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Donnerstag, 2. August 2018

Rezi: Liz Fenwick - Das Leuchten des Meeres

Cornwall 1943: Als sich die Schwestern Adele und Amelia im Schatten des Krieges Lebewohl sagen, ahnen sie nicht, dass eine folgenschwere Tat ihr Schicksal für immer bestimmen wird. – Cape Cod 2015: Vor seinem Tod spricht Laras geliebter Urgroßvater nur ein Wort: »Adele«. Die junge Starköchin steht vor einem Rätsel, denn dies ist nicht der Name seiner früh verstorbenen Frau. Mitten in einer persönlichen Krise macht sie sich auf nach Cornwall, in die Heimat ihrer Urgroßmutter Amelia. Lara hofft, dort ihre Wurzeln zu finden, und stößt auf ein tragisches Geheimnis, das die Geschicke der Familie über Generationen geprägt hat …






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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (08.06.2018)
als Taschenbuch gelesen ~*~ 608 Seiten
Taschenbuch: 10,00 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3-442-48757-8
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Dieses Buch spielt mitten im zweiten Weltkrieg. Ich als Leser bekomme mit, wie die Ausbildung der beiden Zwillingsschwestern Adele und Amelia beginnt und wie unterschiedlich sie doch sind. Und doch sind die beiden sehr stark miteinander verbunden, wie sich immer wieder im Laufe des Buches zeigt.
Adele wird zur Funkerin ausgebildet und so erlebte ich auch das Militärmanöver Operation Tiger. Dieses Manöver hat es tatsächlich gegeben, wie die Autorin später im Nachwort erzählt. 
Die Autorin hat es geschafft, dass ich diese verschlüsselten Nachrichten wirklich hörte, denn sie hat es so lebhaft und so gut beschrieben, dass es nicht schwer war, sich diese Töne vorzustellen.  
Amelia beginnt eine Ausbildung zur Fahrerin und lebt ein völlig anderes Leben als ihre Schwester.

Unterteilt ist das Buch in zwei Erzählsträngen. Im zweiten Erzählstrang lerne ich Lara kennen. Die Gegenwart spielt im Jahre 2015. Lara hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und flüchtet aus den USA nach Cornwall, denn auch ihren Job hat sie verloren und ihren Urgroßvater. Sie braucht dringend eine Auszeit, möchte aber auch heraus finden, was die letzten Worte ihres Urgroßvaters zu bedeuten haben. 

Mir wurde relativ schnell klar, was eventuell geschehen sein könnte, aber ich wollte wissen, wie die Autorin das gelöst hat.
Mit ihrem tollen Schreibstil hat sie mich sofort in ihren Bann gezogen. Auch wenn die Autorin sehr lange braucht, um das Geheimnis zu lösen, fand ich es jetzt nicht als zu lang. Vielleicht hätte man das eine oder andere einkürzen können, doch das müsste nicht sein.


Ich habe das Buch sehr gern gelesen, habe mich sehr gern in eine andere Zeit hineinversetzen lassen. Ich fühlte mich gut unterhalten und auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Ich gebe dem Buch gerne 5 Sterne.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf mein Urteil über das Buch.


Weitere Bücher von Liz Fenwick:

  • Sterne über Cornwall
  • Ein Sommer in Cornwall
  • Ein Garten in Cornwall

Sonntag, 31. Dezember 2017

Rezi: Beate Maxian - Die Frau im hellblauen Kleid

Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte ...
Quelle Text und Bild: Heyne-Verlag







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Veröffentlicht im Heyne-Verlag (13.11.2017)
als TB gelesen ~*~ 448 Seiten
TB-Ausgabe: 10,99 € ~*~ E-Book: 9,99 €
ISBN: 978-3453422124
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Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal 1927, als Käthe Schlögel sich für das Theater interessiert und sich auch dort bewirbt und dann einmal in der Gegenwart im Jahre 2015.  

