Freitag, 22. März 2019

Freitags-Füller #516

Guten Morgen ihr Lieben!


Na, alles gut bei euch?
Bei mir schon, die Sonne lacht draußen, was will ich mehr?
Ich war schon fleißig heute morgen. Kuchen im Ofen, da mein Sohn ja morgen Geburtstag hat. Braten habe ich gestern auch schon mit Gewürzen versehen, damit das alles schön einziehen kann. Morgen kommt er dann auf den Grill.
BBQ-Sauce habe ich auch noch gekocht und in Gläser gefüllt. Lecker, ich freue mich schon. Kuchen bekommt er schon immer an seinem Geburtstag, okay, wann genau ich damit angefangen bin, weiß ich nicht, aber ich habe ihm einen Kuchen gebacken, Kerzen darauf gestellt, die er auspusten sollte. Mal habe ich ihn im Bett überrascht, wo er die dann auspusten sollte oder am Frühstückstisch. 

Nun aber genug erzählt, ich muss gleich zur Arbeit. Aber erst den Freitags-Füller von Barbara.


Wie immer sind meine ausgefüllten Lücken dick und unterstrichen. Macht doch auch einfach mal mit.


1. Mein Frühstück heute bestand aus zwei kleinen Brötchen mit Aufschnitt und einer Tasse Kaffee.
2.  Nur im Sommer laufe ich ohne Socken.
3. Unter dem Sofa  liegen sicherlich zehntausend Wollmäuse und fühlen sich wohl da.
4.  "Bad Liar" von den Imagine Dragons ist gerade der Favorit auf meiner Playlist.
5. In ungefähr 10 Jahren habe ich vielleicht mein Wohnmobil zusammen, bzw, mein Mann und ich.
6.  Meine beiden freien Tage wird werden mein Highlight in der nächsten Woche.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Feierabend und auf Lets Dance, ich bin ja so gespannt, wie der gehörlose Mensch diese Herausforderung meistert, morgen habe ich den Geburtstag meines Sohnes geplant, und Sonntag möchte ich einfach ausschlafen, aufräumen und die Zeit genießen!


So, ihr Lieben! Das war es schon wieder mit dem Freitags-Füller. Ein bisschen Zeit habe ich noch, die nutze ich noch, um ein paar Seiten zu lesen, bevor ich zur Arbeit muss. Der Kuchen ist auch bald fertig, der muss dann zum abkühlen aufs Gitter. 

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende. Genießt die Sonne, wenn ihr könnt, ich kann es leider nicht, aber okay, dafür wird die Laune der Kundschaft wieder besser werden.

Eure

Jenny

Mittwoch, 20. März 2019

Rezi: Constanze Wilken - Die Frauen der Villa Fiore

Seit Generationen ist das toskanische Weingut Villa Fiore im Besitz der Familie Massinelli. Nach Jahren der Misswirtschaft leiten nun die Brüder Lorenzo und Salvatore die Geschäfte. Sie sind jedoch heillos zerstritten und der Ruf des Gutes angeschlagen. Als Lorenzos älteste Tochter Giulia nach langer Abwesenheit nach Hause zurückkehrt, erfährt sie, dass ein Unbekannter Sabotage betreibt, um die Massinellis zu ruinieren. Gemeinsam mit dem kalifornischen Weinexperten Paul Reed versucht sie verzweifelt, das Familiengut zu retten. Paul ist von der unnahbaren Frau fasziniert. Doch Giulia zweifelt und steht bald nicht nur vor der größten Aufgabe, sondern auch vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens …
Quelle Bild und Text: Bloggerportal



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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (18.02.2019)
als TB gelesen  ~*~ 448 Seiten
Taschenbuch: 10,00 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3442488063
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Guilia kehrt New York den Rücken, hat sie gerade eine herbe Enttäuschung erleben müssen. Ihr Verlobter hat sie mit ihrer besten Freundin betrogen. Aber es hängt noch eine Menge mehr daran, denn auch beruflich hat ihr Ex-Verlobter ihr mies mitgespielt.
Nun kehrt sie der Stadt, die nie schläft, den Rücken und begibt sich wieder nach Italien, ihrer eigentlichen Heimat. Allerdings ist das Verhältnis zu ihrem Vater immer noch nicht wieder in Ordnung, denn dieser hat es nie verstanden, warum sie unbedingt in die Staaten gehen musste. Dementsprechend ist die Stimmung auch geladen, wenn die beiden aufeinander treffen.  

