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Montag, 25. Juli 2016

Rezi: Michael Koryta - Die mir den Tod wünschen

Klappentext:


Mach dich bereit - für den letzten Tag deines Lebens!!!!

An einem stürmischen Tag wird der vierzehnjährige Jace Zeuge eines brutalen Mordes. Jace kann entkommen – doch er weiß, dass die Verbrecher ihn gesehen haben. Die Blackwell-Brüder, ein psychopathisches Killer-Duo, wollen seinen Tod. Jace kann niemandem mehr vertrauen. Unter neuer Identität soll er in Montana Zuflucht finden. Ethan Serbin, ein erfahrener Überlebensspezialist, steht ihm in der gnadenlosen Bergwelt zur Seite. Derweil bahnen sich die beiden Killer ihren blutigen Weg und kreisen ihre Opfer immer weiter ein. Für Ethan und Jace beginnt ein furioser Höllenritt …


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Veröffentlicht im Heyne-Verlag (11.04.2016)
als broschierte Ausgabe gelesen ~*~ 480 Seiten
broschierte Ausgabe: 12,99 € ~*~ E-Book 9,99 €
ISBN: 978-3453438446
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Inhalt:

Jace ist 14 Jahre und muss in seinen jungen Jahren miterleben, wie ein Mann von zwei anderen Männern brutal ermordet wird. Als ob das nicht schon ausreichend wäre, muss Jace in ein Zeugenschutzprogramm untergebracht werden, denn die beiden Männer - die Blackwell-Brüder - sind hinter ihm her. Und so kommt Jace zu Ethan, der ein erfahrener Bergwanderer und Überlebensspezialist ist, allerdings unter falschem Namen. Ethan weiß zwar, dass ein Junge in seiner Wandergruppe ist, der verfolgt wird und deshalb in ein Zeugenschutzprogramm untergebracht werden soll, aber ihm wird nicht gesagt, wer er ist.
Die abenteuerliche Reise beginnt, in der der Ethan den Jugendlichen beibringt, wie man Unterstände baut, Feuer macht, Zelte aufstellt. Es gibt viel gemurre von den Kids, nur Jace saugt alles in sich auf. Lange kann er die Fassade allerdings nicht aufrecht erhalten, die er sich mühsam aufgebaut hat, um nicht erkannt zu werden.
Und dann kommt es in einer Nacht dazu, dass Ethan einen Notruf mitbekommt, in dem es um seine Frau geht. Da brennen Jace die Sicherungen durch und er kapselt sich beim Abstieg von der Gruppe ab.

Jace ist ein interessanter Charakter, ein 14jähriger, der noch seinen Platz im Leben sucht. Der gewisse Interessen hat, aber auch nicht auffallen will. Ich finde, er wurde von dem Autoren Michael Koryta sehr authentisch dargestellt.
Auch der Charakter des Ethan war sehr gut dargestellt. Er hat sich von den nörgelnden Jugendlichen nicht aus dem Konzept bringen lassen, sondern sein Ding durchgezogen, denn falls es zum äußersten mal kommen sollte, wollte er, dass die Jugendlichen vorbereitet sind.
Doch der Charakter der Hannah gefiel mir am besten. Warum genau, kann ich gar nicht erklären. Dieser Charakter war einfach toll, glaubwürdig, auch wenn sie mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat.
Die Figuren der Blackwell-Brüder waren auch einfach genial. Ohne viel verraten zu wollen, so musste ich irgendwie immer wieder bei ihren Gesprächen schmunzeln.


Der Schreibstil des Autoren gefällt mir auch sehr gut. Leicht und locker zu lesen. Eine gewisse, fast greifbare Spannung war ebenfalls zu spüren und das fand ich sehr gut. Es machte es mir fast unmöglich, das Buch aus den Händen zu legen.
Er hat es geschafft, die Gefühle, die die einzelnen Charaktere empfunden haben, die Angst, die Liebe, etc. so gut darzustellen, das ich sie beinahe selbst gefühlt habe. Wie sagt man so schön? "Ich konnte die Angst fast riechen!"

Mein Fazit:

Ein toller Thriller, der in den Bergen von Montana spielt. Du willst wissen, was genau in dem Buch abgeht? Ich kann es nur empfehlen und gebe gerne 5 Sterne. Die Story wird dich packen!!!


Ich danke dem Heyne-Verlag sowie dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Freitag, 22. Juli 2016

Rezi: Constanze Wilken - Sturm über dem Meer

Klappentext:

Sie soll eine versunkene walisische Burg untersuchen – und stößt auf ein Rätsel aus ihrer eigenen Familie...

Als die junge Archäologin Dr. Samantha Goodwin den Auftrag erhält, eine vor der walisischen Küste versunkene Burganlage zu untersuchen, sagt sie begeistert zu. Sie freut sich nicht nur auf die interessante Arbeit, sondern auch auf ein Wiedersehen mit ihrer Großmutter Gwen, die im nahegelegenen Fischerdorf Borth lebt. Dann stößt Sam bei ihren Untersuchungen auf ein Skelett, das seit höchstens sechzig Jahren auf dem Meeresgrund liegt. Gwen ist davon überzeugt, dass es sich um Sams Großvater Arthur handelt, der vor Jahren in einer stürmischen Nacht auf dem Meer verschwand. Samantha beginnt nachzuforschen und begibt sich in große Gefahr. Denn manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen ...

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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (21.12.2015)
als TB gelesen ~*~ 480 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3442483495
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Inhalt:

Sam und Christopher haben sich getrennt, doch ihr Ex hat schon eine neue, und die neue Frau an seiner Seite macht ihr das Leben ziemlich schwer.
Als Sam allerdings von einem Auftrag in Wales erfährt, noch dazu in dem gleichen Ort, in dem ihre Großmutter Gwen wohnt, nimmt sie diesen Auftrag an und macht sich daran, die Legende um die walisische Burganlage zu untersuchen. Denn nach dem letzten Sturm sind versteinerte Baumstämme freigespült worden.
Allerdings ist es nicht das einzige, was gefunden wird. Als Max, der Sohn vom Werftbesitzer Luke, einen Ring aus dem Meeresboden fischt, ist klar, dass dieser Ring zu Arthur gehört, Sam´s Großvater. Bei weiteren Untersuchungen stößt sie auf die Überreste ihres Großvaters. Doch nicht jeder ist damit einverstanden, dass Sam in der Vergangenheit wühlt...

Als erstes muss ich anmerken, dass es mir sehr viel spass bereitet hat, dieses Buch zu lesen. Es hatte keine Längen und der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen. Eine gewisse Spannung hat die Autorin hier sehr gut mit eingewoben, und zwar so gut, dass ich nur selten das Buch aus der Hand gelegt habe.

Die Autorin hat es geschafft, vor meinem inneren Auge eine Landschaft so lebendig wirken zu lassen, als wäre ich direkt vor Ort gewesen. Es war, als könnte ich beim lesen das Meer riechen.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, einmal zu der Zeit, als Gwen noch jung war und ihre Liebe zu Arthur gerade entstand bishin in das Jahr 1955.
Die zweite Ebene spielt in der Gegenwart und Sam beginnt mit den Grabungen und Ausmessungen der alten Baumstämme, die der letzte Sturm freigespült hat. Doch irgendjemand hat etwas dagegen, denn Sam hat das Gefühl, beobachtet zu werden. Als sie dann eines Abends vor dem Cottage ihrer Großmutter auch noch überfallen wird, stimmt es sie nur noch nachdenklicher, doch sie lässt sich nicht davon abbringen, Licht in die Vergangenheit zu bringen.

Sam ist ein toller Charakter, der mir direkt am Anfang gefallen hat. Hervorragend herausgearbeitet, ohne zusehr ins Detail zu gehen. Doch wie sie an manchen Stellen reagiert, macht sie ziemlich menschlich.
Auch Gwen hat mir gefallen, aber ich glaube, Gwen ist ein Charakter, der muss einem eigentlich sofort gefallen.

Und dann ist da das Geheimis, welches man als Leser enthüllen möchte, in dem man mit Sam und Luke miträtselt, was früher vorgefallen war, was mit Arthur passiert ist und warum Sam überfallen wurde. Der eine oder andere Verdacht ist da, den man selber hegt, und doch hat die Autorin es sehr gut verstanden, die Fäden so miteinander zu verweben, dass man sich teilweise echt unschlüssig ist, ob man mit seinem Verdacht noch richtig liegt, oder eher nicht.

Mein Fazit:

Eine tolle Familiengeschichte mit einem Geheimnis, das nach und nach aufgedeckt wird. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. 5 Sterne!!!!


Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 17. Juli 2016

Rezi: Kate Morton - Das Seehaus

Klappentext:

Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft

Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

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Veröffentlicht Diana Verlag (29.02.2016)
als E-Book gelesen ~*~ 609 Seiten
geb. Ausgabe: 22,99 € ~*~ E-Book 18,99 €
ISBN: 978-3453291379
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Inhalt:

Ein wundervolles und prächtiges Landgut der Familie Edevane in Cornwall. Doch eine Mittsommernacht überschattet noch heute das Anwesen.

Alice ist 16 und fiebert dem Mittsommernachtsfest entgegen. Jedes Jahr ist es das Highlight des Jahres. Doch es sind gleich zwei Ereignisse, die Alice aus der Bahn werfen. Bei einem Ereignis gibt sie sich sogar selber die Schuld. 

Im Jahre 2003 sieht die Welt schon besser aus. 
Sadie ist Polizistin und muss gezwungenermaßen einen Urlaub antreten, den sie gar nicht antreten möchte. Sie muss ihn antreten, weil sie ihrem Instinkt vertraut hat, und genau das ist ihr angekreidet worden. 
Als sie zu Bertie, ihrem Großvater kommt, macht sie sich auf eine Joggingrunde, nimmt die Hunde mit und durch Zufall trifft sie auf das verlassene Anwesen der Edevanes. Sie stellt Nachforschungen an, als sie erfährt, warum die Familie damals das Anwesen verlassen hat. Liegt Sadie wirklich richtig oder sollte sie ihre Nachforschungen einstellen und die siebzig Jahre zurückliegende Tragödie auf sich beruhen lassen?

Kate Morton hat hier ein paar Charaktere erschaffen, die mich sehr überzeugen konnten. Andere hingegen wirkten auf mich blass und fad. Alice fand ich sehr toll als Figur. Sie wirkte auf mich authentisch und nicht gekünstelt. Auch das sie im jungen Alter anfing, sich Geschichten auszudenken, einfach klasse.
Ihre beiden Geschwister hingegen wirkten auf mich sehr blass. Sie waren nicht so gut heraus gearbeitet. Schade eigentlich, auch wenn sie "nur" eine Nebenrolle spielten. 

Auch wenn mir einige Charaktere sehr gefielen, muss ich sagen, dass mir die Geschichte teilweise einfach zu ausschweifend war. Sie wurde durch diverse Dinge einfach zu sehr in die Länge gezogen, was ich auch sehr an meinem Lesetempo gemerkt habe. Ich habe lange gebraucht, um dieses Buch zu lesen. Ich als Leserin, möchte nicht wissen, wie Alice ihren Tee trinkt oder zu welchen Uhrzeiten sie was zu tun gedenkt. 
Ich habe mich auch so manches mal dabei ertappt, wo ich dachte "Och nee, nicht schon wieder ein Zeitenwechsel", denn die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Eigentlich mag ich solche Bücher, doch ein solcher Gedanke kam mir bisher nie so wirklich in den Sinn.
Das Ende hingegen, welches ein Jahr nach den Ereignissen in der Gegenwart spielt, fand ich ziemlich abrupt und freudlos dahin geschrieben...

Mein Fazit:

Wirklich überzeugt bin ich von "Das Seehaus" nicht. Schade, denn das Cover ist so wunderschön. Auch waren mir einige Dinge sehr schnell am Anfang klar, auch wenn diverse falsche Fährten mich davon abbringen wollten. 3 Sterne für eine eigentlich gelungene Geschichte, die aber leider zuviele Längen hatte.


