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Sonntag, 10. November 2019

Rezi: Eve Lambert - Die Tote mit dem Diamantcollier

Monaco 1920: Der attraktive englische Adlige Christopher besucht eine Party an Bord einer mondänen Yacht. Die Gäste tanzen zu den Klängen einer Jazzband, trinken Champagner – doch plötzlich wird eine Leiche entdeckt, und ein kostbares Diamantcollier ist spurlos verschwunden. Die Polizei ruft Jackie Dupont zu Hilfe, Privatdetektivin mit Vorliebe für glamouröse Abendroben, schnelle Autos und ungewöhnliche Ermittlungsmethoden. Einer der Gäste muss der Täter sein, somit steht auch Christopher unter Verdacht. Und tatsächlich hütet er ein dunkles Geheimnis ...
Quelle Bild und Text: Bloggerportal






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Veröffentlicht im penguin-Verlag (09.09.2019)
als TB gelesen ~*~ 368 Seiten
TB: 10,00 € ~*~ E-Book 9,99 €
ISBN: 978-3-328-10375-2
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Kit ist mit seiner Verlobten auf eine Party an Board der luxuriösen Yacht von Carla Tush und ihrem Mann eingeladen. Zusammen mit diversen anderen Gästen verbringen alle einen tollen Abend zusammen, bei dem der Champagner in Strömen fließt, es gutes Essen gibt und eine Jazzband für das Rahmenprogramm sorgt. Doch der Abend endet abrupt, denn es wird eine Leiche gefunden. Eines ist klar, es kann eigentlich nur jemand vom Board des Schiffes gewesen sein, oder ist doch jemand von außen auf das Boot gekommen, ohne das dieser entdeckt wurde? Unmöglich.
Die Polizei bittet Jackie Dupont um Hilfe, sie ist Privatdetektivin, die sich eigentlich auf Diamanten spezialisiert hat. Allerdings sind ihre Ermittlungsmethoden echt gewöhnungsbedürftig.

Gerade aber weil die Ermittlungsmethoden des Charakters der Jackie Dupont so ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig sind, muss man diesen Charakter einfach mögen, auch wenn die Autorin hier an vielen Stellen einfach unglaublich übertrieben hat. Jackie Dupont ist glamourös, und dennoch ist sie ein Charakter, der alles kann. An vielen Stellen etwas drüber und dennoch ist er sehr gut ausgearbeitet worden, mit einem Geheimnis umwoben worden.
Aber auch die Charaktere wie Christopher, der "Kit" genannt wird, oder Carla Tush, dann die Opernsängerin Dame Zelda oder diverse andere Charaktere, die mit an Board des Schiffes waren. Nun ist es aber nicht so, dass nur ein Charakter ein Geheimnis hätte. Es sind da einige, die nicht möchten, das etwas von ihnen publik wird.

Das Ambiente, welches die Autorin hier geschaffen hat, war sehr interessant. Es ist doch etwas anderes, über eine vergangene  Zeit zu schreiben, als über die Gegenwart. Es bedurfte hier einiges an Recherche, um den Krimi so real wie möglich zu schreiben und das ist der Autorin definitiv gelungen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, was durchaus auch den Schreibstil der Autorin machte, aber die nicht zu langen Kapitel, oder aber die Briefe, die zwischendurch zu lesen sind. 

Das Cover wurde sehr liebevoll gestaltet, es passt absolut zu dem Buch und dem Ambiete. Allerdings muss ich sagen, das ich jetzt den Preis von 0,01 € Unterschied von Taschenbuch und E-Book nicht wirklich verstehen kann. 


Ich freue mich schon auf Band 2 der Reihe rund um Jackie Dupont, auch wenn das heißt, dass ich noch bis September 2020 warten muss. So lange noch hin. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und vielleicht wird ja das Geheimnis gelüftet. 4 Sterne für einen tollen Auftakt von Eve Lambert! 

Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Penguin-Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Meinung!

