2496711233
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Die Welt, die die Menschen kennen, gibt es nicht mehr, denn sie liegt in Schutt und Asche. Es gibt verschiedene verfeindete Camps, gegenseitige Plünderungen und auch Kämpfe sind an der Tagesordnung. Der Tod ist ebenfalls ein ständiger Begleiter, denn bei den Plünderungen kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Hayden ist auf einer solchen Plünderung mit seinen zwei Freunden unterwegs, als er von Grace, eine Bewohnerin eines verfeindeten Clans, erwischt wird. Doch statt ihn zu töten, lässt sie ihn laufen. Er will aber nicht in ihrer Schuld stehen und gerade das nagt an ihn. Als er Grace allerdings beim nächsten Mal über den Weg läuft, ist sie verletzt und allein. Er muss ihr einfach helfen und setzt sie dann in seinem Camp, dessen Anführer er ist, fest. 

Dies ist mein erstes Buch der Autorin Megan Devos. Ansich hat der Plott viel Potenzial um daraus das Maximum herauszuholen, doch nicht immer ist es ihr gelungen.
 
Gerade der Krieg ist in der realen Welt ja mehr als aktuell. Das Leben der Bewohner des Blackwing-Camps wird relativ real dargestellt. Sie benötigen Benzin um Generatoren am Laufen zu halten, die die Stromversorgung, etc. sicherstellen. Sie brauchen alltägliche Versorgungsgüter, Nahrung und auch Medikamente. 
Mir fehlte hier ein wenig der Spannungsbogen, der noch mehr hätte ausgereizt werden können. Die Autorin hat definitiv einen Spannungsbogen in ihrer Story, doch manches lief in meinen Augen einfach zu glatt. Nicht jede Szene hätte bis aufs äußerste ausgereizt werden müssen. Die Autorin möchte hier eine Welt darstellen, in der es gegenseitigen Krieg gibt, in der es um Plünderungen geht, ums nackte Überleben. Gerade bei den Plünderungen ging mir vieles zu glatt, als dass es in meinen Augen real gewesen wäre. 

Es mag an der deutschen Übersetzung liegen, aber ich kam mit dem Schreibstil überhaupt nicht klar. Ich habe das Buch bis zum Ende gelesen, dennoch bin ich über viele Dinge gestolpert, die meinen Lesefluss beeinflusst haben. Dinge, Szenen, die anders hätten ausgedrückt werden können, als in einer einfachen alltäglichen Sprache. 

Die Charaktere von Hayden und Grace hat die Autorin ganz ordentlich herausgearbeitet, wohingegen ich die anderen Nebendarsteller, die eigentlich auch eine wichtige Rolle haben,  wie Dax und Kit, ziemlich blass fand. 

Der Erzählstrang, den die Autorin hier verwendet hat, hat mir durchaus gefallen. Sie hat mal aus der Sicht von Hayden in der Ich-Perspektive erzählt, mal aus Grace´ Sicht, ebenfalls in der Ich-Perspektive. Jedes Kapitel war mit der jeweiligen Person, die gerade erzählt, überschrieben. 


Ich bin sicher, dass ich die Reihe, bestehend aus vier Bänden insgesamt, nicht weiter verfolgen werde, auch wenn ich irgendwie wissen möchte, wie es weiter geht. Doch hat mich dieses Buch nicht so sehr in seinen Bann gezogen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Story an sich hatte sehr viel Potenzial, welches nicht komplett ausgenutzt wurde. Der Schreibstil hat für mich zum Teil einiges kaputt gemacht, so dass ich hier leider nur 3 Sterne vergeben kann. 

Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Penguin-Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keine Auswirkung auf meine ehrliche Meinung.

Freitag, 20. Mai 2022

Follow-Friday #1

Da bin ich auch schon wieder. Mein Arzttermin ging wahnsinnig schnell und jetzt hänge ich in der Warteschleife um einen Termin zu vereinbaren. 

Nun habe ich aber während des stöberns einen interessanten Link entdeckt mit einer Frage, die sicherlich nicht einfach zu  beantworten ist, ich möchte es aber dennoch gerne probieren. Diese Aktion habe ich bei Babsi gefunden.
 

Was ist Dein liebster Schreibstil/Erzählperspektive?


Der Schreibstil ist für mich sehr wichtig. Wenn er mich von Anfang an packt, mag ich es am liebsten. Ich möchte mich nicht von Seite zu Seite quälen müssen um ein Buch durchzulesen, obwohl mir der Plot gefällt und auch die Charaktere.

Ich mag es nicht, wenn der Schreibstil all zu gestelzt wirkt oder aber so einfach und alltäglich ist, dass ich davon genervt bin. Ich mag es auch nicht, wenn ich zuviele Informationen erhalte, die für mich total unwichtig sind. Natürlich sind sie für einen Autor oder angehenden Autoren sehr wichtig, weil dieser meint, das wäre für den Leser wichtig, aber manchmal ist das "too much information", um es mal so auszudrücken. Ich bin auch mal so angefangen und eine liebe Autorin, die einen Kurs leitet, hat dann gesagt, dass es zuviel sei. Natürlich ist man dann erst geknickt, aber wenn man den eigenen Text dann überarbeitet und nochmal liest, macht es dennoch sinn, wenn man "seine kastanienbraunen Haare" nicht immer wieder erwähnt.

Die Erzählperspektive ist mir eigentlich egal. Ich lese gern Ich-Perspektiven, aber auch Perspektiven, die in der Dritten Person erzählt werden. Auch hierbei ist für mich der Schreibstil am wichtigsten. 

Ich hatte mal mit einem Buch Schwierigkeiten, weil es in der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Ich musste es nochmal für ein paar Tage beiseite legen, bevor ich mich nochmal daran versucht habe. Danach ging es super, weil ich mich wahrscheinlich auch viel besser auf das Buch einlassen konnte. 

Wenn ich selber schreibe, versuche ich mich an der einen Perspektive, wie auch an der anderen, wobei mir momentan noch die Dritte-Personen-Perspektive am liebsten ist. Aber ich möchte mich da nicht festlegen wollen.

Wie ist es denn bei euch? Habt ihr eine bevorzugte Erzählperspektive? Oder einen bevorzugten Schreibstil?


Eure Jenny