Posts mit dem Label Schottland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schottland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. Januar 2020

Rezi: Dorothea Stiller - Tod im Theater

Nach den dramatischen Ereignissen des vergangenen Sommers sollte Agnes Munro sich eigentlich von Aufregung und Verbrechen fernhalten. Allerdings wird sie der Ruhe ihres Alltags im romantischen Küstenstädtchen Tobermory auf der schottischen Isle of Mull schnell überdrüssig. Als ihr ehemaliger Schüler einen renommierten Theaterpreis erhält, ergreift sie kurzerhand die Gelegenheit, etwas Leben auf die Insel zu bringen und überredet das Theaterensemble zu einem Gastspiel. Doch noch bevor der erste Vorhang fällt, wird einer der Schauspieler auf der Bühne ermordet und plötzlich wird Agnes erneut zur Hobbyermittlerin wider Willen – wird sie den Mörder auch dieses Mal finden?
Quelle Text und Bild: digitalPublishers





************************************************************
Veröffentlicht im digital publisher-Verlag (12.09.2019)
als E-Book gelesen ~*~ 296 Seiten
TB: 10,80 € ~*~ E-Book 2,99 €
ISBN: 9783960878803
************************************************************
 
 

Agnes und Andrew sind nach Edinburgh gereist, um dort einen ehemaligen Schüler von Agnes im Theater zu sehen. Sie ist begeistert von dem Stück und lässt sich dazu hinreißen, die gesamte Truppe nach Tobermory einzuladen.
Doch das Gastspiel der Truppe endet mit einem Zwischenfall - ein Schauspieler der Truppe erleidet einen Krampfanfall auf der Bühne während des Schlussakkords und stirbt wenig später im Krankenhaus. Wie sich herausstellt, war ein Gift Schuld daran, dass dieser Mensch sterben musste. Doch warum? Und wer steckt dahinter? Agnes versucht sich, aus sämtlichen Ermittlungen herauszuhalten, denn Andrew, aber auch Matt liegen ihr in den Ohren, dass sie sich zurück halten soll, auch wenn sie meint, dass es keiner der Theaterleute hätte sein können.
Auch privat läuft es nicht immer rund, denn Andrew hätte es gern gesehen, wenn Agnes zu ihm gezogen wäre, doch sie wohnt lieber in einem Cottage in der Nähe des Hotels, in dem das Theaterensemble untergebracht ist.
Agnes versucht sich wirklich aus den Ermittlungen heraus zu halten, denn sie will keinen Ärger mit Andrew riskieren. Aber auch nicht mit Matt. Agnes verspürt aber eine gewisse Kränkung, als die Polizisten ihr unterstellen, sie würde sich wieder einmischen, als sie denen ein Tipp gab, weil sie etwas erfahren hatte.
Dorothea Stiller brachte mir als Leserin die Gefühlswelt der Agnes Munroe näher. Ich konnte die Kränkung nachvollziehen, aber auch diverse andere Gefühle, die sie durchlebt hat, wurden mir näher gebracht.
Auch wenn Agnes sich raushalten sollte, so entgehen ihr gewisse Dinge einfach nicht. Sie kann etwas nicht unerwähnt lassen, was sie beobachtet hat. Gott sei dank steht Fiona auf ihrer Seite, die sich ein wenig wie das fünfte Rad am Wagen vorkommt. Hier möchte ich nicht näher auf die Geschichte eingehen. Ich müsste spoilern, das möchte ich gern vermeiden.

Ich hatte bei diesem Fall allerdings diesmal sehr schnell raus, wer der Täter ist. Mein Verdacht wurde dann am Ende bestätigt. Ein bisschen hat es mir den Lesegenuss genommen, denn eigentlich rätsel ich gern, wer der Täter ist und aus was für Gründen gehandelt wurde. Die Autorin hat aber dennoch versucht, den Leser auf falsche Spuren zu führen, um vom Täter abzulenken und das fand ich sehr gut. 


4 Sterne für die Fortsetzung rund um Agnes Munroe. Dorothea Stiller hat hier eine sehr interessante Figur erschaffen, die man im Laufe der Bücher noch näher kennen lernen möchte. Auch wenn ich schnell heraus hatte, wer der Täter ist, fand ich die Geschichte gut inszeniert und ich freue mich schon auf eine weitere Geschichte.


Weitere Bücher der Autorin:

  • Das Geheimnis der schottischen Insel
  • Einmal, keinmal, Immer wieder 
  • Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno
  • Halt die Wolken fest
  • London Love - Herz über Kopf
  • Lehrstunden des Herzens
  • Der Myrtenzweig
  • Das Geheimnis von Kestrell Hall
  • Das Weihnachtswunder von Dunstable
  • Frühling im Herzen 
  • Inselmord und Krabbencocktail
  • Ein unverhofftes Winterwunder

Die Reihe um Agnes Munroe:

  • Tödliche Zeilen
  • Tod im Theater

Mitgewirkt in folgenden Büchern:

  • Eight Shades of Love
  • Ein Earl im Unterock
  • Der Weihnachtsball des Earls

Montag, 21. Oktober 2019

Rezi: Dorothea Stiller - Tödliche Zeilen

Nach Jahren kehrt die pensionierte Lehrerin Agnes Munro in das malerische schottische Küstenstädtchen Tobermory zurück, um ihrer Freundin Effy in dieser schweren Zeit beizustehen. Denn die Kleinstadt wird von einem tragischen Todesfall überschattet: Effys Sohn Neil kam bei einem Autounglück ums Leben. Ein Unfall? Doch dann kommt es zu einem zweiten mysteriösen Todesfall und die Ereignisse überschlagen sich …
Die polizeilichen Ermittlungen können die resolute Agnes nicht überzeugen, also beginnt sie, auf eigene Faust nachzuforschen. Tatsächlich stößt sie auf Ungereimtheiten. Der Dame mit dem extravaganten Modegeschmack gelingt es, den Inselpolizisten auf ihre Seite zu ziehen. Und weiß der Gemeindepfarrer vielleicht mehr als er zugibt? Agnes stürzt sich in ihre Nachforschungen und muss sich eingestehen, dass sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit in Tobermory noch nicht ganz abgeschlossen hat.



************************************************************
Veröffentlicht im digital publisher-Verlag (03.01.2019)
als E-Book gelesen ~*~ 354 Seiten
TB: 10,80 € ~*~ E-Book 4,99 €
ISBN: 9783960874652
************************************************************


Agnes Munro kehrt nach vielen Jahren zurück an den Ort, wo sie einst so glücklich war. Nie hätte sie gedacht, dass sie jemals wieder nach Tobermory zurückkehren würde. Zuviele schmerzliche Erinnerungen hängen mit der Insel zusammen. 
Doch ihrer besten Freundin muss sie einfach beistehen, hat sie doch gerade ihren Sohn auf tragische Weise verloren. 
Als dann ein zweiter Todesfall sich ereignet, glaubt Agnes nicht an einen Unfall. Sie glaubt, dass da jemand für verantwortlich war, doch die Polizei glaubt ihr nicht. Agnes allerdings lässt sich nicht davon abbringen, eigene Ermittlungen anzustellen. Sie stößt auf Ungereimtheiten, die schließlich auch der Polizei sehr zu denken geben. 

Agnes Munro wird als eine Dame bezeichnet, die einen extravaganten Modegeschmack hat. Allerdings verliert die Autorin nicht viele Worte um das Aussehen des Hauptcharakters. Ich konnte für mich kein Bild im Kopf zeichnen, wie die Dame aussieht. Man erfährt nur vage, dass sie im Pensionsalter ist bzw. schon pensioniert is.t. Für den Leser, der es mag, wenn man sich die Figur selber so ausmalen möchte, wie man sie sich vorstellt, ist das sicherlich gut, doch für mich fehlte etwas. Klar hatte ich meine eigenen Vorstellungen, aber ich hätte mir gewünscht, dass diese Extravaganz etwas mehr ausgelebt würde, gerade weil das im Klappentext erwähnt wird. Einzig die Hartnäckigkeit von Agnes wurde sehr gut an ihrem Charakter beschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen.
Auch die anderen Charaktere bleiben eher vage.