Donnerstag, 18. April 2019

Rezi: Nora Venturini - Taxi Criminale

Die Italienerin Debora lebt in Rom und wollte schon immer Polizistin werden. Aber nach dem Tod ihres Vaters muss sie die Familie als Taxifahrerin über Wasser halten. Eines Tages nimmt sie eine elegante Dame im Taxi mit. Als diese kurz darauf ermordet aufgefunden wird, ist Deboras Neugier geweckt. Sie will den Mörder dieser Frau fassen! Commissario Eugenio ist nicht gerade begeistert von der impulsiven Hobbyermittlerin, die ihm mit eigenwilligen Methoden immer wieder in die Ermittlungen pfuscht. Doch Debora lässt sich nicht abschütteln, denn sie will ihre Fähigkeiten endlich unter Beweis stellen – und den charmanten Commissario beeindrucken …
Text und Cover: penguin-verlag





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Veröffentlicht im Penguin-Verlag (08.04.2019)
als TB gelesen ~*~ 416 Seiten
Taschenbuch: 10,00 € ~*~ E-Book 9,99 €
ISBN: 978-3-328-10356-1
Original-Titel: L'ora di punta
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Debora kommt von der Küste, arbeitet in Rom als Taxifahrerin, obwohl sie eigentlich Polizistin werden wollte. Doch ihr Vater starb plötzlich und so hat sie seine Taxilizenz übernommen um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. 
Eines Morgens bestellt eine elegante Dame ein Taxi und Debora ist gerade in der Nähe. Die Frau ist ziemlich aufgelöst und will nur noch weg. 
Doch unterwegs erhält sie einen Anruf und so bittet die Dame Debora umzukehren. Debora soll an dem Haus warten, doch die Dame kommt nicht mehr wieder. 
Später erfährt Debora, dass die Dame brutal ermordet wurde. 
In ihr erwacht die Hobbyermittlerin und macht ihre eigenen Ermittlungen, welche dem Commissario aber überhaupt nicht in den Kram passen....

An Hand des Covers und auch an Hand des Klappentextes erwartete ich einen wirklich rasanten Krimi im Herzen von Rom. Allerdings muss ich sagen, dass das Cover so gar nicht wirklich zum Buch passt. Auf dem Cover ist eine Vespa zu sehen, aber kein Taxi. Passt also so rein gar nicht.

Die Autorin hat einen einfachen Schreibstil, der sich gut weglesen ließ. Allerdings kam während des Lesens bei mir kaum Spannung auf. Ich habe immer erwartet, dass endlich mal etwas unvorhergesehenes passiert, doch leider wurde ich enttäuscht. Ich hatte recht schnell eine Ahnung, wer was irgendwie gemacht haben könnte. Ganz bestätigt hatte es sich nicht, aber ich war auf der richtigen Fährte. Dazu möchte ich aber jetzt nicht näher eingehen, denn sonst müsste ich spoilern. 

Die Hauptakteurin Debora ging mir recht schnell ziemlich auf den Keks. Mag vielleicht an ihrem blutjungen Alter gelegen haben, ist sie doch erst 25 Jahre. Sie ist ziemlich naiv, glaubt, dass immer alles nach ihren Wünschen verläuft und ist es mal nicht so, stampft sie wie ein Kindergartenkind wütend auf dem Boden auf und verschwindet dann. 
Ich konnte während des ganzen Buches keine wirkliche Weiterentwicklung ihres Charakters feststellen. Auch die anderen Charaktere, die dort mitspielten, waren ziemlich blass gehalten. 


Der Hauptcharakter wird als lebenslustig beschrieben, das ganze Buch als rasant. Doch genau das fehlte mir. Debora kam mir eher wie ein Kind vor und das rasante fehlte mir auch. Ebenso fehlte mir das italienische Flair, das es sicherlich auch in Rom gibt. 
Das Krimidebut der Autorin Nora Venturini ist ihr zwar gelungen, allerdings hat es deutlich Luft nach oben. 2 Sterne für Taxi Criminale.

Ich danke dem Penguinverlag, sowie dem Bloggerportal, für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Meinung!

Montag, 1. April 2019

Rezi: Julie Lescault - Rosalie und das Land des Lichts

Die Muskatweine von Beaumes de Venise sind ein süßer Traum. Eher albtraumhaft hingegen ist der Fund, den eine Touristin bei der Führung durch den Weinkeller macht: Sie entdeckt eine abgetrennte Männerhand. Die passende Leiche dazu findet die Polizei kurz darauf in einem Säurefass: Es handelt sich um den Buchhalter Patrice Meunier. Als sich Hobbydetektivin Rosalie zum Unmut des Commissaire in den Fall einmischt, kommt sie schon bald dem Mordmotiv auf die Spur: ein Skandal, von dem Meunier offensichtlich wusste. Doch weder die Polizei noch Rosalie erkennen, dass Meuniers Schwester in größter Gefahr schwebt, denn die junge Frau hat den Mord beobachtet …






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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (18.03.2019)
als TB gelesen ~*~ 384 Seiten
Taschenbuch: 10,00 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3-442-48808-7
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Stell dir vor, du bist auf einer Weinprobe, der Winzer erzählt dir, wie der Wein hergestellt wird und zeigt dir den Lagerraum, in dem sein wertvollster Wein gelagert wird.
Du machst ein Foto, bzw. möchtest eines machen und siehst zwischen den Fässern, wie sich etwas bewegt. Du zoomst näher heran und siehst etwas grausames... eine abgetrennte Hand... So geschehen bei einer Führung durch einen Weinkeller. Einer junge Touristin passiert genau das. 

Schnell wird klar, dass die Leiche der Bruder der an Trisomie 21 leidenden Philine ist. Der Commissaire Maurice Viale  fragt seine Schwester Rosalie, ob sie sie für einige Zeit in ihre Obhut nimmt, bis geklärt ist, wie es mit ihr weiter geht, wo sie in Zukunft wohnen soll.

Derweil wartet auf Maurice daheim noch die Aufgabe, dass er einen Austauschschüler zu begrüßen hat, doch muss er auch in der Sache des Toten ermitteln, sowie den Überfall auf eine Tankstelle. 

Doch auch wenn Maurice seiner Schwester gesagt hat, sie solle sich aus seinen Ermittlungen heraushalten, so kann sie es nicht lassen und besucht zusammen mit ihrem Freund Vincent ein paar Personen, die etwas mit dem Mordfall zu tun haben könnten.

Dies war mein erstes Buch der Reihe. Auch wenn alle Bücher in sich abgeschlossen sind, ist es allerdings in meinen Augen ratsam, die vorherigen Bücher zu lesen, da man dann weiß, wer welche Person ist, und welche Rolle sie in diesem Buch einnimmt. Aus den vorherigen Büchern bekommt man einige Infos, auf die in diesem Buch eingegangen werden, und man kennt schon deren Charaktere.  In manchen Büchern wird nochmal auf eine bestimmte Sache eingegangen, die vorher passiert ist, doch das fehlte mir hier ein wenig. Daher wahrscheinlich auch meine Probleme, mit den Charakteren zurecht zu kommen. Ich kann nur Vermutungen anstellen, aber ich denke einfach, dass es auch an den fehlenden Vorkenntnissen lag, dass ich so manche Nebenfigur einfach als zu blass empfunden habe.
Nach einer gewissen Zeit ging es dann aber und ich konnte wunderbar in die Geschichte eintauchen und miträtseln, wer der Täter ist. Allerdings hatte ich irgendwann sehr schnell ein Gefühl, das sich dann auch bestätigte. Dies war jetzt aber für die Geschichte nicht schlecht, denn es kam ja auch noch ein bisschen anders, als zunächst gedacht.

Die Autorin hat einen tollen Schreibstil. Flüssig zu lesen und auch die Kapitel, bzw. die Absätze waren nicht zu lang. 
Das Cover wurde toll gestaltet, allerdings störte mich ein wenig der Titel des Buches. "Rosalie und das Land des Lichts" fand ich jetzt nicht so wirklich passend zum Buch, bzw. zum Inhalt. 




Kurze Infos zu manchen Szenen aus vorherigen Geschichten hätte ich für gut befunden, denn so wäre es möglich gewesen, sich die Figuren besser vorzustellen. Manchemal reichen kleine Andeutungen einfach nicht aus. Dennoch fand ich die Geschichte gelungen und gebe "Rosalie und das Land des Lichts" von Julie Lescault 4 Sterne.

Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Goldmann-Verlag, für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Bewertung!


Die Reihenfolge:

  • Rosalie und der Duft der Provence
  • Rosalie und die Farben des Südens
  • Rosalie und das Land des Lichts


Julie Lescault ist das Pseudonym von Patricia Mennen, die durch ihre Afrika- und Amber-Saga berühmt wurde. Sie reist sehr gern und versucht, die Menschen und ihre ursprünglichen Kulturen besser kennen zu lernen. Mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern lebt sie ein Teil des Jahres am Bodensee und dann auch wieder in der Provence.

Montag, 20. August 2018

Rezi: Rhys Bowen - Tödliches Idyll

Ruhe und Beschaulichkeit sind alles, was sich Constable Evan Evans wünscht, als er sich in das kleine walisische Dorf Llanfair versetzen lässt. Das schlimmste Verbrechen, das dort jemals begangen wurde: der Raub eines Apfelkuchens. Doch dann verunglücken zwei Touristen in den malerischen Bergen tödlich. Während alle an einen Unfall glauben, ist sich Constable Evans sicher, dass die beiden ermordet wurden. Nur von wem?
Milchmann-Evans, Tankwart-Roberts und Mrs Powell-Jones haben es manchmal faustdick hinter den Ohren. Genau wie Betsy, die im Pub Red Dragon arbeitet und dem Constable schöne Augen macht. Obwohl Evan nicht glauben möchte, dass jemand von den liebenswert-kauzigen Bewohnern Llanfairs der Mörder ist, nimmt er seine Ermittlungen auf ...




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Veröffentlicht bei Digital Publishers (02.08.2018)
als E-Book gelesen ~*~ 254 Seiten
E-Book: 2,99 €
ISBN: 9783960874614
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Evan Evans, Constable von Beruf, möchte die Ruhe und die Beschaulichkeit in Llanfair genießen. Doch die Ruhe trügt, denn auch die Dorfbewohner haben es Faustdick hinter den Ohren. Es wird ein Apfelkuchen geklaut, Blumen und Gemüse nieder getreten. Verdächtige gibt es da allerdings nur eine Nachbarin, die beiden sind schon immer irgendwie Konkurrentinnen gewesen, was diverse Veranstaltungen angeht. 
Und urplötzlich stolpert Evan Evans über eine Leiche in "seinen" Bergen. Doch bei einer Leiche soll es nicht bleiben. Gerne möchte Sergeant  Watkins den Fall schnell zu den Akten führen, doch schnell wird klar, dass war kein Unfall, sondern Mord. Und dann das kuriose, bei der Untersuchung des Tatorts wird eine zweite Leiche gefunden. Auch diese Leiche entpuppt sich nicht als Unfallopfer.
Doch der Sergeant hat andere Fälle im Kopf, als das er sich darum kümmern könnte, denn es gibt noch einen Kinderschänder, der frei herum läuft.
Evans führt Ermittlungen an, die er mit Watkins abspricht und schnell wird auch jemand festgenommen....

Ich fand die Charaktere, die Rhys Bowen hier erschaffen hat, allesamt echt amüsant. Nicht, weil sie so witzig waren, sondern weil sie richtig menschliche Charakterzüge an sich hatten, die man vielleicht von Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunden oder so kennt. Jeder Charakter war auf seine Art sympathisch.
Die Autorin hat im Laufe des Buches diverse falsche Fährten gelegt, denen man entweder folgen konnte oder aber man selbst weiter überlegt hat, wer der Täter sein könnte.
Die Autorin beschreibt die Landschaft zwar als schön und interessant, aber sie hat es nicht zu sehr ausgeschmückt. Es wirkte auf mich echt. Die Berge wirkten auf mich gefährlich, gerade dann, wenn das Wetter umschlägt. 

Auch wenn das Buch zum Genre Krimi gehört, so hätte ich es persönlich eher in die Kategorie Cosy-Crime gesehen. Die Charaktere sind genau passend angelegt für einen schönen Cosy-Crime-Roman und der Humor fehlt definitiv nicht.


