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Dienstag, 10. Juli 2012

Rezi: Markus Zusak - Die Bücherdiebin

Klappentext:

Liesel hat im Alter von 9 Jahren schon vieles durchgemacht und verloren. Ihren Vater verlor sie. Ihre Mutter war ständig krank. Ihr Bruder Werner starb bei einer Zugfahrt nach Molching.
Liesel gerät zu dem Zeitpunkt das erste Mal in den Blickpunkt des Todes. Sie stiehlt ihr erstes Buch, welches sie als kleinen, aber folgenreichen Ausgleich ihrer Verlustet sieht.

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Erschienen im Blanvalet-Verlag ~*~ 608 Seiten
Taschenbuchausgabe ~*~ 9,95 €
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Inhalt:

Ich habe einen zweiten Anlauf gebraucht, um dieses Buch durch zu lesen. Ich habe beim ersten Mal nach dem ersten Drittel abgebrochen.

Die Geschichte wird aus der Sicht des Todes beschrieben. Man mag vielleicht im ersten Moment denken: makaber, aber diverse Sachen hat der Autor mit Witz und Humor gespickt.

Es dreht sich alles um Liesel, die im Alter von 9 Jahren ihren Bruder während der Zugfahrt nach Molching verliert. Er stirbt und wird im Schnee begraben, wo sie ihr erstes Buch stiehlt.
Sie kommt zu einer Pflegefamilie, wo sich Hans Hubermann aufopfernd und rührend um sie kümmert, wenn sie des Nachts, wieder von Alpträumen geplagt, aufwacht. Er bringt ihr das Lesen bei. 
Sie schließt Freundschaft zu dem Nachbarsjungen Rudi Steiner. Sie verbindet eine innige Freundschaft, wo man sagt: Die gehen durch dick und dünn.

Ich mag die Zeit nicht, in der die Geschichte rund um Liesel spielt. Dennoch hat es der Autor geschafft, diese schlimme Zeit in federleichte Worte zu verpacken, das man doch weiter lesen wollte. Schlimme Dinge sind geschehen in der Zeit und er hat es in leichte Worte verpackt. Ich zitiere jemanden, mit dem ich das Buch gelesen habe:

Nini hat es genau richtig gesagt:  Lady, ich meine grandios auch nicht unbedingt in Hinblick auf die Handlung, viel mehr in Richtung auf die Schreibweise des Autors. Die Art, wie er Sprache verwendet erinnert mich an Musik, die Leichtigkeit, mit der er Bilder in Buchstaben ausdrücken kann, die graumsamsten Sätze, die er in eine leichte luftige Verpackung steckt - sorry, ich kann das nicht verständlicher ausdrücken.

Nach längerem drüber nachdenken kam ich zu dem gleichen Ergebnis wie sie. Die Worte des Autors berühren den Leser und das fand ich super.

Die Kapitel sind nicht sehr lang, was ich persönlich sehr gut finde. Ich mag es nicht, wenn die Kapitel sich elendig lange hinziehen und man nicht weiß, wann kommt der nächste Abschnitt.

Mein Fazit:

Ich bin froh, das ich es mit zwei Leuten gemeinsam gelesen habe, denn ich wüsste nicht, und darüber waren wir uns alle einig, ob wir es sonst nochmal gelesen hätten.

Alles in allem kann ich sagen, ich gebe dem Buch 4 Sterne!!

1 Kommentar:

  1. Ich kann Dir und Nini nur Recht geben, der Sprachstil des Autors ist wirklich wunderschön und berühren einen.
    LG Isabel

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