Die Story fand ich gut. Die Autorin hat sie gut ausgearbeitet und auch wenn es zwei Todesfälle gibt, finde ich schon, dass es ein Cosy-Crime ist. Auch für mich war es glaubhaft dargestellt, wie sich der zweite Todesfall ereignet hat, sprechen doch sämtliche Indizien für sich. Die Auflösung hinterher war in meinen Augen sehr schlüssig und glaubhaft, gerade das ist schließlich sehr wichtig, dass die Auflösung glaubhaft ist. Was nützt einem einen tollen Krimi, bei dem man am Ende denkt, das hätte man auch anders machen können.



Man sagt ja immer, weniger ist manchmal mehr, doch hier wäre genau das Gegenteil gut gewesen, gerade was die Personenbeschreibung angeht. Ich würde mir wünschen, dass im nächsten Teil etwas mehr zu der Hauptprotagonistin zu erfahren ist. Ich vergebe 4 Sterne für "Tödliche Zeilen" von Dorothea Stiller. Das Cover ist super schön und passt zum Ort des Geschehens.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Rezi: Jenny Colgan - Hochzeit in der kleinen Sommerküche am Meer

Mit ihren hellrosa Wänden, der Theke voller duftender Scones, Kuchen und Quiches sowie den urigen Steingutbechern für den Tee ist Floras kleine Sommerküche auf der Insel Mure inzwischen ein beliebter Treffpunkt von Einheimischen und Touristen. Neben ihrem Café, ihrem Hof und der Wettervorhersage, gehört jedoch auch Joel, ihr ehemaliger Chef und heutiger Freund zu Floras Universum. Nur ist er beruflich allzu oft in der Welt unterwegs – und während Flora unter diesen ständigen Trennungen leidet, scheint er davon unberührt. Es braucht einen ganzen Sommer, eine Hochzeit und eine Beinahe-Katastrophe, bis er erkennt, dass er kurz davor ist, Flora zu verlieren.
Bild und Text: Piper-Verlag




************************************************************
Veröffentlicht im Piper-Verlag (04.06.2019)
als TB gelesen ~*~ 464 Seiten
Taschenbuch: 11,00 € ~*~ E-Book 9,99 €
ISBN: 978-3-492-31363-6
************************************************************

 
Flora leitet die kleine Sommerküche am Meer auf der Insel Mure, hoch im Norden von Schottland. Doch läuft diese Küche mehr schlecht als Recht. Auch in ihrer Beziehung zu ihrem ehemaligen Chef Joel läuft nicht alles rund, wie es laufen sollte. Er öffnet sich ihr nicht. Erzählt ihr nur das nötigste aus seiner Vergangenheit, verschweigt ihr aber wichtige Dinge, die sie wissen sollte. Das fördert nicht gerade die Vertrauensbasis zwischen den beiden. Und dann ist da auch noch sein Beruf als Anwalt, der ihn ständig in der Welt rumgondeln lässt, aber kaum Zeit für sein Zuhause bzw. seiner Beziehung hat.
Neben ihren Sorgen, bereitet Flora zwei Hochzeiten vor. Zum einen heiratet ihre Erzfeindin den Mann, mit dem sie vor einem Jahr kurz zusammen war. Zum anderen wird  ihr Bruder heiraten. Wird sie das alles unter einen Hut bringen oder steht die Sommerküche vor dem Aus?

Es hat lange gedauert, bis ich mal alle Figuren zusammen hatte und ich das Gefühl hatte, einigermaßen hinter die Geschichte zu steigen. Doch immer wieder kamen Dinge zur Sprache, die eine Vorkenntnis des ersten Bandes nötig werden lies. Doch dieses hatte ich nicht gelesen, so dass ich, wahrscheinlich genau aus diesem Grund, nicht wirklich in die Geschichte hinein gefunden habe.

Die Charaktere wirkten auf mich sehr oberflächlich. Auch das schreibe ich der fehlenden Vorgeschichte zu, die ich ja nicht gelesen habe. Ich kam einfach nicht an die Charaktere ran, konnte keine Bindung zu ihnen aufbauen. Aber auch die landschaftlichen Beschreibungen haben mir sehr gefehlt. Ich möchte nicht, dass ein Autor sich nur über die Landschaft auslässt, aber eine solche Insel ist sicherlich nicht nur trostlos und grau. Dieses Gefühl hatte ich immer beim lesen. 

Ich war manchesmal kurz davor, die Geschichte abzubrechen, weil sie mir zu langatmig war. Es waren viel zu viele Figuren, die eine eigene Geschichte zu erzählen hatte, die die Autorin aber alle in ein Buch gequetscht hat und somit die ausführliche Ausarbeitung ebendieser Figuren vernachlässigte. 


Ich habe schon zwei Bücher der Autorin gelesen und dieses hier gehörte definitiv nicht zu ihren Besten. Leider konnte mich weder die Geschichte überzeugen, noch die Charaktere. Dieses Buch hat soviel Potenzial, welches hier nicht ausgenutzt wurde. 2 Sterne für "Hochzeit in der kleinen Sommerküche am Meer". 

Weitere Bücher der Autorin:

Floras Küche:

Die kleine Sommerküche am Meer
Hochzeit in der kleinen Sommerküche am Meer
Begegnungen in der kleinen Sommerküche am Meer
Weihnachten in der kleinen Sommerküche am Meer


Die kleine Bäckerei am Strandweg:


Die kleine Bäckerei am Strandweg
Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg
Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg


Dienstag, 21. Februar 2017

[Abgebrochen] Colleen McCullough - Land der Dornen

Klappentext:

Schottland, 1872. Elizabeth Drummond kann der bitteren Armut nur entfliehen, wenn sie ihren Cousin Alexander Kinross heiratet. Am Ende der langen Reise ins unvorstellbar ferne Australien erwartet sie in Sydney ein Bräutigam, der ihr noch mehr Furcht einflößt als das heiße, wilde Land. Dennoch kann sie sich als seine Frau glücklich schätzen, denn unter der kargen roten Erde seiner Ländereien verbirgt sich eine der reichsten Goldminen der Welt. Doch es sollen Jahre voller schicksalhafter und dramatischer Begebenheiten vergehen, bis Elizabeth in ihrer neuen Heimat etwas völlig Unerwartetes entdeckt – die Liebe …




************************************************************
Veröffentlicht im Blanvalet-Verlag (20.02.2017)
als Taschenbuch gelesen ~*~ 576 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3734104077
************************************************************

Inhalt:

Zum Inhalt kann ich eigentlich sehr wenig sagen, denn ich bin nicht sehr weit gekommen. Ich habe Elizabeth kennen gelernt, die ein kleines verschrecktes Huhn zu sein scheint, zumindest am Anfang ihrer Beziehung zu Alexander. Sie lebt in Schottland und wird vom Vater an Alexander Kinross "verhökert". Denn dieser wollte eigentlich ihre Schwester haben, aber der Vater machte ihm da einen Strich durch die Rechnung.
Der Vater streicht einen Batzen Geld ein und gibt seiner Tochter nur einen kleinen Anteil, damit sie sich einkleiden kann.
Ihre Reise nach Australien muss sie ohne Familie bestreiten, auch wenn sie Bekannte hat, die auf sie aufpassen.
Dann lernte ich Alexander kennen. Eigentlich ab dem Alter von 15 Jahren. Und eigentlich ziemlich beeindruckend, wie er sich durch das Leben geschlagen hat, nachdem er von zu Hause abgehauen ist. Doch sein eigener Vergleich mit Alexander dem Großen... puuuh, da hatte ich dran zu knabbern.

