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Montag, 20. August 2018

Rezi: Rhys Bowen - Tödliches Idyll

Ruhe und Beschaulichkeit sind alles, was sich Constable Evan Evans wünscht, als er sich in das kleine walisische Dorf Llanfair versetzen lässt. Das schlimmste Verbrechen, das dort jemals begangen wurde: der Raub eines Apfelkuchens. Doch dann verunglücken zwei Touristen in den malerischen Bergen tödlich. Während alle an einen Unfall glauben, ist sich Constable Evans sicher, dass die beiden ermordet wurden. Nur von wem?
Milchmann-Evans, Tankwart-Roberts und Mrs Powell-Jones haben es manchmal faustdick hinter den Ohren. Genau wie Betsy, die im Pub Red Dragon arbeitet und dem Constable schöne Augen macht. Obwohl Evan nicht glauben möchte, dass jemand von den liebenswert-kauzigen Bewohnern Llanfairs der Mörder ist, nimmt er seine Ermittlungen auf ...




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Veröffentlicht bei Digital Publishers (02.08.2018)
als E-Book gelesen ~*~ 254 Seiten
E-Book: 2,99 €
ISBN: 9783960874614
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Evan Evans, Constable von Beruf, möchte die Ruhe und die Beschaulichkeit in Llanfair genießen. Doch die Ruhe trügt, denn auch die Dorfbewohner haben es Faustdick hinter den Ohren. Es wird ein Apfelkuchen geklaut, Blumen und Gemüse nieder getreten. Verdächtige gibt es da allerdings nur eine Nachbarin, die beiden sind schon immer irgendwie Konkurrentinnen gewesen, was diverse Veranstaltungen angeht. 
Und urplötzlich stolpert Evan Evans über eine Leiche in "seinen" Bergen. Doch bei einer Leiche soll es nicht bleiben. Gerne möchte Sergeant  Watkins den Fall schnell zu den Akten führen, doch schnell wird klar, dass war kein Unfall, sondern Mord. Und dann das kuriose, bei der Untersuchung des Tatorts wird eine zweite Leiche gefunden. Auch diese Leiche entpuppt sich nicht als Unfallopfer.
Doch der Sergeant hat andere Fälle im Kopf, als das er sich darum kümmern könnte, denn es gibt noch einen Kinderschänder, der frei herum läuft.
Evans führt Ermittlungen an, die er mit Watkins abspricht und schnell wird auch jemand festgenommen....

Ich fand die Charaktere, die Rhys Bowen hier erschaffen hat, allesamt echt amüsant. Nicht, weil sie so witzig waren, sondern weil sie richtig menschliche Charakterzüge an sich hatten, die man vielleicht von Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunden oder so kennt. Jeder Charakter war auf seine Art sympathisch.
Die Autorin hat im Laufe des Buches diverse falsche Fährten gelegt, denen man entweder folgen konnte oder aber man selbst weiter überlegt hat, wer der Täter sein könnte.
Die Autorin beschreibt die Landschaft zwar als schön und interessant, aber sie hat es nicht zu sehr ausgeschmückt. Es wirkte auf mich echt. Die Berge wirkten auf mich gefährlich, gerade dann, wenn das Wetter umschlägt. 

Auch wenn das Buch zum Genre Krimi gehört, so hätte ich es persönlich eher in die Kategorie Cosy-Crime gesehen. Die Charaktere sind genau passend angelegt für einen schönen Cosy-Crime-Roman und der Humor fehlt definitiv nicht.


Ein Krimi, der mich definitiv an einigen Stellen zum Schmunzeln gebracht hat, der aber auch fordert, das man seinen Kopf nicht abschaltet. Ich mochte Constable Evans und die Bewohner von Llanfair sehr gern und ich hoffe auf weitere Bände. Ich vergebe dem Auftakt der Serie 5 Sterne.

Ich danke Digital Publischers für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keinerlei Auswirkungen auf meine Bewertung!