Es mag vielleicht auch an der Art von Guilia liegen, dass ich Schwierigkeiten hatte, mit ihr "warm" zu werden. Sie musste eine herbe Enttäuschung wegstecken und das macht man nicht mal so eben. Doch im Grunde ihres Herzens ist sie eine fröhliche Frau, die weiß, was sie will und wie sie ihre Ziele erreichen kann, aber auch gleichzeit verletzbar, dass sie sich immer wieder in sich zurück zieht. Allerdings fällt ihr das daheim bei der Familie doch schwerer, als gedacht. 
Auch wenn ich mit Guilia anfangs nicht so wirklich "warm" geworden bin, muss ich sagen, dass die Autorin sämtliche Figuren wunderbar ausgearbeitet hat. Auch die Stimmung in dem Roman, diese Leichtigkeit, die man manchmal aus Filmen aus Italien kennt.
Allerdings hat mir in manchen Situationen dann doch dieses italienische Temperament mancher Figuren gefehlt. Wenn Italiener streiten oder lebhaft diskutieren, geht es lauter zu, als wir Deutschen es kennen. Definitiv hat mir das ein wenig gefehlt, aber das macht jetzt keinen großen Punktabzug aus. 

Die Geschichte wird zwar in der dritten Person erzählt, allerdings spielt die Geschichte mal in den USA, mal in Italien und mal erzählt die Großmutter etwas aus ihrer Vergangenheit, was hier aber ganz wenig statt findet. 

Was ich allerdings doch etwas bemängeln muss, war der Schluss des Buches. Irgendwie fand ich diesen zu abrupt und irgendwie schnell, so als ob etwas rausgestrichen werden musste, damit das Buch nicht zu lang wird. 



Alles in allem ist dies ein gelungener Auftakt einer tollen Reihe. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und ich freue mich auf das nächste Band, denn ich möchte wissen, wie es mit Milena, Bianca und Manuela weiter geht, überhaupt mit der ganzen Familie Massinelli, sowie deren Mitarbeiter. 4 Sterne für den tollen Auftakt "Die Frauen der Villa Fiore" von Constanze Wilken.


Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Goldmann-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Bewertung!



Weitere Bücher der Autorin:


  • Das Licht von Shenmòray
  • Was vom Sommer blieb
  • Die vergessene Sonate
  • Die Frau aus Martinique
  • Das Geheimnis des Schmetterlings
  • Der Duft der Wildrose
  • Ein Sommer in Wales
  • Sturm über dem Meer
  • Das Erbe von Carreg Cottage
  • Die Klippen von Tregaron


historische Romane der Autorin:

  • Blut und Kupfer
  • Drei Tagesritte vom Bodensee
  • Die Lautenspielerin
  • Die Malerin von Fontainebleu
  • Die Tochter des Tuchhändlers


Freitag, 15. März 2019

Rezi: Sebastian Niedlich - Der Tod ist schwer zu überleben

Gestorben wird immer, aber selten so vergnügt: „Der Tod ist schwer zu überleben“ von Bestsellerautor Sebastian Niedlich jetzt als eBook bei dotbooks.

Es gibt Traumjobs. Es gibt Höllenjobs. Und es gibt den Job, vor dem sich Martin bisher erfolgreich gedrückt hat – denn eigentlich soll er Nachfolger seines besten Freundes werden, dem leibhaftigen Tod. Stattdessen gibt es nun plötzlich andere Kandidaten für den Job, zu denen eine mordlustige Studentin, ein liebenswerter Pazifist und eine trinkfeste Russin gehören. Aber ist einer von ihnen die richtige Wahl? Während das natürliche Gleichgewicht zwischen Leben und Tod immer mehr aus den Fugen gerät, muss Martin sich die Frage stellen, ob er sich wirklich vor seiner Verantwortung drücken darf. Und noch dazu findet er heraus, dass ein Mensch, den er über alles liebt, vielleicht bald sterben muss – und das muss er unter allen Umständen verhindern!
Quelle Text und Bild: dotbooks.de
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Veröffentlicht im dotbooks-Verlag (03.11.2018)
als E-Book gelesen  ~*~ 352 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book: 2,99 €
ISBN: 978-3862657407
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Martin hat seinen Unfall überstanden, er lebt. Allerdings blieb er nicht ganz unverletzt, doch er lebt. Während seiner Gesundung hat er genug Zeit, sich über sein Leben Gedanken zu machen. Er möchte nicht mehr als Arzt arbeiten. Er möchte nicht mehr ständig Visionen über deren Tod haben. 
Doch so einfach, wie er sich das alles denkt, ist es nicht. Denn nach wie vor weigert er sich, den Job von Thanatos (Tod) zu übernehmen. Martin will nicht sterben, damit er seinen Job übernehmen kann. 

