Seiten

Montag, 19. Juni 2017

Rezi: Gallert & Reiter - Glaube, Liebe, Tod (Martin-Bauer-1)

Klappentext: 

Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch wenige Stunden später ist der Polizist tot, nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel ...




************************************************************
Veröffentlicht im ullstein-Verlag (12.05.2017)
als E-Book gelesen ~*~ 416 Seiten
Taschenbuch: 9,99 € ~*~ E-Book 8,99 €
ISBN: 978-3548288918
************************************************************

Inhalt:

Martin Bauer ist mal kein Kriminalbeamter oder gar ein Polizist. Er ist ein Polizeiseelsorger und betreut die Beamten, die im Dienst etwas schreckliches erlebt haben. 
Er fühlt sich schuldig am Tod des Polizisten Keunert, den er erst Stunden zuvor an einem Selbstmord gehindert hatte. Doch keine 6 Stunden später ist er tot. 
Der Verstand von Martin Bauer meint zwar, es sei kein Selbstmord, aber alles deutet darauf hin, das der Beamte Suizid begangen hat. 
Nach und nach überzeugt er auch die Kriminalkommissarin Verena Dohr. Sie setzt alles daran, um zum einen den minderjährigen Jungen des Opfers zu finden, und auch aufzuklären, ob Mord oder Selbstmord. 

Der Charakter Martin Bauer ist ein richtig toller Charakter, glaubwürdig und authentisch. Er ist nicht perfekt, hat seine eigenen kleinen Probleme und genau das macht es aus. Er ist liebenswürdig und hat das Herz am rechten Fleck. 
Ich lese sehr gern von Ermittlern oder dergleichen, die nicht perfekt sind, denn sie geben einem das Gefühl, Echt zu sein.
Der Charakter von Verena Dohr hingegen fand ich nicht so authentisch. Sie wirkte für mich ein wenig blass neben Martin Bauer, der sehr stark herausgearbeitet wurde. Ich hoffe, das wir in den folgenden Bänden ein wenig mehr über Verena Dohr erfahren, sie ein wenig mehr Leben eingehaucht bekommt.

Die Handlung ist spannend geschrieben, auch wenn man sich gewisse Dinge schon zusammen reimen kann, wenn man ein wenig weiter denkt. Doch ich fand es gar nicht schlimm. Viel wichtiger war für mich, wie kommen Bauer und Dohr an ihr Ziel? Schaffen sie es überhaupt?

Ich komme zwar nicht aus Duisburg, aber ich fand den Schauplatz sehr gut beschrieben. Er wirkte ebenfalls sehr echt und ich kann mir vorstellen, das Leser, die aus Duisburg stammen, sicherlich das eine oder andere Viertel erkannt haben.

Mein Fazit:

Etwas Luft war definitiv nach oben, sei es in der Handlung oder aber bei den Charakteren und trotzdem ist es ein rundum gelungener Auftakt einer neuen Reihe. Ich hoffe sehr, bald Band 2 lesen zu dürfen. 4 Sterne für "Glaube, Liebe, Tod" von Peter Gallert und Jörg Reiter.

Ich bedanke mich bei der NetGallery, dass ich dieses Buch lesen durfte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen