Samstag, 18. Januar 2020

Rezi: Benjamin Piwko - Man hört nur mit dem Herzen gut

Er schwebt über das Parkett, führt seine Tanzpartnerin Isabel Edvardsson souverän durch Tango, Cha-Cha-Cha und Co. und bewegt die Herzen der Zuschauer: Benjamin Piwko hat eine sensationelle Staffel bei ›Let’s Dance‹ hingelegt, und das obwohl er die Musik gar nicht hören kann. Oder gerade deswegen? Seit einem Behandlungsfehler in seiner Kindheit ist Benjamin gehörlos und lebt in einer stillen Welt. Das Fehlen des Hörsinns hat seine anderen Sinne aber nur gestärkt: Er liest Körpersprache und Mimik, zusammen mit Lippenbewegungen, statt auf Tonalität und Sprache zu achten. Er spürt, wenn und wie sich ihm jemand nähert. So fühlt Benjamin, was andere nur hören. In »Man hört nur mit dem Herzen gut« teilt er dieses Wissen und zeigt anhand persönlicher Geschichten, wie wir alle einander mit mehr Aufmerksamkeit und Empathie besser verstehen und lesen können.
Quelle Text: Mosaik-Verlag
Quelle Bild: amazon.de


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Veröffentlicht im Mosaik-Verlag (11.11.2019)
als brosch. Ausgabe gelesen ~*~ 240 Seiten
br. Ausgabe: 16,00 € ~*~ E-Book 12,99 €
ISBN: 978-3-442-39368-8
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Benjamin ist gerade einmal 8 Monate alt, als ein Arzt einen Behandlungsfehler beging und er seitdem gehörlos ist. Traurig mag man meinen, ja eigentlich schon, doch Benjamin kennt ja die hörende Welt nicht wirklich.
Er erzählt in seinem Buch, wie er aufgewachsen ist. Darunter war auch sein Aufenthalt in der Schweiz an einer Spezialschule, an der er Einzelunterricht bekam. Während dieses Einzelunterrichts, den übrigens nur Kinder mit einem sehr hohen IQ bekamen, wurde ihm beigebracht, die Lautsprache zu sprechen. Hätte er diese Schule nicht besucht, könnte er sich auch heute nicht artikulieren. Auch kann er von den Lippen ablesen. Wer das mal versucht hat, der weiß, wie schwer das ist. Gerade dann, wenn es Menschen gibt, die ihre "Zähne" nicht auseinander bekommen. Das klingt schon während des sprechens nicht gut und für einen Lippenleser ist das noch schwerer.
Es war eine harte Zeit und er nimmt den Leser ein wenig mit in diese Welt. Aber er hat nicht nur schlimmes erlebt, sondern auch sehr viel gutes. 

Benjamin Piwko hat mich damals während der Sendung Lets Dance absolut fasziniert. Auch meine Gedanken waren am Anfang, wie soll ein gehörloser Kampfsportler es schaffen, im Takt zu tanzen? Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie das gehen sollte. Umso gespannter war ich auf die erste Sendung, als es im letzten Jahr endlich los ging. Natürlich waren auch die anderen Kandidaten super und sehenswert, aber irgendwie war es immer so, dass ich mich am meisten auf Benjamin fokussiert hatte. 

Sehr bewegend fand ich auch eine gewisse Stelle in seinem Buch, als er erzählte, dass er Angst hatte, zu erblinden. Er ist ein Workaholic und muss auch heute noch aufpassen, dass er sich nicht übernimmt und sich immer wieder Auszeiten gönnt. Genau dies bekam er einmal zu spüren. Aber ich möchte nicht näher darauf eingehen, warum und wie das passiert ist. Auf jeden Fall gönnt sich Benajmin diese Auszeiten mit Yoga und diversen anderen Sportarten. Er sagt, dass er diese Zeit für sich braucht um herunter zu fahren. Ein steter Fels in seiner Brandung ist seine Frau Veronica. Sie steht ihm auch in schwierigen Zeiten zur Seite.



