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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezi: Charlotte Thomas - Die Madonna von Murano

Klappentext:

Venedig im Jahre 1475: Die Stadt feiert Karneval. In den verwinkelten Gassen der Serenissima versucht eine junge Frau verzweifelt, ihren Verfolgern zu entkommen. Sie ist hochschwanger, und sie weiß, die drei maskierten Männer wollen ihren Tod. Die Häscher holen sie ein, doch bevor sie stirbt, bringt sie das Kind zur Welt ... So beginnt das Leben von Sanchia, Ziehtochter des Glasmachers, die schon in ihrer frühen Jugend von der gefährlichen Vergangenheit ihrer Mutter eingeholt wird. Als sie Jahre später mit Lorenzo, dem wohlhabenden Spross eines Patriziers, eine verbotene Affäre beginnt, spitzen sich die Ereignisse auf dramatische Weise zu ... 





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Erschienen im Bastei Lübbe Verlag ~*~ 1036 Seiten
Taschenbuchausgabe ~*~ 9,99 €
ISBN: 978-3404159345
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Inhalt:

Es beginnt in dem Jahr 1475 vor der wunderschönen Kulisse Venedigs. Eine junge Frau jagt hochschwanger durch die Gassen von Venedig um ihrem Peiniger zu entkommen. In den Armen des Glasmachers und seinem Lehrling wird ihre Tochter Sanchia geboren, doch die Mutter selber überlebt nicht, denn sie hat zuviel Blut verloren.
Sanchia wächst behütet bei dem Glasmacher und seiner Frau auf, doch schon bald merkt sie, das nicht alles so toll ist, wie es scheint.
Nach dem dramatischen Tod des Glasmachers und seiner Frau kommt Sanchia in ein Kloster, wo sich die Nonnen rührend um sie kümmern. Sie spricht allerdings wenig bis gar nicht und doch findet sie eine beste Freundin im Kloster. Beide gehen durch dick und dünn, bis Lorenzo auftaucht.

Der historische Roman begann der historische Roman ganz viel versprechend. Ich als Leserin durfte miterleben, wie Sanchia aufwuchs und ihr schweres Schicksal aufnimmt. Doch die Spannung, die es in den ersten Kapiteln gab, lies doch sehr schnell nach. Das Leben im Kloster war für Sanchia auch nicht immer leicht, denn da ist ein gewisser Bruder Ambrosio, ein wirklich dunkler Geselle, der mir im Laufe des Buches immer wieder begegnete.
Und doch hatte ich das Gefühl, ich komme einfach in der Geschichte nicht voran. Ich las es als E-Book und irgendwie wurde die Prozentzahl einfach nicht mehr.
Die Geschichte wurde mit diversen Szenen, die ab und an doch sehr skuril wirkten, künstlich in die Länge gezogen. Ich erinnere mich da an die Geburt eines Kindes, die ich als Leserin miterleben durfte, die doch viele Seiten des Buches in Anspruch nahmen. Oder aber auch verschiedenste Gewaltakte, Bettgeschichten, etc. die das Buch in die Länge zogen. 
Ich habe schon ziemlich früh daran gedacht, das Buch abzubrechen, habe aber immer wieder gedacht, was passiert weiter mit Sanchia? Ganz ehrlich, man braucht echtes Durchhaltevermögen, wenn man dieses Buch bis zum Ende lesen will. Über 1000 Seiten, die man sicherlich auf 500-600 Seiten hätte kürzen können.
Der Titel des Buches ist mir auch rätselhaft erschienen, auch wenn Sanchia im Laufe des Buches immer mal wieder Madonna genannt wird.
Das Potenzial der Geschichte wurde nicht vernünftig ausgenutzt, sondern künstlich in die Länge gezogen.

Mein Fazit:

Definitiv war ich sehr enttäuscht von Charlotte Thomas und diesem Buch. Ich habe von der Autorin schon "Der König der Komödianten" gelesen und muss sagen, das mir das Buch damals tausendmal besser gefallen hatte, als dieses. So leid es mir tut, aber ich kann diesem Buch NUR schlappe 2 Sterne vergeben, und das auch nur, weil der Anfang vielversprechend und stark war.

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