Ich hatte zu Anfang Schwierigkeiten, in das Buch hinein zu finden. Ich kann nicht genau sagen, woran es gelegen hat. Vielleicht die vielen verschiedenen Personen oder aber an dem Schreibstil der Autorin. Ich fand ihn teilweise holperig, meinte noch den einen oder anderen Fehler gesehen zu haben. 
Ich muss auch sagen, dass ich die historischen Teile dieses Buches sehr viel lieber gelesen habe, als die Teile in der Gegenwart. Ich fand, die Autorin Beate Maxian hat hier sehr viel Herzblut und Recherche hineingelegt, was zu spüren war. Das soll aber nicht heißen, dass sie in dem Rest kein Herzblut hineingelegt hat. Vielmehr fand ich den historischen Teil viel interessanter. Ich habe mit Käthe mitgefiebert und mitgelitten. Und genau diese Emotionen fehlten mir in der Gegenwart. Marianne war die absolute Diva und das hat die Autorin super rüber gebracht. Ein Mensch, der alle anderen Mitmenschen verletzt, wenn auch unbeabsichtigt, um an ihre Ziele zu kommen, bzw. ihren Willen durchzusetzen. 
Ihre Tochter Vera wollte eigentlich auch Schauspielerin werden, doch gelingt ihr das mehr Schlecht als Recht. Sie war für mich sehr einfach gehalten. Ein unsicheres, graues Mäuschen. Unsicher ja, aber mir fehlte trotzdem die Farbe in ihrem Leben, und dieser Teil wurde erst zum Ende hin etwas angedeutet.
Sophie, die Tochter von Vera hingegen ist ebenfalls, wie schon Käthe und Marianne, ein aufsteigender Stern am Schauspielerhimmel. Doch sie wirkte für mich mit ihren jungen Jahren einfach noch viel zu kindlich. Sie wurde oft als Stur betitelt und doch kam es mir vor, als hätte ich einen Charakter vor mir, wenn dieser etwas nicht bekommt, was er möchte, stampft er mit den Füßen auf. 

Die Geschichte an sich fand ich echt toll. Sie war gut durchdacht und das gefiel mir. Die Zeit, als die Juden vernichtet wurden, hat sie äußert eindrucksvoll aufgeschrieben. Ich fühlte mit Käthe. Doch hat mir etwas an der Geschichte in der Gegenwart gefehlt, das gewisse Etwas. 



Die Geschichte von Käthe während der Vor- und Nachkriegszeit hätte durchaus ausgereicht, um dieses Buch zu füllen. Beate Maxian hat hier sehr sorgfältig recherchiert und es sehr echt rübergebracht. Leider gefiel mir die Gegenwart weniger gut. 3 Sterne für "Die Frau im hellblauen Kleid".

Dienstag, 22. März 2016

Rezi: Ellin Carsta - Die heimliche Heilerin

Klappentext:


Heidelberg 1388: Die junge Madlen steht schon früh im Dienst einer Hebamme und hilft ihr bei Geburten und der Behandlung von Frauenleiden. Neben ihrem umfassenden Wissen über Kräuter, durch die sie Schmerzen lindert, stößt sie während einer Geburt eher zufällig auf die beruhigende Wirkung durch flackerndes Kerzenlicht in Verbindung mit gesprochenen Psalmen. Natürlich darf niemand etwas von dieser besonderen Methode erfahren, schließlich kann es sich hierbei nur um Hexenwerk handeln.
Eines Tages wird sie zu einer angesehenen Bürgerin gerufen, die hochschwanger ist und offensichtlich körperlich misshandelt wurde. Madlen kann zwar das Leben der Frau retten, nicht jedoch deren Baby. Der Ehemann beschuldigt die Heilerin, das Kind mit Hilfe von Kräutern vergiftet zu haben. Damit beginnen für Madlen ihre Flucht und der Kampf um die Wahrheit, sie erfährt viel Liebe und Zuneigung und wird gleichzeitig mit blankem Hass konfrontiert.