Nach über 150 Seiten konnte ich weder zu Alexander eine Beziehung aufbauen, noch zu Elizabeth, die gerade mal auf den ersten Seiten auftauchte.
Desweiteren fiel mir auf, dass die Seiten ziemlich eng und klein beschrieben sind, also nicht der normale Standart in den Büchern, sondern kleiner. Die Absätze waren teilweise so lang, das man immer gezwungen war, zu schauen, wie weit geht dieser Absatz, damit ich dann mal unterbrechen kann oder so.
Bei meiner weiteren Recherche fand ich auch heraus, dass es dieses Buch schonmal gab, und dies jetzt eine Neuauflage ist.

Mein Fazit:

576 Seiten ziemlich eng und klein beschrieben sind nicht unbedingt problematisch, doch wenn die Geschichte keine Fahrt aufnimmt, und die Story nur so vor sich hindümpelt, ist das schon echt ein Problem. Ich habe mich leider durch die etwas über 150 Seiten gequält. Bei mir ist leider kein Lesegenuss aufgekommen. Schade, denn eigentlich hatte mich das Cover total angesprochen.... 1 Stern

Montag, 20. Februar 2017

Rezi: Oscar de Muriel - Die Schatten von Edinburgh

Klappentext:

Edinburgh, 1888. Der begnadete Ermittler Ian Frey wird von London nach Schottland zwangsversetzt. Für den kultivierten Engländer eine wahre Strafe. Als er seinen neuen Vorgesetzten, Inspector McGray, kennenlernt, findet er all seine Vorurteile bestätigt: Ungehobelt, abergläubisch und bärbeißig, hat der Schotte seinen ganz eigenen Ehrenkodex. Doch dann bringt ein schier unlösbarer Fall die beiden grundverschiedenen Männer zusammen: Ein Violinist wird grausam in seinem Heim ermordet. Sein aufgelöstes Dienstmädchen schwört, dass es in der Nacht drei Geiger im Musikzimmer gehört hat. Doch in dem von innen verschlossenen, fensterlosen Raum liegt nur die Leiche des Hausherren...



************************************************************
Veröffentlicht im Goldmann-Verlag (20.02.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 480 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3-442-48505-5
************************************************************

Inhalt:

Es ist eine Höchststrafe für den Engländer Ian Frey, als er nach Schottland zwangsversetzt wird. Sein neuer Vorgesetzter ist ungehobelt, abergläubisch und hat ebenfalls seine Vorurteile gegenüber Engländern.  
Doch leider sind beide dazu gezwungen, zusammen zu arbeiten, ob sie wollen oder nicht. Und schon bald taucht der erste Fall auf. Ein bekannter Violinist wird in seinem Haus ermordet aufgefunden. Das bizarre daran ist, dass das Zimmer von innen verschlossen war und beide Schlüssel im Raum sich befanden. Wie also kam der Mörder in das Zimmer?

Ich muss sagen, mir haben beide Charaktere nicht ganz so gefallen, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte. McGray der typische ungehobelte Schotte und im Gegensatz dazu der ziemlich nüchtern wirkende Engländer Frey. Klar das es bei beiden krachen wird, doch haben mir die Dialoge nicht wirklich so gefallen. Diverse Diskussionen zwischen den beiden waren ja noch witzig, doch nicht alles fand ich toll. So ging mir nach einer gewissen Zeit McGray auf den Keks, wenn er Frey als "Dandy" oder "Jungchen" oder so betitelt hat. Dieses überhebliche gefiel mir nicht so wirklich.

Der Fall hier war sehr gut vom Autor durchdacht und ausgeklügelt bis ins letzte Detail. Das gefiel mir sehr gut. Bis zu letzt habe ich gerätselt, wer sich denn hinter den Anschlägen verbergen könnte. Auch wenn ich an manchen Stellen gedacht habe, hier hätte man vielleicht das ganze abkürzen können, gefiel mir die Schreibweise des Autors.