Ein total faszinierendes Buch. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich habe mir das Buch nur wegen des Inhaltes gekauft. Benjamin Piwko ist eine sehr beeindruckende Persönlichkeit, der dazu auch noch gut aussieht. Ich fand es aber sehr gut, dass er nicht nur erzählt hat, sondern auch das deutsche Fingeralphabet mit hinein genommen hat. Auf einigen Seiten gibt er dem Leser vieles zum nachdenken, zum Beispiel, wie wichtig die Körpersprache ist. Ich für meinen Teil habe dieses Buch sehr gern gelesen und gebe diesem definitiv 5 Sterne. Ich habe für mich einiges mitgenommen und ich werde sicherlich nicht zum letzten Mal in diesem Buch geblättert haben.

Freitag, 3. Januar 2020

Rezi: Dorothea Stiller - Tod im Theater

Nach den dramatischen Ereignissen des vergangenen Sommers sollte Agnes Munro sich eigentlich von Aufregung und Verbrechen fernhalten. Allerdings wird sie der Ruhe ihres Alltags im romantischen Küstenstädtchen Tobermory auf der schottischen Isle of Mull schnell überdrüssig. Als ihr ehemaliger Schüler einen renommierten Theaterpreis erhält, ergreift sie kurzerhand die Gelegenheit, etwas Leben auf die Insel zu bringen und überredet das Theaterensemble zu einem Gastspiel. Doch noch bevor der erste Vorhang fällt, wird einer der Schauspieler auf der Bühne ermordet und plötzlich wird Agnes erneut zur Hobbyermittlerin wider Willen – wird sie den Mörder auch dieses Mal finden?
Quelle Text und Bild: digitalPublishers





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Veröffentlicht im digital publisher-Verlag (12.09.2019)
als E-Book gelesen ~*~ 296 Seiten
TB: 10,80 € ~*~ E-Book 2,99 €
ISBN: 9783960878803
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Agnes und Andrew sind nach Edinburgh gereist, um dort einen ehemaligen Schüler von Agnes im Theater zu sehen. Sie ist begeistert von dem Stück und lässt sich dazu hinreißen, die gesamte Truppe nach Tobermory einzuladen.
Doch das Gastspiel der Truppe endet mit einem Zwischenfall - ein Schauspieler der Truppe erleidet einen Krampfanfall auf der Bühne während des Schlussakkords und stirbt wenig später im Krankenhaus. Wie sich herausstellt, war ein Gift Schuld daran, dass dieser Mensch sterben musste. Doch warum? Und wer steckt dahinter? Agnes versucht sich, aus sämtlichen Ermittlungen herauszuhalten, denn Andrew, aber auch Matt liegen ihr in den Ohren, dass sie sich zurück halten soll, auch wenn sie meint, dass es keiner der Theaterleute hätte sein können.
Auch privat läuft es nicht immer rund, denn Andrew hätte es gern gesehen, wenn Agnes zu ihm gezogen wäre, doch sie wohnt lieber in einem Cottage in der Nähe des Hotels, in dem das Theaterensemble untergebracht ist.
Agnes versucht sich wirklich aus den Ermittlungen heraus zu halten, denn sie will keinen Ärger mit Andrew riskieren. Aber auch nicht mit Matt. Agnes verspürt aber eine gewisse Kränkung, als die Polizisten ihr unterstellen, sie würde sich wieder einmischen, als sie denen ein Tipp gab, weil sie etwas erfahren hatte.
Dorothea Stiller brachte mir als Leserin die Gefühlswelt der Agnes Munroe näher. Ich konnte die Kränkung nachvollziehen, aber auch diverse andere Gefühle, die sie durchlebt hat, wurden mir näher gebracht.
Auch wenn Agnes sich raushalten sollte, so entgehen ihr gewisse Dinge einfach nicht. Sie kann etwas nicht unerwähnt lassen, was sie beobachtet hat. Gott sei dank steht Fiona auf ihrer Seite, die sich ein wenig wie das fünfte Rad am Wagen vorkommt. Hier möchte ich nicht näher auf die Geschichte eingehen. Ich müsste spoilern, das möchte ich gern vermeiden.

Ich hatte bei diesem Fall allerdings diesmal sehr schnell raus, wer der Täter ist. Mein Verdacht wurde dann am Ende bestätigt. Ein bisschen hat es mir den Lesegenuss genommen, denn eigentlich rätsel ich gern, wer der Täter ist und aus was für Gründen gehandelt wurde. Die Autorin hat aber dennoch versucht, den Leser auf falsche Spuren zu führen, um vom Täter abzulenken und das fand ich sehr gut. 