Ein Krimi, der mich definitiv an einigen Stellen zum Schmunzeln gebracht hat, der aber auch fordert, das man seinen Kopf nicht abschaltet. Ich mochte Constable Evans und die Bewohner von Llanfair sehr gern und ich hoffe auf weitere Bände. Ich vergebe dem Auftakt der Serie 5 Sterne.

Ich danke Digital Publischers für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keinerlei Auswirkungen auf meine Bewertung!


Die Autorin:

Rhys Bowen ist das Pseudonym von Janet Quin-Harkin. Geboren wurde sie im Jahre 1941 in England. Sie lebte lange Zeit in Bath, ging in England, Deutschland und Österreich zur Schule.
Seit 1966 lebt sie mit ihrem Ehemann in San Francisco. 

Insgesamt 3 Serien hat die Autorin schon veröffentlicht, doch bisher wurden nur zwei Bücher der Constable-Evans-Reihe in Deutsch veröffentlicht. Dieses Buch bildet den Anfang. Band 3 der Reihe heißt "Tod eines Tenors". 
Ich würde mir wünschen, wenn auch die anderen Bände ins deutsche übersetzt werden würden.

Dienstag, 5. Juni 2018

Rezi: Sandra Aslund - Mord in der Provence

Die junge Kommissarin Hannah Richter wird im Rahmen eines Austauschprogramms nach Vaison-la-Romaine, in ein idyllisches Touristenstädtchen in der Provence, versetzt. Damit geht ein Traum für sie in Erfüllung, denn hier kann Hannah neben der Arbeit ihrer Leidenschaft für die römische Geschichte nachgehen. Als ein Toter im römischen Theater in Orange gefunden wird, ist ihr Fachwissen gefragt. Allem Anschein nach handelt es sich um einen Selbstmord, doch Hannah entdeckt Hinweise, die auf einen Mord hindeuten. Da ihre ortsansässigen Kollegen, allen voran ihr Vorgesetzter Claude-Jean Bernard, ihre Beobachtungen jedoch als Hirngespinste abtun, beginnt Hannah, auf eigene Faust zu ermitteln. Und macht schon bald eine grausige Entdeckung …

Quelle Text: midnight-Verlag 
Quelle Bild: amazon




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Veröffentlicht im Midnight-Verlag (17.11.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 400 Seiten
Taschenbuch: 16,00 € ~*~ E-Book: 4,99 €
ISBN: 978-3-95819-092-4
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Ich mochte den Charakter Hannah Richter eigentlich von Anfang an. Sie ist eine Frau, die ihren eigenen Willen hat und sich nicht unter kriegen lässt, auch wenn in ihrem Privatleben nicht alles nach "Vorschrift" läuft, da sie gerade eine Trennung hinter sich hat.

Aufgrund eines EU-Polizei-Austauschprogrammes, an dem sie teilnimmt, verschlägt es sie in die Provence nach Frankreich. Das kleine Städtchen Vaison-la-Romaine bietet ihr nicht nur einen Arbeitsplatz für die nächsten Monate, sondern dort kann sie auch ihren Interessen nachgehen, der römischen Geschichte.
Als sie dann zufällig an den Schauplatz eines Selbstmordes kommt, wird ihr schnell klar, dass die französische Polizei zu vorschnell urteilt, denn für sie handelt es sich um Mord. 
Schauplatz dieses Selbstmordes ist ein römisches Theater in Orange. 
Doch als sie mit ihrem Vorgesetzten darüber spricht, tut er es sofort als Hirngespinst ab und sie solle sich nicht einmischen. 
Doch sie wäre nicht Hannah, wenn sie sich nicht davon abhalten lassen würde, auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen. 

Die Autorin hat eine wunderbare Atmosphäre geschaffen. Sie hat die Wege, die Landschaft, und diverse Dinge so lebhaft beschrieben, dass ich sie förmlich vor mir sehen konnte. Das fand ich total gut. Auch fand ich die Charakterausarbeitung der diversen Figuren sehr gut. Klar, die eine oder andere Figur blieb noch etwas dezent im  Hintergrund, tat der ganzen Geschichte aber keinen Abbruch. 
Allerdings muss ich auch sagen, dass sich manche Szenen doch etwas hingezogen haben. Sie wirkten langatmig, wo ich dachte, hey, komm doch mal  zum Punkt. 
Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen.