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Veröffentlicht über Amazon (09.06.2015)
Als E-Book gelesen ~*~ 480 Seiten
E-Book 4,99 € ~*~ Taschenbuch 9,99 €
ISBN: 978-1503946132
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Inhalt:

Madlen muss mit ansehen, wie die Hebamme der Stadt bei einem Feuer ums Leben kommt. Bei ihr lernte sie den Umgang mit Kräutern und half bei Geburten, etc.
Bei einer schweren Geburt fand sie heraus, dass Kerzenlicht die Patienten beruhigt. Nebenbei sagte sie Psalmen auf. Die Hebamme warnte Madlen davor, dieses weiter anzuwenden, irgendwann werde man sie dafür aufknüpfen.
Madlen hatte sich geschworen, nie wieder etwas mit Kräutern zu machen, geschweige denn den Frauen bei der Geburt zu helfen. Doch als sie zu einer hochschwangeren Patrizierin gerufen wird, eilt sie zur Hilfe. Dabei muss sie erkennen, dass die Frau von ihrem Mann misshandelt wurde. Sie muss das Leben der Frau retten, denn das Kind, welches sie unter ihrem Herzen trägt, ist bereits tot, vermutlich durch die Schläge ihres Mannes. Die Patrizierin ist dankbar, dass sie ihr das Leben gerettet hat.
Doch wenig später wird Madlen zum Stadtoberhaupt geführt, denn man erhebt schwere Vorwürfe gegen sie.
Als sie wenig später nach Worms geht, glaubt sie erst, dass sie zur Ruhe kommen kann, hat sie doch Unterschlupf bei ihrer Tante gefunden. 

Madlen ist eine junge Frau, die viel Mist in ihrem junge Leben erlebt hat. Vater ein Alkoholiker, der sie auf Biegen und Brechen verheiraten will, hat er doch schon vorweg Geld für sie kassiert. Einzig ihr Bruder ist ihr wohlgesonnen und unterstützt sie bei ihrer Flucht.
Sie wird von der Autorin als Schüchtern und zurückhaltend dargestellt, die im Laufe der Geschichte immer mehr an ihren Problemen wächst und diese zu lösen versucht. Dennoch werden ihr viele Steine in den Weg gelegt, an denen sie häufig zu verzweifeln droht.
Auch der Charakter ihrer Tante gefällt mir sehr gut. So wird dem Leser aufgezeigt, wie stark auch eine Frau zu den damaligen Zeiten sein kann, und dennoch ohne Mann aufgeschmissen zu sein scheint.
Einzig und allein einige Nebencharaktere gefielen mir nicht so gut. Waren sie doch etwas schwarz-weiß gezeichnet mit weniger Tiefe, als die Hauptcharaktere. Natürlich ist es nicht möglich, jeden Charakter derartig lebendig zu gestalten, denn so einen Charakter zu gestalten, der auch noch glaubwürdig erscheint, ist sehr schwer.

Die Landschaften hat Ellin Carsta in meinen Augen wunderbar gestaltet. Es kam mir vor, als wäre ich Zuschauerin zu der Zeit gewesen, um den Weg von Madlen zu verfolgen. Und auch die Kleider konnte ich mir bildlich vorstellen.

Das Cover ist schlicht, aber doch sehr schön gestaltet, genau passend zum Thema des Heilens.

Was mich besonders in den Bann der Geschichte gezogen hat, war der tolle Schreibstil der Autorin. Spannend und flüssig geschrieben, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als immer weiter zu lesen.

Mein Fazit:

Etwas mehr Tiefgang bei dem einen oder anderen Charakter hätte ich mir gewünscht, dennoch zog mich die Geschichte in ihren Bann. 4,5 Sterne für "Die heimliche Heilerin" von Ellin Carsta.