Das Cover an sich finde ich toll. Relativ schlicht gehalten mit einer Violine und einem Schatten, der leicht an Sherlock Holmes erinnert. Könnte etwas irritierend wirken.

Mein Fazit:

Mag sein, das ich mit dem britischen Humor nicht soviel anfangen kann, doch ändern kann ich es nicht, wenn mir die Figuren nicht so sehr gefallen haben. Alles in allem gebe ich hier 3,5 Sterne für Oscar de Muriel und "Die Schatten von Edinburgh".

Ich bedanke mich bei dem Goldmann-Verlag, dass ich dieses Buch lesen und rezensieren durfte!

Donnerstag, 28. April 2016

Rezi: Karen Winter - Wenn du mich tötest

Klappentext:

Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren ...





************************************************************
Veröffentlicht bei Droemer (01.04.2016)
Als TB gelesen ~*~ 320 Seiten
E-Book 9,99 € ~*~ Taschenbuch 9,99 €
ISBN: 978-3426305126
************************************************************
Inhalt:

Julian, ein deutscher Tourist, kommt völlig verdreckt in ein schottisches Hotel, welches das einzige der Gegend ist. Er wird von allen Gästen gemustert, speziell von einem Schiffskapitän, da dieser den Deutschen wieder erkennt. Denn ein paar Tage zuvor hatte er ihn und seine Frau auf seinem Boot rausgefahren. Wale beobachten. So kam es auch, das der Kapitän den Streit zwischen dem Deutschen und seiner Frau mitbekam.
Nun ist aber Julian allein in dem Hotel angekommen und möchte telefonieren. Ein schottischer Polizist nimmt vor Ort die Vermisstenanzeige auf.
Als dann kurze Zeit später auch noch eine Frauenleiche gefunden wird, ebenfalls mit blonden Haaren, sowie die Frau von Julian, gerät Julian schnell in den Verdacht, seine Frau ermordet zu haben.

Karen Winter hat hier den Charakter des Deutschen Touristen Julian sehr gut heraus gearbeitet. Die Stimmungsschwankungen von ihm sind wirklich toll beschrieben. Als Leserin wusste ich nicht, was ich von dieser Person halten soll, denn je weiter die Geschichte fortschritt, desto tiefere Eindrücke konnte man von Julian gewinnen. In dem einen Moment war er zu Tode betrübt und keine Minute später kam er total aggressiv rüber. 
Aber auch der schottische Polizist John Gills ist ein toller Charakter. Ich finde, die Autorin hat ihn sehr gut dargestellt. Er gibt sich undurchschaubar und so wirkte er auch auf mich. Diesen Wesenszug fand ich sehr interessant.

Die Beschreibungen der schottischen Landschaft dort oben im Norden, fand ich ganz klasse. Wild und karg. Eine Gegend, die bestimmt richtig toll ist.
Die Karte von Nord-Schottland vorn im Buch war auch ganz klasse, so konnte ich als Leserin zum Teil nachverfolgen, wo sich die Charaktere gerade aufhalten. Mache Orte, wie Inverness zum Beispiel, fehlten mir aber einfach darauf.

Überhaupt nicht gefallen hat mir das abrupte Ende, die etwas lasche Aufarbeitung der Polizei bei dem Fall. Hier möchte ich nicht näher darauf eingehen, denn sonst würde ich einfach zuviel verraten. Zum Schluss hat mir einfach der Biss gefehlt, mit dem vorher ermittelt wurde.

Mein Fazit:

Mein erstes Buch von Karen Winter. Die Geschichte an sich war super erzählt, sie war spannend geschildert und ich rätselte mit, wie alles wohl zusammen hängt. Trotzdem hat mir am Ende der Biss gefehlt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Ende vorher anders war und die Autorin kürzen und umändern musste. Eigentlich schade. So gibt es nur 3 Sterne!