Ein paar kleinere Dinge haben mich schon gestört, dennoch kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Ich vergebe gute 4 Sterne für ein gelungenes Debut.

Ich danke der NetGalley und dem Midnight-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Bewertung.


Die Fälle um Hannah Richter von Sandra Åslund:

- Mord in der Provence
- Tödliche Provence 


Dienstag, 10. April 2018

Rezi: Poznanski & Strobel - Invisible

Du bist so wütend auf ihn. Du hasst diesen Menschen mehr als alles auf der Welt - obwohl du ihn gar nicht kennst. Und dann schlägst du zu...
Eine Serie von grauenvollen Morden gibt den Hamburger Kriminalkommissaren Nina Salomon und Daniel Buchholz Rätsel auf: Einem Patienten wird während einer OP ins Herz gestochen, ein Mann totgeschlagen, ein anderer niedergemetzelt...Die Täter sind schnell gefasst. Nur ihre Motive sind völlig unbegreiflich, denn keiner von ihnen hat sein Opfer gekannt. Das einzige, was sie verbindet: Die unermessliche Wut auf das Opfer. Und dass sie nicht wussten, was über sie kam.
Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Aber von wem und vor allem: wie?
Was Salomon und Buchholz schließlich aufdecken, wirft ein ganz neues Licht auf die Dinge, die unser Leben so bequem machen...
Quelle Text und Bild: Wunderlich-Verlag


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Veröffentlicht im Wunderlich-Verlag (27.03.2018)
als broschierte Ausgabe gelesen ~*~ 368 Seiten
broschiert: 14,99 € ~*~ E-Book: 12,99 €
ISBN: 978-3805200158
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Der zweite Fall für Nina Salomon und Daniel Buchholz in Hamburg. Das insgesamt dritte Buch der beiden Autoren Ursula Poznanski und Arno Strobel.
Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut und als ich den Klappentext las, war ich sofort mitgerissen. Was steckt dahinter? Wie kann jemand auf dem OP-Tisch ermordet werden? Warum? Viele Fragen, die ich hatte, bevor ich das Buch dann anfing zu lesen.

Direkt von der ersten Seite an haben mich die Autoren gepackt, bzw. die Geschichte hat mich abgeholt und mitgenommen. Scheinbar wahllos und ohne ersichtlichen Grund gehen Menschen auf andere Menschen los und töten diese in einer rasenden Wut. Später sind sie darüber verwundert, denn eigentlich kennen sie diesen Menschen gar nicht oder nicht so wirklich. Wie kann das sein?

Nina und Daniel nehmen die Ermittlungen auf, doch schnell merkt Nina, dass ihr Kollege nicht wirklich immer bei der Sache ist und sehr angespannt wirkt. Diese Anspannung lässt er immer mehr an den Kollegen aus oder auch bei Befragungen wirkt er nicht professionell. Als die beiden dann noch einen neuen Kollegen bekommen, der an dem Fall mitarbeiten soll und dieser Nina schöne Augen macht, gefällt das Daniel so gar nicht.

Die Auflösung der diversen Mordfälle wurde hier ansprechend gelöst. Ich wurde nicht irritiert zurück gelassen, was ich sehr gut fand. Für mich war das alles plausibel dargestellt.
Was mich allerdings doch sehr gestört hat, war das Privatleben, welches in diesem Buch sehr viel Platz einzunehmen schien. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass hier zum Teil die Morde eine Nebenrolle spielten, wobei doch eigentlich genau diese in dem Buch im Vordergrund stehen sollten. Das fand ich sehr schade und da gibt es auch definitiv den Punktabzug.


Die Charaktere waren wieder wunderbar aufgebaut. Die Kapitel waren nicht zu lang und die wechselnde Sichtweise der Ermittler fand ich auch wieder sehr gut. Weniger Privatleben hätte durchaus gut getan, wobei für mich als Leser schon ziemlich schnell fest stand, was das eigentliche Motiv war - im Privatleben von Daniel. 4 Sterne gibt es für "Invisible" von Ursula Poznanski und Arno Strobel. 


Die gemeinsamen Bücher der Autoren:

- Fremd

Die Buchholz/Salomon-Reihe:

  • Anonym
  • Invisible

Dienstag, 6. September 2016

Rezi: Ursula Poznanski - Elanus

Klappentext:


Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.

Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.

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Veröffentlicht im Loewe-Verlag (22.08.2016)
als broschierte Ausgabe gelesen ~*~ 416 Seiten
TB: 14,95 € ~*~ E-Book 12,95 €
ISBN: 978-3785582312
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Inhalt:

Jona ist ein hochbegabter Jugendlicher im Alter von 17 Jahren. Er hat ein Stipendium an einer sehr guten Universität erhalten und freut sich schon auf den Uni-Alltag. Doch leider geht schon die Abholung vom Bahnhof schief. Die Familie, bei denen er wohnen kann, erscheint einfach nicht.
Es wird sich zwar tausendmal entschuldigt, aber trotzdem merkt Jona, das irgendetwas nicht in Ordnung ist. 
Am nächsten Tag versucht er ein Gespräch beim Direktor der Uni zu erhalten, doch ihm wird mitgeteilt, dass der Direktor viel zu tun hat und es im moment nicht möglich ist, ihn zu sehen. So bleibt Jona nichts anderes übrig, als die Anfängerkurse zu besuchen, statt wie vereinbart, die höheren Kurse.
Gleich am ersten Tag macht er sich auch sehr unbeliebt bei einigen Mitschülern und auch beim Professor, als er den Unterricht der höheren Kurse an sich reißt. Aber er weiß sich zu helfen und entschuldigt sich bei einigen Leuten und so kommt er an diverse Handynummern.
Denn Jona hat eine Drohne entwickelt. Elanus ist ihr Name, nach einer seltenen Vogelart benannt. Doch was als Spaß gedacht ist, hat böse Folgen für Jona. Denn er erfährt Dinge, die gar nicht für ihn bestimmt waren. Eigentlich sollte niemand etwas erfahren....

Mir hat Jonas Charakter sehr gut gefallen. Eigentlich ein ganz normaler Jugendlicher, der doch in manchen Situationen überheblich wirkt. Aber gerade diese Überheblichkeit lässt tief blicken. Wird er doch das Wunderkind genannt, so ist er in diversen Zwischenmenschlichen Situationen ziemlich gerade heraus und eckt somit sehr oft an.
Doch als es brenzlig wird, kann er sich auf zwei Freunde verlassen, die er mit der Zeit gefunden hat.
Auch die anderen Charaktere sind meines Erachtens nach gut ausgearbeitet. Mir gefielen auch die "Zieheltern" von Jona sehr gut. 
Ich kann nicht alle Charaktere näher beschreiben, denn sonst müsste ich spoilern und da sage ich einfach: Lest selbst, denn ich finde, es ist wieder ein gelungenes Jugendbuch, welches der Autorin Ursula Poznanski von der Feder gesprungen ist.
Aber natürlich nicht nur für Jugendliche. Ich hatte sehr viel Freude an dem Buch, denn der Schreibstil war wieder locker flockig. So wie ich es von der Autorin gewohnt bin. Sie hat die Spannung ganz langsam und sachte aufgebaut und doch so spannend geschrieben, dass sie mich am Lesen gehalten hat. 

Mein Fazit:

Ein toller Jugendthriller, der definitiv 5 Sterne verdient hat. Ich bin sehr gespannt, wie dieses Buch meinem Sohn gefallen wird.


Weitere Jugend-Bücher der Autorin:

Erebos
Saeculum
Die Verratenen Band 1
Die Verschworenen Band 2
Die Vernichteten Band 3
Layers


Kaspary & Wenninger-Reihe:

Fünf
Blinde Vögel
Stimmen 


Zusammen mit Arno Strobel:

Fremd
Anonym (vorauss. 21.09.2016)