Samstag, 9. Januar 2016

Rezi: Marah Woolf - BookLess - Wörter durchfluten die Zeit

Klappentext:

Für Lucy besaßen Bücher eine eigene Persönlichkeit. Mal waren sie liebenswürdig und friedlich, mal störrisch und eitel. Einem Buch musste man auf behutsame Weise begegnen, damit es seine Geheimnisse preisgab. Nur dann ließ es den Leser in seine Welt." Rätselhafte Dinge ereignen sich in den unterirdischen Gewölben der Londoner Nationalbibliothek: Lucy entdeckt leere Bücher, deren Schrift verschwunden ist und deren Einbände zu Staub zerfallen. Viel schwerer wiegt jedoch, dass die Menschen diese Geschichten vergessen haben. Niemand erinnert sich mehr an sie – außer Lucy. Als die Bücher sie um Hilfe bitten und das Mal an ihrem Handgelenk ein seltsames Eigenleben entwickelt, steht Lucys Welt endgültig Kopf. Und dann schleicht sich Nathan in ihr Herz, und sie hofft, dass er sie mit dieser Aufgabe nicht allein lässt …


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Verlag Print-Edition: Ina Körner (14. August 2013)
Als E-Book gelesen ~*~ 312 Seiten
Taschenbuch ~*~ 9,95 €
ISBN: 978-3000426148
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Inhalt:

Lucy ist eine junge Frau, für die Bücher schon immer etwas besonderes waren. Sie behandelte die Bücher mit Respekt.
Als sie im Archiv der Londoner Bibliothek zu arbeiten, stellt sie fest, das ein Flüstern durch die Gänge huscht. Sie kann es erst nicht lokalisieren, will aber auch nicht ihre Kollegin ansprechen, die sie einarbeitet. Lucy soll ihre Urlaubsvertretung sein.
Als sie dann ganz allein ist, macht sie sich auf die Suche nach den Stimmen. Irgendwann bemerkt sie, dass die Bücher zu ihr sprechen und sie bitten Lucy um ihre Hilfe. Denn sie ist die Auserwählte, die Bücher zu schützen. Doch wovor?
Erst nach und nach kommt sie dahinter, was passiert, denn sie findet leere Bücher. Komplett leere Bücher, ohne beschrifteten Buchdeckel, ohne Text. Selbst ihre Mitmenschen können sich an berühmte Autoren auf einmal nicht mehr erinnern. Was passiert da?
Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch in Nathan. Doch ist er wirklich ihr Freund oder tut er nur so?

Lucy ist ein Charakter, bei dem es für mich selber gedauert hat, bis ich damit "warm" geworden bin. Das soll nicht heißen, dass es ein blöder Charakter war, ganz im Gegenteil. Aber man hat es auch im wahren Leben so, dass es dauert, bis man mit einem gewissen Menschen klar kommt und so erging es mir mit Lucy. 
Nathan ist ein Charakter, der von Anfang anein wenig undurchsichtig wirkt und es auch lange Zeit bleibt. Wie Lucy ist er ohne Eltern aufgewachsen, doch Nathan musste die strenge Erziehung von seinem Großvater über sich ergehen lassen.

Ein paar der Nebencharaktere fand ich etwas schwach ausgeleuchtet. Zum Beispiel die Freunde von Lucy, von denen hätte ich gern mehr gelesen. Mehr im Sinne von, mehr über den Charakter erfahren.

Der Schreibstil von Marah Woolf war sehr gut zu lesen. Und ich war begeistert, wie einfach sie mich in ihren Bann der Erzählung gezogen hat. Egal, ob ich müde war, oder nicht, ich musste irgendwie immer noch weiter lesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. 

Mein Fazit:

Ein toller Fantasy-Roman, der mich in seinen Bann gezogen hat. Eine etwas ausführlichere Ausleuchtung der Charaktere hätte ich für gut befunden. Die Story ist klasse, denn sie zeigt, das Bücher eine "Seele"besitzen. Ein Buch, welches ich definitiv weiter empfehlen kann und sicherlich nochmal lesen werde.
4,5 Sterne gibt es von mir.


