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Dienstag, 1. Juli 2014

Rezi: Charlotte Thomas - Der König der Komödianten

Klappentext:

Veneto, 1594: Sie sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen - eine hinreißende Hauptdarstellerin, ein waffenstarrender Zwerg, ein schlitzohriger Intendant und dessen bockige Enkelin. Mitten hinein in dieses schillernde Ensemble gerät dervöllig unerfahrene, achtzehnjährige Marco. Begeistert von der faszinierenden Welt des Theaters zieht er mit der Truppe nach Venedig, wo es bald um Sein oder Nichtsein geht: Nur ein neues Stück kann das Ensemble noch retten. Langsamentwickelt sich Marco vom einfachen Kulissenschieber zum Autor seines eigenen Stücks - doch bis er dieses auf die Bühne bringen kann, muss er noch viel lernen. Über das Schreiben. Über die Liebe. Und vor allem über das Leben selbst. 

Quelle: amazon.de


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Erschienen bei Bastei-Lübbe ~*~ 9,99 €
Taschenbuchausgabe ~*~ 704 Seiten
ISBN: 978-3-404-16594-0
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Inhalt:

Marco´s Wunsch ist es, nach Venedig zu kommen, doch sein Onkel gewährt ihm diesen Wunsch nicht. Als Marco dann 17 ist und ihn wieder danach fragt, meint sein Onkel, dass es nun doch an der Zeit ist, diese Stadt kennen zu lernen. Doch leider soll es zu diesem Ausflug nicht mehr kommen, denn sein Onkel stirbt. Anschließend tauchen zwei Leute auf, die die Vormundschaft für Marco haben und über sein Geld verwalten sollen, bis er die Großjährigkeit erreicht hat, das ist im Alter von 25.
Marco kommt in ein Kloster, doch lang hält er es dort nicht aus und flieht. 
Er trifft dabei auf eine Theatergruppe, bei denen er anheuert als Kulissenschieber, doch schon sehr bald entdeckt er seine Fähigkeit zu Schreiben. Er ahnt nicht, wieviel Wahrheit hinter dieser Geschichte stecken könnte, die er niederschreibt.

Ich mache normal eigentlich auch einen großen Bogen um historische Romane, da sie ja doch viel mit Schlachten zu tun haben, Krankheiten, etc.
Doch dieses Buch wurde mir empfohlen und so dachte ich, ich lese es einfach mal, bei Nichtgefallen, kann ich es ja immer noch beiseite legen.
Doch soweit kam es gar nicht, denn ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich mochte die Art, wie Marco in dem Buch beschrieben wurde. Typisch junger Mann eben, der viel Frauen im Kopf hatte, aber auch sehr naiv seiner Wege ging, da er doch sehr behütet aufgewachsen war.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, so hat sie mir doch eine bunte Welt vor Augen geführt. Die Charaktere wurden realistisch dargestellt, so das ich sie mir total gut vorstellen konnte. Ich hatte Gesichter zu den einzelnen Figuren und keine schwarz-weiß Gestalten. Das finde ich in Büchern immer sehr wichtig. Die Figuren bleiben einem so eher in Erinnerung.
Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass das Buch auf Dauer doch etwas langatmig wurde. Manche Situationen, in die Marco immer wieder hineingeriet, hätten weg bleiben können, auch wenn sie zum Aufbau der Geschichte dienten. 

Sollte es also jemanden geben, der auch eine Abneigung gegen historische Romane hat, so sollte er sich dieses Buch zu Gemüte führen.

Mein Fazit:

Ich habe es nicht bereut, dieses Buch zu lesen, auch wenn es manchmal doch arg langatmig war. Und doch machte der Witz dies fast wieder wett, so das ich dem Buch gerne 4 Sterne gebe!

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