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Sonntag, 31. Dezember 2017

Rezi: Beate Maxian - Die Frau im hellblauen Kleid

Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte ...
Quelle Text und Bild: Heyne-Verlag







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Veröffentlicht im Heyne-Verlag (13.11.2017)
als TB gelesen ~*~ 448 Seiten
TB-Ausgabe: 10,99 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3453422124
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Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal 1927, als Käthe Schlögel sich für das Theater interessiert und sich auch dort bewirbt und dann einmal in der Gegenwart im Jahre 2015.  

Ich hatte zu Anfang Schwierigkeiten, in das Buch hinein zu finden. Ich kann nicht genau sagen, woran es gelegen hat. Vielleicht die vielen verschiedenen Personen oder aber an dem Schreibstil der Autorin. Ich fand ihn teilweise holperig, meinte noch den einen oder anderen Fehler gesehen zu haben. 
Ich muss auch sagen, dass ich die historischen Teile dieses Buches sehr viel lieber gelesen habe, als die Teile in der Gegenwart. Ich fand, die Autorin Beate Maxian hat hier sehr viel Herzblut und Recherche hineingelegt, was zu spüren war. Das soll aber nicht heißen, dass sie in dem Rest kein Herzblut hineingelegt hat. Vielmehr fand ich den historischen Teil viel interessanter. Ich habe mit Käthe mitgefiebert und mitgelitten. Und genau diese Emotionen fehlten mir in der Gegenwart. Marianne war die absolute Diva und das hat die Autorin super rüber gebracht. Ein Mensch, der alle anderen Mitmenschen verletzt, wenn auch unbeabsichtigt, um an ihre Ziele zu kommen, bzw. ihren Willen durchzusetzen. 
Ihre Tochter Vera wollte eigentlich auch Schauspielerin werden, doch gelingt ihr das mehr Schlecht als Recht. Sie war für mich sehr einfach gehalten. Ein unsicheres, graues Mäuschen. Unsicher ja, aber mir fehlte trotzdem die Farbe in ihrem Leben, und dieser Teil wurde erst zum Ende hin etwas angedeutet.
Sophie, die Tochter von Vera hingegen ist ebenfalls, wie schon Käthe und Marianne, ein aufsteigender Stern am Schauspielerhimmel. Doch sie wirkte für mich mit ihren jungen Jahren einfach noch viel zu kindlich. Sie wurde oft als Stur betitelt und doch kam es mir vor, als hätte ich einen Charakter vor mir, wenn dieser etwas nicht bekommt, was er möchte, stampft er mit den Füßen auf. 

Die Geschichte an sich fand ich echt toll. Sie war gut durchdacht und das gefiel mir. Die Zeit, als die Juden vernichtet wurden, hat sie äußert eindrucksvoll aufgeschrieben. Ich fühlte mit Käthe. Doch hat mir etwas an der Geschichte in der Gegenwart gefehlt, das gewisse Etwas. 



Die Geschichte von Käthe während der Vor- und Nachkriegszeit hätte durchaus ausgereicht, um dieses Buch zu füllen. Beate Maxian hat hier sehr sorgfältig recherchiert und es sehr echt rübergebracht. Leider gefiel mir die Gegenwart weniger gut. 3 Sterne für "Die Frau im hellblauen Kleid".

Donnerstag, 2. November 2017

Rezi: Isabelle Broom - Wintersterne

Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.
Quelle Bild und Text: Diana-Verlag








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Veröffentlicht im Heyne Verlag (09.10.2017)
als Taschenbuch gelesen ~*~ 448 Seiten
TB: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3-453-35910-9
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Ich habe mich, so glaube ich, die ersten 100-200 Seiten gefragt, was ich da lese. Ob es sich vielleicht um einen Reiseführer für die Stadt Prag handelt, denn es wurde durchaus sehr viel die Stadt beschrieben. Die 5 Hauptpersonen spielten nach meinem Gefühl eher eine Nebenrolle.
Später wurde es dann besser, das Gefühl eines Reiseführers wurde besser und ich konnte besseren Bezug zu den einzelnen Personen aufbauen.

Da wäre Megan, die eine sehr schwere Zeit hinter sich hat und an sich selber zweifelt, dank ihres ExFreundes.  Doch sie reist mit ihrem besten Freund nach Prag um zu fotografieren. Sie will ihre eigene Foto-Ausstellung vorbereiten, doch hat sie durchaus Versagensängste. 
Hope ist mit ihrem neuen Freund Charlie nach Prag gereist. Doch auch an ihr nagen Zweifel, so hat sie sich doch mit ihrer Tochter gestritten, sehr heftig sogar.
Und dann ist da noch Sophie. Eine ruhige, eher unscheinbare Person, die allein durch Prag schweift und darauf wartet, das ihr Freund nach kommt.
Alle drei lernen sich erst an der Hotelbar kennen und verbringen den einen oder anderen Abend zusammen. 

Nachdem die Anfangsschwierigkeiten weg waren, konnte ich, wie ich oben schon schrieb, Bezug zu den Personen aufbauen. Ich mochte alle drei Frauen auf ihre Art und Weise gern. Jede ein anderer, sicherlich auch schwieriger Charakter. Und doch hat die Geschichte mich nachdenklich gestimmt. 
Es war das erste Buch seit langen, welches ich beendet habe, bei dem ich nicht sofort das Buch zugeschlagen und ein neues angefangen habe. 

Ich möchte nicht weiter ausholen, was dieses Buch und seine Geschichte angeht. Ich kann nur sagen, lest es, es lohnt sich. Ich habe mittlerweile ein Reiseziel mehr auf meiner Liste, welche Städte ich gern mal besuchen möchte.

Eine klare Leseempfehlung, um in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Eine Stadt, die ihren Charme hat und den die Autorin sehr gut rübergebracht hat. Trotz der Anfangsschwierigkeiten gebe ich dem Buch 5 Sterne!!!!


Weitere Bücher der Autorin:

- Olivensommer