4 Sterne für die Fortsetzung rund um Agnes Munroe. Dorothea Stiller hat hier eine sehr interessante Figur erschaffen, die man im Laufe der Bücher noch näher kennen lernen möchte. Auch wenn ich schnell heraus hatte, wer der Täter ist, fand ich die Geschichte gut inszeniert und ich freue mich schon auf eine weitere Geschichte.


Weitere Bücher der Autorin:

  • Das Geheimnis der schottischen Insel
  • Einmal, keinmal, Immer wieder 
  • Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno
  • Halt die Wolken fest
  • London Love - Herz über Kopf
  • Lehrstunden des Herzens
  • Der Myrtenzweig
  • Das Geheimnis von Kestrell Hall
  • Das Weihnachtswunder von Dunstable
  • Frühling im Herzen 
  • Inselmord und Krabbencocktail
  • Ein unverhofftes Winterwunder

Die Reihe um Agnes Munroe:

  • Tödliche Zeilen
  • Tod im Theater

Mitgewirkt in folgenden Büchern:

  • Eight Shades of Love
  • Ein Earl im Unterock
  • Der Weihnachtsball des Earls

Donnerstag, 26. Dezember 2019

[TTT] 10 neue Autoren






Hallöchen ihr Lieben!


Ich hoffe, ihr hattet bisher ein schönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Nun ist ja schon der zweite Feiertag auch schon zur Hälfte rum.
Für uns heißt es nachher zu meinen Eltern zu fahren und dann ins Restaurant. 

Ich dachte mir aber, dass ich vorher noch schnell ein Posting absetze, denn das Thema von Weltenwanderer, die jede Woche die "TopTenThursday" rausbringt, fand ich super interessant. Ich musste allerdings erstmal meine Leseliste von diesem Jahr durchgehen, um auch nur annähernd an die neuen Autoren zu denken. 

Das Thema diese Woche lautet:

"Welche zehn Autoren habt ihr in diesem Jahr kennengelernt und mit welchem Buch konnten sie euch begeistern"

Ich habe mich für diese Liste entschieden:




Auf diesem Bild fehlen zwei Bücher, weil ich diese als E-Book gelesen habe, und zwar: Dorothea Stiller mit Tödliche Zeilen, sowie  Anne Barns mit Apfelkuchen am Meer.