Er beginnt eine Lehre als Gärtner und diese Arbeit gefällt ihm sehr gut. Sein Chef allerdings ist anfangs sehr skeptisch, sieht aber später dann doch ein, dass er einen guten Lehrling hat. Allerdings muss Martin erst beweisen, dass er nicht einfach nur ein ehemaliger Doktor ist, sondern auch anpacken kann.

Tod hingegen besucht Martin immer mal wieder und bei einer Gelegenheit kommt raus, dass ihn mittlerweile mehr Leute sehen können. Darunter gehört Gemma, und ein paar andere Menschen. Sind das die neuen Kandidaten für den Job des Tod? 
Aber da ist ja auch noch Bibi, die Figur, die in dem Buch das Leben darstellt. Und Bibi fängt an, die Schwäche des Tod auszunutzen. Tod ist nicht mehr gesund und hat Schmerzen, so dass ihm diverse Schmetterlinge, die er mit seinem Kescher sammelt, durchgehen. Die Welt scheint ins Ungleichgewicht zu geraten.

Im Nachwort hat der Autor geschrieben, dass er lange überlebt habe, ob er eine Fortsetzung von Tod und Martin schreiben sollte. Das Ende des letzten Buches hatte er ja relativ offen gelassen, so dass einige Leser schon davon ausgegangen waren, dass es eine Fortsetzung geben wird. 
Ich für meinen Teil bin durchaus zwiegespalten. Einerseits sage ich, hätte er es besser bleiben lassen, denn es gab diverse Stellen im Buch, da hatte ich das Gefühl, dass es keinen Fortschritt gibt und man eher auf der Stelle tritt. 
Andere Stellen widerum waren total schön geschrieben, man bekam einen Kloß im Hals. Der Tod an sich ist ja schon ein schweres Thema, auch wenn Sebastian Niedlich hier eine ordentliche Portion Witz hinein gebracht hat. Der Witz hatte mir ja manchmal im ersten Teil "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" gefehlt.

Weniger ist manchmal mehr und das muss ich zu diesem Buch sagen. Der Autor hat hier das eine oder andere Ereignis mit reingebracht, wie den Tsunami oder sonstige schreckliche Ereignisse auf der Welt, bei denen ich dachte, wow, so lange ist das schon her? Oder Gedanken, wie, ach ja, da war ja noch was. Es hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt, das mich kontinuierlich an das Buch gefesselt hätte.


Teil zwei war okay, aber doch sehr langatmig, so dass es sich für mich doch ziemlich in die Länge gezogen hat. Leider kann ich nicht mehr als 2 Sterne geben, denn es hat einfach etwas gefehlt, ohne dass ich es genauer in Worte fassen könnte. Vielleicht lag es auch einfach am Thema, aber ich fühlte mich nicht so unterhalten, wie ich es mir gewünscht hätte.

Ich bedanke mich herzlich beim dotbooks-Verlag, für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Bewertung.

Weitere Bücher des Autors Sebastian Niedlich:

  • Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
  • Der Tod ist schwer zu überleben
  • Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben
  • Am Ende der Welt gibt es Kaffee und Kuchen
  • Und Gott sprach: Es werde Jonas
  • Das Ende der Welt ist auch nicht mehr das, was es mal war
  • Ein Gott, drei Könige und zwei Milliarden Verrückte
  • Der Tod, der Hase, die Unsinkbare und ich

Freitags-Füller #515

Guten Morgen ihr Lieben!


Es ist wieder Freitag. Das Wetter lässt ja zu wünschen übrig und ich bin froh, heute Arbeiten zu können. Was will man sonst bei dem Wetter machen? 
Ich kann mich nur wiederholen, wenn ich sage, die Natur braucht den Regen, aber so langsam habe auch ich die Nase davon voll. Am schlimmsten finde ich momentan den Wind. Hatte in den letzten zwei Wochen immer mal wieder mit Kopfschmerzen zu tun, das kenne ich so gar nicht. 



