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Mittwoch, 10. Juli 2013

Rezi: Sebastian Willing - Bea geht - Ein Abschied auf Raten

Klappentext:

Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist.Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen.

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Erschienen bei Books on Demand ~*~ 9,95 €
Taschenbuchausgabe ~*~ 160 Seiten
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Inhalt:

Vorweg möchte ich sagen, das ich dieses Buch eigentlich gar nicht lesen wollte, denn ich lese nicht gerne Bücher über Schicksalsschläge, etc. Und doch wollte ich wissen, was mit der kleinen Bea los ist. Ich wollte wissen, warum die Eltern so kämpfen müssen.
Doch Sebastian Willing hat mich auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen.

Jung werden er und seine Frau Eltern. Es sieht auch alles gut aus, denn die Schwangerschaft und die Geburt verliefen normal. Und doch stellen die Eltern fest, das Bea sich nicht zeitgerecht entwickelt. Sie krabbelt nicht, fängt nicht an zu laufen und sprechen tut sie erst recht nicht.
Jahrelang werden Tests mit Bea und auch mit den Eltern gemacht, um festzustellen, woran sie leidet. Und doch können die Ärzte es nicht spezifizieren, worunter Bea leidet.
Immer häufiger leidet sie unter Anfälle, in denen ihre Muskeln sich einfach entspannen und sie zusammen klappt. Nur mit einem Notfallmedikament, welches die Eltern immer zu Hause haben, können sie das Mädchen aus einem solchen Anfall heraus holen.
Das schlimmste jedoch ist, dass Bea die kleinen Fortschritte, die sie gemacht hat, nach einem solchen schlimmen Anfall nicht mehr beherrscht. Diese Sachen fallen aber auch erst mit der Zeit auf.

Ich selbst bewundere die Eltern für ihre Kraft, dass sie sich so lange um Bea gekümmert haben. Denn das ist sicherlich nicht leicht gewesen.
Und es zeigt mir, wie bürokratisch Deutschland doch ist. Entscheidungen, die eigentlich schnell gefällt werden sollten, brauchen teilweise Wochen, wenn nicht sogar Monate.

Ich werde Bea´s Weg weiterhin verfolgen, denn Sebastian Willing hat einen Blog, wo er ebenfalls niederschreibt. www.pal-blog.de

Mein Fazit:

Eine faszinierende, bewegende und zugleich schicksalshafte Geschichte, die zeigt, mit Zusammenhalt, Kraft und Mut kann man auch solche Situationen meistern. 5 Sterne für den Mut, dieses Buch zu schreiben und uns Leser in die kleine Familie eintauchen zu lassen.

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