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Sonntag, 17. Juli 2016

Rezi: Kate Morton - Das Seehaus

Klappentext:

Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft

Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

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Veröffentlicht Diana Verlag (29.02.2016)
als E-Book gelesen ~*~ 609 Seiten
geb. Ausgabe: 22,99 € ~*~ E-Book 18,99 €
ISBN: 978-3453291379
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Inhalt:

Ein wundervolles und prächtiges Landgut der Familie Edevane in Cornwall. Doch eine Mittsommernacht überschattet noch heute das Anwesen.

Alice ist 16 und fiebert dem Mittsommernachtsfest entgegen. Jedes Jahr ist es das Highlight des Jahres. Doch es sind gleich zwei Ereignisse, die Alice aus der Bahn werfen. Bei einem Ereignis gibt sie sich sogar selber die Schuld. 

Im Jahre 2003 sieht die Welt schon besser aus. 
Sadie ist Polizistin und muss gezwungenermaßen einen Urlaub antreten, den sie gar nicht antreten möchte. Sie muss ihn antreten, weil sie ihrem Instinkt vertraut hat, und genau das ist ihr angekreidet worden. 
Als sie zu Bertie, ihrem Großvater kommt, macht sie sich auf eine Joggingrunde, nimmt die Hunde mit und durch Zufall trifft sie auf das verlassene Anwesen der Edevanes. Sie stellt Nachforschungen an, als sie erfährt, warum die Familie damals das Anwesen verlassen hat. Liegt Sadie wirklich richtig oder sollte sie ihre Nachforschungen einstellen und die siebzig Jahre zurückliegende Tragödie auf sich beruhen lassen?

Kate Morton hat hier ein paar Charaktere erschaffen, die mich sehr überzeugen konnten. Andere hingegen wirkten auf mich blass und fad. Alice fand ich sehr toll als Figur. Sie wirkte auf mich authentisch und nicht gekünstelt. Auch das sie im jungen Alter anfing, sich Geschichten auszudenken, einfach klasse.
Ihre beiden Geschwister hingegen wirkten auf mich sehr blass. Sie waren nicht so gut heraus gearbeitet. Schade eigentlich, auch wenn sie "nur" eine Nebenrolle spielten. 

Auch wenn mir einige Charaktere sehr gefielen, muss ich sagen, dass mir die Geschichte teilweise einfach zu ausschweifend war. Sie wurde durch diverse Dinge einfach zu sehr in die Länge gezogen, was ich auch sehr an meinem Lesetempo gemerkt habe. Ich habe lange gebraucht, um dieses Buch zu lesen. Ich als Leserin, möchte nicht wissen, wie Alice ihren Tee trinkt oder zu welchen Uhrzeiten sie was zu tun gedenkt. 
Ich habe mich auch so manches mal dabei ertappt, wo ich dachte "Och nee, nicht schon wieder ein Zeitenwechsel", denn die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Eigentlich mag ich solche Bücher, doch ein solcher Gedanke kam mir bisher nie so wirklich in den Sinn.
Das Ende hingegen, welches ein Jahr nach den Ereignissen in der Gegenwart spielt, fand ich ziemlich abrupt und freudlos dahin geschrieben...

Mein Fazit:

Wirklich überzeugt bin ich von "Das Seehaus" nicht. Schade, denn das Cover ist so wunderschön. Auch waren mir einige Dinge sehr schnell am Anfang klar, auch wenn diverse falsche Fährten mich davon abbringen wollten. 3 Sterne für eine eigentlich gelungene Geschichte, die aber leider zuviele Längen hatte.


Ich bedanke mich recht herzlich bei der Verlagsgruppe Random House GmbH für das Rezensionsexemplar, welches mir zur Verfügung gestellt wurde.

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