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Montag, 7. Januar 2013

Rezi: E.L. James - Shades of Grey - Befreite Lust

Klappentext:

"Als die noch unerfahrene Studentin Ana Steele den attraktiven und faszinierenden Christian Grey kennenlernt, beginnt sie eine gefährliche Affäre mit ihm, die das Leben von beiden für immer verändert. Doch schon bald ist Ana von Christians dunklen Leidenschaften verunsichert und verlangt nach einer tieferen Beziehung und mehr Nähe." 

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Erschienen im Goldmann-Verlag ~*~ 12,99 €
Klappenbroschur ~*~ 672 Seiten
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Inhalt:

Ana und Christian befinden sich auf Hochzeitsreise. Sie genießen ihre Zweisamkeit, auch wenn die nicht immer gegeben ist durch die Anwesenheit von Taylor und sämtlichen anderen Securityleuten.
Christians Kontrollzwang ist immer noch allgegenwärtig. Er teilt seine frisch angetraute Ehefrau nicht gern und als Ana am Strand liegt und ihr Bikinioberteil löst, schläft sie ein. Im Schlaf dreht sie sich um und entblößt ihre nackte Haut. Als Christian das sieht, ist die Hölle los, und auch Taylor und seine Kollegen sind alles andere als begeistert.
Wieder zurück von den Flitterwochen geht es im Alltag weiter. Doch dieser birgt ein paar Überraschungen auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte, denn sonst wäre die Spannung weg ;)

Ich muss sagen, die Hochzeit von ana und Christian wurde leider sehr schnell abgefrühstückt und nicht wirklich groß erwähnt.
Als Leser gefiel mir das Buch ab ca. der Mitte besser als die vorherigen. Zum einen bot mir die Autorin wesentlich mehr Handlung als vorher. Es ging nicht immer nur um die Zweisamkeiten der beiden Hauptprotagonisten, was ich sehr gut fand, denn auf Dauer ist das "Rumwälzen" im Bett der Beiden echt langweilig zu lesen und ich habe am Anfang vieles quer gelesen.

Allerdings gingen mir die schnellen Sprünge eindeutig zu schnell. Und manchmal waren einfach zuviele Absätze enthalten.

Vieles war einfach zu langatmig. Der Text wurde geprägt von ständigen Wiederholungen wie:  "Oh Christian" oder "Und wieder zog mich die Schwärze erbarmungslos in seine Arme".
Letzteres war in meinen Augen viel zu oft. Erlebt man es so, wenn man bewusstlos ist?

Die Selbstgespräche von Ana sind auch nicht weniger geworden, aber dieses ständige Mitleidsgefühl, welches sie ausstrahlt, wenn Christian wieder irgendwas erzählt oder ihr das Gefühl gibt, ein kleiner Junge zu sein, kann auf Dauer nerven. Zumal sie ja eigentlich kein Mitleid ausstrahlen will. Alles sehr widersprüchlich, was die Autorin sich da zusammen gedichtet hat für ihre Figur Ana.

Ich als Leserin konnte mich sehr oft über Ana aufregen. Sie kam in diesem Band wieder sehr einfältig und unerfahren vor. Erst meint sie etwas, dann nimmt sie es zurück. Dann macht sie Aktionen, wo man denkt, Mädel, streng doch mal dein Hirn an. Ganz viel Kopfschütteln war da angesagt.
Aktionen, die Ana macht, lassen Christian wieder zur Hochform auflaufen und er "bestraft" sie.

Dann ist mir aufgefallen, das der Psychologe in diesem Band immer nur am Rand erwähnt wurde, aber nicht, dass Christian weitere Sitzungen bei ihm hatte. Es hat mich irritiert, denn er kam wie durch "Zufall" selbst hinter das Geheimnis, was er verbirgt und konnte sich so fast "selbst heilen". Völlig überzogen in meinen Augen.

Je mehr das Buch sich dem Ende neigte, um so mehr hatte ich das Gefühl, dass die Autorin die letzten Seiten einfach nur noch füllen wollte.
Ich hätte mir mehr gewünscht, das sie näher auf das neue Haus der beiden eingeht, wie es gestaltet wurde, etc. Aber leider auch hier sehr schnell abgefrühstückt und mehr oder weniger nur am Rande ein paar kleine Details erwähnt. Aber mit Landschaftsbeschreibungen oder diversen anderen Dingen hatte es die Autorin auch in den anderen zwei Büchern nicht sonderlich.

Richtig interessant wirds aber auf den letzten Seiten, als zwei, drei Kapitel aus der Sicht von Christian erzählt werden. 

Fazit:

Langatmig, wenn auch etwas mehr Handlung. Trotzdem komme ich hier bei einer Bewertung nicht über 2,5 Sterne hinaus.

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