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Mittwoch, 11. Februar 2015

Rezi: Klaus-Peter Wolf - Ostfriesenfeuer

Klappentext:

Das traditionelle Osterfeuer fiel in diesem Jahr etwas anders aus als sonst. Denn aus den verkohlten Resten ragten am nächsten Morgen menschliche Knochenreste. Als eine weitere Leiche auf einem Spielplatz gefunden wird, ahnt Ann Kathrin Klaasen, dass dieser Mörder nicht einfach nur tötet. Er inszeniert seine Morde regelrecht und will die Welt daran teilhaben lassen.
Wer ist der Nächste? 
Quelle: amazon.de

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Erschienen im Fischer-Verlag ~*~9,99 €
Taschenbuchausgabe ~*~ 528 Seiten
ISBN: 978-3-596-19043-0
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Inhalt:

Frisch vermählt machen sich Ann Kathrin und Frank Weller gemeinsam mit ihren Kollegen auf zum Strand zum Osterfeuer um ein wenig zu feiern. Es ist eine ausgelassene Stimmung, denn keiner weiß, was sie am nächsten Morgen erwarten werden, wenn das Feuer niedergebrannt ist. Auch nicht, dass der Mörder sich eventuell unter ihnen befunden hat.
Rupert hat am Strand übernachtet und wacht durchgefroren auf und bekommt den Schreck seines Lebens als er die verkohlten Knochenreste eines Menschen in der Asche entdeckt. Schnell wird klar, wer die Leiche ist und die Suche beginnt.
Wer war es und was kommt als nächstes?

Etwas irritierend fand ich schon die Herangehensweise von Ann-Kathrin. Sie ermittelt wie ihr der Kopf gewachsen ist und lässt sich auch durch Gegenwind nicht aufhalten. Im Gegenteil, sie widersetzt sich dem Team und versucht ihren Kopf durchzusetzen. Sie glaubt, dass die gefundene Leiche mit einem lange zurückliegenden Selbstmord zu tun hat. Doch liegt sie mit der Theorie richtig? 
Ich habe in der vorherigen Rezension zu "Ostfriesenmoor" geschrieben, dass ich nicht weiß, wie ich die Hauptkommissarin einordnen soll und irgendwie gelang es mir auch diesmal nicht. Ich fand keinen Draht zu ihr, was ich sehr schade finde. Auch konnte ich keinen Draht zu den anderen Charakteren entwickeln. Keiner ist mir wirklich arg im Gedächtnis geblieben.
Das ganze steht im Gegensatz zu der Story, die ich total spannend fand. Ich war geradezu begeistert von der Art und Weise, wie der Mörder gedacht hat und wie er gehandelt hat. Der Autor zeigt uns die abgrundtiefe Seele eines Mörders, zeigt wie er denkt und handelt. Das kam sehr authentisch rüber. Gleichzeitig aber störte mich sehr das viele eigenmächtige Handeln der Hauptperson.
Ich denke, hätte der Autor hier den Charakteren mehr Tiefe und Farbe verpasst, wäre die Story noch besser rüber gekommen, es wäre noch mehr Spannung aufgebaut worden und es hätte sich flüssiger lesen lassen.

Mein Fazit:

Ich komme hier leider nicht über 3 Sterne hinweg, denn der fehlende Tiefgang der Personen hat mir gefehlt, wenn auch die Story gut war, aber die konnte leider nicht alles wett machen.

1 Kommentar:

  1. Mir geht es bei den Büchern genauso. Ich habe die ersten beiden der Reihe gelesen und war irgendwann einfach nur genervt von Ann Kathrin. Ich mochte sie einfach nicht bzw. konnte einfach nicht warm werden mit ihr. Das hat mir leider erst mal den Spaß an weiteren Büchern des Autors verdorben.

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