Weitere Bücher der Autorin:

Die unbeugsame Händlerstochter

Dienstag, 15. März 2016

Rezi: Ellin Carsta - Die unbeugsame Händlerstochter

Klappentext:

Köln 1351: Elisabeth und Stephen Hardenstein sind Zwillinge, könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein. Während Elisabeth mit Begeisterung schon als Kind alles aufsaugt, was den Tuchhandel ihres Vaters betrifft, liegt es Stephen mehr, ein leichtes Leben zu führen. Die Händlerstochter geht ihrem Vater bei der Prüfung der Waren und bei der Buchhaltung zur Hand. Sie fühlt ihre Berufung zur Händlerin.
Als der Vater einen Schlaganfall erleidet, ändert sich die Situation dramatisch. Stephen übernimmt das Ruder im elterlichen Betrieb. Durch sein leichtfertiges Vorgehen schließt er immer wieder schlechte Geschäfte ab und häuft Schulden an. Seine Schwester möchte er so schnell wie möglich mit dem nächstbesten Werber verheiraten. Elisabeth ist verzweifelt, jedoch ebenso entschlossen, sich gegen die Pläne des Bruders zur Wehr zu setzen und das Familienunternehmen zu retten.


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Veröffentlicht über Amazon (23.02.2016)
Als E-Book gelesen ~*~ 382 Seiten
E-Book 4,99 € ~*~ Taschenbuch 9,99 €
ISBN: 978-1503935112
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Inhalt:

Die Geschichte handelt von Zwillingen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Stephen Hardenstein ist das schwarze Schaf der Familie. Er führt ein leichtes Leben und verschleudert sein Geld.
Seine Schwester Elisabeth hingegen ist bei ihrem Vater in Lehre gegangen und hat alles aufgesogen über die Buchhaltung, das Handeln mit Tüchern, etc. Sie weiß was sie will und als ihr Vater einen Schlaganfall erleidet, ergreift sie die Gelegenheit und hält den Tuchhandel des Vaters am Laufen. Mit viel Erfolg, wie sich hinterher rausstellt.
Doch ihr Bruder ist ein großer Neider und ihm gefällt es nicht, dass seine Schwester das Familienunternehmen leitet, sollte er doch eigentlich die Nachfolge seines Vaters antreten.
Mit List und Tücke verschafft er sich das Unternehmen und überlässt seiner Schwester durch einer weiteren List, seine Schulden.

Ellin Carsta hat eindrucksvoll geschildert, wie es zu der Zeit in Köln war. Viele Händler blieben aus, denn es regnete sehr viel. Der Handel lief schlecht und jeder musste sich etwas einfallen lassen, um zu bestehen.
Sie hat mir Elisabeth als eine sehr starke junge Frau geschildert, die aber erst einen Wink brauchte, um auch diesen Weg anzutreten, denn zu der Zeit war es nicht einfach, in der Männerwelt zu bestehen, wenn überhaupt. Es war eigentlich verpönt, wenn eine Frau ein Geschäft führte. Und diesen Wink gab ihr die Jüdin Rachel.
Auch die anderen Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet. Stephen, der sich als absolutes schwarzes Schaf entpuppte, die Mutter, die nur im Bett lag und auch das Gesinde war sehr schön beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin war sehr leicht zu lesen. Normalerweise sind historische Romane elendig lang, aber hierbei dachte ich mir: Wie schon zu Ende?  Ein bisschen habe ich mir gewünscht, das mir alles so gelingen würde im Leben, wie Elisabeth, aber im realen Leben läuft es leider nicht immer so rund. Das ist jetzt aber nicht als Kritik gemeint.

Mein Fazit:

Ein toller historischer Roman, der mich mitgerissen hat. Der mich hat mitfiebern lassen, der mir gezeigt hat, wenn man den nötigen Willen hat, dass man dann auch fast alles schaffen kann. 5 Sterne für Ellin Carta und "Die unbeugsame Händlerstochter".