Ich habe euch wieder den Freitags-Füller von Barbara mitgebracht. Interessante Lücken wieder einmal. Ich danke dir herzlich dafür, Barbara.

1. Geh doch nach Hause du blödes Wetter. Eigentlich geht das Lied ja anders, und dank dieser Lücke habe ich glatt einen Ohrwurm.....
2. Mit einer Tasse Kaffee ist die beste Art, den Tag zu beginnen.
3. Wir haben dieses Wochenende viel zu tun. Sohnemann wird 17 nächsten Samstag und wir müssen noch einiges vorbereiten. Ich muss Fleisch bestellen, weil wir grillen wollen. Wollen die Verwandtschaft mit Pulled Pork beglücken. Naja, das bissel Haushalt nebenbei auch noch.
4. Wenn ich an einem Fischstand vorbei komme, muss ich mir die Nase zuhalten. Ich mag keinen Fisch und dementsprechend auch den Geruch nicht. Früher als Kind habe ich gern mal Backfisch von der Kirmes gegessen. Aber seit ich davon mal über der Kloschüssel gehangen habe, geht nix mehr, was Fisch betrifft.
5. Ich wünschte, ich könnte so gut kochen, wie so manch einer. Aber ich hole mir Tipps und versuche es dann so gut es geht, umzusetzen.
6. Ich darf nicht soviel Kaffee trinken, aber es schmeckt so lecker! Fakt ist, dass ich davon gern mal wesentlich öfters den Kachelraum aufsuchen muss, nicht schön, wenn man arbeiten muss, deswegen nur eine Tasse in der Woche, wenn ich arbeiten muss.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Let´s Dance. Es geht wieder los, yeah. Morgen habe ich den Einkauf geplant und schonmal einen groben Teil Staubwischen, etc.,  und Sonntag möchte ich mal wieder ein Gesellschaftsspiel spielen. Mal sehen, was wir da raus kramen!

So irh Lieben, ich wünsche euch in diesem Sinne ein tolles Wochenende. Ich hoffe, das ich auch nebenbei noch zum lesen kommen werde. Ich habe soviele interessante Bücher vor mir, dass ich mich auf jedes einzelne freue. Genießt euer Wochenende, wenn ihr könnt und ihr nicht arbeiten müsst. Ich habe nach heute Abend Wochenende!

lieben Gruß



Jenny

Donnerstag, 14. März 2019

Interview mit Peter Beck zu Die Spur des Geldes

Hallo ihr Lieben!

Heute komme ich mal wieder mit einem Interview eines sehr sympathischen Autoren zu euch. 

Peter Beck schrieb die Thriller "Söldner des Geldes" und "Korrosion". Die Bücher handeln von Tom Winter, der Sicherheitschef einer großen Bank in der Schweiz ist. Lest in dem Interview, wie es mit Tom Winter weiter geht, und was Peter Beck privat so treibt, wie er zum Schreiben kam und vieles mehr. 

Das Buch wird am 21.03.2019 erscheinen. Also Save the Date!!!!!!

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen!!!!
Copyright des Bildes: Sonja Riedel

 

1. In Deinen Büchern ist Tom Winter Sicherheitschef einer großen Bank in der Schweiz. War Dir von Anfang an klar, dass Deine Figur ein Sicherheitschef ist und nicht Polizist, Detektiv oder dergleichen? Warst Du der Meinung, der Leser braucht mal etwas neues? Also was neues in Form eines Berufes. 

Genau, die Rolle von Tom Winter ist in der Krimilandschaft einmalig. Für mich als Autor ist sie ideal. Ich kann den Sicherheitschef einer Privatbank überall hinschicken, geographisch, aber auch thematisch. Winters Bank hat Kunden auf der ganzen Welt. Einige davon haben keine blütenweisse Weste. Und da tote Kunden bekanntlich schlecht für’s Geschäft sind, wird es Winter nie langweilig...

Als Sicherheitschef hat Winter zudem eine spezielle Insider-Perspektive. Er sieht, wo das Geld herkommt und wohin es fliesst. Aber seine Rolle ist nicht immer ganz einfach, denn er ist immer im Sandwich zwischen seinem moralischen Kompass und dem cholerischen Chef, der noch mehr Geld verdienen will. Die Konflikte sind also vorprogrammiert.


2. Tom reist während seiner Fälle sehr viel durch die Welt. In "Die Spur des Geldes" reist Tom unter anderem in die Türkei oder auch nach Russland. Wie bist Du darauf gekommen, genau dort die Geschichte spielen zu lassen?  (noch habe ich es ja nicht gelesen, deswegen verzeih mir die Frage, falls sie blöd ist :) ) 

Ich bin durch Russland gereist, habe türkische Freunde und liebe es, Winter an spannende Schauplätze zu schicken. DIE SPUR DES GELDES beginnt zuerst harmlos, mit einer einfachen Routineanfrage des Berliner LKA zu einem dubiosen Konto bei Winters Bank. Als sich herausstellt, dass etwas nicht stimmt, folgt Winter dem Geld - und das führt ihn unter anderem nach München, London, Istanbul und Russland. Aber was er dort genau geschieht kann ich natürlich nicht verraten...;-)

3. Erzähle meinen Lesern doch etwas über Tom Winter und Deine Büchern. Ich bin nach "Korrosion" auf jeden Fall neugierig und wie ich Dir in einer Mail schon verraten hatte, habe ich immer mal wieder geschaut, wann das neue Buch heraus kommt. Im März ist es dann ja soweit. 

DIE SPUR DES GELDES (März 2019) ist der dritte Band der Reihe mit Tom Winter. Die drei Bände können übrigens problemlos unabhängig voneinander gelesen werden, denn es gibt keine übergreifende Geschichte im Hintergrund.

Winter war früher einmal Einsatzleiter bei einer polizeilichen Sondertruppe, liess sich dann aber vor ein paar Jahren von seinem heutigen Chef überreden zur Privatbank zu wechseln. Er ist wortkarg, sportlich, hat einen trockenen Humor und ist ein Mann der überlegten Tat, der auch mal zulangt.

Zusammen mit einer Katze wohnt er auf dem Land, wo er schrittweise ein altes Bauernhaus renoviert in dessen Garten er auch gerne mal entspannt im Liegestuhl liegt. Winter ist Single, sehnt sich aber nach einer Partnerschaft.

Am Anfang des ersten Bandes, SÖLDNER DES GELDES, ist er in Anne verliebt, die aber bei einem Helikopterabsturz ums Leben kommt. Dann begegnet er der geheimnisvollen Fatima, die eine ägyptische Firma führt. Im zweiten Band, KORROSION, hat er eine kurze, aber leidenschaftlich Affäre mit einer portugiesischen Polizistin. Und in DIE SPUR DES GELDES trifft er Anika.

Übrigens gibt es auf den mittlerweile gut 1300 Seiten über ihn keine Beschreibung seines Aussehens. Die Leserinnen und Leser haben genug Fantasie um sich auszumalen, wie er aussieht.

4. Tom Winter ist bekannt dafür, dass er Judo gemacht hat. Er hat sogar den schwarzen Gürtel erreicht. Betreibst Du noch Judo? Wie weit bist Du gekommen? Wie im Tae-Kwon-Do heißt der schwarze Gurt ja Dan. Welchen Dan hast Du erreicht? 

Das Judo ist eine der wenigen Gemeinsamkeiten die ich mit meinem Helden teile. Ich habe früher regelmässig Judo trainiert und es bis zum ersten schwarzen Gurt (1. Dan) geschafft. Als dann meine Gelenke immer heftiger zu protestieren begannen, habe ich mit dem Training aufgehört. Aber die Philosophie hilft mir noch heute, beispielsweise wenn ich vor vielen Leuten eine Lesung habe.

5. Wenn Du für Deine Bücher recherchierst, verbringst Du dann auch viel Zeit bei Sicherheitsfirmen oder der Polizei, um deren Arbeit kennen zu lernen und somit den Lesern besser vermitteln zu können? 

Ich recherchiere oft beim Reisen oder bei der Arbeit. Wenn ich unterwegs bin mache ich Fotos möglicher Schauplätze. Und bei meinen Tätigkeiten in grossen Firmen begegne ich immer wieder Situationen und Charakteren, die mich inspirieren. Elemente davon baue ich dann in meine Geschichten ein. Aber in allen meinen Büchern steht wahrheitsgemäss: Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten sind rein zufällig.

6. Wenn Du Deine Figuren erschaffst, wie gehst Du da vor? Hast Du für Dich selber ein bestimmtes Bild im Kopf, wie die Person aussehen könnte, welche Du Dir dann über die Internet-Suche heraussuchst? Oder hast Du andere Methoden, um Figuren zu erschaffen?

Das Herausschälen faszinierender Figuren ist eine meiner Lieblingsbeschäftigung. Ich versuche einer Figur Leben einzuhauchen, indem ich viele kleine Beobachtungen zu einem Gesamtbild zusammensetze, sei das bezüglich der Vorgeschichte, der Beweggründe, des Verhaltens oder des Aussehens. Wenn man mit offenen Augen und Ohren durch den Tag geht, findet man immer wieder Puzzleteilchen, wenn man genau hinschaut, hinhört ist die Welt voll davon.

Während den diversen Überarbeitungsrunden füge ich dann weitere Anekdoten, Bemerkungen, Beobachtungen und Bewegungen ein, sodass die Figuren immer plastischer werden. Wenn mir das nicht gelingt, dann stampfe ich auch mal einen Charaktere wieder ein und streiche ihn komplett heraus. Das ist nicht einfach ist, denn man muss u.U. eine liebgewonnene Figur «killen».

7. Jetzt mal ein wenig weg von den Büchern. Wie bist Du privat? Welche Hobbies hast Du? Musikrichtung? Verreist Du gerne? Wo bzw. wie lebst Du? Haustiere? 

Entscheidend sind die Bücher, das heisst ich als Autor bin nicht wichtig. Die Leserinnen und Leser sollten einen Krimi nicht wegen des Autors, sondern wegen der Geschichte lesen.

Was ich über mich sagen kann ist eher langweilig. Ich mache gerne Sport draussen in der Natur (Joggen, Wandern, Golf, Skifahren) und reise für mein Leben gern. Musikalisch bin ich ein Kind der Achtziger und Neunziger. Da ich in einer Stadtwohnung in der Nähe viel befahrener Strassen lebe, gibt’s in meinem Haushalt leider keine Katze, denn als freiheitsliebender Mensch könnte ich es nicht verantworten, diese die ganze Zeit einzusperren.

8. Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Man beschließt ja nicht von jetzt auf gleich, dass man Autor werden möchte. Bist Du schon während der Kindheit damit angefangen?

Ich habe schon immer gerne gelesen und geschrieben. In der Primarschule hat mich die Bibliothekarin, Frau Zürcher, geprägt. Ich kann mich noch heute erinnern, in welchem Gestell die «5 Freunde» und die «3 Fragezeichen» standen. Und in der Schule hatte ich bei den Aufsätzen eigentlich immer gute Noten. Irgendwie ist es mir leichtgefallen, mir Sachen vorzustellen und Geschichten zu erfinden. Und bei meiner Arbeit in grossen Unternehmen, wo man nicht mehr mir allen Leuten reden kann, habe ich immer wieder erlebt, wie wichtig gute Texte für die ehrliche Kommunikation sind.

Vor gut 10 Jahren wurde dann meine Stelle wegrationalisiert und ich entschied mich, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Da ich am Anfang noch keine Aufträge hatte und nicht sieben Tage die Woche nur akquirieren konnte, suchte ich zum Ausgleich ein Projekt, das ich schon immer mal umsetzen wollte. In dieser Zeit schrieb ich das Manuskript des ersten Bandes SÖLDNER DES GELDES.

Es brauchte dann mehrere Jahre bis aus dem Manuskript ein Buch wurde (emons Verlag 2013). Seither ergänzen sich Projekte und Schreiben, d.h. wenn geschäftlich weniger los ist, komme ich mit dem Schreiben schneller voran.

9. Da ich weiß, dass man keine festen Schreibzeiten hat und somit der Schreibfluss auch nicht jeden Tag gleich ist, was tust du, um zu entspannen, weil bei dir der Schreibfluss gerade ins Stocken geraten ist?

Schreibblockaden kenne ich eigentlich nicht, aber manchmal geht es einfach etwas zäher als sonst voran. Dann versuche ich mich entweder mit Kaffee durchzubeissen oder mache kurze Pausen. Wenn das nichts nützt, gehe ich Joggen oder mache was komplett anderes. Denn schlimmer als nichts schreiben, ist schlechten Text zu produzieren. Zum Glück konnte ich mich bis jetzt immer erfolgreich gegen Abgabetermine wehren, das heisst ich machte nur mir selber Druck.