Ich bedanke mich recht herzlich bei der Verlagsgruppe Random House GmbH für das Rezensionsexemplar, welches mir zur Verfügung gestellt wurde.

Dienstag, 5. Juli 2016

[Abgebrochen] Rezi: Wendy Walker - Nichts ist je vergessen

Klappentext:

Du musst dich erinnern, Jenny. Du musst dich erinnern, was in jener Nacht im Wald geschehen ist.
Fairview, eine beschauliche Kleinstadt in Connecticut. Die 16-jährige Jenny Kramer wird Opfer einer brutalen Attacke und kommt schwer traumatisiert ins Krankenhaus. Dort wird ihr auf Wunsch ihrer Eltern ein Medikament verabreicht, das ihr helfen soll. Ein Medikament, das jegliche Erinnerung an den schrecklichen Vorfall auslöscht.
Danach hat Jenny keine Bilder mehr für das, was passiert ist. Da ist nur noch Schwärze. Sie bemüht sich weiterzuleben wie zuvor, beinahe so, als ob nichts geschehen wäre, während ihre Mutter Charlotte krampfhaft versucht, so etwas wie Normalität wiederherzustellen, und ihr Vater Tom wie besessen ist von dem Gedanken, den Täter, der seiner Tochter das angetan hat, zu überführen.
Doch das Nicht-Erinnern-Können wird für Jenny mehr und mehr zu einem Albtraum. Denn ihr Körper weiß noch immer, was ihm angetan wurde. Gemeinsam mit dem Psychiater Alan Forrester, der auf Fälle wie Jenny spezialisiert ist, versucht sie, Stück für Stück Licht in das Dunkel jener Nacht zu bringen, die Chronologie der Ereignisse wiederherzustellen. Aber kann sie denen, die sie dabei unterstützen wollen, vertrauen? Wie manipulierbar ist Erinnerung? Und helfen die Erinnerungen, die langsam zu ihr zurückkommen, wirklich, den Schuldigen zu finden?

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Veröffentlicht Fischer Verlag (23.06.2016)
als broschierte Ausgabe gelesen ~*~ 384 Seiten
TB-Ausgabe: 14,99 € ~*~ E-Book 12,99 €
ISBN: 978-3651025424
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Inhalt:


Es geht um die 16jährige Jenny, die in ihrem jungen Leben eine echt heftige und brutale Attacke mitmachen muss. Schwer traumatisiert kommt sie ins Krankenhaus und ihre Eltern entscheiden sich für ein Verfahren, das sie alles vergessen lässt. Doch vergisst sie wirklich alles?

Eigentlich hört sich dieser Klappentext schon echt toll an. Man geht davon aus, dass man von einem richtig nervenaufreibenden Thriller gepackt und mitgezerrt wird, zumal dieses Buch auch als "Thriller des Jahres" vermarktet wird.
 Leider trifft das überhaupt nicht zu, zumindest meiner Meinung nach.

Es wird aus Sicht des Psychiaters Alan Forrester erzählt. Mit ihm begibt man sich auf die Suche nach Jennys Erinnerungen. 
Leider wird das alles davon begleitet, dass der Psychiater gleich die gesamte Familie therapieren muss, weil jeder irgendwo seine Geheimnisse hat. Aber wirklich vorwärts kommt man wärend der 130 Seiten, die ich gelesen habe, nicht.

Mein Fazit:

Für mich ist es definitiv nicht der Thriller des Jahres. Ich kam mir eher wie bei einer Erzählung vor, die trocken und langweilig vorgetragen wurde. Mir fehlte der Thrill, auch wenn die Geschichte des Mädchens sehr schlimm war. Trotzdem fehlten mir die Emotionen, die ein Thriller, oder egal welch anderes Genre, in mir auslöst. Ich fühlte mich nicht unterhalten und dementsprechend gelangweilt. Eigentlich kein Stern würdig, trotzdem muss ich dem Buch ja 1 Stern geben.