Montag, 14. Dezember 2015

Rezi: Izabelle Jardin - Bernsteintränen

Klappentext:

»Halt dich nicht mit Gefühlsduseleien auf. Geh deinen Weg, schau weder rechts noch links, nutz deine Bildung zum Erfolg!«
Mit diesem Leitspruch ist Nicola bisher ausgezeichnet durchs Leben gekommen. Als Justitiarin eines international agierenden Unternehmens steht ihr eine glänzende Karriere bevor. Eine große Liebe, die sie von ihrem Weg abbringen konnte, hat sie noch nie erlebt. Bis ausgerechnet eine Geschäftsreise in das Land des Bernsteins alles auf den Kopf stellt. Unversehens gerät sie in einen Strudel aus Vergangenheit und Gegenwart, der sie dazu bringt, ihr Lebensmotto infrage zu stellen und mehr als nur das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen.


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Amazon Publishing (17.11.2015)
Als E-Book gelesen ~*~ 388 Seiten
Taschenbuch ~*~ 9,99 €
ISBN: 978-1503953895
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Inhalt:

Glück im Job, Pech in der Liebe, so könnte man Nicolas bisheriges Leben bezeichnen. Ihr Ex-Freund will nicht einsehen, dass er nun ihr Ex ist und versteht ihre Beweggründe überhaupt nicht, warum sie Schluss gemacht hat.
Und wieder sieht sie sich in dem Satz ihrer Mutter bestärkt: "Halt dich nicht Gefühlsduseleien auf."

Als sie von ihrem Chef gebeten wird, einen Auftrag in Polen zu übernehmen, nimmt sie diesen Job sehr gern an und begibt sich auf den Weg nach Polen. Doch dieser Weg stellt sich als nicht sehr einfach heraus. Mit Müh und Not findet sie eine Werkstatt und kann sich mit Händen und Füßen verständigen, denn das Auto ihres Chefs hat schlapp gemacht. Sie bekommt zwar einen Leihwagen, doch wie sich herausstellt, funktioniert die Heizung nicht und das mitten im Winter.
Völlig übermüdet und durchgefroren kommt sie in dem Ort an, doch es gibt kein Hotel,bzw. die Gastwirtschaft mit Schlafmöglichkeit hat geschlossen. Und so landet sie bei Marcin im Gästehaus.

Was sie zunächst nicht ahnt, dass Grundstück, welches sie sich im Auftrag ihres Chefs anschauen soll, genau auf diesem Grundstück steht Marcin´s Gästehaus. Doch das bekommt sie erst im Laufe der Verhandlungen mit dem Markler heraus.

Eine tiefgreifende Geschichte, die die Autorin hier zu Papier gebracht hat, mit historischem Hintergrund, die einen nicht kalt lassen kann.

Die tolle Ausarbeitung der Charaktere hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte mir sämtliche Personen sehr genau vorstellen. Gerade den Bürgermeister von dem kleinen Ort in Polen mochte ich sehr gern leiden. Aber auch die Großmutter von Nicola. Eine herzensgute Dame, die man einfach nur knuddeln möchte. Ich glaube, eine solche Großmutter wünscht sich ein jedes Kind. 

Nicola selber hat mir als Charakter auch sehr gut gefallen. Ein Charakter mit seinen Stärken und Schwächen. Sie ist ziemlich zielstrebig und erfolgsorientiert. Was sie sich in den Kopf gesetzt hat, erreicht sie auch. 
Aber auch Marcin ist ein interessanter Charakter, der sehr skeptisch ist, sein Herz nicht gern jemanden öffnet, da er Angst hat, nochmal verletzt zu werden.