Wenn’s nicht so läuft, dann tröste ich mich damit, dass der Text mit jeder Überarbeitungsrunde etwas besser wird, sei das bezogen auf einen Abschnitt, ein Kapitel oder den ganzen Text. Am Ende des Tages ist Schreiben vor allem Fleissarbeit, 99% Schweiss und 1% Inspiration.
10. Wenn Du schreibst, hast Du bestimmte Rituale? Es gibt ja Autoren, die ihre Bücher per Hand schreiben und somit nicht in Versuchung kommen, im Internet abgelenkt zu werden. Oder hörst Du Musik beim schreiben? Oder brauchst Du absolute Ruhe? 

Am produktivsten schreibe ich, wenn ich Ruhe habe und mich voll auf Geschichte und Figuren konzentrieren kann. Spezielle Rituale habe ich keine. Um mich nicht ablenken zu lassen, räume ich aber vorher immer mein Pult auf und schliesse auf dem Bildschirm alle Fenster.

Schreiben ist Handwerk, Arbeit am Gedanken. Ein Schreiner baut ein Haus, ich schreibe ein Buch. Bei beiden hilft Routine und Erfahrung: Ich mache zum Beispiel jede Stunde 5 Minuten Pause, trinke alle zwei Stunden einen Kaffee und schreibe am Morgen besser als am Nachmittag.
11. Trotz Fiktion, die Du als Autor eines Buches verbreitest, nimmst Du manchmal auch die aktuelle Weltpolitik mit in Deinen Büchern auf? Ich will da jetzt auf nichts spezielles hinaus, aber manchmal ist es ja so, dass da irgendetwas aus der Politik oder dergleichen mit einfließt. 

Auf jeden Fall. SÖLDNER DES GELDES (1. Band) war von der Finanzkrise inspiriert. In KORROSION (2. Band) spielt Obado, ein sudanesischer Flüchtling eine zentrale Rolle. Und DIE SPUR DES GELDES (3. Band) setzt sich mit den zunehmenden Spannungen zwischen Ost und West auseinander.

Meine Thriller sind zwar in erster Linie Unterhaltung, reflektieren aber immer auch das Zeitgeschehen. Als Autor kann und will ich mich dem Zeitgeist nicht entziehen. Ich erinnere mich noch gut an den allerersten Zeitungsartikel über mein erstes Buch, der dieses als «intelligentes Lesevergnügen» bezeichnete, auch und gerade, weil es aktuell war.

DIE SPUR DES GELDES ist zwar reine Fiktion, aber wenn ich mir die Nachrichten anschaue, dann zweifle ich manchmal daran und hoffe, dass die Realität die Fiktion nicht ein- oder gar überholt.

12. Reist Du selber zu den Schauplätzen oder hilft Dir da Google Earth schon weiter und Recherchen im Netz? 

Die meisten Schauplätze habe ich bereist, einige von ihnen bereits vor Jahren. Das Internet kann zwar nützlich sein, beispielsweise um Distanzen und Zeiten zu verifizieren, aber damit kann man einen Schauplatz noch lange nicht riechen, nicht spüren.

Um einen Ort wirklich zu verstehen, ist es viel besser diesen zu begehen und alle Sinne ansprechen zu lassen, die Veränderung des Lichts zu beobachten, die Atmosphäre auf sich einwirken zu lassen.
13. Zu guter Letzt, ist eine weitere Geschichte mit Tom Winter geplant, oder hast Du ein anderes Projekt im Auge? 

Im Moment habe ich verschiedene Ideen für einen vierten Band mit Tom Winter. Da ich aber «leider» noch andere Projekte verfolge, sind diese bis jetzt erst skizziert. Aber der nächste Winter kommt ja bekanntlich bestimmt.


Zu guter Letzt möchte ich Peter Beck danken, dass er sich meinen Fragen gestellt hat. Sicherlich Fragen, die er schon x-mal beantwortet hat. Trotzdem ein großes Danke schön!!!!!

Ich hoffe, ich konnte euch den Vorgeschmack auf Tom Winter in "Die Spur des Geldes" näher bringen.