Weitere Teile der Trilogie:

Teil 1: Wörter durchfluten die Zeit
Teil 2: Gesponnen aus Gefühlen
Teil 3. Ewiglich unvergessen


Informationen zur Autorin:

Marah Woolf lebt mit ihrer Familie in Sachsen-Anhalt, wo sie 1971 geboren wurde. Die Mond-Licht-Saga war ihr großer Durchbruch. Mit dem ersten Teil dieser vierteiligen Saga wurde sie 2013 auf der Leipziger Buchmesse mit dem ersten Indie-Autoren-Preis ausgezeichnet. 2014 wurde sie von den Lovelybooks-Lesern mit dem 3. Teil der BookLess-Trilogie mit dem 1. Platz im Fantasy-Genre ausgezeichnet.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Rückblick auf das Lesejahr 2015 / Ausblick auf 2016

Frohes neues Jahr euch allen da draußen!


Ja, ich weiß, ein wenig spät, aber noch geht´s, würde ich sagen. :-)
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich mal im Februar noch "Frohes neues Jahr" gewünscht *lach*, ich wurde zwar ein wenig dämlich angeschaut, aber das war mir egal. Ich hatte diese Leute lange nicht mehr gesehen. Nun ja, man will ja freundlich sein, gelle?

Seit ihr eigentlich gut ins neue Jahr rüber geflutscht? Habt ihr es eher ruhig angehen oder doch krachen lassen?
Wir gehörten dieses Jahr zu denjenigen, die es ruhig angehen ließen. Wir haben ganz stink normal Raclette gemacht, ein wenig fern gesehen und um 12 angestoßen. Dann haben wir uns die Ballerei draußen angesehen und irgendwie waren wir dann schon um 1 im Bett. Also völlig laaaaangweilig, aber es hat mich nicht gestört.

Nun ja, wie der Titel schon sagt, dachte ich mir, ich mache einen kleinen Rückblick auf mein Lesejahr 2015.

gelesene Bücher: 66
gelesene Seiten: 26.745

Das ist definitiv nicht mein lesereichstes Jahr gewesen, denn ich habe schonmal 69 Bücher geschafft und mit 66 Büchern auch mal die 30.000 Seiten geknackt.
Aber ich lese nicht, um Rekorde zu knacken. Ich lese, weil ich die Geschichten lesen möchte, die sich die Autoren ausgedacht haben. Möchte die Figuren kennen lernen, mit ihnen Freud und Leid erleben.

Deswegen dachte ich, ein kleiner Rückblick, auch für mich selber, ist nicht schlecht. Es gab für ich einige Highlights in diesem Jahr, aber auch die eine oder andere Enttäuschung.

Ich fange aber lieber mit den positiven Dingen an. Diese Bücher haben mich mitgerissen:

 

Ich bin ein totaler Fan von Ursula Poznanski. Ich liebe ihre Thriller, Erebos war mein erstes Buch von ihr. Ich habe die Eleria-Reihe gelesen, Saeculum, etc.
Doch leider hat mich ihr neues Buch "Layers" total enttäuscht. Das war nicht das, was ich von der Autorin gewöhnt war. 
Doch Layers war nicht die einzigste Enttäuschung in diesem Jahr:

  

Ich habe aber auch neue Reihen für mich entdeckt.
Wie ihr vielleicht anhand meiner Lesebio für 2015 erfahren habt, habe ich viele Krimis von Matthew Costello und Neil Richards gelesen. Die Reihe rund um Sarah und Jack hat mir total spass gemacht zu lesen. Es sind zwar "nur" sehr kurze Krimis mit max. 130 Seiten, doch ich war begeistert. Klar, es sind keine anspruchsvollen Krimis, doch für zwischendurch total optimal.

Dann habe ich "Zorn" für mich entdeckt. Fast jeder, der Krimis und Thriller liebt, hat vielleicht schon von Zorn und Schröder gehört. Stephan Ludwig hat hier zwei Charaktere erschaffen, bei denen es spass macht, ihnen "über die Schulter zu schauen". Ich nenne das jetzt einfach mal so, denn der Autor schafft es hier immer wieder, mich an die Seite der beiden zu stellen, als wäre ich Live dabei.

Alle Rezensionen habe ich noch nicht erledigt. Ich habe noch einige auf meinem Zettel stehen, gerade von der Reihe "BookLess", die ich danke KU gelesen habe. Ich glaube, sonst wäre ich nie auf die Idee gekommen, diese Trilogie zu lesen.

