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Montag, 1. Juni 2015

Rezi: Laila El Omari - Das Elfenbeinzimmer

Klappentext:

Das Gold der Sonnenuntergänge, die Karamellfarben der Erde: Inmitten der Farbenpracht Marokkos wagt Jana nach dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang und zieht zu ihrer großen Liebe Joaquin. Der alte Familiensitz, auf dem er lebt, fasziniert sie von Anfang an, erscheint er mit seinen zahlreichen Säulen und Spiegeln doch wie ein verwinkeltes Labyrinth. Immer tiefer zieht er Jana in sich hinein, bis sie auf ein prächtiges elfenbeinfarbenes Zimmer stößt. Doch der schöne Schein trügt. Denn dieses Zimmer hat eine Geschichte - eine Geschichte, so dunkel wie das Indigoblau arabischer Nächte …

Quelle: amazon.de





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Erschienen im Piper-Verlag ~*~ 9,95 €
Taschenbuchausgabe ~*~ 352 Seiten
Genre: Liebesromane / Familiengeschichten
ISBN: 978-3-492-30584-6
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Inhalt:

Jana zieht mit ihrer 16jährigen Schwester nach Ceuta, Marokko. Dort lebt ihr Ehemann in einem alten Haus der Familie Mariscal. Auch Joaquin ist ein Mariscal. Und dieses Haus, in dem er mit seinem Vater lebt, birgt viele Geheimnisse, wie Jana erkennen muss. Immer wieder wird sie von Joaquin oder seinem Vater auf ihren Streifzügen durchs Haus "erwischt". Doch keiner rückt so wirklich mit der Sprache raus, was die Geheimnisse diverser verschlossener Türen sind.
Marla, die Schwester von Jana, hat es etwas schwerer, sich in Ceuta einzugewöhnen, denn ihr fehlt einfach viel zu sehr Köln, ihre alten Freunde, die gewohnte Umgebung, aber auch ihre Mutter. Auch sie begibt sich auf Streifzüge, jedoch nicht in dem Haus, sondern in den Straßen Ceutas, bishin zur Grenze, an der es gefährlich ist. Dort lernt sie auch Raùl kennen, den Taxifahrer. Prompt wird sie bestohlen.

Dies war mein erster Roman von Laila El Omari, so dass ich vollkommen unvoreingenommen an die Geschichte heran gegangen bin.
Ich mochte die Figur Marla sehr gern. Ich fand es interessant, wie sie sich mit der neuen Situation "arrangierte", als sie umziehen musste, sie aus der gewohnten Umgebung heraus gerissen wurde. Mit ihrer Schwester konnte ich nicht viel anfangen. Es fiel mir schwer, ihr zu folgen, mich mit ihr anzufreunden, auch wenn es sich vielleicht komisch anhört. Ich bekam einfach keinen Zugang zu dieser Figur, was ich sehr schade fand.
Mit den Figuren Joaquin und Alejandro erging es mir ähnlich. Ich fand diese Figuren sehr oberflächlich gezeichnet.
Hingegen mit der Villa hat die Autorin ein Haus erschaffen, was total verwirrend war und doch hat es mir spass gemacht, mit Jana oder auch mit Marla, dieses Haus zu erkunden. Hinter jeder Ecke lauerte ein neuer Raum und ein neues Geheimnis

Die Geschichte an sich war interessant gestaltet. Die kurzen Rückblenden in das 17. Jahrhundert sowie in die Jahre nach 1978 waren interessant. Nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz. Sie blieben an deren Ende immer offen, so das ich etwas in der Luft schwebte.

Ab einem gewissen Punkt war mir klar, wie die Geschichte ausgehen wird, was ich eigentlich schade fand, doch es war eine logische Schlussfolgerung von mir. 

Alles in allem eine solide Geschichte, ohne wirklich Spannung aufweisen zu können.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei der Autorin Laila El Omari bedanken, sowie beim Verlag, dass sie das Buch mir zur Verfügung stellten und ich an einer tollen Leserunde teilnehmen konnte, die von der Autorin begleitet wurde. Herzlichen Dank dafür!

Mein Fazit:

Solide aber mit viel Luft nach oben, wie ich finde. Es hat mir das gewisse Etwas gefehlt an dieser Geschichte. Für mehr als 3 Sterne hat es leider in meinen Augen nicht gereicht, so leid es mir tut!

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