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Montag, 25. März 2019

Rezi: Peter Beck - Die Spur des Geldes

In einem Schacht beim Tegeler See wird ein Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke gefunden, grausam zu Tode gefoltert. Schnell zeigt sich: Er war in dubiose Bankgeschäfte verwickelt. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, will gemeinsam mit dem LKA Licht in die Angelegenheit bringen und stößt in den Wasserwerken von London, München und Zürich auf verdächtige Machenschaften. Ist Europas Trinkwasser in Gefahr?
Quelle Bild und Text: Emons-Verlag









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Veröffentlicht im emons-Verlag (21.03.2019)
als TB gelesen ~*~ 432 Seiten
Taschenbuch: 14,95 € ~*~ E-Book 9,49 €
ISBN: 978-3-7408-0499-2
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Ich habe immer mal wieder Peter Beck gegooglet, nachdem ich vor ca. 2 Jahren schon Korrosion gelesen habe. Ich wollte wissen, wann das neue Buch des Autors erscheint. Irgendwie bekam ich nie das zu lesen, was ich lesen wollte und auf einmal hatte ich eine Mail vom Autoren selbst im Kasten. Ich habe mich echt gefreut, denn er ist furchtbar nett, wie ihr auch in meinem Interview mit ihm lesen könnt. Aber nun zum Buch:

Tom Winter erhält von seinem Vorgesetzten, dem Chef einer großen Bank der Schweiz, den Auftrag, ein wenig in der Angelegenheit Otto Harnisch zu forschen. Dieser Mann wurde tot in einem Schacht beim Tegeler See gefunden. Aber warum hatte dieser Mann ein Konto bei der Schweizer Bank, lebte er doch in Berlin?
Tom Winter stellt seine eigenen Nachforschungen an, und reist nach Berlin. Doch kaum ist er dort, bekommen die Behörden vor Ort, aber auch Tom selber mit einer weiteren Leiche zu tun. Sie wird gezielt getötet, als Tom mit ihr reden wollte. Doch warum? Was hatte sie mit dem anderen Toten zu tun? Oder gibt es da überhaupt einen Zusammenhang?

Ich möchte gar nicht mehr zum Inhalt verraten, denn es lohnt sich definitiv, dieses Buch zu lesen und das schreibe ich nicht, weil ich dieses Buch vom Verlag bekommen habe, sondern weil dies meine ehrliche Meinung ist.
Dieses Buch fand ich sogar noch ein wenig besser als den Vorgänger "Korrosion", obwohl der Thriller auch schon sehr gut war.
Tom hat sich in meinen Augen weiter entwickelt. Natürlich läuft auch in diesem Buch nicht alles glatt, so verliert Winter sein Haus, wird außer Gefecht gesetzt, etc. Und doch war hier wieder das gewisse Etwas, was mich am lesen hielt und ich immer weiter wissen wollte, was passiert. Was könnte es sein, dem Tom da auf der Spur ist? Das es was mit Wasser zu tun hat, wird schnell klar, aber was genau? Ganz besonders sympathisch finde ich die Figur Tom Winter, weil sie nicht perfekt ist. Er wird ja vom Aussehen nie beschrieben, so habe ich als Leser eine eigene Meinung und kann mein eigenes Bild zaubern, wie ich ihn mir vorstelle. Aber gerade dieses "Nicht-Perfekt-sein" macht ihn sympathisch und authentisch.
Ich muss schon sagen, ziemlich beängstigend, wenn es so passieren würde.

Peter Beck hat wieder mit seinem Schreibstil überzeugt. Manchmal nicht immer einfach, aber trotzdem super zu lesen. Nicht jeder Autor schafft es, die Leichtigkeit im Schreibstil beizubehalten, wenn er Fachausdrücke und diverse Fremdworte in die Geschichte mit einfließen lässt.
Auch an Witz hat er es nicht fehlen lassen.


Eine tolle Fortsetzung von Tom Winter, wobei ich definitiv betonen möchte, dass man dieses Buch auch lesen kann, ohne die Vorkenntnis der anderen Bücher zu haben. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen, nur die Figuren rund um die Schweizer Bank kommen in allen Bänden vor. 5 Sterne für "Die Spur des Geldes".