In 2016 habe ich mir auch schon einige Bücher auf den "Must-Read"-Stapel gelegt, darunter fallen diese Bücher:

    

Mein Sohn ist der Reihe rund um Skulduggery total verfallen. Durch diese Reihe habe ich ihn zum Lesen gebracht und seither liest er fleißig. Ich habe die ersten 3 Bände schon gelesen, jetzt geht es weiter mit Band 4. Band 5 soll natürlich auch noch dieses Jahr folgen.

Ganz gespannt bin ich natürlich auf Band 4 von Peter V. Brett. 


So meine lieben, das war ein kleiner Rück- und Ausblick. Mich würde interessieren, welche Bücher euch so absolut enttäuscht haben, oder bei welchem Buch ihr sagt, hey, das muss ich unbedingt nochmal lesen, das empfehle ich auch jedem anderen. Ich würde mich sehr über eure Kommentare freuen. :-)

Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen. Ich werde euch dann in den nächsten Tagen wieder ein paar Rezensionen präsentieren. Es wird aber nicht mehr zu jedem gelesenen Buch eine Rezi geben. Das schaffe ich einfach nicht immer. 

Eine schöne Restwoche wünsche ich euch!

Eure Lady


 

Montag, 14. Dezember 2015

Rezi: Izabelle Jardin - Bernsteintränen

Klappentext:

»Halt dich nicht mit Gefühlsduseleien auf. Geh deinen Weg, schau weder rechts noch links, nutz deine Bildung zum Erfolg!«
Mit diesem Leitspruch ist Nicola bisher ausgezeichnet durchs Leben gekommen. Als Justitiarin eines international agierenden Unternehmens steht ihr eine glänzende Karriere bevor. Eine große Liebe, die sie von ihrem Weg abbringen konnte, hat sie noch nie erlebt. Bis ausgerechnet eine Geschäftsreise in das Land des Bernsteins alles auf den Kopf stellt. Unversehens gerät sie in einen Strudel aus Vergangenheit und Gegenwart, der sie dazu bringt, ihr Lebensmotto infrage zu stellen und mehr als nur das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen.


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Amazon Publishing (17.11.2015)
Als E-Book gelesen ~*~ 388 Seiten
Taschenbuch ~*~ 9,99 €
ISBN: 978-1503953895
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Inhalt:

Glück im Job, Pech in der Liebe, so könnte man Nicolas bisheriges Leben bezeichnen. Ihr Ex-Freund will nicht einsehen, dass er nun ihr Ex ist und versteht ihre Beweggründe überhaupt nicht, warum sie Schluss gemacht hat.
Und wieder sieht sie sich in dem Satz ihrer Mutter bestärkt: "Halt dich nicht Gefühlsduseleien auf."

Als sie von ihrem Chef gebeten wird, einen Auftrag in Polen zu übernehmen, nimmt sie diesen Job sehr gern an und begibt sich auf den Weg nach Polen. Doch dieser Weg stellt sich als nicht sehr einfach heraus. Mit Müh und Not findet sie eine Werkstatt und kann sich mit Händen und Füßen verständigen, denn das Auto ihres Chefs hat schlapp gemacht. Sie bekommt zwar einen Leihwagen, doch wie sich herausstellt, funktioniert die Heizung nicht und das mitten im Winter.
Völlig übermüdet und durchgefroren kommt sie in dem Ort an, doch es gibt kein Hotel,bzw. die Gastwirtschaft mit Schlafmöglichkeit hat geschlossen. Und so landet sie bei Marcin im Gästehaus.

Was sie zunächst nicht ahnt, dass Grundstück, welches sie sich im Auftrag ihres Chefs anschauen soll, genau auf diesem Grundstück steht Marcin´s Gästehaus. Doch das bekommt sie erst im Laufe der Verhandlungen mit dem Markler heraus.

Eine tiefgreifende Geschichte, die die Autorin hier zu Papier gebracht hat, mit historischem Hintergrund, die einen nicht kalt lassen kann.

Die tolle Ausarbeitung der Charaktere hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte mir sämtliche Personen sehr genau vorstellen. Gerade den Bürgermeister von dem kleinen Ort in Polen mochte ich sehr gern leiden. Aber auch die Großmutter von Nicola. Eine herzensgute Dame, die man einfach nur knuddeln möchte. Ich glaube, eine solche Großmutter wünscht sich ein jedes Kind. 