Die Autorin:

Rhys Bowen ist das Pseudonym von Janet Quin-Harkin. Geboren wurde sie im Jahre 1941 in England. Sie lebte lange Zeit in Bath, ging in England, Deutschland und Österreich zur Schule.
Seit 1966 lebt sie mit ihrem Ehemann in San Francisco. 

Insgesamt 3 Serien hat die Autorin schon veröffentlicht, doch bisher wurden nur zwei Bücher der Constable-Evans-Reihe in Deutsch veröffentlicht. Dieses Buch bildet den Anfang. Band 3 der Reihe heißt "Tod eines Tenors". 
Ich würde mir wünschen, wenn auch die anderen Bände ins deutsche übersetzt werden würden.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Rezi: Sabrina Qunaj - Das Blut der Rebellin

Wales im 12. Jahrhundert: Während in England ein Bürgerkrieg tobt, rebellieren die Waliser unermüdlich gegen die neuen Machthaber. Um die Position der Normannen zu stärken, soll die junge Isabel, Tochter des mächtigen Geraldine-Geschlechts, den grausamen Sheriff von Pembroke heiraten. Doch am Vorabend der Hochzeit greifen die Rebellen an. Isabel kann fliehen und wird bald selbst zur Freiheitskämpferin. Der Sheriff hat seine Braut allerdings nicht vergessen und beauftragt den walisischen Prinzen Ralph le Walleys, sie zurückzuholen. Als die beiden sich ineinander verlieben, stehen sie plötzlich im Zentrum eines Krieges, in dem sie sich für eine Seite entscheiden müssen.
Quelle Text und Bild: Goldmannverlag 


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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (16.03.2015)
als TB gelesen ~*~ 704 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book: 8,99 €
ISBN: 978-3-442-47989-4
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Der zweite Teil der Geraldine-Serie von Sabrina Qunaj spielt im 12. Jahrhundert in Wales. 
Die Waliser rebellieren, in England gibt es den Bürgerkrieg und die junge Isabel soll einen Mann heiraten, der grausamer nicht sein könnte. 
Doch am Abend vor ihrer Hochzeit wird sie von den Rebellen entführt. 
Sie lebt einige Jahre unter den Rebellen und wird zur Kämpferin für die Rebellen. 
Doch der Sheriff, den Isabel heiraten sollte, gibt nicht auf und so gelangt sie auf Umwegen wieder in seine Fänge.

Auch wenn mir der Schreibstil der Autorin wieder sehr gut gefallen hat und ich schnell wieder in den Geschehen von Wales drin war, so konnte ich in diesem Band keinen Bezug zur Hauptperson aufbauen. Ich empfand ihre Reaktionen und Aktionen zum Teil nicht nachvollziehbar, andere dagegen wirkten ordentlich durchdacht, wiederum andere empfand ich als kindisch. 
Auch viele andere Charaktere, die in diesem Buch mitspielten, empfand ich als oberflächlich, ganz im Gegensatz zu Nesta in dem ersten Band dieser Reihe.
Ich mag es eigentlich nicht, die Figuren miteinander zu vergleichen, dennoch habe ich einige Unterschiede entdeckt, aber auch viele Gemeinsamkeiten.
In manchen Situationen musste ich echt nochmal nachsehen, ob ich wirklich im Mittelalter war, oder nicht doch in der heutigen Zeit. Das lag zum Teil an sehr modernen Ausdrücken, die während des Buches immer wieder vorkamen. Andererseits flechtete die Autorin die historischen Geschenisse sehr gut in die Geschichte mit ein. 




Eigentlich hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, wenn auch einige Längen enthalten waren. Die Spannung fehlte mir allerdings. Ab und an bäumte sie sich auf, flaute dann aber schnell wieder ab. Die fehlende Bindung beim Lesen zu den einzelnen Figuren wog bei mir aber größer. Ich gebe somit dem Buch gut gemeinte 3 Sterne.