Ich danke Peter Beck für die Kontaktaufnahme, sowie der Geduld, alle meine Fragen zu beantworten. Ebenso danke ich dem Emons-Verlag, für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine ehrliche und objektive Meinung!


Die Reihe um Tom Winter:

  • Söldner des Geldes
  • Korrosion
  • Die Spur des Geldes


Donnerstag, 14. März 2019

Interview mit Peter Beck zu Die Spur des Geldes

Hallo ihr Lieben!

Heute komme ich mal wieder mit einem Interview eines sehr sympathischen Autoren zu euch. 

Peter Beck schrieb die Thriller "Söldner des Geldes" und "Korrosion". Die Bücher handeln von Tom Winter, der Sicherheitschef einer großen Bank in der Schweiz ist. Lest in dem Interview, wie es mit Tom Winter weiter geht, und was Peter Beck privat so treibt, wie er zum Schreiben kam und vieles mehr. 

Das Buch wird am 21.03.2019 erscheinen. Also Save the Date!!!!!!

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen!!!!
Copyright des Bildes: Sonja Riedel

 

1. In Deinen Büchern ist Tom Winter Sicherheitschef einer großen Bank in der Schweiz. War Dir von Anfang an klar, dass Deine Figur ein Sicherheitschef ist und nicht Polizist, Detektiv oder dergleichen? Warst Du der Meinung, der Leser braucht mal etwas neues? Also was neues in Form eines Berufes. 

Genau, die Rolle von Tom Winter ist in der Krimilandschaft einmalig. Für mich als Autor ist sie ideal. Ich kann den Sicherheitschef einer Privatbank überall hinschicken, geographisch, aber auch thematisch. Winters Bank hat Kunden auf der ganzen Welt. Einige davon haben keine blütenweisse Weste. Und da tote Kunden bekanntlich schlecht für’s Geschäft sind, wird es Winter nie langweilig...

Als Sicherheitschef hat Winter zudem eine spezielle Insider-Perspektive. Er sieht, wo das Geld herkommt und wohin es fliesst. Aber seine Rolle ist nicht immer ganz einfach, denn er ist immer im Sandwich zwischen seinem moralischen Kompass und dem cholerischen Chef, der noch mehr Geld verdienen will. Die Konflikte sind also vorprogrammiert.


2. Tom reist während seiner Fälle sehr viel durch die Welt. In "Die Spur des Geldes" reist Tom unter anderem in die Türkei oder auch nach Russland. Wie bist Du darauf gekommen, genau dort die Geschichte spielen zu lassen?  (noch habe ich es ja nicht gelesen, deswegen verzeih mir die Frage, falls sie blöd ist :) ) 

Ich bin durch Russland gereist, habe türkische Freunde und liebe es, Winter an spannende Schauplätze zu schicken. DIE SPUR DES GELDES beginnt zuerst harmlos, mit einer einfachen Routineanfrage des Berliner LKA zu einem dubiosen Konto bei Winters Bank. Als sich herausstellt, dass etwas nicht stimmt, folgt Winter dem Geld - und das führt ihn unter anderem nach München, London, Istanbul und Russland. Aber was er dort genau geschieht kann ich natürlich nicht verraten...;-)

3. Erzähle meinen Lesern doch etwas über Tom Winter und Deine Büchern. Ich bin nach "Korrosion" auf jeden Fall neugierig und wie ich Dir in einer Mail schon verraten hatte, habe ich immer mal wieder geschaut, wann das neue Buch heraus kommt. Im März ist es dann ja soweit. 

DIE SPUR DES GELDES (März 2019) ist der dritte Band der Reihe mit Tom Winter. Die drei Bände können übrigens problemlos unabhängig voneinander gelesen werden, denn es gibt keine übergreifende Geschichte im Hintergrund.

Winter war früher einmal Einsatzleiter bei einer polizeilichen Sondertruppe, liess sich dann aber vor ein paar Jahren von seinem heutigen Chef überreden zur Privatbank zu wechseln. Er ist wortkarg, sportlich, hat einen trockenen Humor und ist ein Mann der überlegten Tat, der auch mal zulangt.