Nicola selber hat mir als Charakter auch sehr gut gefallen. Ein Charakter mit seinen Stärken und Schwächen. Sie ist ziemlich zielstrebig und erfolgsorientiert. Was sie sich in den Kopf gesetzt hat, erreicht sie auch. 
Aber auch Marcin ist ein interessanter Charakter, der sehr skeptisch ist, sein Herz nicht gern jemanden öffnet, da er Angst hat, nochmal verletzt zu werden.

Alles in allem ist der Autorin eine wunderbare Geschichte gelungen, die einen zum nachdenken bringt, und womöglich auch ein paar Tränchen fließen lässt. Ihr Schreibstil ist sehr leicht zu lesen, nimmt einen mit in eine wunderbare Welt!
Lest sie einfach und bildet euch eure eigene Meinung. Es lohnt sich wirklich!

Mein Fazit:

5 Sterne, mehr gibt es nicht zu sagen. Einfach eine wunderbare, tolle Geschichte!!!!!

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Rezi: Hendrik Falkenberg - Die Zeit heilt keine Wunden - Ostsee-Krimi - Hannes Niehaus 1

Klappentext:

Gewitterstimmung liegt über der Küste, als ein alter Mann eine grauenvolle Entdeckung macht und eine junge Frau verzweifelt gegen die Finsternis und Einsamkeit in ihrer Gefangenschaft ankämpft. Zur Untersuchung des Leichenfunds wird der Sportpolizist Johannes Niehaus dem Kriminalhauptkommissar Janssen zugeteilt. Sein neuer Chef ist im Präsidium für seine eigenwillige Ermittlungsarbeit bekannt und alles andere als erfreut, noch kurz vor der Pensionierung einen unerfahrenen Kollegen als Partner zu bekommen. Die beiden werden in einen Strudel aus Vertuschungen und dunklen Geheimnissen gerissen, der sie bis an das Ende ihrer Kräfte führt. Als Johannes auf eine Spur aus dem Dritten Reich stößt, kann er die Tragweite seiner Ermittlungen noch nicht erahnen. Eine einzige dramatische Woche verändert sein Leben einschneidend.

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Amazon Publishing (21.04.2015)
Als E-Book gelesen ~*~ 578 Seiten
Taschenbuch ~*~ 9,99 €
ISBN: 978-1503946316 
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Inhalt:

Hannes Niehaus ist Sportpolizist und wird nun dem Kriminalhauptkommissar Fritz Janssen zugeteilt. Dieser allerdings sträubt sich ungemein vor einem neuen Partner, ist er doch in den letzten Zügen seiner Karriere, bevor er endlich in die wohlverdiente Rente geht.
Hannes ist ziemlich unerfahren und wird die ersten Tage von seinem neuen Chef komplett links liegen gelassen, bis den beiden dann irgendwann ein Mord auf den Tisch gelegt wird.
Eine Frau wird an einem einsamen Strandabschnitt angespült. Durch das Gewitter und dem hohen Wellengang wird die Leiche ziemlich übel zugerichtet.
Es stellt sich heraus, dass es die Geschäftsführerin von Lagussa ist, einer Firma, die sich auf Psychopharmaka spezialisiert hat.
Wie sich dann später herausstellt, ist der Mann, der sie gefunden hat, der Vater. Doch wie hängt das alles zusammen? Warum wird immer wieder in der Vergangenheit der Firma gegraben? Wieso hat die Firma mehrere Namenswechsel hinter sich?

Hannes ist ein Sportlertyp und hier merkt man, dass der Autor selber Sportmanagement studiert hat und sich auch viel bei Sportveranstaltungen aufhält. Er hat hier den Ablauf von Hannes Training sehr gut beschrieben, ohne es langweilig werden zu lassen. Er brachte es in meinen Augen auch authentisch genug rüber, das Hannes sehr sportlich war und jede freie Minute dafür auch nutzen möchte.
Fritz, sein Vorgesetzter, war mir von Anfang an sympatisch. Ein knurriger Typ, der aber auch hier total authentisch rüber kommt.
Ich finde, gerade diese beiden Figuren hat der Autor sehr gut ausgearbeitet und sie nicht schwarz-weiß gestaltet.