Alles in allem ist der Autorin eine wunderbare Geschichte gelungen, die einen zum nachdenken bringt, und womöglich auch ein paar Tränchen fließen lässt. Ihr Schreibstil ist sehr leicht zu lesen, nimmt einen mit in eine wunderbare Welt!
Lest sie einfach und bildet euch eure eigene Meinung. Es lohnt sich wirklich!

Mein Fazit:

5 Sterne, mehr gibt es nicht zu sagen. Einfach eine wunderbare, tolle Geschichte!!!!!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Rezi: Helga Glaesener - Die Hexe und der Leichendieb

Klappentext:

1632: Schwarze Magie und eine Liebe unter Ausgestoßenen

Als Sophie den Herrn der Wildenburg heiratet, hofft sie auf eine glückliche Ehe. Doch ihr Mann ist gewalttätig und einer schönen, jungen Hexe verfallen. Sophie flieht von der Burg und versteckt sich in den Wäldern der Eifel. Da begegnet sie einem Mann, der selbst auf der Flucht ist. Er ist ein verurteilter Mörder. Die Leute nennen ihn den Leichendieb. Aber ist er wirklich ein kaltblütiger Verbrecher? Sophie wird in eine mysteriöse Teufelei verstrickt, in der Gut und Böse bald nicht mehr zu unterscheiden sind.





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Erschienen im List-Verlag ~*~ 416 Seiten
Taschenbuchausgabe ~*~ 9,99 €
ISBN: 978-3471300084
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Inhalt:

Sophie, ein 17jähriges Mädchen, heiratet den Herrn der Wildenburg, Marsillius. Doch leider verläuft die Ehe nicht so, wie Sophie es sich gewünscht hätte. Marsillius hat eine Geliebte, das weiß sogar das ganze Gesinde, welches auf der Burg und außerhalb wohnt.
Das ganze Gesinde hört nicht auf Sophie, was ihr noch mehr zu schaffen macht. Und sind es doch Menschen, die ihr zugetan sind, so verschwinden diese bald spurlos. Sophie vermutet, dass hinter allem Edith, die Geliebte und Hexe von Marsillius, steckt. Edith, die so wunderschön ist, und Sophie hasst, weil diese ihren Platz eingenommen hat, als die Frau an der Seite von Marsillius.
Als Sophie schwanger wird, entkommt sie nur knapp einer Fehlgeburt. Doch zu allem Übel ist das noch nicht genug. Als die Wehen eintreten, ist sie im Hexenturm eingesperrt. 
Es gelingt ihr die Flucht, doch nicht lange. 
Was steckt wirklich hinter den Hexereien, die Sophie während ihrer Wehen gesehen hat? Und ist sie einem Werwolf begegnet?

Die Geschichte spielt im 30jährigen Krieg in der Eifel. 
Als Leserin habe ich Sophie kennen gelernt und habe sie von Anfang an gemocht. Ein wenig blauäugig und kindlich wirkt sie und doch kann man gar nicht anders, als sie zu mögen.
Allerdings muss ich auch zugeben, das ich ein paar Probleme hatte, in die Geschichte rein zu kommen. Das lag zum einen an den verschiedenen Charakteren, die ich erst nach und nach zuordnen konnte, als auch an dem ungewohnten Schreibstil. Dies ist erst mein 2. historischer Roman gewesen.

Dennoch hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, es war eine gewisse Spannung von der ersten bis zur letzten Seite da und das hat mir sehr gut gefallen. Ich wollte wissen, wie die Geschichte ausgeht, was es mit dem Brief auf sich hat, von dem Marx sprach und ob Marx wirklich ein Hexer ist. Und was es mit dem Werwolf auf sich hatte.

Mein Fazit:

Bei meinem zweiten historischen Roman bin ich wesentlich erfolgreicher durchs Buch gekommen. Die Geschichte hat mich interessiert und fasziniert. 4 Sterne für dieses Buch.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Rezi: Isabel Beto - An den Ufern des goldenen Flusses

Klappentext: 

Fluss der Sehnsucht

1815: Ein Sturm tobt vor der Küste Venezuelas. Auf der Seuten Deern bangen Janna Sievers und ihr Verlobter Reinmar um ihr Leben. Ihr Ziel: Die Stadt Angostura, wo sie mit einer Pferdezucht ihr Glück machen wollen. Zu Hause in Hamburg hat Janna immer mit wohligem Schaudern von den Abenteuern des schiffbrüchigen Robinson Crusoe gelesen. Dass sie sein Schicksal einmal teilen würde, hätte sie nie gedacht - bis sie allein an der Küste des fremden Kontinents strandet. Sie ist auf die Hilfe des wortkarten Halb-Indios Arturo angewiesen, um nach Angostura zu gelangen. Dort hofft sie, Reinmar wiederzufinden. Doch Arturo hat sein eigenes Ziel: den Goldschatz eines sagenumwobenen Inkakönigs an den Quellen des Orinocos. Auf einer schicksalshaften Flussfahrt wird sich Jannas Leben für immer verändern.

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Erschienen im Rowohlt Verlag ~*~ 9,99 €
Taschenbuchausgabe ~*~ 544 Seiten
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Inhalt:

Janna ist mit ihrem Verlobten Reinmar und ihrer Anstandsdame auf den Weg nach Venezuela. Dort wollen sie eine Pferdezucht eröffnen und damit ihr Geld machen und hoffentlich auch ihr Glück.
Doch ihr Schiff gerät kurz vor der Küste in einen heftigen Sturm. Es gelingt ihnen zwar allen das Schiff zu verlassen, doch das kleine Boot, welches zur Küste übersetzen soll, kentert und Janna wird an die Küste angeschwemmt. Dort wird sie von dem Halb-Indio Arturo aufgelesen und mitgenommen. Er ist sehr schweigsam und behandelt Janna nicht gerade zuvorkommend. Dennoch sieht sie in ihm die Chance, nach Angostura zu gelangen, um dort hoffentlich Reinmar wiederzusehen.
Doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihr und so erfährt sie von Arturo von einem Goldschatz eines Inkakönigs, den er unbedingt finden möchte.
Und immer wieder fragt sie sich: "Werde ich jemals wieder von Reinmars Arme umschlossen werden?"

Ich muss sagen, ich fand die Anstandsdame sehr witzig. Aber früher ist es nunmal so gewesen, das die Frau immer eine Anstandsdame dabei hatte, die ein wenig auf die Tugend des Mädchens achtete. Auch haben mir die Charaktere von Janna und Arturo gefallen.
Allerdings mochte ich Reinmar nicht. Er wirkte hochgestochen und oberflächlich. Das mag ich nicht sonderlich und das hat sich auch im Laufe des Buches nicht geändert.

Was mich ebenfalls an der Geschichte der Autorin gestört hat, sie ist auf ein bestimmtes Thema im Laufe des Buches gar nicht mehr eingegangen. Klar, es war irgendwo erledigt, und doch hätte ich mir gewünscht, dass sie da noch etwas mehr heraus geholt hätte.
Die Kriegsszenen, die die Autorin in dem Buch verbastelt hat, waren toll beschrieben. Toll hört sich eigentlich nicht gut an, aber Kriegsszenen so zu beschreiben, dass sich der Leser das vorstellen kann, ist schon schwer, finde ich. Dennoch muss ich sagen, das ich persönlich hier sehr viel quer gelesen habe.

Ansonsten muss ich sagen, dass das Cover sehr schön ist. Es lädt zum träumen ein und es sprach mich auch sofort an, als ich das Buch gesehen habe.

Mein Fazit:

Historische Romane sind eigentlich nicht wirklich mein Genre und ich tu mich doch immer etwas schwerer damit, lese sie aber trotzdem.
Dennoch muss ich sagen, das mich die Geschichte nicht so sehr vom Hocker gehauen hat, wie ich zu Anfang dachte, denn das Cover und der Klappentext versprechen ja schon einiges. Alles in allem gebe ich dem Buch 3 Sterne!

Mittwoch, 22. August 2012

Rezi: Susannah Kells - Das Hexenamulett

England, im 17. Jahrhundert: Die junge Dorcas wächst in einem so frommen, wie strengen Elternhaus auf. Als sie heimlich nackt ein Band im Fluss nimmt, wird sie von dem jungen Adeligen Toby Lazen überrascht. Doch auch ihr missgünstiger Bruder Ebenezer hat alles mitverfolgt. Als Dorcas daraufhin an einen ältlichen Glaubensbruder verheiratet werden soll, sucht sie ihr Heil in der Flucht. Im Studierzimmer des Vaters hat sie zuvor ein seltsames Amulett gefunden. Und einen Brief: Das Schmuckstück sei der Schlüssel zu ihrer Vergangenheit. Als sie Toby wieder trifft, brennt ihr Herz bald lichterloh für ihn. So lichterloh wie die Scheiterhaufen vor dem Tower von London...




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Erschienen im rororo-Verlag ~*~ 592 Seiten
Taschenbuchausgabe ~*~ 8,95 €
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Ich habe mir das Buch von einer netten Bekannten ausgeliehen. Vielen lieben Dank liebe Fluse, das ich es lesen durfte.

Tja, was kann ich sagen? Das war mein erstes historisches Buch. Es war gar nicht so schlecht kann ich sagen, trotzdem habe ich mich schwer getan, dieses Buch zu lesen. Bzw. erstmal damit anzufangen.

Dorcas wächst im laufe des Buches einem sehr ans Herz und ich habe mit ihr mitgelitten. Dorcas ist ein sehr hübsches Mädchen und bald darauf stellt sich heraus, das sie gar nicht die Tochter von Matthew Slythe. Dorcas wurde dort aufgenommen, weil sie die Tochter seiner Schwägerin war. Diese starb allerdings kurz nach der Geburt im Kindbett.
Nach dem Tod ihres Stiefvaters findet sie im Studierzimmer von ihm ein seltsames Amulett, welches sie an sich nimmt. In dem Brief geht es um einen Bund, bei dem es um viel Geld geht.
Sie flüchtet, als sie mit dem Glaubensbruder verheiratet werden soll. Sie macht sich auf den Weg um Toby zu finden.
Mit ihm flüchtet sie nach der Zwangsverheiratung und wird bei Lady Lazender aufgenommen, der Mutter von Toby.
Sie hat dort eine schöne Zeit, doch der Frieden währt nicht lange.

Das Buch war zum Teil sehr spannend geschrieben, andere Sachen waren für mich sehr unrealistisch, so das ich sie nicht wirklich nachvollziehen konnte.
An anderen Stellen hat sich das Buch doch arg hingezogen wie Kaugummi, wo ich teils schon drauf und dran war, das Buch beiseite zu legen.
Ich wollte aber doch immer noch wissen, wie es mit Campion alias Dorcas weiter geht.
Zum Ende hin wurde es wieder spannend und auch sehr schön. Aber ich möchte euch nicht die Leselust verderben, indem ich einiges vorweg nehme.
Das Buch 591 Seiten, was mich ebenfalls ein wenig abschreckte. Gut und gerne hätten aber bestimmt 100-200 Seiten weniger in dem Buch sein können, wo man die langweiligeren Passagen hätte rausnehmen können.



Meine Meinung zu diesem Buch beläuft sich auf 3,5 Sterne. Warum nur 3,5 Sterne, wenn es mir im groben und ganzen doch gefallen hat?
Das Cover, so wie ihr es oben seht, hat mir gar nicht gefallen und passt in meinen Augen so gar nicht zu dem Buch, dann das langgezogenen in dem Buch.