Zusammen mit einer Katze wohnt er auf dem Land, wo er schrittweise ein altes Bauernhaus renoviert in dessen Garten er auch gerne mal entspannt im Liegestuhl liegt. Winter ist Single, sehnt sich aber nach einer Partnerschaft.

Am Anfang des ersten Bandes, SÖLDNER DES GELDES, ist er in Anne verliebt, die aber bei einem Helikopterabsturz ums Leben kommt. Dann begegnet er der geheimnisvollen Fatima, die eine ägyptische Firma führt. Im zweiten Band, KORROSION, hat er eine kurze, aber leidenschaftlich Affäre mit einer portugiesischen Polizistin. Und in DIE SPUR DES GELDES trifft er Anika.

Übrigens gibt es auf den mittlerweile gut 1300 Seiten über ihn keine Beschreibung seines Aussehens. Die Leserinnen und Leser haben genug Fantasie um sich auszumalen, wie er aussieht.

4. Tom Winter ist bekannt dafür, dass er Judo gemacht hat. Er hat sogar den schwarzen Gürtel erreicht. Betreibst Du noch Judo? Wie weit bist Du gekommen? Wie im Tae-Kwon-Do heißt der schwarze Gurt ja Dan. Welchen Dan hast Du erreicht? 

Das Judo ist eine der wenigen Gemeinsamkeiten die ich mit meinem Helden teile. Ich habe früher regelmässig Judo trainiert und es bis zum ersten schwarzen Gurt (1. Dan) geschafft. Als dann meine Gelenke immer heftiger zu protestieren begannen, habe ich mit dem Training aufgehört. Aber die Philosophie hilft mir noch heute, beispielsweise wenn ich vor vielen Leuten eine Lesung habe.

5. Wenn Du für Deine Bücher recherchierst, verbringst Du dann auch viel Zeit bei Sicherheitsfirmen oder der Polizei, um deren Arbeit kennen zu lernen und somit den Lesern besser vermitteln zu können? 

Ich recherchiere oft beim Reisen oder bei der Arbeit. Wenn ich unterwegs bin mache ich Fotos möglicher Schauplätze. Und bei meinen Tätigkeiten in grossen Firmen begegne ich immer wieder Situationen und Charakteren, die mich inspirieren. Elemente davon baue ich dann in meine Geschichten ein. Aber in allen meinen Büchern steht wahrheitsgemäss: Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten sind rein zufällig.

6. Wenn Du Deine Figuren erschaffst, wie gehst Du da vor? Hast Du für Dich selber ein bestimmtes Bild im Kopf, wie die Person aussehen könnte, welche Du Dir dann über die Internet-Suche heraussuchst? Oder hast Du andere Methoden, um Figuren zu erschaffen?

Das Herausschälen faszinierender Figuren ist eine meiner Lieblingsbeschäftigung. Ich versuche einer Figur Leben einzuhauchen, indem ich viele kleine Beobachtungen zu einem Gesamtbild zusammensetze, sei das bezüglich der Vorgeschichte, der Beweggründe, des Verhaltens oder des Aussehens. Wenn man mit offenen Augen und Ohren durch den Tag geht, findet man immer wieder Puzzleteilchen, wenn man genau hinschaut, hinhört ist die Welt voll davon.

Während den diversen Überarbeitungsrunden füge ich dann weitere Anekdoten, Bemerkungen, Beobachtungen und Bewegungen ein, sodass die Figuren immer plastischer werden. Wenn mir das nicht gelingt, dann stampfe ich auch mal einen Charaktere wieder ein und streiche ihn komplett heraus. Das ist nicht einfach ist, denn man muss u.U. eine liebgewonnene Figur «killen».

7. Jetzt mal ein wenig weg von den Büchern. Wie bist Du privat? Welche Hobbies hast Du? Musikrichtung? Verreist Du gerne? Wo bzw. wie lebst Du? Haustiere? 

Entscheidend sind die Bücher, das heisst ich als Autor bin nicht wichtig. Die Leserinnen und Leser sollten einen Krimi nicht wegen des Autors, sondern wegen der Geschichte lesen.

Was ich über mich sagen kann ist eher langweilig. Ich mache gerne Sport draussen in der Natur (Joggen, Wandern, Golf, Skifahren) und reise für mein Leben gern. Musikalisch bin ich ein Kind der Achtziger und Neunziger. Da ich in einer Stadtwohnung in der Nähe viel befahrener Strassen lebe, gibt’s in meinem Haushalt leider keine Katze, denn als freiheitsliebender Mensch könnte ich es nicht verantworten, diese die ganze Zeit einzusperren.

8. Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Man beschließt ja nicht von jetzt auf gleich, dass man Autor werden möchte. Bist Du schon während der Kindheit damit angefangen?

Ich habe schon immer gerne gelesen und geschrieben. In der Primarschule hat mich die Bibliothekarin, Frau Zürcher, geprägt. Ich kann mich noch heute erinnern, in welchem Gestell die «5 Freunde» und die «3 Fragezeichen» standen. Und in der Schule hatte ich bei den Aufsätzen eigentlich immer gute Noten. Irgendwie ist es mir leichtgefallen, mir Sachen vorzustellen und Geschichten zu erfinden. Und bei meiner Arbeit in grossen Unternehmen, wo man nicht mehr mir allen Leuten reden kann, habe ich immer wieder erlebt, wie wichtig gute Texte für die ehrliche Kommunikation sind.

Vor gut 10 Jahren wurde dann meine Stelle wegrationalisiert und ich entschied mich, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Da ich am Anfang noch keine Aufträge hatte und nicht sieben Tage die Woche nur akquirieren konnte, suchte ich zum Ausgleich ein Projekt, das ich schon immer mal umsetzen wollte. In dieser Zeit schrieb ich das Manuskript des ersten Bandes SÖLDNER DES GELDES.

Es brauchte dann mehrere Jahre bis aus dem Manuskript ein Buch wurde (emons Verlag 2013). Seither ergänzen sich Projekte und Schreiben, d.h. wenn geschäftlich weniger los ist, komme ich mit dem Schreiben schneller voran.

9. Da ich weiß, dass man keine festen Schreibzeiten hat und somit der Schreibfluss auch nicht jeden Tag gleich ist, was tust du, um zu entspannen, weil bei dir der Schreibfluss gerade ins Stocken geraten ist?

Schreibblockaden kenne ich eigentlich nicht, aber manchmal geht es einfach etwas zäher als sonst voran. Dann versuche ich mich entweder mit Kaffee durchzubeissen oder mache kurze Pausen. Wenn das nichts nützt, gehe ich Joggen oder mache was komplett anderes. Denn schlimmer als nichts schreiben, ist schlechten Text zu produzieren. Zum Glück konnte ich mich bis jetzt immer erfolgreich gegen Abgabetermine wehren, das heisst ich machte nur mir selber Druck.

Wenn’s nicht so läuft, dann tröste ich mich damit, dass der Text mit jeder Überarbeitungsrunde etwas besser wird, sei das bezogen auf einen Abschnitt, ein Kapitel oder den ganzen Text. Am Ende des Tages ist Schreiben vor allem Fleissarbeit, 99% Schweiss und 1% Inspiration.
10. Wenn Du schreibst, hast Du bestimmte Rituale? Es gibt ja Autoren, die ihre Bücher per Hand schreiben und somit nicht in Versuchung kommen, im Internet abgelenkt zu werden. Oder hörst Du Musik beim schreiben? Oder brauchst Du absolute Ruhe? 

Am produktivsten schreibe ich, wenn ich Ruhe habe und mich voll auf Geschichte und Figuren konzentrieren kann. Spezielle Rituale habe ich keine. Um mich nicht ablenken zu lassen, räume ich aber vorher immer mein Pult auf und schliesse auf dem Bildschirm alle Fenster.

Schreiben ist Handwerk, Arbeit am Gedanken. Ein Schreiner baut ein Haus, ich schreibe ein Buch. Bei beiden hilft Routine und Erfahrung: Ich mache zum Beispiel jede Stunde 5 Minuten Pause, trinke alle zwei Stunden einen Kaffee und schreibe am Morgen besser als am Nachmittag.
11. Trotz Fiktion, die Du als Autor eines Buches verbreitest, nimmst Du manchmal auch die aktuelle Weltpolitik mit in Deinen Büchern auf? Ich will da jetzt auf nichts spezielles hinaus, aber manchmal ist es ja so, dass da irgendetwas aus der Politik oder dergleichen mit einfließt. 

Auf jeden Fall. SÖLDNER DES GELDES (1. Band) war von der Finanzkrise inspiriert. In KORROSION (2. Band) spielt Obado, ein sudanesischer Flüchtling eine zentrale Rolle. Und DIE SPUR DES GELDES (3. Band) setzt sich mit den zunehmenden Spannungen zwischen Ost und West auseinander.

Meine Thriller sind zwar in erster Linie Unterhaltung, reflektieren aber immer auch das Zeitgeschehen. Als Autor kann und will ich mich dem Zeitgeist nicht entziehen. Ich erinnere mich noch gut an den allerersten Zeitungsartikel über mein erstes Buch, der dieses als «intelligentes Lesevergnügen» bezeichnete, auch und gerade, weil es aktuell war.

DIE SPUR DES GELDES ist zwar reine Fiktion, aber wenn ich mir die Nachrichten anschaue, dann zweifle ich manchmal daran und hoffe, dass die Realität die Fiktion nicht ein- oder gar überholt.

12. Reist Du selber zu den Schauplätzen oder hilft Dir da Google Earth schon weiter und Recherchen im Netz? 

Die meisten Schauplätze habe ich bereist, einige von ihnen bereits vor Jahren. Das Internet kann zwar nützlich sein, beispielsweise um Distanzen und Zeiten zu verifizieren, aber damit kann man einen Schauplatz noch lange nicht riechen, nicht spüren.

Um einen Ort wirklich zu verstehen, ist es viel besser diesen zu begehen und alle Sinne ansprechen zu lassen, die Veränderung des Lichts zu beobachten, die Atmosphäre auf sich einwirken zu lassen.
13. Zu guter Letzt, ist eine weitere Geschichte mit Tom Winter geplant, oder hast Du ein anderes Projekt im Auge? 

Im Moment habe ich verschiedene Ideen für einen vierten Band mit Tom Winter. Da ich aber «leider» noch andere Projekte verfolge, sind diese bis jetzt erst skizziert. Aber der nächste Winter kommt ja bekanntlich bestimmt.


Zu guter Letzt möchte ich Peter Beck danken, dass er sich meinen Fragen gestellt hat. Sicherlich Fragen, die er schon x-mal beantwortet hat. Trotzdem ein großes Danke schön!!!!!

Ich hoffe, ich konnte euch den Vorgeschmack auf Tom Winter in "Die Spur des Geldes" näher bringen.

Montag, 18. Dezember 2017

Rezi: Christine Jaeggi - Unvollendet

Die 29-jährige Grace träumt von ihrem Durchbruch als Filmschauspielerin. Bisher stand sie jedoch stets im Schatten ihrer verstorbenen Großmutter, der Hollywood-Legende Hanna Miller. Nun scheint sich ihr Schicksal zu wenden: Hollywoods größter Filmproduzent hat herausgefunden, dass eine Fortsetzung des weltberühmten Romans “Unvollendet” existiert, mit dessen Verfilmung ihre Großmutter bekannt wurde. Grace soll die Hauptrolle in dem neuen Film spielen, doch leider ist das Manuskript verschollen. Die junge Schauspielerin macht sich auf die Suche und reist nach Zürich zu dem Hotel, in dem Hanna Miller lange Zeit lebte. Dort trifft sie auf den charmanten Benjamin, der ihr Herz höher schlagen lässt. Nach und nach kommt Grace jedoch nicht nur dem Geheimnis ihrer Großmutter, sondern auch dem von Benjamin auf die Spur.Quelle Bild und Text: Forever-Verlag


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Veröffentlicht im Forever -Verlag (01.12.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 400 Seiten
TB-Ausgabe: 17,00 € ~*~ E-Book: 4,99 €
ISBN: 978-3958189300
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Grace möchte auch endlich eine erfolgreiche Schauspielerin werden, wie einst ihre Mutter, die große Hanna Miller. Doch sie schafft es nie aus deren Schatten heraus zu treten.
Dann sieht sie ihre Chance kommen, denn es soll eine Fortsetzung des Romans "Unvollendet" geben, Dieser Film wurde mit Hanna Miller in der Hauptrolle schon verfilmt und wurde zu einem sehr großen Hollywood-Erfolg. 
Doch gibt es diese Fortsetzung wirklich? Wo steckt sie? Um das herauszufinden, reist Grace unter anderem in die Schweiz und nach Riga. 

Die Geschichte, die Christine Jaeggi hier geschaffen hat, hat es durchaus in sich. Gut ausgearbeitete Charaktere hat sie erschaffen. Es gab für mich keine Person, die in meinen Augen besonders hervorgestochen ist, denn sie waren alle sehr gut ausgearbeitet und das hat mir sehr gut gefallen. Alle Figuren bleiben irgendwo im Kopf hängen. 
Grace zum Beispiel, die am Anfang einen Groll ihrer Großmutter Hanna Miller gegenüber hegte. Doch im Laufe der Zeit, je mehr sie über die Zeit erfahren hat, in der ihre Großmutter in der Schweiz lebte, desto mehr revidierte sie ihre Gedanken. 
Dann ist da Benjamin, der um seine verstorbene Frau trauert. Doch eigentlich trauert er nicht, da er ein Workaholiker ist. Er verdrängt sehr viel, doch erst Grace öffnet ihm die Augen.
Dann sind da die Geschwister Mara und Kim. Auch die beiden lernt man im Laufe des Buches kennen. Ich mochte beide erst nicht und war sehr skeptisch. Genau das mag ich so an der Gestaltung der Figuren. 
Die Autorin hat in meinen Augen sehr gut recherchiert, was die Kriegszeit in der Schweiz anging, denn der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart und dann widerum in der Vergangenheit, allerdings nur in Form von Tagebucheinträgen, etc. Hauptsächlich geht es um den zweiten Weltkrieg. Sehr gut recherchiert und gut erklärt. 

Das Cover sieht einfach grandios aus. Ich stelle mir vor, dass ist der Zürichsee mit den Bergen im Hintergrund. Und eine Frau, die etwas sucht... 

 
Einiges ging mir ein wenig zu schnell. Der schnelle Sinneswandel von Mara, oder aber die Auflösungen der gesamten Geschichte. Ich würde das Buch definitiv weiter empfehlen und vergebe gerne 4,5 Sterne für "Unvollendet".

Ich bedanke mich bei Christine Jaeggi und bei Lovelybooks, dass ich die Chance erhalten habe, an der Leserunde teilzunehmen. Vielen herzlichen Dank!



Mittwoch, 15. März 2017

Rezi: Peter Beck - Korrosion

Klappentext:

Eine vereinsamte alte Frau wird an Weihnachten erschlagen. Sie hinterlässt nicht nur ein Millionenerbe, sondern auch eine bittere Anklage: Eines ihrer Kinder soll für den Tod ihres Mannes verantwortlich sein. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef ihrer Bank, reist um die halbe Welt, um die drei Nachkommen aufzustöbern – und gerät in ein verstörendes Geflecht aus Missbrauch, Ausbeutung und Rache.
 
 
 
 
 
 
 
 
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Veröffentlicht im emons-Verlag (13.02.2017)
als TB gelesen ~*~ 352 Seiten
Taschenbuch: 11,90 € ~*~ E-Book 9,49 €
ISBN: 978-3740800406
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Inhalt:

Als Bernadette Berger nicht, wie vereinbart, zu ihrem alljährlichen Termin erscheint, kommt es dem Sachbearbeiter der großen Bank in der Schweiz schon sehr seltsam vor, hat die Kundin bisher nie einen Termin verschwitzt oder vergessen. 
Tom Winter, der Sicherheitschef der Bank, wird gebeten, bei ihr mal nach dem Rechten zu sehen.  Doch eigentlich sollte Tom sich noch schonen, hat er doch gerade ein Lawinenunglück überlebt und rennt nun mit einem gebrochenen Arm herum, aus dem noch Schrauben und Stangen herausschauen.
Doch was Tom Winter und seine Kollegin in der Wohnung der alten Dame vorfinden, ist jenseits von gut und Böse. Erschlagen sitzt die Frau auf ihrer Couch. Doch was ist der Grund dafür?
In ihrem Testament, das dann bald vollstreckt werden soll, sagt die Frau allerdings, dass es erst vollstreckt werden darf, wenn geklärt ist, wer der Mörder ihres zweiten Ehemannes ist. 

Tom Winter macht sich nun auf die Suche und sucht auf den Azoren, in Deutschland und in England die Kinder der Verstorbenen auf um heraus zu bekommen, wer ihn damals umgebracht hat. Doch ganz so einfach wie gedacht, gestaltet sich die Suche definitiv nicht. Er deckt Mauscheleien auf, gerät selber ins Visier einiger fieser Gestalten und doch gibt er nicht auf.

Der Charakter Tom Winter ist sehr gut herausgearbeitet worden. Er ist kein Super-Ermittler, hat seine Schwächen und zeigt definitiv Charakter bei einer Sache, die ihm schwer an die Nieren geht. Das macht ihn für mich sehr authentisch und sympatisch. 
Seine Assistentin hingegen fand ich ziemlich schwach. Klar, sie spielte nur eine Nebenrolle, und trotzdem hätte ich mir etwas mehr von ihr gewünscht.

Der Flüchtling Tijo, dessen Geschichte in Kursiv erzählt wird, erlebt während seiner Flucht viele Dinge, die echt schrecklich sind. Von Gewalt, über Bestechung, etc. Ich finde, diese Geschichte hat Peter Beck hier sehr gut rüber gebracht. Auch eine Geschichte, die mich nachdenklich zurück gelassen hat. Warum und weswegen möchte ich hier jetzt nicht näher erläutern, denn das würde ja die Spannung nehmen.

Der Schreibstil des Autors hat mich in seinen Bann gezogen. So spürte ich die gleichen Beklemmungen, wie Tom Winter, als er von der Lawine verschüttet wurde. Locker und flüssig kam ich durch das Buch durch. Die Schauplätze waren klar abgegrenzt und ich konnte unterscheiden, wessen Geschichte gerade erzählt wird. Auch waren die Kapitel nie zu lang, was ich auch sehr mag.

Zu der Buchgestaltung muss ich sagen, dass sich die Buchstaben echt klasse anfühlen. Das war das erste, was mir auffiel, als ich das Buch in den Händen hielt. Ein tolles Cover, wie ich finde!

Mein Fazit:

Tom Winter wird gern mal als der Schweizer "James Bond" betitelt. Ich muss allerdings sagen, dafür fehlt mir doch noch ein wenig was, als das ich mich da anschließen würde. Trotzdem konnte Tom Winter mich überzeugen und natürlich auch der Autor Peter Beck. Ich spreche hier eine ganz klare Leseempfehlung für "Korrosion" aus und gebe 5 Sterne!


Ich möchte mich zudem bei Peter Beck und dem emons-Verlag bedanken, dass ich das Buch lesen und rezensieren durfte.

Band 1 der Tom-Winter-Reihe:

Söldner des Geldes


Freitag, 8. April 2016

Rezi: Christine Jaeggi - Das Geheimis der Muschelprinzessin

Klappentext:

Die 27-jährige Nora ist am Ende: Sie hat kein Geld, keine Wohnung und auch keine Freunde mehr. Als sie dann noch ihren Job verliert, bricht sie auf der Straße zusammen. Und findet sich in den Armen von Estelle Le Bloch wieder. Die ältere Dame macht ihr überraschend ein Angebot: Nora soll als Empfangsdame in einem Zürcher Luxushotel neu beginnen. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, bis plötzlich der Hotelbesitzer, Estelles Mann, ermordet aufgefunden wird. Der Grund für das Verbrechen soll angeblich eine goldene Muschel aus der Römerzeit sein. Gemeinsam mit dem charismatischen Journalisten David Preston beginnt Nora eher unfreiwillig zu ermitteln und kommt dabei einem alten Familiengeheimnis der Le Blochs auf die Spur. Während Nora herauszufinden versucht, was vor vielen Jahren in der Bretagne wirklich geschah, holen sie die düsteren Ereignisse aus ihrer eigenen Vergangenheit wieder ein …

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CreateSpace Independent Publishing Platform (11.03.2016)
Als E-Book gelesen ~*~ 416 Seiten
E-Book 3,99 € ~*~ Taschenbuch 10,94 €
ISBN: 978-1530339747
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Inhalt:

Nora ist 26 Jahre jung, als sie völlig am Ende ist. Keine eigene Wohnung, Job verloren und vom ehemaligen Chef aus dem Club geworfen. Mutter tot, der Vater hält sie für eine Versagerin und redet es ihr auch immer wieder ein. Somit hält sie sich selber immer wieder für eine Versagerin.
Ein tragischer Zufall führt sie in die Arme von Estelle LeBloch, die ihr einen Job im 5 Sterne Luxushotel als Empfangsdame anbietet. Nora soll etwas aus ihrem Leben machen und sie soll es schaffen. 
Nora ist glücklich und gibt sich sehr viel Mühe, auch wenn sie immer wieder auf Gegenwind stößt. Bei einer großen Veranstaltung in dem Hotel wird Estelles Ehemann ermordet aufgefunden.  Das Büro ist verwüstet, denn der Mörder war scheinbar auf der Suche nach etwas. Nach Etwas, was auf der Veranstaltung präsentiert werden sollte.
Während dieser Veranstaltung lernt sie auch Max kennen. Die beiden werden ein Paar und doch steht es nicht gerade zum besten mit den zweien.
Und dann ist da noch David, der sich als Journalist ausgibt und über den Mord an den ehemaligen Besitzer des Luxushotels berichten will. Doch was will er wirklich? Und warum wurde der Ehemann von Estelle ermordet?

Nora ist eine Figur, die man entweder sofort in sein Herz schließt, oder aber die man nach und nach zu lieben lernt. Sie hat in ihrem jungen Leben schon sehr viel mitgemacht. Ich finde, Nora ist von der Autorin sehr echt dargestellt worden, sehr authentisch. Man leidet mit ihr, man freut sich mit ihr, man schüttelt aber auch über manche Dinge einfach nur den Kopf und denkt sich "Warum das ganze?"

Aber auch die anderen Figuren, wie Max, Henri, Estelle oder gar Perla Green sind sehr authentisch dargestellt worden. Die Charaktere von den Personen sind sehr gut heraus gearbeitet, so das es auch hier Lieblingsfiguren gab, aber auch welche, die man gern zum Mond geschossen hätte ;)

Der Schreibstil der Autorin hat mir ab der ersten Seite sofort gefallen. Er ist locker und leicht zu lesen. Sie hat die Geschichte, die sie uns erzählt hat, mit Witz, Spannung, etwas Romantik, aber auch mit vielen Fragen bezüglich des Mordes gemixt. Daraus ist diese wunderbare Geschichte entstanden.

Mein Fazit:

Eine wunderbar erzählte Geschichte über die Muschelprinzessin und der goldenen Muschel. 5 Sterne für eine Story, die einen miträtseln lässt. Die einen mitreißt und mitfiebern lässt.


Weitere Bücher der Autorin:


Fatale Schönheit:

Das Leben der eitlen Lea ist perfekt: Sie liebt ihren Job als Moderedakteurin, und dank einer Wundercreme ist sie endlich schön ...
“Lava Sensation” heißt die Wundercreme aus Lavendel, die eine perfekte Haut beschert und absoluter Verkaufsschlager ist. Die Kosmetikfirma von Katja Kramer, die im Besitz der geheimen Rezeptur ist, entwickelt sich zum größten Kosmetikimperium der Welt. Doch – wie weit darf man gehen, wenn es um Schönheit geht? Lea kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur.
Zur gleichen Zeit wird ihr ein neuer Chef, ausgerechnet Katja Kramers Sohn, vor die Nase gesetzt, der ihre Abteilung schließen will. Aber so schnell gibt Lea nicht auf.