Die Story war sehr gut herausgearbeitet und eine interessante Idee, die NS-Zeit ein wenig mit einzuarbeiten. Allerdings fehlte mir an manchen Stellen doch der Spannungsbogen. Die Handlung plätscherte manchmal so daher, und ich hatte das Gefühl als Leserin, etwas auf der Stelle zu stehen und nicht vorwärts zu kommen. Das hat mich ein wenig gestört.

Die Schreibweise des Autors hat mir sehr gut gefallen. Hendrik Falkenberg erzählt hier in einem sehr flüssigen und gut lesbaren Stil.

Fazit:

Mehr Spannung hätte dem ganzen noch mehr Pfiff verliehen. So bleibt es hier leider nur bei 4 Sternen, denn es hat mir definitiv mehr Spannung gefehlt, die es dann am Ende genug gab.

Mittwoch, 18. November 2015

Rezi: Poznanski & Strobel - Fremd

Klappentext:

Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden?
Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich?
Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen...

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Erschienen im Wunderlich-Verlag
Broschierte Ausgabe ~*~ 400 Seiten
Preis: 16,95 € ~*~ Thriller
ISBN: 978-3805250849
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Inhalt:

Joanna ist allein daheim, und bemerkt, während sie sich im Bad aufhält, dass draußen ein Licht angeht, welches normal nicht angehen sollte. Ein ungutes Gefühl beschleicht sie, und doch verdrängt sie es nach einiger Zeit wieder, da sie keine Geräusche eines möglichen Einbruchs hört.
Als sie dann nach unten geht, steht ihr ein fremder Mann gegenüber. Der behauptet auch noch, er sei ihr Verlobter und würde hier mit ihr seit einem halben Jahr wohnen.
Er nennt sich Erik, doch in Joannas Augen ist kein Wiedererkennen. Für sie ist er ein Einbrecher, den sie anfleht, ihr nichts zu tun und das wenige, was sie habe, mitzunehmen.
Für Erik geht eine Welt unter, als er merkt, dass seine Verlobte ihn für einen Vergewaltiger hält und sie sich in der Abstellkammer einschließt.
Doch dabei soll es nicht bleiben, es passieren noch weitere Dinge, die sie beide in Gefahr bringt. Doch was oder gar wer steckt dahinter?
Beiden ist irgendwann klar, sie müssen einander vertrauen....

Wow, ich muss sagen, dieses Buch hat mich sehr mitgenommen. Ich war von Anfang an "drin" in dieser Geschichte. Zeitweilen wusste ich nicht, wem ich trauen sollte und wem nicht. War es vielleicht alles von Joanna geplant? 

Der Erzählstil hat mir keinerlei Probleme bereitet. Nach jedem Kapitel erzählte eine andere Person, mal war es Erik´s Sicht der Dinge und dann wechselte es zu Joanna. Ich fand es sehr gut, denn so bekam ich als Leserin mehr das Gefühl zu wissen, wie es in den beiden Köpfen aussieht.
Am Anfang störte mich etwas die ständigen Wiederholungen, die es seitens der beiden Autoren gab, doch nach ein paar Kapiteln war das vorbei. 

Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen. Dort ist das Gesicht einer Frau zu sehen. In roter Schrift "Fremd"... Auf der Rückseite ist ein Mann abgebildet, der Frau abgewandt.

Anfangs hatte ich schon diverse Gedanken mir über das Buch gemacht. Ich bin da wirklich mit gemischten Gefühlen ran gegangen, denn so etwas in der Art hatte ich schonmal gelesen. Doch zum Glück entwickelte sich die Story als ganz anders und war an Spannung nicht zu übertreffen.

Joanna und Erik als Charaktere waren sehr gut heraus gearbeitet. Das hat mir etwas bei den Nebendarstellern wie Nadine oder Ela gefehlt. Ich konnte die beiden nicht richtig greifen. 

Mein Fazit:

Ein gelungener Thriller der beiden Autoren. Und ehrlich gesagt, ich würde mich freuen, wenn die beiden sich noch einmal zusammen setzen würden, um nochmal an einer Story zu arbeiten.
Ich gebe den beiden und der Story natürlich 5 Sterne!!!! Dieses Buch hat mich mitgerissen und die Story hat mich voll überzeugt.