Dienstag, 6. März 2018

Rezi: Constanze Wilken - Die Klippen von Tregaron

Die junge Künstlerin Caron leidet unter einem traumatischen Kindheitserlebnis. Sie kann sich jedoch nicht erinnern, was damals in Tregaron House geschah. Als sie unverhofft das alte Cottage auf der walisischen Halbinsel Llyn und ein verschollen geglaubtes Gemälde erbt, kommt sie an den Ort des tragischen Geschehens zurück und muss sich der Vergangenheit stellen. In dem sensiblen Gärtner Ioan findet sie einen Mann, der ihre zerrissene Seele versteht, und schon bald verlieben sich die beiden ineinander. Zusammen mit Ioan kommt Caron schließlich einem grausamen Geheimnis auf die Spur, das ins 19. Jahrhundert zurückreicht – das aber auch der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit ist ... 
Text- und Bildquelle: Goldmannverlag







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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (19.02.2018)
als TB gelesen ~*~ 448 Seiten
Taschenbuch: 10,00 € ~*~ E-Book: 8,99 €
ISBN: 978-3-442-48477-5
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Das letzte Buch "Das Erbe von Carreg Cottage" hatte mir so überhaupt nicht gefallen. Irgendwie kam ich mit der Geschichte nicht klar.
Doch dieses Buch "Die Klippen von Tregaron" hat mich echt mit sich gezogen. Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte und man konnte merken, dass sich der Spannungsbogen immer weiter aufbaute. Das hat mir sehr gut gefallen. 
Die Charaktere, egal auf welcher Zeitebene, haben mir sehr gut gefallen. Sie waren sehr schön ausgearbeitet. Sie hatten eine gewisse Tiefe und wirkten so sehr interessant auf mich.

Die Geschichte, die die Autorin da gewebt hat, gefiel mir auch außerordentlich gut und auch die Auflösung war in meinen Augen gut durchdacht. Sie konnte mit ihrem Schreibstil die traurigen Momente sehr gut rüber bringen. Aber auch die schönen Momente hat sie gekonnt in Szene gesetzt. 
Mir gefielen aber vor allen Dingen auch die Beschreibungen über die Glasbläserei. Ich finde es faszinierend, was so alles entstehen kann. Ich durfte dieser Kunst schonmal live beiwohnen, wahrscheinlich finde ich es deshalb so faszinierend.

Constanze Wilken konnte mich am meisten mit der Geschichte des jungen Malers an das Buch fesseln, was nicht heißen soll, dass der andere Teil uninteressant war. Ganz im Gegenteil. Dieser Teil des Malers hat mich fasziniert und mitgenommen. Es ist selten, dass ein Mann ein Tagebuch schreibt, wahrscheinlich deswegen. Erst nach und nach kommen die Puzzlestücke an ihren Platz, die man als Leser präsentiert bekommt. Nicht nur die, die man aus der Vergangenheit bekommt, sondern auch die aus der Gegenwart. Erst am Ende wird alles aufgeklärt. 

Das Cover fand ich sehr interessant gestaltet, allerdings habe ich mir das Haus ganz anders vorgestellt, in dem Caron wohnte, und auch die Klippen waren in meiner Fantasie durchaus steiler und höher. 




Constanze Wilken hat mich mit diesem Buch sehr fesseln und unterhalten können. Ich fühlte mich als Teil dieser Geschichte und das war genau richtig. Ich vergebe gerne 5 Sterne für eine wunderbare Geschichte.

Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Goldmannverlag für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keine Auswirkung auf meine Bewertung.


Die Bücher der Wales-Romane:

  • Der Duft der Wildrose
  • Ein Sommer in Wales
  • Sturm über dem Meer
  • Das Erbe von Carreg Cottage
  • Die Klippen von Tregaron

Mittwoch, 19. April 2017

Rezi: Sabrina Qunaj - Die Tochter des letzten Königs

Klappentext:

Sie ist vom Blute der alten Könige, und sie ist der Schlüssel zur Macht.

