Seiten

Samstag, 8. März 2014

Rezi: Simone A. Siegler - Colombian Powder

Klappentext:

Nina von Sonnenberg will mehr vom Leben. Der Kontakt zu dem Kolumbianer Ramon da Bona scheint der Schlüssel für eine sorglose Zukunft zu sein. Gemeinsam mit ihrer Freundin Beate tritt sie eine Reise in die Karibik an, um von dort mehrere Kilo Kokain nach Deutschland zu schmuggeln. Sie suchen einen ahnungslosen Kurier, der die heiße Fracht durch den Zoll bringen soll. Ramons Plan scheint aufzugehen, doch Nina ahnt nicht, in welchen Strudel aus Lügen und Leidenschaft sie dabei gerät...

Klein ist der Schritt, der von der Verzweiflung zur Versuchung führt. Ein fesselnder Krimi vor exotischer Kulisse mit der finalen Frage: Wie hätten Sie entschieden?

****************************************************
Erschienen im Esch-Verlag ~*~  240 Seiten
Taschenbuchausgabe ~*~ 13,50 €
ISBN: 3943760103
****************************************************

Inhalt:

Nina kappt die Beziehung zu ihrem Elternhaus, nachdem der Vater ihr eröffnet hat, dass er sie zwangsverheiraten will. Ein Ding der Unmöglichkeit für Nina, da sie den auserwählten zwar schätzt, aber nicht liebt. Doch die eigentlichen Hintergründe der arrangierten Hochzeit bringen bei Nina das Fass zum überlaufen, so dass sie nach Berlin zieht.
Dort lernt sie Beate kennen, die ihre beste Freundin dort wird.
Aber wie das Leben nunmal so spielt, Nina braucht Geld und zwar dringend, denn ihr Vater sperrte ihr Konto. Da kommt das Angebot von Beate gerade recht. Sie lernt Ramon kennen, der die beiden auf eine Kreuzfahrt schickt, natürlich nicht ohne Hintergedanken.

Eine Geschichte, die aufzeigt, was passiert, wenn man an die falschen Leute gerät. Eine Geschichte, die auf jeden Fall zum nachdenken anregt. Die finale Frage ist ja wirklich: Wie hättest du entschieden?

Es gibt definitiv Leute, die bei Geldsorgen auf die umöglichsten Ideen kommen, allerdings behaupte ich von mir einfach mal, das ich niemals auf diese Idee kommen würde. Ich glaube, so schlecht könnte es mir gar nicht gehen, als das ich mich auf so ein Projekt einlassen würde Aber wie heißt es doch so schön: Sag niemals nie! 

Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Ich würde dieses Buch jetzt nicht unbedingt dem Genre Krimi zu führen, auch wenn es doch eine schwere Straftat ist, die Nina da begeht.  Ich hätte mir allerdings noch etwas mehr Spannung in dieser Story gewünscht. Die Handlung plätscherte gemächlich dahin. Klar, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, aber etwas mehr Action hätte ich mir schon gewünscht.
Sie hat es aber verstanden, die Figuren authentisch rüber zu bringen. Sie hat nicht zuviel aus der Vergangenheit der Personen mit einfließen lassen, sondern nur das wichtigste. 
Ein Pluspunkt ist natürlich die Recherchearbeit der Autorin. Diese hat mich fasziniert. Sie hat die Orte so lebendig beschrieben, als wäre ich direkt vor Ort. Es gehört schon eine ganze Menge dabei, um genau das zu erreichen.
Ebenfalls hat mich ein wenig das Format des Buches gestört. Es war doch etwas länger, als ein normales Buch.


Mein Fazit:

Ein rundum gelungenes Buch, mit einer faszinierenden Geschichte, die zu einem Strudel aus Lüge und Leidenschaft wird. Eine Lektüre, die in meinen Augen dringend junge Leute lesen sollten, damit sie vor Augen geführt bekommen, wie leicht man in Schwierigkeiten geraten kan, wenn man nicht über die Konsequenzen nachdenkt. Dennoch fehlte mir etwas die Spannung, so das ich hier 4 Sterne vergeben möchte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen