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Donnerstag, 7. Dezember 2017

Kurz-Rezi: Joanna Courtney - Am Winterhof (Kurzgeschichte)

England 1051: König Edward empfängt William, den Herzog der Normandie, zu Weihnachten in Westminster. Die englischen Adligen munkeln, dass der ehrgeizige Herzog sich als Thronfolger seines kinderlosen Cousins sieht. Die beiden jungen Hofdamen Freya und Alodie interessieren sich jedoch mehr für die bunten Weihnachtsmärkte Londons als für politische Intrigen. Außerdem geht von dem normannischen Gefolge ein gewisser Reiz aus. Und als die Festtage beginnen, Tänze und Mistelzweige die Geladenen locken und der Wein besonders süß schmeckt, verliert Freya ihr Herz ausgerechnet an einen Mann von der falschen Seite des Meeres ...Quelle Bild und Text: Goldmann-Verlag





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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (13.11.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 136 Seiten
E-Book only 2,99 €
ASIN: B07117PKWZ
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Ein E-Book, welches mich aufgrund seines tollen Covers beeindruckt hat.  Schlicht und dennoch sehr schön gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ja, es waren viele Namen, doch die konnte ich schnell auseinander halten.
Die Autorin hat es geschafft, die Atmosphäre herüber zu bringen, als Freya mit ihrem Vater und ihrer Freundin Alodie nach London reist. 

Dieses E-Book ist scheinbar eine kleine Ergänzung zu "Die drei Königinnen-Saga" der Autorin, aber es ist nicht nötig, diese Bücher vorab zu kennen. Ich denke, man kann es auch als Einstieg in diese Saga lesen.


Definitiv hat mich dieses E-Book dazu gebracht, meine Wunschliste um "Die drei Königinnen-Saga" zu erweitern. 5 Sterne für eine wunderschöne Atmosphäre, mit Traditionen aus dem Mittelalter. 

Vielen Dank an das Bloggerportal sowie dem Goldmann-Verlag, dass ich dieses E-Book lesen durfte.


Die Bücher der Autorin:

- Das purpurne Herz - Die drei Königinnen-Saga Teil 1
- Das goldene Meer - Die drei Königinnen-Saga Teil 2 (erscheint am 20.08.2018)

Mittwoch, 19. April 2017

Rezi: Sabrina Qunaj - Die Tochter des letzten Königs

Klappentext:

Sie ist vom Blute der alten Könige, und sie ist der Schlüssel zur Macht.

Wales 1093: Als die Normannen in ihre Heimat einfallen, gerät die junge Fürstentochter Nesta in Gefangenschaft. Ihr königliches Blut macht sie zu einer wertvollen Geisel, und so bringt man sie an den Englischen Hof. Ihre unvergleichliche Schönheit bleibt auch Henry, dem zukünftigen König von England, nicht verborgen. Doch Nesta ist der Schlüssel zur Macht in Wales und wird schließlich gegen ihren Willen an den dortigen Kommandanten, einen Feind aus ihrer Kindheit, verheiratet. Was als Zwang beginnt, entwickelt sich langsam zu einer großen Liebe. Aber auch die walisischen Rebellen haben nicht vergessen, wer Nesta ist ...

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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (19.05.2014)
als TB gelesen ~*~ 704 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3442479887
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Inhalt:

Ich habe Nesta als eine freiheitsliebende, starke Frau kennen gelernt. Eine Frau, die an den Schicksalsschlägen ihrer Kindheit gewachsen ist. So musste sie miterleben, wie ihr Bruder fliehen musste, ihrem jüngeren Bruder die Hand abgehackt und die Mutter vergewaltigt wurde. 
Sie ist ein interessanter Charakter, den ich eigentlich direkt von Beginn an mochte. Klar hatte ich auch einige Stellen, wo ich Nesta am liebsten geschüttelt und angeschrien hätte, sie möge doch endlich mal nachdenken, aber es war jetzt nicht so, dass es nervte. Sie ist ein interessanter Charakter, den die Autorin Sabrina Qunaj sehr gut herausgearbeitet hat.
Aber nicht nur Nesta ist eine tolle Figur. Eigentlich allen Figuren wurde Leben eingehaucht. Sie kamen authentisch rüber, was ich gerade in historischen Romane doch sehr bevorzuge. 

Super fand ich ebenfalls zu Anfang, dass die Autorin einen kleinen Einblick in die walisische Sprache gewährt hat, damit einem das Lesen leichter fiel. Das eine oder andere Wort konnte ich so ableiten, bzw. in meinem Kopf richtig aussprechen. Dementsprechend empfand ich den Schreibstil der Autorin als sehr angenehm.

Ich hätte am Ende des Buches nicht gedacht, dass es sich bei Nesta um eine historische Persönlichkeit handelt, doch direkt am Anfang war der Stammbaum angegeben und fast hinter jedem Namen war ein Sternchen, welches die historische Persönlichkeit signalisieren sollte. 
Im Nachwort ging die Autorin sehr auf die Figur Nesta ein, und auch diverse andere Dinge hat sie da sehr gut erklärt. Es lohnt sich definitiv, dieses zu lesen.

Mein Fazit:

Keine langen Stellen, keine langweiligen Passagen. Ein wirklich toller historischer Roman, den ich innerhalb von 3 Tagen durch hatte. Das ganze Buch hat mich begeistert, so dass ich 5 Sterne geben möchte. Gerne auch mehr.


Die Geraldine-Reihe von Sabrina Qunaj:

- Die Tochter des letzten Königs
- Das Blut der Rebellin
- Der Ritter der Könige

Die Elvion-Reihe:

- Elfenmagie
- Elfenkrieg
- Elfenmeer
- Elfenmeer - Der Korallenfürst 


Weitere Bücher:

- Sternensommer
- Teufelsherz
- Teufelstod
- Von einem anderen Stern


Dienstag, 22. März 2016

Rezi: Ellin Carsta - Die heimliche Heilerin

Klappentext:


Heidelberg 1388: Die junge Madlen steht schon früh im Dienst einer Hebamme und hilft ihr bei Geburten und der Behandlung von Frauenleiden. Neben ihrem umfassenden Wissen über Kräuter, durch die sie Schmerzen lindert, stößt sie während einer Geburt eher zufällig auf die beruhigende Wirkung durch flackerndes Kerzenlicht in Verbindung mit gesprochenen Psalmen. Natürlich darf niemand etwas von dieser besonderen Methode erfahren, schließlich kann es sich hierbei nur um Hexenwerk handeln.
Eines Tages wird sie zu einer angesehenen Bürgerin gerufen, die hochschwanger ist und offensichtlich körperlich misshandelt wurde. Madlen kann zwar das Leben der Frau retten, nicht jedoch deren Baby. Der Ehemann beschuldigt die Heilerin, das Kind mit Hilfe von Kräutern vergiftet zu haben. Damit beginnen für Madlen ihre Flucht und der Kampf um die Wahrheit, sie erfährt viel Liebe und Zuneigung und wird gleichzeitig mit blankem Hass konfrontiert.

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Veröffentlicht über Amazon (09.06.2015)
Als E-Book gelesen ~*~ 480 Seiten
E-Book 4,99 € ~*~ Taschenbuch 9,99 €
ISBN: 978-1503946132
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Inhalt:

Madlen muss mit ansehen, wie die Hebamme der Stadt bei einem Feuer ums Leben kommt. Bei ihr lernte sie den Umgang mit Kräutern und half bei Geburten, etc.
Bei einer schweren Geburt fand sie heraus, dass Kerzenlicht die Patienten beruhigt. Nebenbei sagte sie Psalmen auf. Die Hebamme warnte Madlen davor, dieses weiter anzuwenden, irgendwann werde man sie dafür aufknüpfen.
Madlen hatte sich geschworen, nie wieder etwas mit Kräutern zu machen, geschweige denn den Frauen bei der Geburt zu helfen. Doch als sie zu einer hochschwangeren Patrizierin gerufen wird, eilt sie zur Hilfe. Dabei muss sie erkennen, dass die Frau von ihrem Mann misshandelt wurde. Sie muss das Leben der Frau retten, denn das Kind, welches sie unter ihrem Herzen trägt, ist bereits tot, vermutlich durch die Schläge ihres Mannes. Die Patrizierin ist dankbar, dass sie ihr das Leben gerettet hat.
Doch wenig später wird Madlen zum Stadtoberhaupt geführt, denn man erhebt schwere Vorwürfe gegen sie.
Als sie wenig später nach Worms geht, glaubt sie erst, dass sie zur Ruhe kommen kann, hat sie doch Unterschlupf bei ihrer Tante gefunden. 

Madlen ist eine junge Frau, die viel Mist in ihrem junge Leben erlebt hat. Vater ein Alkoholiker, der sie auf Biegen und Brechen verheiraten will, hat er doch schon vorweg Geld für sie kassiert. Einzig ihr Bruder ist ihr wohlgesonnen und unterstützt sie bei ihrer Flucht.
Sie wird von der Autorin als Schüchtern und zurückhaltend dargestellt, die im Laufe der Geschichte immer mehr an ihren Problemen wächst und diese zu lösen versucht. Dennoch werden ihr viele Steine in den Weg gelegt, an denen sie häufig zu verzweifeln droht.
Auch der Charakter ihrer Tante gefällt mir sehr gut. So wird dem Leser aufgezeigt, wie stark auch eine Frau zu den damaligen Zeiten sein kann, und dennoch ohne Mann aufgeschmissen zu sein scheint.
Einzig und allein einige Nebencharaktere gefielen mir nicht so gut. Waren sie doch etwas schwarz-weiß gezeichnet mit weniger Tiefe, als die Hauptcharaktere. Natürlich ist es nicht möglich, jeden Charakter derartig lebendig zu gestalten, denn so einen Charakter zu gestalten, der auch noch glaubwürdig erscheint, ist sehr schwer.

Die Landschaften hat Ellin Carsta in meinen Augen wunderbar gestaltet. Es kam mir vor, als wäre ich Zuschauerin zu der Zeit gewesen, um den Weg von Madlen zu verfolgen. Und auch die Kleider konnte ich mir bildlich vorstellen.

Das Cover ist schlicht, aber doch sehr schön gestaltet, genau passend zum Thema des Heilens.

Was mich besonders in den Bann der Geschichte gezogen hat, war der tolle Schreibstil der Autorin. Spannend und flüssig geschrieben, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als immer weiter zu lesen.

Mein Fazit:

Etwas mehr Tiefgang bei dem einen oder anderen Charakter hätte ich mir gewünscht, dennoch zog mich die Geschichte in ihren Bann. 4,5 Sterne für "Die heimliche Heilerin" von Ellin Carsta.


Weitere Bücher der Autorin:

Die unbeugsame Händlerstochter

Dienstag, 15. März 2016

Rezi: Ellin Carsta - Die unbeugsame Händlerstochter

Klappentext:

Köln 1351: Elisabeth und Stephen Hardenstein sind Zwillinge, könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein. Während Elisabeth mit Begeisterung schon als Kind alles aufsaugt, was den Tuchhandel ihres Vaters betrifft, liegt es Stephen mehr, ein leichtes Leben zu führen. Die Händlerstochter geht ihrem Vater bei der Prüfung der Waren und bei der Buchhaltung zur Hand. Sie fühlt ihre Berufung zur Händlerin.
Als der Vater einen Schlaganfall erleidet, ändert sich die Situation dramatisch. Stephen übernimmt das Ruder im elterlichen Betrieb. Durch sein leichtfertiges Vorgehen schließt er immer wieder schlechte Geschäfte ab und häuft Schulden an. Seine Schwester möchte er so schnell wie möglich mit dem nächstbesten Werber verheiraten. Elisabeth ist verzweifelt, jedoch ebenso entschlossen, sich gegen die Pläne des Bruders zur Wehr zu setzen und das Familienunternehmen zu retten.


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Veröffentlicht über Amazon (23.02.2016)
Als E-Book gelesen ~*~ 382 Seiten
E-Book 4,99 € ~*~ Taschenbuch 9,99 €
ISBN: 978-1503935112
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Inhalt:

Die Geschichte handelt von Zwillingen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Stephen Hardenstein ist das schwarze Schaf der Familie. Er führt ein leichtes Leben und verschleudert sein Geld.
Seine Schwester Elisabeth hingegen ist bei ihrem Vater in Lehre gegangen und hat alles aufgesogen über die Buchhaltung, das Handeln mit Tüchern, etc. Sie weiß was sie will und als ihr Vater einen Schlaganfall erleidet, ergreift sie die Gelegenheit und hält den Tuchhandel des Vaters am Laufen. Mit viel Erfolg, wie sich hinterher rausstellt.
Doch ihr Bruder ist ein großer Neider und ihm gefällt es nicht, dass seine Schwester das Familienunternehmen leitet, sollte er doch eigentlich die Nachfolge seines Vaters antreten.
Mit List und Tücke verschafft er sich das Unternehmen und überlässt seiner Schwester durch einer weiteren List, seine Schulden.

Ellin Carsta hat eindrucksvoll geschildert, wie es zu der Zeit in Köln war. Viele Händler blieben aus, denn es regnete sehr viel. Der Handel lief schlecht und jeder musste sich etwas einfallen lassen, um zu bestehen.
Sie hat mir Elisabeth als eine sehr starke junge Frau geschildert, die aber erst einen Wink brauchte, um auch diesen Weg anzutreten, denn zu der Zeit war es nicht einfach, in der Männerwelt zu bestehen, wenn überhaupt. Es war eigentlich verpönt, wenn eine Frau ein Geschäft führte. Und diesen Wink gab ihr die Jüdin Rachel.
Auch die anderen Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet. Stephen, der sich als absolutes schwarzes Schaf entpuppte, die Mutter, die nur im Bett lag und auch das Gesinde war sehr schön beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin war sehr leicht zu lesen. Normalerweise sind historische Romane elendig lang, aber hierbei dachte ich mir: Wie schon zu Ende?  Ein bisschen habe ich mir gewünscht, das mir alles so gelingen würde im Leben, wie Elisabeth, aber im realen Leben läuft es leider nicht immer so rund. Das ist jetzt aber nicht als Kritik gemeint.

Mein Fazit:

Ein toller historischer Roman, der mich mitgerissen hat. Der mich hat mitfiebern lassen, der mir gezeigt hat, wenn man den nötigen Willen hat, dass man dann auch fast alles schaffen kann. 5 Sterne für Ellin Carta und "Die unbeugsame Händlerstochter".