  1. Rebecca Martin: Ich wurde auf das Buch aufmerksam, weil mich zum einen der Titel angesprochen hatte, aber auch der Klappentext. Sie schreibt über zwei Mädchen, die sich in der Schule kennen lernen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die aber nicht von jedem gut geheißen wird. Und irgendwann kommen Geheimnisse auf, die eine der Mädchen dem anderen nicht erzählt.
  2. Kate Field: Auch hier hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Die Figuren wirkten authentisch und die Geschichte hat mich persönlich total mitgerissen. Dies war das Debüt der Autorin und sie hat es sehr gut umgesetzt, die Landschaften zu beschreiben, ohne sich darin zu verlieren.
  3. Anne Barns: Die Autorin hat es hier geschafft, das ich, als ich das Buch las, den Duft von warmen Apfelkuchen ständig in der Nase hatte. Unglaublich oder? Eine Geschichte, in der es aber um mehr, als nur um ein Rezept geht, sondern auch, um die Vergangenheit.
  4. Rosa Schmidt: Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, weil der Titel zum einen sehr lang war, aber der Klappentext auch sehr viel versprochen hat. Da ich selber Camperin bin, sprach mich der Klappentext sofort an und ich musste es lesen. Wie oft habe ich mit dem Kopf genickt und still zugestimmt bei so manchen Szenen... Und das ganze eigentlich nur aus einer Idee heraus, was für ein Urlaub denn nun besser ist, Camping oder an Board eines Schiffes. 
  5. Robin Hobb: Ein dicker Fantasy-Wälzer, auf den ich auf mehren Blogs aufgemerksam geworden bin. Lange lag es aber in meinem Regal und wurde nicht beachtet. Irgendwann fiel mir das Buch dann nochmal auf einem Blog ins Auge und so habe ich es dann angefangen zu lesen. Auch nach einer längeren Auszeit von diesem Buch konnte ich mich an die Szenen wieder erinnern, in denen ich stehen geblieben war. Durch die Ich-Perspektive, aus der das Buch erzählt wird, lernte man den Hauptcharakter sehr gut kennen. Einziges Manko an der Geschichte war, dass die anderen Figuren eher flach und unscheinbar blieben, nicht bei allen, aber doch so einige. Trotzdem hat mich das Buch überzeugt, so dass ich die Weitseher-Trilogie weiterlesen werde.
  6. Angie Sage: Sie konnte mich mit dem Buch "Silberdrache" überzeugen. Ein tolles Jugend-Fantasy-Buch, allerdings sollte man hier darauf achten, dass man sich erst selber ein Bild davon macht, ob das eigene Kind dieses lesen kann und sollte. Viele Kinder haben eine große Fantasy und dies kann auch nach hinten los gehen. Wenn mein Sohn jetzt 11 gewesen wäre, ich hätte es ihm nicht zum lesen gegeben. Oder aber hätte es womöglich mit ihm gemeinsam gelesen. Dies war aber auch das einzige Manko, denn ich habe das Buch geliebt.
  7. Eve Lambert: Ich habe schon oft geschrieben, dass mich die Cover bei vielen Büchern zum Kauf verleitet haben, oder aber ich sie angefragt habe. Dies war wieder so ein Buch. Es passt absolut zu dem Buch. Ich freue mich hier schon auf Teil 2. Ich denke, das sagt alles aus.
  8. Katharina Herzog: Lange bin ich um das Buch herum geschlichen, bis ich es mir dann irgendwann gekauft habe. Ich wollte wissen, warum das Buch so gehypt wird und ich es gefühlt in jedem Instagram-Account zu sehen bekam. Dies war aber absolut gerechtfertigt, wie ich finde. Die Rezension dazu muss ich noch schreiben, aber ich fand die Geschichte wahnsinnig toll. Die Autorin hat es hier geschafft, mir Island vorzustellen, mit den Feen und Trollen. Einfach wundervoll die Landschaftsbeschreibungen.
  9. Dorothea Stiller: Auf sie bin ich aufmerksam geworden, weil sie einen VHS-Kurs leitet, dem ich beigetreten war. Sie gibt Kurse für Schreibwütige und dort erzählte sie, dass sie schon diverse Bücher herausgebracht hat. Ich bin mit "Tödliche Zeilen" angefangen, welches mich sehr gefesselt hat. Allerdings war im Klappentext mehr die Rede von einer Extravaganz, die die Autorin hier nicht so rübergebracht hatte. Dies war aber nicht ihre Schuld, sondern eher die vom Verlag. Die erschufen Agnes Munro als eine ältere Dame mit einem sehr extravaganten Kleidungsstil. Teil 2 um Agnes Munro habe ich auch schon gelesen und die Rezi wird auch hier noch folgen.
  10. Stefanie Hasse: last but not least. Auch dieses Buch habe ich sehr oft in den sozialen Medien gesehen, unter anderem auch bei der Autorin selbst, der ich folge. Ich wurde neugierig und schaute in diversen Buchläden nach ihren Büchern. Es war verdammt schwer, sie dort zu finden. Letztentlich fand ich dann "Secret Game" und fing es an zu lesen. Ich bin noch nicht durch, durch die Feiertage kam ich überhaupt nicht zum lesen. Aber schon nach den ersten Seiten hat die Autorin mich gepackt. Ich schleiche immer wieder um das Buch herum, um es weiter zu lesen, aber das wird erst in den nächsten Tagen passieren, wenn es wieder ruhiger wird. Auch hier folgt natürlich die Rezi, wenn ich durch bin.

So ihr Lieben, das war meine Liste mit den zehn Autoren, die ich neu in diesem Jahr entdeckt habe. Vielleicht ist ja das eine oder andere für euch mit dabei.

Habt noch einen schönen Restfeiertag und genießt die Zeit.


Eure Jenny

Montag, 23. Dezember 2019

Weihnachtswichteln 2019

Huhu ihr Lieben!

Es war wieder soweit. Ich habe in einem Bücherforum beim Weihnachtswichteln mitgemacht. Ich mag diese Aktion total gern, denn es ist interessant, was sich sein Wichtel alles einfallen lässt. Und ich bin mit meinem diesjährigen Wichtel super zufrieden, denn er hat definitiv meinen Geschmack getroffen. 







Das war, vor dem auspacken. Man sieht, mein Wichtel hat sich sehr viel Mühe gegeben. Und keine Süssigkeiten. Ich bin wirklich froh drum, denn darum hatte ich gebeten. Es ist in vielen Süssigkeiten sehr viel Laktose enthalten, also Milchprodukte. Und die vertrage ich nicht. 





Und das war nach dem auspacken. Ich weiß, Weihnachten, bzw. HeiligAbend ist erst morgen. Aber wir hatten ausgemacht, dass wir heute schon auspacken, denn morgen hat jeder viel zu tun. 
Das Buch von Sabrina Qunaj habe ich mir gewünscht, da ich die Geraldine-Reihe gerne weiterlesen möchte. Die Figur daneben ist ein Elch. Ich liebe Elche. 
Die Harry Potter Lesezeichen haben aber allem noch die Krone aufgesetzt. Vielen lieben Dank mein lieber Wichtel!

Sonntag, 22. Dezember 2019

Kurz-Rezi: Katja Burkard - Wechseljahre? Keine Panik!

Alle kriegen sie, aber keiner spricht offen darüber: Viele Frauen schliddern völlig unvorbereitet in die Wechseljahre und haben keine Ahnung, was da gerade mit ihrem Leben und ihrem Körper passiert: Unerklärliche Hitzewellen, plötzliches Ausrasten bei Kleinigkeiten, schlaflose Nächte, nervöse Attacken.
So erging es auch Katja Burkard, als die Wechseljahre kurz nach ihrem 50. Geburtstag über sie hereinbrachen. Mit Humor und großer Ehrlichkeit teilt sie nun in diesem Buch ihre eigenen Erfahrungen, beantwortet all die Fragen, die sie sich selbst in dieser Zeit gestellt hat, und zeigt, was diese Lebensphase außer Hitzewellen noch zu bieten hat.






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Veröffentlicht im blanvalet-Verlag (30.09.2019)
als TB gelesen ~*~ 240 Seiten
TB: 15,00 €  ~*~ E-Book 11,99 €
ISBN: 978-3764507138
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Auch wenn ich noch nicht in dem Alter der Wechseljahre bin, so interessierte mich das Buch doch sehr. Man bekommt ja zwischendurch mit, wer sich von seinen Bekannten und Freunden oder gar die Familie in dieser Situation befindet. Und es sind immer unterschiedliche Symptome, die man als "außenstehender" mitbekommt. Was aber wirklich in dem Körper vor sich geht, kann man nur erahnen.
Ich finde, das Katja Burkard hier den richtigen Ton getroffen hat. Sie hat sich in diesem Buch, wie sie auch angekündigt hat, nicht sehr ernst genommen. Mit viel Humor beschrieb sie die Szene, wie ihr klar wurde, dass sie sich in den Wechseljahren befindet. Allerdings hatte sie vorher schon wochenlang mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen, wusste nicht wirklich, was los war. Ihr ist alles, aber wirklich alles, so ziemlich schnell auf den Geist gegangen. Für ihre Kinder und auch für ihren Ehemann war das keine schöne Zeit.
Sie beschreibt die Situationen so real, dass ich mir als Leserin sehr gut vorstellen konnte, wie sie sich fühlen musste, aber auch wie sich ihre Familie fühlte.

Ich persönlich finde es sehr mutig von der Moderatorin, sich diesem Thema zu widmen. Es ist wirklich noch so in der Gesellschaft, dass man immer top aussehen muss. Unpässlichkeiten haben im Alltag nichts zu suchen. Wie man aber zu Hause, hinter verschlossenen Türen rumläuft, ist total egal. Die Wechseljahre sind verpöhnt und werden es wohl auch noch lange Zeit bleiben. Trotzdem: Respekt dafür, dass sie sich daran getraut hat.


Ich habe keinen medizinischen Ratgeber erwartet, denn das macht der Klappentext definitiv deutlich. Katja Burkard zeigt auf, was sie alles gemacht hat, um sich selber ihre Wechseljahre  so "angenehm" wie möglich zu machen.
Ich vergebe dem Buch gerne 4 Sterne

Ich danke dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keinerlei Auswirkungen auf meine Bewertung.