Wales 1093: Als die Normannen in ihre Heimat einfallen, gerät die junge Fürstentochter Nesta in Gefangenschaft. Ihr königliches Blut macht sie zu einer wertvollen Geisel, und so bringt man sie an den Englischen Hof. Ihre unvergleichliche Schönheit bleibt auch Henry, dem zukünftigen König von England, nicht verborgen. Doch Nesta ist der Schlüssel zur Macht in Wales und wird schließlich gegen ihren Willen an den dortigen Kommandanten, einen Feind aus ihrer Kindheit, verheiratet. Was als Zwang beginnt, entwickelt sich langsam zu einer großen Liebe. Aber auch die walisischen Rebellen haben nicht vergessen, wer Nesta ist ...

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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (19.05.2014)
als TB gelesen ~*~ 704 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3442479887
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Inhalt:

Ich habe Nesta als eine freiheitsliebende, starke Frau kennen gelernt. Eine Frau, die an den Schicksalsschlägen ihrer Kindheit gewachsen ist. So musste sie miterleben, wie ihr Bruder fliehen musste, ihrem jüngeren Bruder die Hand abgehackt und die Mutter vergewaltigt wurde. 
Sie ist ein interessanter Charakter, den ich eigentlich direkt von Beginn an mochte. Klar hatte ich auch einige Stellen, wo ich Nesta am liebsten geschüttelt und angeschrien hätte, sie möge doch endlich mal nachdenken, aber es war jetzt nicht so, dass es nervte. Sie ist ein interessanter Charakter, den die Autorin Sabrina Qunaj sehr gut herausgearbeitet hat.
Aber nicht nur Nesta ist eine tolle Figur. Eigentlich allen Figuren wurde Leben eingehaucht. Sie kamen authentisch rüber, was ich gerade in historischen Romane doch sehr bevorzuge. 

Super fand ich ebenfalls zu Anfang, dass die Autorin einen kleinen Einblick in die walisische Sprache gewährt hat, damit einem das Lesen leichter fiel. Das eine oder andere Wort konnte ich so ableiten, bzw. in meinem Kopf richtig aussprechen. Dementsprechend empfand ich den Schreibstil der Autorin als sehr angenehm.

Ich hätte am Ende des Buches nicht gedacht, dass es sich bei Nesta um eine historische Persönlichkeit handelt, doch direkt am Anfang war der Stammbaum angegeben und fast hinter jedem Namen war ein Sternchen, welches die historische Persönlichkeit signalisieren sollte. 
Im Nachwort ging die Autorin sehr auf die Figur Nesta ein, und auch diverse andere Dinge hat sie da sehr gut erklärt. Es lohnt sich definitiv, dieses zu lesen.

Mein Fazit:

Keine langen Stellen, keine langweiligen Passagen. Ein wirklich toller historischer Roman, den ich innerhalb von 3 Tagen durch hatte. Das ganze Buch hat mich begeistert, so dass ich 5 Sterne geben möchte. Gerne auch mehr.


Die Geraldine-Reihe von Sabrina Qunaj:

- Die Tochter des letzten Königs
- Das Blut der Rebellin
- Der Ritter der Könige

Die Elvion-Reihe:

- Elfenmagie
- Elfenkrieg
- Elfenmeer
- Elfenmeer - Der Korallenfürst 


Weitere Bücher:

- Sternensommer
- Teufelsherz
- Teufelstod
- Von einem anderen Stern


Sonntag, 5. März 2017

Rezi: Constanze Wilken - Das Erbe von Carreg Cottage

Klappentext:

Die 35-jährige Lili Gray steht vor dem Nichts, als sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort schließen muss. Doch dann vermacht ihr ein Unbekannter ein altes Haus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Die leicht verfallene Pilgerraststätte und der Garten an den Klippen ziehen Lili sofort in ihren Bann. Von dort blickt sie auf die Insel Bardsey, die eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Aber Lilis Anwesenheit scheint jemanden zu stören, und die junge Frau ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Pilgerortes mit ihrer eigenen – und der des unbekannten Gönners verbunden ist ...
 
 
 
 
 
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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (13.02.2017)
als Taschenbuch gelesen ~*~ 480 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3442484768
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Inhalt:

Lili hat alles verloren. Ihr kleines Café in Schottland musste sie schließen. Und auch mit ihren Großeltern versteht sie sich nicht wirklich.
Sie erhält eine Nachricht, dass sie nach Wales kommen soll. Auf der Halbinsel Llyn liegt eine verfallene Pilgerstätte. Der Anwalt, der sie kontaktiert hatte, erklärt ihr, dass sie diese Pilgerstätte geerbt habe. Sie muss dieses Haus wieder herrichten, allerdings so, dass es mit den Regeln des Denkmalschutzes konform geht. Ihr unbekannter Wohltäter stellte ihr ebenfalls das Geld zur Verfügung. Erst nach einem Jahr soll Lili den Namen ihres Wohltäters gesagt bekommen.
Doch ihre Ankunft ist nicht bei allen Bewohnern gut angekommen. Es gibt Menschen, die sich an ihrer Anwesenheit stören. Nach und nach begibt sich Lili auf die Suche nach dem Geheimnis hinter dem Cottage.

Lili ist eine durchaus schwierige Person, die eigentlich alles mit sich allein ausmacht. Sie ist es nicht gewohnt, Hilfe zu bekommen, geschweige denn Zuneigung zuzulassen. Viele ihrer Handlungen verstand ich erst viel später, so dass ich sehr lange Zeit brauchte, um mit diesem Charakter "warm" zu werden. 

Der Schreibstil der Autorin hat mir in einem ihrer vorherigen Bücher schon sehr gefallen, so war es hier auch. Allerdings hätte ich mir gewünscht, wie es manche Verlage oder gar Autoren machen, im hinteren Teil des Buches eine Zusammenfassung zu geben, wie manche Orte, Namen, etc. ausgesprochen werden. Gerade die walisischen Ortsnamen oder auch Geschichtsnamen waren echt schwer, so das ich diese teilweise übersprungen habe.
Die Autorin erzählt hier auf zwei Zeitebenen, was aber aus dem Klappentext nicht hervorgeht. Und gerade dieser Teil aus dem Jahre 614 n.Chr. nimmt einen sehr großen Teil des Buches ein. Es wird erst sehr spät klar, wie diese Teile zusammen hängen. Ich hatte immer das Gefühl, gerade aus der Geschichte, in der ich mich wieder zurecht gefunden habe, wieder herausgerissen zu werden, denn es folgte die Gegenwart, oder gar andersherum.
Eine gewisse Spannung konnte ich merken, so wurde sie aber immer wieder ein wenig kaputt gemacht, wenn die Zeitebenen gewechselt wurden.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Stimmung in den jeweiligen Zeitebenen. Die hat die Autorin sehr gut rüber gebracht. Sei es die der Personen, oder aber die Natur. Ich konnte das aufgewühlte Meer direkt vor mir sehen. Ich konnte beinahe das Salzwasser riechen. Und das fand ich total toll.

Ich hatte mich eigentlich total auf das Buch gefreut und habe Freudensprünge gemacht, als ich es endlich in den Händen hielt. Doch im Nachhinein bin ich ein wenig enttäuscht. Das Ende fand ich dann auch etwas zu holperig und zu schnell.

Mein Fazit:

Ich hätte mir gewünscht, wenn einige Charaktere etwas mehr Tiefe erhalten hätten. Einige kamen mir doch etwas oberflächlich vor. Und auch einige Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen, da ging mir manches echt viel zu schnell. 3 Sterne

Ich möchte ich herzlich beim Bloggerportal sowie beim Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Weitere Bücher von Constanze Wilken:

- Ein Sommer in Wales
- Der Duft der Wildrose
- Was von einem Sommer blieb
- Die vergessene Sonate
- Die Frau aus Martinique
- Die Malerin von Fontainebleau
- Die Lautenspielerin
- Die Tochter des Tuchhändlers
- Blut und Kupfer
- Das Licht von Shenmoray


Freitag, 22. Juli 2016

Rezi: Constanze Wilken - Sturm über dem Meer

Klappentext:

Sie soll eine versunkene walisische Burg untersuchen – und stößt auf ein Rätsel aus ihrer eigenen Familie...

Als die junge Archäologin Dr. Samantha Goodwin den Auftrag erhält, eine vor der walisischen Küste versunkene Burganlage zu untersuchen, sagt sie begeistert zu. Sie freut sich nicht nur auf die interessante Arbeit, sondern auch auf ein Wiedersehen mit ihrer Großmutter Gwen, die im nahegelegenen Fischerdorf Borth lebt. Dann stößt Sam bei ihren Untersuchungen auf ein Skelett, das seit höchstens sechzig Jahren auf dem Meeresgrund liegt. Gwen ist davon überzeugt, dass es sich um Sams Großvater Arthur handelt, der vor Jahren in einer stürmischen Nacht auf dem Meer verschwand. Samantha beginnt nachzuforschen und begibt sich in große Gefahr. Denn manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen ...

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Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (21.12.2015)
als TB gelesen ~*~ 480 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3442483495
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Inhalt:

Sam und Christopher haben sich getrennt, doch ihr Ex hat schon eine neue, und die neue Frau an seiner Seite macht ihr das Leben ziemlich schwer.
Als Sam allerdings von einem Auftrag in Wales erfährt, noch dazu in dem gleichen Ort, in dem ihre Großmutter Gwen wohnt, nimmt sie diesen Auftrag an und macht sich daran, die Legende um die walisische Burganlage zu untersuchen. Denn nach dem letzten Sturm sind versteinerte Baumstämme freigespült worden.
Allerdings ist es nicht das einzige, was gefunden wird. Als Max, der Sohn vom Werftbesitzer Luke, einen Ring aus dem Meeresboden fischt, ist klar, dass dieser Ring zu Arthur gehört, Sam´s Großvater. Bei weiteren Untersuchungen stößt sie auf die Überreste ihres Großvaters. Doch nicht jeder ist damit einverstanden, dass Sam in der Vergangenheit wühlt...

Als erstes muss ich anmerken, dass es mir sehr viel spass bereitet hat, dieses Buch zu lesen. Es hatte keine Längen und der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen. Eine gewisse Spannung hat die Autorin hier sehr gut mit eingewoben, und zwar so gut, dass ich nur selten das Buch aus der Hand gelegt habe.

Die Autorin hat es geschafft, vor meinem inneren Auge eine Landschaft so lebendig wirken zu lassen, als wäre ich direkt vor Ort gewesen. Es war, als könnte ich beim lesen das Meer riechen.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, einmal zu der Zeit, als Gwen noch jung war und ihre Liebe zu Arthur gerade entstand bishin in das Jahr 1955.
Die zweite Ebene spielt in der Gegenwart und Sam beginnt mit den Grabungen und Ausmessungen der alten Baumstämme, die der letzte Sturm freigespült hat. Doch irgendjemand hat etwas dagegen, denn Sam hat das Gefühl, beobachtet zu werden. Als sie dann eines Abends vor dem Cottage ihrer Großmutter auch noch überfallen wird, stimmt es sie nur noch nachdenklicher, doch sie lässt sich nicht davon abbringen, Licht in die Vergangenheit zu bringen.

Sam ist ein toller Charakter, der mir direkt am Anfang gefallen hat. Hervorragend herausgearbeitet, ohne zusehr ins Detail zu gehen. Doch wie sie an manchen Stellen reagiert, macht sie ziemlich menschlich.
Auch Gwen hat mir gefallen, aber ich glaube, Gwen ist ein Charakter, der muss einem eigentlich sofort gefallen.

Und dann ist da das Geheimis, welches man als Leser enthüllen möchte, in dem man mit Sam und Luke miträtselt, was früher vorgefallen war, was mit Arthur passiert ist und warum Sam überfallen wurde. Der eine oder andere Verdacht ist da, den man selber hegt, und doch hat die Autorin es sehr gut verstanden, die Fäden so miteinander zu verweben, dass man sich teilweise echt unschlüssig ist, ob man mit seinem Verdacht noch richtig liegt, oder eher nicht.

Mein Fazit:

Eine tolle Familiengeschichte mit einem Geheimnis, das nach und nach aufgedeckt wird. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. 5 Sterne!!!!


Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar.